Kunst am Ball: Der Weg zum schönen Spiel
Von Karpe Leif und Kaspar Peter S.
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Über dieses E-Book
Ein Kunstjournalist, der wenig mit Fußball zu tun hat, wird gleich zwei Mal mit den Jogo Bonito, wie die Brasilianer es nennen, dem schönen Spiel konfrontiert. Einerseits soll er in Florenz recherchieren, was Leonardo da Vinci mit dem Calcio Storico zu tun hatte, einer Frühform und nicht ganz schönen Variante des heutigen Fußballs. Andererseits muss er im Fußballverein eines Sohnes als Jugendtrainer einspringen. Beides sind für den Fußballlaien sehr hohe Herausforderungen. Er meistert sie am Ende mit überraschenden Analogien zu Kunst, die am Ende sogar die Nachwuchskicker zu Erfolg führen.
Kunst am Ball ist ein kleines, aber feines Buch, das sich zwar in erster Linie an junge Fußballerinnen und Fußballer richtet, aus dem aber auch Erwachsene noch erstaunliche Dinge lernen können. Das Buch spricht auch offen über die offensichtlichen Fehlentwicklungen im großen Fußball und versucht jungen Kickerinnen und Kickern zu erklären, warum im großen Fußball zwar genug Geld da ist, aber es für ihre Nachwuchsmannschaften zu wenig Trainer gibt.
Am Ende steht dann noch eine überraschende Erkenntnis, nämlich die, was Leonardo da Vinci mit dem heutigen Fußball nun tatsächlich noch zu tun hat.
Karpe Leif
Leif Karpe hat als Regisseur und Kameramann an zahlreichen kunsthistorischen Dokumentationen mitgewirkt. Als Jugendtrainer bei Borussia Pankow bringt er den ganz jungen Fußballerinnen und Fußballern die Schönheit des Spieles näher. Peter S. Kaspar war einst Fußballer, Jugendtrainer, Funktionär und Sportjournalist. Außer Platzwart, so behauptet er, habe er so ziemlich alles im Fußball schon gemacht. Heute arbeitet er als Autor und Reisejournalist.
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Buchvorschau
Kunst am Ball - Karpe Leif
1. Kapitel
Anstoß
Wenn er zurückdachte, dann hatte seine Reise wohl an einem sonnigen, heißen Tag Mitte Juni begonnen, als sein Sohn Tim zu ihm gekommen war. Nein, eigentlich kurz bevor Tim zu ihm gekommen war.
Angefangen hatte es mit jenem Telefonat. Sein Redakteur hatte ihn angerufen.
„Hallo Nils", rief Arno Buschmann ins Telefon, wie immer ein wenig zu laut.
„Arno, wie steht’s?"
„Hast du Lust, die Tage nach Florenz zu fliegen?"
Nils musste nicht lange nachdenken. Er liebte Florenz. Michelangelo, Raffaello, Botticelli – und Leonardo!
Er sah sich ehrfurchtsvoll den David bewundern, er sah sich durch die Uffizien schlendern, er sah sich…
„Es geht um Fußball", hörte er Arno sagen und sein Florenztraum platzte wie ein Luftballon.
„Fußball? fragte Nils tonlos zurück. „Was hat das jetzt mit unserem Format zu tun?
Seit einigen Jahren arbeiteten die beiden eng zusammen für das Format „Ein Tag mit…". In dieser Serie wurde immer ein beliebiger Tag aus dem Leben einer historischen Person nachgezeichnet. Dadurch sollten Berühmtheiten aus der Vergangenheit dem Publikum nähergebracht werden.
„Vom Sockel runter auf Augenhöhe", hatte der Redaktionsleiter gefordert. Die Reihe war beliebt. Aus unnahbaren Giganten, wie Johann Sebastian Bach oder Isaac Newton, wurden plötzlich ganz normale Menschen, die ebenfalls mit ihrem Alltag zurechtkommen mussten, wie andere normale Menschen auch.
Wenn es um einen Künstler ging, wurde regelmäßig Nils angefragt.
Er hatte die Folgen über Vincent van Gogh, Caspar David Friedrich und Jan Vermeer gemacht.
„Oh, viel, sehr viel", röhrte Arno ins Telefon.
„Du musst herausbekommen, ob Leonardo da Vinci Fußball gespielt hat."
„Hä?" Arno veräppelte ihn! Das konnte nicht anders sein.
„Und deshalb musst du am 24. Juni in Florenz sein, am Johannistag, fuhr Arno ungerührt fort. „Du sollst herausfinden, ob Leonardo am 24. Juni im Jahr 1472 Fußball gespielt hat oder ob er nur Zuschauer war.
„Verwechselst du da nicht etwas?, fragte Nils verunsichert. „Ich versteh ja nicht viel von Fußball, aber soweit ich weiß, wurde das Spiel erst 400 Jahre später erfunden – und dann nicht in Italien, sondern in England.
„Ich würde dir sehr empfehlen, mit deinem profunden Wissen in Florenz besser hinterm Berg zu halten. Eine solche Aussage könnte dir dort schlimmstenfalls eine gebrochene Nase einbringen. Die Florentiner sehen das nämlich ein wenig anders als du. Vielleicht setzt du dich mal mit dem Calcio storico
auseinander. Wir sehen uns", rief Arno noch fröhlich ins Telefon und legte auf, ohne noch eine weitere Rückfrage zuzulassen.
So war er eben. Er fütterte seine Mitarbeiter gerne nur mit einem Minimum an Informationen an, um sie dann selbst auf eine Fährte kommen zu lassen, von der sie dann nicht mehr ablassen konnten. Meist klappte das ziemlich gut.
Nils machte sich
