Freude und Heilung
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Über dieses E-Book
Durch konkrete Anleitung, wie wir uns mit der Freude wirksam verbinden und dieses Prinzip in unseren Alltag integrieren können, lernen wir die heilende Kraft der Weisheit, die uns in der Freude geschenkt wird.
Ein sehr hilfreiches und praktisches Buch um auf den Pfad eines freudvollen Lebens zu gelangen. Es enthält eine grosse Zahl an Übungen und Visualisierungen, die zur inneren Quelle der Freude führen.
Die Herausgeber
Torkom Saraydarian
Torkom Saraydarian (1917-1997) wurde in Kleinasien geboren. Seit seiner Kindheit wurde er in den Zeitlosen Weisheitslehren geschult. Er besuchte Klöster, antike Tempel und Mysterienschulen, um Antworten zu finden auf seine brennenden Fragen über das Mysterium Mensch und das Universum. Er lebte mit Sufis, Derwischen, christlichen Mystikern und Meistern der Tempelmusik und des Tanzes. Seine musikalische Ausbildung beinhaltete das Spiel der Violine, Piano, Oud, Cello und Gitarre. Es waren lange Jahre der Disziplin und des Dienstes nötig, um die Zeitlosen Weisheitslehren von ihren wahren Quellen her zu studieren. Meditation wurde zu einem festen Bestandteil seines Tagesablaufes und Dienst ein natürlicher Ausdruck seiner Seele. Torkom Saraydarian widmete sein ganzes Leben dem Dienst am Nächsten. Seine Schriften, Vorträge und seine Musik zeigen seine Hingabe an die höheren Prinzipien, Werte und Gesetze, die in allen Weltreligionen und Philosophien präsent sind. Diese Arbeiten repräsentieren eine Synthese vom Besten und Schönsten aller Heiligen Kulturen der Welt und bereichern das Fundament, auf dem wir unsere Zukunft aufbauen. Torkom Saraydarian schrieb eine große Anzahl von Büchern von denen viele bereits publiziert wurden. Einige davon wurden bereits ins Armenische, Deutsche, Italienische, Spanische, Portugiesische, Griechische, Holländische und Dänische übersetzt. Er hinterließ der Menschheit einen reichen Nachlass von Schriften sowie auch musikalische Kompositionen zur Erbauung für viele noch kommende Jahre.
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Buchvorschau
Freude und Heilung - Torkom Saraydarian
T.S.G. Publishing
Foundation,Inc.
Einige Worte
Torkom Saraydarian gab zwei Seminare über das Thema Freude und ihre Anwendung in unserem täglichen Leben. Auch gab er viele Vorlesungen darüber und Übungen, um die Freude in uns zu vergrößern und die latenten Ressourcen der Freude in uns freizusetzen. Die Informationen und Übungen dieser Seminare sind in diesem Buch wiedergegeben.
Wenn du diese Übungen machen möchtest, schlagen wir dir vor, dies nach Absprache mit deinem Psychologen oder Arzt zu tun.
Wir drucken diese Ausgabe von »Freude und Heilung« in großer Dankbarkeit zu Torkom und der Arbeit, die er geleistet hat, um die Botschaft der Freude und ihre Anwendung zu verbreiten, um unser Leben in jeder Hinsicht zu verbessern.
Die Herausgeber der englischen Originalausgabe 2006
Inhaltsangabe
Freude und Heilung Teil 1
Übungen in Freude
Freude und Heilung Teil 2
Wie steigern wir unsere Freude
Sieben Qualitäten von Freude
Hindernisse für Freude
Wie Freude genutzt wird.
Mehr Übungen in Freude
Meditation über Freude
Freude ist eine besondere Weisheit
Wie man den Menschen Liebe und Freude bringt
Freude und die Erinnerung an Zuhause
Liebe und Freude
Der Mensch erreicht das Verständnis seiner Kraft nicht ohne Anleitung. Viele verschiedene Fallen sind auf dem Weg des Menschen verborgen. Jede geschützt erscheinende Schlange hofft vor dem Menschen das zu verbergen, was am kostbarsten ist. Wie ein Wanderer, der seinen Weg verloren hat, weiß der Mensch nicht, in welchem Element er den Erfolg suchen soll, dabei ist der Schatz in ihm selbst. Aum, para. 371
Wir wünschen uns, dass die Menschen verstehen, wo ihr Wunderheilmittel liegt. Wir haben einen Festtag, wenn wir entdecken, dass unsere Mitarbeiter den Schutz, den sie durch Freude haben, wahrgenommen haben. M.M.
1
Freude und Heilung
Teil 1
Aufgrund meines guten Karmas traf ich viele Menschen in meinem Leben, die freudvolle Menschen waren. Sie strahlten in ihrem Denken, in ihren Gefühlen, in ihren Handlungen und in ihren Beziehungen Freude aus. Seit meiner Kindheit fühlte ich mich zu freudvollen Menschen hingezogen. Ich hatte immer ein tiefes Verlangen danach zu erfahren, was Freude ist, was Freude bewirken kann und auf welche Weise man Freude entwickeln und somit selbst freudvoll werden kann.
Seit meiner Kindheit habe ich beobachtet, dass freudvolle Menschen anziehend, erfolgreich, glücklich, schöpferisch, gesund und ehrlich sind. In der Schule war ich immer mit diesen Jungen und Mädchen zusammen, die freudvoll waren. Ich hatte das seltsame Gefühl, dass jene, die keine Freude hatten, entweder ungesund, gegen die Regeln verstoßend, oder gefährlich waren. Diese Beobachtung wurde im Laufe der Jahre immer mehr bestätigt.
Ich beobachtete auch, dass freudlose Studenten, Lehrer und Leute überhaupt, wie eine Last auf meinen Schultern lagen. Sie untergruben stets meine Energie und Begeisterung. Im Laufe der Jahre versuchte ich, mehr Dinge im Zusammenhang mit Freude zu beobachten und meine Informationen über Freude zu vergrößern. So beobachtete ich beispielsweise die Auswirkungen von Freude auf den physischen Körper, auf die Gefühle und auf das Denken. Ich sah, dass das Fehlen von Freude einen Menschen träge und gegenüber Anstrengungen oder Arbeit unwillig machte. Das Fehlen von Freude macht einen Menschen arrogant, unsensibel, ablehnend gegenüber Zusammenarbeit, starrköpfig und gedanklich verschlossen, langsam, durchtrieben oder engstirnig. Die meisten freudlosen Menschen, die ich gesehen habe, sind bittere Menschen und jene die Verleumdungen, Bosheiten und sogar Verrat anwenden.
Meine Forschungen waren sehr zwanglos. Ich habe versucht, meine Beobachtungen und Entdeckungen niederzuschreiben, aber ständig habe ich meine Aufzeichnungen irgendwo auf meinen Reisen verloren. Nachdem ich Zugang zu Bibliotheken hatte, versuchte ich Bücher zu finden, in denen über das Wesentliche, den Inhalt, die Chemie oder Anatomie von Freude geschrieben wurde, aber ich fand nur oberflächliche Bemerkungen. Ich fand weder ein Buch zum Thema »Freude«, noch fand ich jemanden, der ein Spezialist für Freude gewesen wäre. Ich traf sogar einige Psychologen, die mich auslachten und dachten, was ich wohl für ein Träumer sei, dass ich mich für die Psychologie der Freude interessiere.
Einer meiner Lehrer sagte einmal, dass Freude von der Umgebung und dem Wohlbefinden eines Menschen im körperlichen und wirtschaftlichen Sinne abhänge. Als ich diese Worte vernahm, dachte ich im selben Moment, dass etwas nicht stimmen konnte. Meine weiteren Beobachtungen offenbarten, dass Freude nicht ein Ergebnis von körperlichen, emotionalen oder mentalen Zuständen ist, wohl aber ein Bewusstseinszustand, der all diese Gegebenheiten überbietet und ein bedingender Faktor oder eine Ursache für Umstände ist.
Die Jahre vergingen, und ich setzte meine Forschungen fort. In letzter Zeit las ich einige Bücher, in denen Freude sehr oberflächlich erwähnt wurde. Nach dem Lesen dieser Bücher war ich überzeugt, dass der beste Weg herauszufinden, was Freude ist, darin besteht, diese Leute, die Freude haben, zu finden und zu beobachten.
Einer der freudvollsten Menschen, den ich in meinem Leben getroffen habe, war mein Vater. Er war der geborene Optimist. Er war gesund, gutaussehend, voll von Energie und Begeisterung sowie strebsam. Er war ein unermüdlicher Arbeiter. Mein Vater ging durch die dunkelsten Stunden, durch die jemand gehen kann. Alle seine Verwandten – 87 Personen – wurden von den Türken hingerichtet. Er selbst und meine Mutter wurden verschont, weil er Apotheker war und das Krankenhaus in unserer Stadt keinen Apotheker hatte.
Die Jahre vergingen und als der Krieg und der Völkermord vorüber waren, brachte mein Vater unsere Familie in eine große Stadt in der Überzeugung, dass das Leben dort sicherer wäre. Hier eröffnete er eine überaus moderne Apotheke. In wenigen Jahren war die Apotheke für die schnelle und gute Bedienung in der ganzen Stadt bekannt.
Eines Sommers kamen am Morgen zwei Polizisten und informierten meinen Vater darüber, dass sie eine Anweisung von der Regierung hätten, die Apotheke für eine Woche zu schließen. Wie es seine Art war, lud mein Vater die beiden in sein Büro ein, bot ihnen Tee und Kuchen an und wollte von ihnen den Grund wissen. Sie sagten, dass durch eine andere Apotheke, die einem Armenier gehörte, ein Offizier vergiftet worden sei. Gegen den Apotheker wurde ermittelt und bis diese Untersuchung vorüber war, würden alle armenischen Apotheken geschlossen bleiben.
Mein Vater nahm diese Nachricht sehr ruhig entgegen. Er sah zu, wie sie die Schlösser seiner Apotheke mit Wachs versiegelten. Dann schenkte er ihnen noch ein eigenartiges Lächeln und fuhr mit einem Taxi nach Hause. Sein Lächeln war eine Verdichtung vieler Gedanken – schwierig in Worte zu fassen. In seinem Lächeln waren Voraussicht, Einsicht und Vorahnungen. Er wusste, was kommen würde und hatte beschlossen in den Händen des Schicksals nicht zu zerbröseln. Sein Lächeln drückte ganz deutlich aus, dass er über allem stehen würde, was auch geschehen mag.
Auf dem Weg nach Hause war er sehr ruhig und lächelte mit ruhiger Gelassenheit. Mutter war überrascht, dass wir so früh nach Hause kamen. »Was ist geschehen?«, fragte sie. Ich erwartete nun, dass Vater über die Situation fluchen und das Geschehen verdammen würde, er sagte jedoch nur lächelnd zu meiner Mutter: »Es ist nichts Ernstes. Wir sind nur zu einem zweiwöchigen Urlaub angewiesen worden, bis die Regierung die Untersuchung über eine Apotheke abgeschlossen hat, die verdächtigt wird, ein giftiges Rezept ausgestellt zu haben.«
»Und was werden wir jetzt tun?«, fragte meine Mutter. »Sei geduldig und alles wird den Weg gehen, den es sollte.« Dann führte er Mutter und mich zu einem Essen auf eine Insel, die mit Kiefern bewachsen war. Der Duft der Kiefern, das Essen und die freudvolle Umgebung brachte Fröhlichkeit in unsere Herzen.
Während der nächsten Tage bemühte sich mein Vater darum, die Apotheke wieder zu öffnen, indem er versuchte, direkt mit dem Präsidenten Atatürk zu sprechen. Atatürk war ein alter Freund meines Vaters, der unsere Apotheke zu besuchen pflegte. Ich hatte die beiden schon einige Male im Gespräch gesehen. Ich erinnere mich an ein ganz bestimmtes Gespräch, das sie vor einigen Jahren führten. Im Laufe dieses Gesprächs blickte Atatürk plötzlich meinen Vater an und fragte: »Yervant, liebst du dein eigenes Volk, dein Land?« – »Ja, mein Herr«, sagte mein Vater, »Ich liebe mein Land – Armenien.«
Atatürk setzte ein eigentümliches Lächeln auf und sagte: »Ich bin stolz auf dich. Wer auch immer sein eigenes Land liebt, der kann auch das Land lieben, in dem er lebt. Du bist ein vertrauenswürdiger und furchtloser Mann, ich bin stolz auf dich!«
Er schüttelte meinem Vater die Hand und ging mit seinen Leibwächtern zu seinem Wagen. Dann kam er von seinem Auto zurück und schenkte meinem Vater einen von seinen Stiften.
Mein Vater hatte gehofft, dass Atatürk jetzt jeden Zweifel in Bezug auf seine Apotheke innerhalb einer Sekunde klären würde und dass er die Apotheke wieder öffnen könne. Aber es war unmöglich, Atatürk zu erreichen. Alle Bemühungen meines Vaters wurden abgeblockt.
Sechs Monate vergingen. Eines Morgens früh kam ein Polizist und gab meinem Vater den Schlüssel zu seiner Apotheke und ein Schriftstück von der Regierung, in dem stand: »Der Fall ist abgeschlossen. Wir wünschen Ihnen Erfolg.«
Mein Vater lächelte. Er kannte ihre Sprache gut. Er nahm einige Dollars aus der Tasche und gab sie dem wartenden Polizisten. »Hier, Sie können diese paar Dollar haben«, sagte er. »Danke für den Schlüssel.« Und er lächelte wieder auf diese merkwürdige Art wie damals, als sie die Türen seiner Apotheke versiegelt hatten. Der Polizist verschwand ohne ein Wort des Dankes.
Auf dem Weg zur Apotheke sagte mein Vater: »Für mich wirkt das ganze Leben wie ein Spiel. Es ist nicht wirklich. Daran liegt es, dass es manchmal keinen Unterschied für die Betroffenen macht, ob man gewinnt oder verliert... Ist es nicht so?«
»Ich glaube nicht.«
»Wenn wir verlieren, können wir es noch einmal machen. Und wenn wir es noch einmal machen, verlieren wir es vielleicht wieder... Nun gut, wir wollen schauen, was mit der Apotheke in unserer Abwesenheit los war.«
Wir sperrten das Tor auf, Vater öffnete es bedächtig und behutsam. Die ganze Apotheke war leer. Vater nahm einen tiefen Atemzug und begann zu lachen.
Ich bekam Angst.
Er hörte nicht auf zu lachen. Dann sagte er: »Ich wette, dass der Safe ebenfalls leer sein wird.«
Der Safe war leer. All unser Bargeld, Schmuck und Gold waren verschwunden. Vater blickte auf den Schlüssel, warf ihn weg und sagte: »Ich wusste genau, was passieren würde. Schauen wir, dass wir hinauskommen und gehen wir etwas Gutes essen.«
Im Restaurant gratulierten ihm die Leute zur Wiedereröffnung der Apotheke. »Danke, ich danke euch«, sagte er. »Wir sind gerade dabei, wieder bei null anzufangen.« Und er begann zu lachen.
»Vater, warum lachst du?«, fragte ich.
Er antwortete: »Ich fühle mich das erste Mal großartig, richtig großartig nach diesen Vorkommnissen. Solche Tragödien können die Freude aus meinem Herzen nicht verbannen. Dies ist eine großartige Herausforderung für mich, meinem Gott zu beweisen, dass ich meinen Dienst neuerlich aufnehmen kann.«
Spät abends kamen viele Ärzte, Psychiater und andere berufliche Freunde, um ihn zu trösten und zu ermutigen. Er schenkte Wein aus, machte Witze und brachte die Leute zum Lachen. Und er sagte: »In gewisser Weise bin ich froh, weil eine schwere Last von meinen Schultern genommen wurde, aber für jene Leute tut es mir leid, die ich fast kostenlos bedient hatte.« Es war eine der Gewohnheiten meines Vaters, armen Leuten für ihre Rezepte nichts zu berechnen.
Jahre später sprachen wir über diese Vorfälle und Vater sagte: »Wir haben Energie, Gesundheit und Geld dadurch gerettet, dass wir nicht depressiv, zornig, hassend und ärgerlich geworden sind, sondern uns unsere Freude, Geduld und heitere Gelassenheit bewahrt haben. Wenn wir diese drei Diamanten verloren hätten, wäre die Zukunft für uns verloren gewesen.« Und dann fügte er – wieder mit diesem seltsamen Lächeln – hinzu: »Auch die Dunkelheit braucht ihren Anteil.«
Als ich einmal mit meinem Vater auf einem Feld unterwegs war, sah ich einen Schmetterling. Ich war damals sechs Jahre alt. Der Schmetterling war so groß und so wunderschön, dass ich ihn noch näher ansehen wollte. Ich glaube, er wusste um dieses Gefühl in mir, denn als ich in großer Freude hinter ihm herrannte, ließ er sich für kurze Zeit auf einem Zweig nieder, dann wieder auf einer Blume, wie um mir Gelegenheit zu geben, ihn genauer zu betrachten. Dann flog er weiter.
Als ich ihm weiter nachlief, gewährte er mir neuerlich die Chance, ihn aus der Nähe zu bewundern, diesmal aber aus etwas größerem Abstand. Nach einiger Zeit drehte ich mich um und bemerkte, dass ich mich bereits gut zwei Meilen von meinem Vater entfernt hatte, der, wie ich vermute, glücklich über meine Freude war.
Schließlich verweilte der Schmetterling auf einem Busch, öffnete weit seine Flügel und ließ mich ganz nahe an sich heran, so dass ich seine Schönheit genau betrachten konnte. Auf seinen Flügeln schimmerten die Farben des Regenbogens, die in Streifen, in Form eines Blattes verliefen. Ich war in so außerordentlicher Freude darüber, dass ich begann immer wieder um den Busch herum zu laufen, zu tanzen und ein von mir selbst erdachtes Lied zu singen:
»Schmetterling, Schmetterling,
ich liebe dich!
Ich liebe dein Flügelkleid,
ich liebe deine Farben.
Ich danke dir,
dass du deine Schönheit
mit mir teilst.«
Die Sonne war schon am Untergehen, als ich zu dem Baum zurückkehrte, unter dem mein Vater saß. »Hast du den Schmetterling liebgehabt?«, fragte er mich.
An Stelle einer Antwort, begann ich zu tanzen und mein selbst gedichtetes Lied zu singen. Er umarmte mich, nahm mich auf seinen Rücken und wir wanderten einige Meilen in Stille. Dann sang er die Worte meines Liedes in einer neuen Melodie.
»Magst du dieses Lied?«, fragte er. – »Oh, ja!«
»Hast du es bemerkt? Freude erschafft Lieder und Schönheit. Sie bringt Gedichte hervor... und dieses ist dein erstes Gedicht...«
In der Nacht war ich im Schlafe immer noch bei meinem wunderschönen Schmetterling. Am nächsten Morgen ging ich ganz früh zum Bett meines Vaters und sagte: »Weißt du was?«
»Was?«
»Ich habe den Schmetterling gar nicht berührt aus Angst, ich könnte ihn verletzen!«
Er blickte mich an und eine Träne sprang aus seinem rechten Auge und fiel über seine Nase hinab. Dann zog er mich zu sich in sein Bett und wir schliefen noch einige Stunden weiter. Das war eines meiner Tagebuchblätter der Freude.
Ich hatte einige Lehrer, die Menschen von großer Freude waren. Einige von ihnen waren Einsiedler, die in einem Zustand ständiger Verzückung lebten. Andere waren Dekane oder Direktoren großer Institutionen. Ein bestimmter Lehrer war so kraftvoll in seiner Freude, dass er gewöhnlich unsere Herzen mit Freude
