Entdecken Sie mehr als 1,5 Mio. Hörbücher und E-Books – Tage kostenlos

Ab $11.99/Monat nach dem Testzeitraum. Jederzeit kündbar.

MatheMagie: Transrationale Magie und kreative Lebenspraxis
MatheMagie: Transrationale Magie und kreative Lebenspraxis
MatheMagie: Transrationale Magie und kreative Lebenspraxis
eBook354 Seiten3 Stunden

MatheMagie: Transrationale Magie und kreative Lebenspraxis

Bewertung: 0 von 5 Sternen

()

Vorschau lesen

Über dieses E-Book

MatheMagie zeigt, wie unsere Welt endlich wieder magischer wird.

* Die bisherige Philosophie war statisch, sie wollte die Welt erklären und schuf Grenzen.
* MatheMagie ist dynamisch, sie erweitert Horizonte.
* MatheMagie ist ein magischer Weg zu persönlicher Freiheit.

Wie kommen wir zur Spiritualität, ohne alles aus Schule und Bildung zu vergessen? Wie finden wir Weisheit und Glück, ohne alles hinter uns zu lassen, mit dem wir groß geworden sind?

MatheMagie präsentiert radikale Innovationen für unser Leben. Auf der Basis von Neurobiologie und Systemtheorie fragt der Autor Michael Eschner nach der praktischen Bedeutung im Leben. Es geht um eine tragfähige Welt(Beschreibung), denn sonst ist alle Spiritualität nur Stückwerk. Der bekannte Thelema-Autor wollte mehr und hier ist das Ergebnis:

Nicht zurück zur Vergangenheit, wie in der Esoterik.
Sondern: über die Wissenschaft hinaus in eine Welt ungeahnter Möglichkeiten!

Radikale Befreiung von physischen und psychischen Zwängen, von innerer und äußerer Bevormundung - das ist das Ziel der MatheMagie.

Diese Neuauflage wurde aufwändig überarbeitet und erweitert. Die Leserinnen und Leser bekommen einen Klassiker der modernen Magie im modernen Format.
SpracheDeutsch
HerausgeberXinXii
Erscheinungsdatum14. Sept. 2025
ISBN9783691494983
MatheMagie: Transrationale Magie und kreative Lebenspraxis

Ähnlich wie MatheMagie

Ähnliche E-Books

Persönliches Wachstum für Sie

Mehr anzeigen

Verwandte Kategorien

Rezensionen für MatheMagie

Bewertung: 0 von 5 Sternen
0 Bewertungen

0 Bewertungen0 Rezensionen

Wie hat es Ihnen gefallen?

Zum Bewerten, tippen

Die Rezension muss mindestens 10 Wörter umfassen

    Buchvorschau

    MatheMagie - Michael D. Eschner

    Inhaltsverzeichnis

    Inhaltsverzeichnis

    Vorwort

    Vorwort des Herausgebers

    Einführung

    What do you do after you've saved a world?

    Eine alltägliche Begebenheit

    Idee einer Magie, die als Wissenschaft auftreten wird

    Verbündete: Radikaler Konstruktivismus und Magie

    Prärationale Magie und Transrationale Magie

    Was ist transrational?

    Das Problem

    Das Rechtfertigungsmodell der Erkenntnis

    Immanuel Kant. Die Metaphysik der Erfahrung

    Die Philosophie der Gegenwart

    Überlegungen zu einer transrationalen Philosophie der Zukunft

    Transrationalistische Philosophie

    Praktische Fragen

    Die Konstruktion von Wirklichkeit

    Einführung in die Erfahrungswelt

    Das System Erfahrungswelt

    Methodischer Behaviorismus

    Zwischenbemerkungen

    Solve et Coagula - wir konstruieren Wirklichkeit

    Träumen

    Solve

    Coagula

    Anhang: Der Mensch - ein autopoietisches System

    Literaturverzeichnis

    Vorwort

    Dieses Buch beschäftigt sich mit Themen, die selbst für die Fachwissenschaftler, deren Forschungsgebiet sie bilden, noch ziemlich esoterisch sind. Diese Themen befinden sich in schneller Entwicklung - fast täglich erscheint neue Literatur. Ich habe mich deshalb in weiten Teilen darauf beschränkt, Grundlagen zu vermitteln und Zusammenhänge aufzuzeigen - denn die Entwicklungen sind oft noch nicht abzusehen.

    Dennoch - die Grundlagen sind revolutionär. Sie geben radikale Neuorientierungen für unsere Lebensziele und die Lebenspraxis. Sie gehen weit über die bisher in New-Age-Kreisen als revolutionär und spirituell behandelten physikalischen Theorien Capra'scher¹ Machart hinaus, denn diese konnten bestenfalls zeigen, dass das Universum nicht ganz so stumpfsinnig ist, wie uns 2000 Jahre Christentum und 300 Jahre Wissenschaft weismachen wollten. Aber was konnten sie uns über unsere täglichen Probleme, über den Sinn unseres Lebens, über all die wirklich wichtigen Fragen mitteilen? Sehr wenig.

    Die neuen Entwicklungen, welche ich hier behandeln will, beantworten sicher nicht alle wichtigen Fragen - aber sie bringen uns ihnen näher und vor allem: Wir können sofort anfangen, diese Erkenntnisse in unsere tägliche Lebenspraxis umzusetzen. Dass ich bei der Darstellung auf die alte Kunst der Magie zurückgreife, hat seinen Grund schlicht darin, dass die Welt - endlich - wieder magischer wird.

    Deshalb ist dieses Buch wichtig.

    Bergen, im Februar 1989

    Michael D. Eschner

    Vorwort des Herausgebers

    Für mich persönlich war die Vorbereitung dieser Auflage eine freudige Tortur. Einerseits die mühevolle Detailarbeit als Lektor: Wie kann man diese Passage klarer ausdrücken? Wie wird der Zusammenhang deutlicher? Wie kann man jenen Satz stilistisch glätten?, usw. Andererseits die Entdeckerfreude: Das Juwel zu entdecken, das sich in der sperrigen Sachlichkeit verbirgt.

    Ich hoffe, einen kleinen Beitrag geleistet zu haben, ein Epochenwerk für neue Leser aufzuschließen. Indem auf diesem Fundament ein neues Zeitalter errichtet wird, weiß ich, dass sich jede Mühe gelohnt haben wird und keine Minute Arbeit verschwendet war.

    Während wir „MatheMagie überarbeiteten, lag das Buch auf meinem Schreibtisch. So sehe ich jeden Tag das Cover der ersten Auflage aus dem „Peyn und Schulze Verlag, mit dem schnauzbärtigen Albert Einstein rechts und dem Porträt von Aleister Crowley links daneben. Ich finde es immer noch charmant. Es war im Sommer 1993 in Berlin, dass ich dieses Buch zum ersten Mal in der Hand hielt. Strenge, Kraft und Geheimnis umgaben dieses Buch. Den Autor sollte ich erst Jahre später kennenlernen.

    Worum geht es? Um Spiritualität? Geht es um ein zukunftsfähiges Menschenbild? Um moderne Magie, die ins 21. Jahrhundert passt? Ja, und Mike (Michael D. Eschner) spannt sein Thema sogar noch weiter: Es geht um den Übergang ins Neue Äon, in das Wassermannzeitalter. Das Alte Äon des Einen Gottes ist vorüber. Das zeigt sich darin, dass die Gesellschaft in Rechthaberei und Fundamentalismus erstarrt, die Menschen haben Orientierung, Werte und Stolz verloren und flüchten sich in Bedürftigkeit und Konsum. Das Neue Äon steckt noch in den Kinderschuhen. Wir leben in einer Zeit voller Widersprüche und Friktionen.

    Mike findet zarte Ansätze des Neuen Äons im Denken seit der Aufklärung bis in die Gegenwart. Im Kapitel „Was ist transrational?" zeigt er das. Er zeigt auch, dass und wie namhafte Denker in den Fesseln des Alten Äons feststecken. Die Geschichte der europäischen Philosophie war die Geschichte der Rationalität. Die zu erfassen, ist ihm ein zentrales Anliegen - denn das heißt, unser Erbe zu kennen. Mike hat aus den ausgelatschten Schuhen des Alten neue, leichte Sandalen geschnürt und geht mit mutigen Gedanken einer Zukunft entgegen, die das Leben wieder lebenswert macht. Gedanken, die er sorgsam belegt, wo es machbar und nötig ist und die er mit einem unschlagbaren Argument untermauert: Erfahrung! Wer kein Jenseits zulässt, wer Gehorsam und Glaube zurückweist, der kann nur auf seine Erfahrung bauen.

    Nochmal, worum geht es hier? „MatheMagie geht um den Übergang von Rationalität und Vernunft zu Transrationalität und „Über-Vernunft.

    Was soll das sein? Die Frage nach dem Neuen Zeitalter kann man auch stellen als die Frage: Was gibt es noch außer der rationalen Suche nach Wahrheit?

    Beim Äonenwechsel ist ein Aspekt brisant: die Verwechslung von vor-rationalem Gefühl und nach-rationaler Weisheit – kurz: Altes, Überlebtes wird als Neuerung, Heil und Hoffnung Bringendes und als transrational glorifiziert. Im Buch spricht der Autor von der „Prä-/Trans Verwechslung, wo Prärationalität und Transrationalität verwechselt wird. Hier lauern Fallstricke. Mike hatte sie in der Gesellschaft beobachtet. Im Kalten Krieg, in der deutschen Wiedervereinigung, in der damals jungen Partei „Die Grünen. Die Verwechslung von Prä- und Transrationalität ist also ein handfestes Phänomen, ein Problem unserer Zeit. Sie ist höchst real und oft unheilbringend, alles andere als ein akademisches Problem!

    Mike analysiert diese Verwechslung. Das schärft den Blick und es hilft uns, aus den Fehlern anderer zu lernen! Dazu muss ich etwas ausholen.

    Wechsel der Zeitalter

    Das Alte Äon des Christentums und der Wahrheit ist vorüber. Friedrich Nietzsches „Also sprach Zarathustra handelt von der Frage, was der Mensch für eine Zukunft hat. Nietzsche nennt den Menschen von Morgen den Übermenschen. Zarathustra ist Prophet und Lehrer des Übermenschen. Der Tod des Einen Gottes wird als Tatsache festgestellt. „Gott ist tot: aber so, wie die Menschen sind, wird es vielleicht noch Jahrtausende brauchen, bis die Nachricht bei ihnen ankommt. Zarathustra wundert sich, dass diese Nachricht bei den Menschen in den Städten noch nicht angekommen ist. „… euer Gott war euer Höchster Gedanke! Aber dieser Gedanke – hat euch getötet! (…) Seit er im Grabe liegt, seid ihr erst wieder auferstanden. Nun erst kommt der grosse Mittag, nun erst wird der höhere Mensch—Herr!"

    Die Kunde vom Tod Gottes zu akzeptieren, erfordert eine andere Lebensweise. Es geht nicht um einen Bilderwechsel in der Kirche - es geht um den Selbstentwurf des Menschen als Schöpfer! (Mit diesem Gedanken im Hinterkopf sollte man das Kapitel „Die Konstruktion von Wirklichkeit" lesen - wir sind Schöpfer und das ist wissenschaftlich belegt). Der Mensch des Christentums war Geschöpf Gottes - der Mensch von Morgen, der Übermensch ist Schöpfer! Zarathustra sagt:

    Ihr höheren Menschen, Diess lernt von mir: auf dem Markt glaubt Niemand an höhere Menschen. Und wollt ihr dort reden, wohlan! Der Pöbel aber blinzelt „wir sind Alle gleich."

    „Ihr höheren Menschen,—so blinzelt der Pöbel—es giebt keine höheren Menschen, wir sind Alle gleich, Mensch ist Mensch, vor Gott—sind wir Alle gleich!"

    Vor Gott!—Nun aber starb dieser Gott. (…)

    … und ein neues Zeitalter bricht an.

    Was tut der Mensch, nachdem der Kosmos der Tradition zerbrochen ist? Wie lebt er? Was müssen wir lernen? Was können wir vom Leben hoffen und erreichen? Hinter dem Abgrund tun sich neue Welten, neue Horizonte auf. Mike hat sich daran gemacht, dieses kolossale unfassbare Geschehnis programmatisch zu gliedern. „MatheMagie" umreißt ein Programm der persönlichen Weltgestaltung und Selbsterschaffung.

    Mein Vorschlag wäre, Nietzsches „Also sprach Zarathustra zu lesen und parallel dazu Eschners „MatheMagie. Das erste zeigt die Krisen und wie Zarathustra sie bewältigt und zeigt das neue Lebensgefühl. Das zweite Werk zeigt und erklärt nüchtern, wieso du nicht spinnst, wenn du nach Zukunft und Lebensglück strebst.

    Mike hat viel Wert darauf gelegt, „seine Leute" gegen die Verfallserscheinungen im Zeitgeist zu immunisieren. Gegen seelische Deformationen wie Relativismus, Subjektivismus, Nihilismus … Denn er wusste: Es ist schwer, ein spirituelles Leben zu führen, wo niemand weiß, was das Morgen bringen wird. Wenn die Welt zu chaotisch wird, dann schwindet Verantwortung.

    „MatheMagie" ist ein Hilfsmittel für die persönliche Entwicklung. Es erforscht die Fundamente magischen Könnens in Neurobiologie und Systemtheorie. Das Buch enthüllt die Freiheiten, die in diesen Konzepten liegen, und untersucht die Regeln, die in dieser Welt gelten. Mikes Stärke lag darin, Thelema in den dynamischsten Disziplinen zu verankern, in denen die Gesellschaft in Dimensionen vordringt (auch wenn es nur im wissenschaftlichen Bereich ist), die vom alltäglichen Menschenverstand Jahrhunderte entfernt sind.

    Wenn ich mir unsere Gesellschaft angucke, dann sind Nietzsche und der Entwurf des Über-Menschen wirklich nicht das vorherrschende Thema. Sondern Lärm und Skandale wiederholen ständig den Imperativ, doch endlich etwas zu tun! Ob Nike mit „Just Do it! oder Kaufland mit dem Slogan „Machen macht den Unterschied - der Schlüssel zu einer besseren Welt scheint (mehr) entschlossenes Tun zu sein. Oder denken wir an die „Grünen - der „Atomausstieg und die Kraft von Wind und Sonne. Das soll den Planeten retten? Das Dumme ist nur, das haben die schon vor 15,20 und mehr Jahren gefordert. Schon vor 15,20 und mehr Jahren hatten die ihr Ultimatum an die Deutschen dabei, um den Weltuntergang abzuwenden. Büßen und darben, das ist der Weg dahin. Milliarden Euro später ist das Problem immer noch ungelöst. Mike schrieb (im Jahr 1989!) dazu: „Das Auseinanderklaffen von Kritik und Alternative ist am Beispiel der Partei „Die Grünen sehr klar zu beobachten. Wo „Die Grünen Kritik üben, sind sie zum größten Teil genau und korrekt. Die Alternative, welche ihr Parteiprogramm anbietet, ist eine Hyperbürokratie, ein Staat, in dem sie letztendlich selbst nicht mehr leben wollen, in dem die Umwelt auf Kosten der Menschen und auf Kosten der Freiheit eventuell gerettet wird. Da stellt sich die Frage, ob so wirklich eine Alternative aussehen kann, dass die Umwelt auf Kosten der Menschen gerettet wird. Was wäre erst zu sagen über die Bewegung „Fridays for Future und verwandte Organisationen. Jedenfalls ist die ökologische Krise ein Aspekt, der zeigt, dass das alte Paradigma nicht mehr funktioniert.

    Mike hat die Politik nie so überbewertet, dass er ihr die Lösung drängender Probleme zugetraut hätte. Die Welt wird nur eine andere, wenn wir anders leben. Also muss man die Frage nach den Alternativen aushalten, statt nach der erstbesten Lösung zu greifen.

    Wie kann der Mensch ein anderer werden? Geht das überhaupt? Wer hat nicht schon die Erfahrung gemacht, dass die einfachen Rezepte leider nicht funktionieren - spätestens dann nicht, wenn man andere davon überzeugen will. Viele leiten daraus das Recht ab, künftig den dummen Rest nicht mehr zu fragen, sondern den eigenen Heilsplan durchzuziehen. Nur warum sind dann die Probleme seit 30 Jahren nicht kleiner geworden, sondern explodiert? Warum sind viele Handlungsoptionen verschwunden, die vor ein paar Jahren greifbar nahe waren? Warum läuft uns die Zeit davon?

    Martin Heidegger schrieb (1951): „Das Bedenklichste ist, dass wir noch nicht denken; immer noch nicht, obgleich der Weltzustand immer bedenklicher wird. Dieser Vorgang scheint freilich zu fordern, dass der Mensch handelt und zwar ohne Verzug (…) Und dennoch - vielleicht hat der bisherige Mensch seit Jahrhunderten bereits zu viel gehandelt und zu wenig gedacht. Mike rekonstruiert im Kapitel „Was ist transrational? die Rationalität des Abendlandes und konstatiert, dass das rationale Programm gescheitert ist.

    Die neue Magie findet ihre Basis in der (Neuro-)Biologie. Die Theorie autopoietischer Systeme von Humberto Maturana ist der Boden, auf dem die MatheMagie wächst. Wir sind lebendige Wesen. Wer handeln will (Tue was Du willst!), ist gut beraten, die Biologie zu kennen. Möglichkeiten und Grenzen jedes Handelns lebendiger Systeme sind im Nervensystem angelegt - das gilt auch für die Möglichkeiten im Bereich der Spiritualität. Im Jahr 1989 war die Synthese von Magie und Wissenschaft, wie dieses Buch sie wagt, wahrhaft revolutionär. Heute wirkt das vertrauter; Deepak Chopra ist Arzt, Joe Dispenza schreibt viel über Gehirn und Physik … Aber da ist kein Handlungsprogramm dahinter. Anscheinend ist unser Handeln nicht zukunftsentscheidend, sondern Spiritualität mehr ein kosmischer Vorgang. Anders bei Mike: Existentiell ist, was wir tun.

    Jedoch kann die Antwort (die handlungsleitend sein soll) nicht in einem Satz gegeben und verstanden werden, sie passt nicht in einen Pin, nicht in ein Selfie, nicht in eine Schlagzeile. Sondern Mike nimmt Anlauf von der biologischen Systemtheorie und streift Thelema nur an ein, zwei Stellen explizit.

    Magie und Fragen nach der Zukunft

    Seit Oswald Spenglers „Der Untergang des Abendlandes" wird die Frage gestellt, wie es mit Europa/ mit der westlichen Zivilisation weitergeht. Mancher hat die Frage dahingehend verschärft, ob es überhaupt weitergeht oder ob die Zivilisation ihre Klimax überschritten hat. Zu nennen wären neben Spengler: Karl Jaspers, Francis Fukuyama oder Gotthard Günther.

    Alle eben Genannten fragen nach der Zukunft. Je konkreter die Prognose sein soll, desto spekulativer fällt sie aus (so bei Spengler, Günther, Fukuyama). Unsere „MatheMagie führt auch in die Zukunft, aber praktisch statt theoretisch. In „Solve et Coagula und dem Kapitel über Träume steckt ein Entwicklungsprogramm für jede(n) Interessierte(n). Es ist dies die Brücke, über die wir gehen können. Allen Unklarheiten der Zeit und der unbekannten Umwelt zum Trotz handeln autopoietische Systeme. Das Kapitel „Solve et Coagula fächert unsere Handlungsmöglichkeiten auf. Der Autor nimmt das thelemische Gebot „Tue was Du willst! ernst: Alle Überlegungen, alle Theorie führt zum Handeln, zum Tun.

    Zukunft, Kultur, ein Goldenes Zeitalter - das machen nicht die anderen. (Wer darauf wartet, dass „andere es für uns angehen, verspielt seine Zukunft). Eher fallen sie quasi nebenbei ab, wenn du die magische Formel „Solve et Coagula befolgst.

    Was im Alten Äon der Typ des Wissenschaftlers war, war im Isis Äon der Magier. Da passt der Buchtitel „MatheMagie" gut.

    Die Prä-/Trans-Verwechslung

    Der Begriff der Prä-/Trans-Verwechslung geht zurück auf Ken Wilber. Wieder das Problem: Wenn wir nicht mehr wissenschaftlich-technisch fokussiert sind, werden wir dann erleuchtet oder verblöden wir? Wir können die Prä-/Trans-Verwechslung umformulieren als die Frage: Worauf stützt sich Thelema? Was ist der Wahre Wille? Allgemein gesagt: Welche Anhaltspunkte gibt es für ein sinnvolles Leben? Wie weiß der Leser/ die Leserin, dass er oder sie auf dem ‚richtigen‘ Weg ist? Es zeigt sich, dass die Prä-/Trans-Verwechslung das verschwiegene Problem unserer Zeit ist. In „MatheMagie" zeigt der Autor eine Lösung.

    Ein wenig Statistik: Im vorigen Jahr wurden in Deutschland insgesamt 67.467 neue Buchtitel veröffentlicht, davon waren 60.230 Erstauflagen. Aber das wichtigste Buch dieses Jahres hältst du gerade in deinen Händen.

    Knut Gierdahl, Chemnitz

    Pfingsten 2025

    Einführung

    Dieses Buch ist eine Sammlung verschiedener Artikel über die Magie der Zukunft. Einige wurden ursprünglich in der Zeitschrift Abrahadabra² veröffentlicht. Sie wurden für „MatheMagie" überarbeitet und erweitert.

    Das Buch beginnt mit einfachen Konzepten und wird nach und nach komplexer, was für die meisten Leser wahrscheinlich besser ist. Was mir aber am besten gefällt, ist, dass es zeigt, wie Magie und Wissenschaft auf natürliche Weise zusammenkommen, wenn sie ihre Vorurteile überwinden.

    Ich möchte hier mal was klarstellen. MatheMagie versucht nicht, sich bei der etablierten Wissenschaft anzubiedern. Wir wollen nicht an Universitäten oder in Wissenschaftlervereinen sein.

    Und wir wollen auch nicht zur Parapsychologie gehören. Die ist ja schon fast eine richtige Wissenschaft und will das auch werden.

    Als sich die Wissenschaft im 17. Jahrhundert von der Kirche löste, wollten die Wissenschaftler nicht zu Religionen werden oder Kardinäle sein. Man vergisst oft, dass die Wissenschaft als Kampf gegen den Rationalismus der theistischen Philosophie angefangen hat. Sie war damals eine Idee, ein Programm, das noch gar nicht richtig verstanden wurde. Das Wichtigste war die Erfahrung, die empirische Forschung, nicht die Vernunft. Erst als die Wissenschaft an Universitäten gelehrt wurde, hat sie sich das Monopol auf die Vernunft angeeignet - genau wie die Kirche im Mittelalter.

    Heute hat die Wissenschaft den gleichen Absolutheitsanspruch wie damals die Kirche. Heute wird die Methode der Wissenschaft dazu missbraucht, uns die Weltanschauung Wissenschaft aufzuzwingen. Heute ist Wissenschaft eine Religion wie jede andere auch - sie ist nur etwas anders organisiert. Heutzutage hat die Wissenschaft ihre eigenen Glaubenskongregationen und Inquisitoren. Die dogmatisieren darüber, was wahre und wirkliche Wissenschaft ist. Alles, was nicht in ihr Schema passt, wird abgelehnt und als ketzerisch verurteilt.

    Nehmen wir zum Beispiel die Parapsychologie. Ähnliche Fälle findet man in der Ethnologie, Anthropologie, Geschichte und Philosophie. Das sind alles Beispiele für gestutzte Wissenschaften: Jede Disziplin, sogar die Physik, hat ihre Leichen im Keller.

    Der Philosoph und Wissenschaftstheoretiker Paul Feyerabend [1985] schreibt: „Während des Mittelalters war es unmöglich, als Staatsbürger, ja sogar als ein Mensch anerkannt zu werden, ohne ein Christ zu sein. In den Wissenschaften ist die Situation heute sehr ähnlich. Moderne Klagen über die zunehmende Irrationalität unseres Zeitalters sind also einfach moderne Wiederholungen der Klagen über die zunehmende Gottlosigkeit, die man zur Zeit der Aufklärung, aber auch schon früher, hören konnte. Die Menschen befreien sich von tyrannischen Ideen und Institutionen, sie handeln nach neuen und noch unvollkommen erkannten Prinzipien - und die Vertreter des Status quo haben Angst um ihren Einfluss und ihre Gehälter."

    Zur angeblichen Rationalität der Wissenschaft sei noch an die bitteren Worte von Max Planck erinnert: „Eine neue wissenschaftliche Wahrheit erringt ihren Triumph nicht dadurch, dass sie ihre Widersacher überzeugt und ihnen die Augen öffnet, sondern hauptsächlich deshalb, weil ihre Gegner

    Gefällt Ihnen die Vorschau?
    Seite 1 von 1