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Wie Herr René zur Poesie kam: Festschrift im Auftrag der Herr René-Stiftung HRS zu ihrem eigenen Jubiläum
Wie Herr René zur Poesie kam: Festschrift im Auftrag der Herr René-Stiftung HRS zu ihrem eigenen Jubiläum
Wie Herr René zur Poesie kam: Festschrift im Auftrag der Herr René-Stiftung HRS zu ihrem eigenen Jubiläum
eBook52 Seiten39 Minuten

Wie Herr René zur Poesie kam: Festschrift im Auftrag der Herr René-Stiftung HRS zu ihrem eigenen Jubiläum

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Über dieses E-Book

Die Festschrift im Auftrag der Herr René-Stiftung HRS zu ihrem eigenen Jubiläum des Herrn Prof. Dr. Dr. Lukas Semmelwein ist ein einzigartiges Dokument von Brillanz, Tiefe und Eigensinnigkeit. Von den einen wird es als tiefgründigstes Dokument zum Thema genannt, von den anderen blanker Unsinn. Beide Lager haben recht. Wie der Philosoph Alan Watts schon fragte: «Warum lieben wir Nonsens?», so werden auch Sie sich fragen, warum Sie das Buch nicht mehr weglegen können. Sie werden es lieben und Sie werden die Arme verwerfen, wo Sie sich doch den Bauch halten müssten. Sie werden lachen und verwirrt oder verirrt sein – dann sind Sie auf dem richtigen Weg. Sie werden Einsichten haben, berührt werden, einen Streifzug durch die Jahrhunderte und das Jetzt machen, Sinn finden und sich fragen, wer hier von Sinnen ist. Ein Buch als Erlebnis. Ein Erlebnis der eigenen, einzigartigen Art.
SpracheDeutsch
HerausgeberFragment Eight Media
Erscheinungsdatum1. Apr. 2015
ISBN9783906318035
Wie Herr René zur Poesie kam: Festschrift im Auftrag der Herr René-Stiftung HRS zu ihrem eigenen Jubiläum
Autor

Lukas Semmelwein

Lukas Semmelwein ist ein Begeisterter. Er gilt als Koryphäe im Gebiet der zeitgenössischen Literaturwissenschaft. In seinen legendären Vorlesungen schafft er es immer wieder aufs Neue, seine Zuhörer nicht nur in den Bann zu ziehen, sondern sie regelrecht zu begeistern.

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    Buchvorschau

    Wie Herr René zur Poesie kam - Lukas Semmelwein

    Wie Herr René zur Poesie kam?

    Indem er sich setzte.

    Da dies nun beantwortet ist, können wir uns dem Detail zuwenden, und bitte entschuldigen Sie den etwas sauren Beginn, der nun folgt, der aber in der Natur der Sache liegt, wir müssen uns wie Säure in die Materie ätzen, bis einige Dinge aus dem Weg geräumt sind, schließlich ist dies hier eine wissenschaftliche Arbeit, kein Groschenroman, wir müssen uns zur Poesie durcharbeiten, das ist zwar allenfalls beim Groschenroman auch der Fall, dass wir uns durcharbeiten müssen – oder ihn durcharbeiten -, darum vergessen wir diesen Vergleich besser sofort wieder, wir wollen ja die Groschenromane auch nicht pauschal abwerten, sie kosten ja ohnehin fast nichts. So können wir hier am Anfang «Am Anfang war das Am» sagen, eine sich auf sich selbst beziehende und die unmittelbarste Aussage, die wir machen können. Und eine schon fast interreligiöse, wenn wir uns an unsere Kindheit erinnern, in der wir aus solchen Sätzen durch spielerische Verschiebung der Vokale Klangstücke wie «Im Infing wir dis Im» oder «Om Onfong wor dos Om» zauberten, wobei ich dies nur deshalb einflechte, weil erinnern so ungemein wesentlich ist, das Am also, oder das Om, jedenfalls nicht das Wort, zu diesem müssen wir uns eben durchätzen. Die einigen Dinge, die wir aus dem Weg räumen müssen, sind Dinge des Verstandes, und hier werden wir auf ein Problem stoßen, inwiefern ist Poesie ein Ding, geschweige denn des Verstandes, und diese Dinge aus dem Weg zu räumen, das Begreifen dem Ergriffenwerden hin zu öffnen, das bedarf einiger spitzfindiger chirurgischer Eingriffe, die nie zu Übergriffen werden dürfen, bis der Verstand einsieht, es ist müßig, etwa so, wie wenn ich Ihnen sage, das einzig Reale in diesem Moment sei, dass Sie lesen, ich meine, was soll das, obwohl es stimmt, aber da ist für den Verstand, wenn er es ernst nimmt, kein Futter drin, es gibt nichts zu begreifen, denn was Sie lesen ist völlig irrelevant, ganz einfach darum, wir kennen es, zwei Menschen lesen einen Text und verstehen zwei völlig verschiedene Dinge, wohingegen zwei Menschen, die lesen, zwei Menschen sind, die lesen, da gibt es nicht viel zu rütteln, aber eben auch nicht viel zu begreifen, und was für den Verstand nicht zu interpretieren ist, ist für ihn uninteressant. Da wir im Folgenden nicht interpretieren werden, sondern aufzeigen, muss unser Text kompromisslos der Müßigkeit zustreben, bevor er in die Muße münden kann, Sie werden merken, wenn er zu münden beginnt, nämlich dann, wenn er zu munden beginnt, wenn wir uns dieses kleine Bonmot gleich schon jetzt erlauben dürfen. Wir danken für Ihre

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