Unfuck Yourself: Raus aus dem Kopf, rein ins Leben!
Von Gary John Bishop
5/5
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Personal Growth
Self-Improvement
Self-Awareness
Motivation
Self-Reflection
Inner Struggle
Overcoming Adversity
Personal Transformation
Inner Demons
Self-Reliance
Coming of Age
Mentorship
Rags to Riches
Mentor Figure
Transformation
Self-Discipline
Self-Help
Self-Acceptance
Self-Confidence
Self-Doubt
Über dieses E-Book
Gary John Bishop
Gary John Bishop is a leading personal development expert and the New York Times bestselling author of Unfu*k Yourself, Stop Doing that Sh*t, Do the Work, Wise As Fu*k, and Love Unfu*ked. His “urban philosophy” approach represents a new wave of personal empowerment and life mastery that has led to miraculous results in the quality and performance of people’s lives. He lives in Florida.
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Buchvorschau
Unfuck Yourself - Gary John Bishop
01
AM ANFANG …
»Das hier ist eine kleine sprachliche Ohrfeige des Universums, die dir ins Bewusstsein rufen soll, was wirklich in dir steckt, damit du allen Mist endlich hinter dir lässt und mit Volldampf in dein Leben aufbrichst.
KAPITEL 1
Hattest du jemals das Gefühl, in einem Hamsterrad zu sein, verbissen zu kämpfen und doch zu nichts zu kommen?
Du drehst die immer gleichen, endlosen Schleifen, in dir spricht und urteilt es, eine leise Stimme lässt dich ständig wissen, dass du faul oder dumm oder einfach nicht gut genug bist. Du merkst nicht einmal, wie sehr du ihr glaubst und wie sehr sie dir zusetzt, du bemühst dich bloß den ganzen Tag, all den Stress und die Strapazen zu bewältigen und irgendwie weiterzuleben, und gerätst doch immer wieder an den Punkt, an dem du dir ratlos sagen musst, dass du wohl nie das Leben haben wirst, das dir vorschwebt, wenn du nicht endlich aus diesem verdammten Hamsterrad aussteigst. Was, wenn das Glück, dem du nachjagst, das Idealgewicht, das du anstrebst, der Beruf oder die Beziehung, die du gern hättest, immer gerade außerhalb deiner Reichweite bleiben?
Dieses Buch widme ich allen, denen dieser selbstzerstörerische innere Monolog bestens bekannt ist, der endlose Reigen von Zweifel und Ausreden, der dein Leben verdirbt und einschränkt. Das hier ist eine kleine sprachliche Ohrfeige des Universums, die dir ins Bewusstsein rufen soll, was wirklich in dir steckt, damit du allen Mist endlich hinter dir lässt und mit Volldampf in dein Leben aufbrichst.
Damit wir uns richtig verstehen: Es gibt zwei Arten des täglichen Gesprächs, mit anderen sprechen und mit sich selbst reden. Nun magst du entrüstet abwehren: »Ich führe keine Selbstgespräche!« Aber in Wirklichkeit ist es so, dass du einen Großteil deiner Gespräche mit dir selbst führst, ganz privat und exklusiv in deinem Kopf.
Ob du introvertiert oder extrovertiert, kreativ oder eher praktisch veranlagt bist, auf jeden Fall führst du über weite Strecken Gespräche mit … dir! Beim Sport, bei der Arbeit, beim Essen, beim Lesen, Schreiben, Gehen, Beten, Meditieren und beim Sex (allein oder mit anderen) tust du »es«, sogar wenn du weinst, Nachrichten schreibst, streitest, verhandelst oder planst. Ach ja, im Schlaf auch. Du tust es sogar in diesem Moment.
Keine Sorge, du bist nicht verrückt. Oder vielleicht sind wir einfach alle ein bisschen verrückt. Jedenfalls tut es jeder von uns, du kannst dich also beruhigt zurücklehnen und das Spektakel genießen.
Wissenschaftliche Studien zeigen, dass wir pro Tag fünfzigtausend Gedanken haben. Überleg mal, was du dir alles erzählst, obwohl du es gar nicht hören möchtest oder lieber hinter dir lassen oder wenigstens unterdrücken würdest. Diese automatischen oder reflexhaften Gedanken können wir nicht verhindern, wir können sie kaum ändern, aber es steht uns frei, diesen Gedanken Bedeutung beizumessen oder nicht – denn sie bringen ihre Bedeutung nicht mit!
Neueste neurowissenschaftliche und psychologische Forschungen belegen, dass der Umgang mit Sprache unser Leben ganz entscheidend prägt. Professor Will Hart führte an der University of Alabama Experimente durch, bei denen die Probanden sich eine positive, negative oder neutrale Situation in Erinnerung rufen sollten oder aktuell mit solchen Vorkommnissen konfrontiert wurden. Ergebnis: Wer neutrale Ereignisse so beschreibt, als fänden sie gerade statt, ist eher positiv gestimmt. Wer aber negative Ereignisse auch so beschreibt, hat eher eine pessimistische Haltung. Vereinfacht bedeutet das: Von den Wörtern, anhand derer man seine Lebensumstände schildert, hängt es ab, wie man diese Umstände sieht und erlebt und auf sie eingeht. Das wiederum entscheidet darüber, wie du dich mit deinem Leben auseinandersetzt und wie du auf große und kleine Probleme reagierst.
Wie stark unsere Gefühle von der Wahl unserer Worte geprägt sind, ist seit Jahrhunderten, wenn nicht Jahrtausenden bekannt. Philosophen wie Wittgenstein, Heidegger und Gadamer wussten um die Wichtigkeit und Bedeutung der Sprache in unserem Leben. Wittgenstein sagte, dass die Übereinstimmung zwischen Denken und Wirklichkeit in der Grammatik der Sprache zu finden ist.
Da ist es gut zu wissen, dass durch wissenschaftliche Studien immer wieder belegt wird, wie stark optimistische Selbstgespräche die Stimmung heben, Selbstvertrauen aufbauen, die Produktivität erhöhen und auch sonst noch einiges bewirken. Wirklich einiges. Aus den Forschungsergebnissen von Professor Hart kann man sogar schließen, dass positive Selbstgespräche von zentraler Bedeutung für ein glückliches und erfolgreiches Leben sind.
Leider gilt auch der Umkehrschluss: Pessimistische Selbstgespräche verderben uns nicht nur die Laune, sondern können auch ein Gefühl von Machtlosigkeit erzeugen. Da können kleine Probleme plötzlich riesengroß erscheinen, oder es entstehen Probleme, wo eben noch keine waren. Deshalb hier jetzt die Eilmeldung des Tages: Deine Selbstgespräche verarschen dich schlimmer, als du ahnst.
Mit alldem vor Augen sollte eines jedoch klar sein: Auch wenn es in diesem Buch darum geht, die richtige Sprache für ein besseres Leben zu finden, lege ich dir nicht nahe, nun plötzlich zum positiven Denken überzugehen oder dir persönliche Affirmationen zurechtzulegen. Das wurde bereits mit wechselndem Erfolg und bis zum Erbrechen exerziert und ist ganz bestimmt nicht das, was wir hier vorhaben.
Ich werde nicht von dir verlangen, dass du dir sagst, du seist ein Tiger, um das innere Tier in dir zu entfesseln. Erstens bist du kein Tiger und zweitens: Ja, genau, du bist kein Tiger. So etwas mag bestimmten Leuten etwas bringen, aber für dergleichen bin ich zu sehr Schotte. Für mich fühlen sich solche Aufforderungen so an, als würde man mich zwingen, einen Eimer Ahornsirup zu trinken. Nein, danke.
Allen positiv Denkenden da draußen sei deshalb gesagt, dass es hier in eine andere Richtung geht. Dieses Buch ist so angelegt, dass es dir wirklich auf die Beine hilft, und zwar so, wie es sich für dich echt und richtig anfühlt und dir viel mehr von dem erschließt, was in dir steckt.
DER UNTERSCHIED ZWISCHEN ERFOLG UND MISSERFOLG
»Wenn Gefühle weitgehend vom Denken bestimmt sind, lassen sie sich in erheblichem Maße dadurch steuern, dass man die eigenen Gedanken kontrolliert, also die inneren Sätze, die Selbstgespräche, ändert, durch die das Gefühl erzeugt wurde.«
Das Zitat stammt von Albert Ellis, einem der Vorreiter der modernen Psychologie. Ihm fiel auf, dass unsere Gedanken und Äußerungen über das, was wir erleben, unsere Gefühle gegenüber dem Erlebten prägen. Anders gesagt: Unsere Gedanken und Gefühle sind Bettgenossen.
Weiterhin fiel ihm auf, dass unser Denken oft völlig irrational ist.
Überleg mal, wie oft du dir schon gesagt hast: »Ich bin so dämlich« oder »Ich vermassle alles« oder »Mein Leben ist gelaufen«. Und wie oft hast du irgendein Vorkommnis als »das Schlimmste, was mir je passiert ist« empfunden und auch so beschrieben?
Hand hoch, wer hat schon mal völlig überreagiert und musste später feststellen, dass die Sache ganz belanglos war? Okay, du kannst die Hand wieder runternehmen, die Leute gucken schon. Aber wenn du dich zurückerinnerst, siehst du jetzt, dass diesem Augenblick der scheinbar grundlosen Überreaktion ein total krasser innerlich gesprochener Satz vorausging – und schon geht etwas mit dir durch.
Was wir so sagen und tun, ist nicht immer besonders rational, aber irgendwie sagen und tun wir es trotzdem. Und dann sehen wir nicht einmal klar, was wir uns da antun, welchen emotionalen Ballast wir uns sogar mit harmlos erscheinenden negativen Selbstgesprächen aufladen.
Selbstgespräche müssen nicht immer besonders drastisch sein, mit den kaum hörbaren schaden wir uns genauso. Bei der Arbeit oder bei einer Tätigkeit denkst du vielleicht: »Puh, ist das schwer! Was ist, wenn ich nicht rechtzeitig fertig werde?« Oder du malst dir aus, wie du es vielleicht »vermasseln« könntest, und bist entsprechend angespannt und besorgt. Auf pessimistische Selbstgespräche können Ärger, Trübsal oder Frust folgen, und die tauchen dann anderswo in Zusammenhängen auf, die mit dem Anlass nichts zu tun zu haben scheinen.
Solche Selbstgespräche machen das Leben nicht leichter. Je öfter du dir bestätigst, wie schwierig irgendeine Sache ist, desto schwieriger kommt sie dir tatsächlich vor. Und da die automatischen Gedanken in einem stetigen Strom fließen, wir sie alle anhören und die kritische Stimme in unserem Kopf als völlig normal empfinden, merken wir kaum noch, wie diese Gedanken unsere Stimmung in jedem Augenblick prägen und unser Verhalten bestimmen. Am Ende tun – oder lassen – wir nicht das, wozu unser rationaler Verstand uns raten würde.
Betrachte als einfaches Beispiel die täglichen Verrichtungen, die dir besonders lästig sind,
