Aufmerksamkeit: Die Währung der digitalen Welt!
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Über dieses E-Book
Melanie Garmanzky
Ehemalige Gründerin und Gesellschafterin der Garmanzky WEBconsulting GmbH einem Tochterunternehmen der Engel & Zimmermann AG. Nach meinem Ausstieg aus dem Agenturenleben bin ich mit einem festen Freelancer- und Development-Nearshore-Team im Bereich Online Kommunikation als Freelancerin in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterwegs. Ich berate und entwickele seit vielen Jahren mit meinem Team für große Unternehmen sowie Marken (Referenzprojekte auf Anfrage) in allen Fragen rund um IT-Projektmanagement, digitale Transformation, Social-Media-Aktivitäten, Online-Vermarktung, Search Engine Optimization (SEO) sowie bei der Planung und Durchführung der gesamten Online-Kommunikation.
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Buchvorschau
Aufmerksamkeit - Melanie Garmanzky
Inhalt
Kurze Einführung
Die Aufmerksamkeit des Menschen – ein knappes Gut
Menschliche Aufmerksamkeitsspannen verkürzen sich ständig
Definition der Aufmerksamkeitsökonomie
Folgen der Aufmerksamkeitsökonomie für Unternehmen
Einfluss auf den Nutzer
Einfluss Aufmerksamkeitsökonomie auf Werbeschaltungen
Die Aufmerksamkeitsökonomie und die sozialen Medien
Effekt kurzer Aufmerksamkeitsspannen auf die Kommunikation
Content-Erstellung für kurze Aufmerksamkeitsspannen
Storytelling – die beste Art, Aufmerksamkeit zu fesseln
Kampf um Aufmerksamkeit – ein Booster der Digitalisierung
Das Phänomen der digitalen Kommunikation
Der Knigge digitalen Kommunikationsverhaltens
Die richtige Ansprache finden
Zwei Generationen am digitalen Scheideweg
Digital Immigrants – Technologische Hürden überwinden lernen
Digital Natives brauchen Freiheit und Flexibilität
Suchmaschinen als fester Bestandteil des digitalen Alltags
Suchmaschinen und ihr Einfluss auf die Erinnerung
Die Digitalisierung revolutioniert das Unternehmensmarketing
SEM für ein gutes Ranking in Suchmaschinen
OnPage-SEO heißt die eigene Webseite optimieren
Änderungen mit dem Google-Update Dezember 2022
OnSite SEO – technische Optimierungen der Webseite
OffPage SEO heißt durch externe Maßnahmen optimieren
Gastbeiträge für extra Backlinks
Ein Google Business Profil für lokales SEO
Die Vorteile eines Unternehmenseintrags bei Google Business
Die sozialen Medien als digitale Kommunikationsform
Besser kommunizieren über die sozialen Medien
Social Media Marketing als Interaktionsmittel
Erfolgsfaktoren des Social Media Marketings
Wer profitiert vom Social Media Marketing am meisten?
Cross Channel Effekt nutzen
Die fünf Säulen des erfolgreichen Social Media Marketings
Die meistgenutzten sozialen Netzwerke
Social Media im beruflichen Kontext
Zahlen zu Alter und Nutzungsfrequenz sozialer Medien
Social Signals – das Reaktionsportfolio auf einen Post
Social Likes – interaktiv Zustimmung signalisieren
Social Shares – der Schlüssel zum Wachstum im eCommerce
Social Comments – digitale Nutzerreaktionen auf einen Post
Memes – mit spaßigen Kurzvideos viral gehen
Retweets – Tweets an die eigenen Follower weiterleiten
Social Signals als Katalysator
Haben Social Signals einen Einfluss auf das Google-Ranking?
Auf negative Kommentare richtig reagieren
Maßnahmen einer Strategie für die sozialen Medien
Social Media Monitoring – was sagen die Kunden?
Einsatz des Social Media Monitorings
Unternehmerisches Potenzial des Social Media Monitorings
Diese Voraussetzungen müssen stimmen
KPIs im Social Media Monitoring
Datenschutz im Rahmen des Social Media Monitorings
Social Media als Teil des Projektmanagements
Künstliche Intelligenz als Helfer im digitalen Marketing
Diese Aufgaben kann die KI übernehmen
Renommierte Wissenschaftler und Experten warnen
Gefahren von KI bei legaler Anwendung
Gefahren von KI bei missbräuchlicher Nutzung
Ein neues Berufsbild ist entstanden – Influencer:innen
Micro-Influencer (10.000 – 50.000 Follower)
Mid-Tier-Influencer (50.000 – 500.000 Follower)
Macro-Influencer (500.000 – 1.000.000 Follower)
Mega-Influencer (1.000.000 – 5.000.000 Follower)
Celebrity-Influencer (über 5.000.000 Follower)²⁸
IT-Recht in den sozialen Medien
Geltendes Recht bei der Anwendung sozialer Medien
Der europäische „Digital Services Act"
Kundenbewertungen bzw. -rezensionen als Markenzeichen
Der Weg zu mehr Kundenbewertungen
Kundenbewertungen müssen von echten Kunden stammen
IT-rechtliche Konsequenzen falscher Bewertungen
Schadensersatz bei rechtswidrigen Negativbewertungen
Ist die Löschung von Kundenbewertungen möglich?
Schlechte Bewertungen schaden dem Unternehmensimage
ORM – Schutz vor rufschädigenden Bewertungen
Reputation Warfare – der digitale Kampf um den guten Ruf
Soziale Medien zur Personalgewinnung einsetzen
Social Media Recruiting ist die neue Wirklichkeit
Strategie für Social Media Recruiting
Employer Branding – das Unternehmen im besten Licht präsentieren
Meine Arbeitgebermarke ist stark
Aufbau einer beeindruckenden Arbeitgebermarke
Damit wird das digitale Unternehmensprofil ein Eye-Catcher
Social Media und eCommerce – eine erfolgreiche Mischung
Eine wirkungsvolle Maßnahmenkombination mit Zukunft
Herausforderungen durch die sozialen Medien
Effektiv reagieren bei Social Media Krisen
Die Empörungsökonomie in den sozialen Medien
Die sozialen Medien belohnen Unverschämtheiten
Das Lostreten von Empörungslawinen im Netz
Shitstorms – wenn die Kritik übermächtig wird
Bedeutung eines Shitstorms für Unternehmen
Verführt die Anonymität des Internets zu Hasskommentaren?
Der digitale Hater – eine zerstörerische Kraft
Unterschied zwischen Hasskommentaren und Cybermobbing
Cybermobbing? – Ich bin geschützt, wenn ich
Betriebe leiden zumeist indirekt
Fake News – Soziale Medien bieten optimalen Nährboden
Welche Formen der Fake News gibt es?
Deepfakes zur Verbreitung von falschen Nachrichten
Echt …. nicht wahr? Deepfakes als solche erkennen
Mittel zur Veröffentlichung von Verschwörungstheorien
Die sozialen Medien als Waffe einsetzen
Ziele von Social Media Warfare
Social Media Warfare – eine reale Gefahr
Strategischer Ansatz von Social Media Warfare
Richtiger Umgang mit Social Media Warfare
Rechtliche Pflichten sozialer Netzwerke
Was tun die Betreiber sozialer Netzwerke gegen Fake News?
Wie verändert die digitale Medienlandschaft den Nutzer?
Das Verhältnis von Privatnutzern zu sozialen Medien
Wie beeinflussen die sozialen Medien das menschliche Gehirn?
Soziale Kompetenzen geraten ins Hintertreffen
Auswirkung sozialer Medien auf die Psyche
Die menschlichen Psyche leidet unter exzessivem Konsum
Lassen soziale Medien Hemmungen fallen?
Anonymität als Nährboden für Diskriminierung
Sähen die sozialen Medien Gewalt?
Abstumpfung durch die sozialen Medien
Auftreten einer Social Media Sucht
Der richtige Umgang mit sozialen Medien ist Pflicht
Vorsicht – die sozialen Medien vergessen nicht
Zusammenfassung
Beispiele aus der Praxis
PRAXISBEISPIEL 1: DONALD TRUMP
Donald Trump instrumentalisiert die sozialen Medien
Die sozialen Medien brachten Trump ins Weiße Haus
Welche Rolle spielte Trumps Kommunikationsstil?
Welche Rolle spielt seine Wählerschaft?
Welche positiven Lehren Unternehmen daraus ziehen können
PRAXISBEISPIEL 2: SOCIAL MEDIA IN DER CUSTOMER JOURNEY
Wie unterstützen die sozialen Medien die Customer Journey?
PRAXISBEISPIEL 3: POLITISCHE PROTESTE UND KRIEG
Russlands Einsatz der sozialen Medien
Selenskyj motiviert mit Veröffentlichungen in den sozialen Medien
Als Instrument der Kriegsdokumentation
Social Media als vielfältiges Kriegsinstrument
Kurze Einführung
Das analoge Marketing, zu dessen zentralen Elementen papierbasierte Produktflyer, klassische Werbung über Poster oder Plakate oder Unternehmensbroschüren bzw. klassische Pressemeldungen gehören, rückt immer weiter in den Hintergrund. Seit das „World Wide Web" (kurz: WWW) und die digitalen Medien fester Bestandteil des Unternehmensmarketings geworden sind, haben sie das Zepter übernommen. Unternehmen, die das digitale Marketing vernachlässigen oder gar ignorieren, werden in der heutigen digital dominierten Welt nicht bestehen. Der globale Wettbewerb steigt, die Kunden werden stetig wählerischer und wollen überzeugt werden, bevor sie sich für ein Produkt entscheiden und es kaufen. Dies gilt sowohl für den Geschäftskunden- als auch den Privatkundenbereich.
Die Digitalisierung bietet Unternehmen praktische Möglichkeiten, um neue Kunden zu erreichen und Bestandskunden ans Unternehmen zu binden. Dazu gehören das Suchmaschinenmarketing mit seinen Unterdisziplinen SEA (Search Engine Advertising), SEO (Search Engine Optimisation) und lokales SEO sowie das SMM – das „Social Media Marketing" – das Unternehmen den schnellsten und finanziell günstigsten Zuwachs an Webseitenbesuchern bringt. Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung ist ein aktives und gleichzeitig effektives Community Management. Dieses festigt die Beziehung zwischen Unternehmen und Zielgruppe, macht die Marke bekannter, bringt wichtiges Feedback von Kundenseite und steigert den Umsatz.
Um Aufmerksamkeit zu erzeugen, gelten die sozialen Medien als die effektivste Methode. Sie sind den anderen digitalen Marketingmaßnahmen gleich in drei Punkten überlegen – sie beschleunigen den Aufbau neuer Kundenbeziehungen, Erzielen schnellere Ergebnisse bei geringen Investitionen und sind Grundlage für das „virale Marketing", das als besonders effektiv gilt, um eine überdimensional hohe Aufmerksamkeit zu erzeugen. Das virale Marketing spricht eine spezifische Zielgruppe an und verbreitet sich durch die Nutzeraktionen exponentiell.
Das Social Media Marketing steht aufgrund seiner Effektivität im Zentrum dieser Abhandlung – ohne jedoch die anderen relevanten digitalen Marketingformen unerwähnt zu lassen. Darüber hinaus wird der teils gefährliche Einfluss der Nutzung von sozialen Medien auf die Psyche von Privatleuten beleuchtet. Gerade Jugendliche, aber auch User mit einem geringen Selbstwertgefühl sind hinsichtlich digitaler Shitstorms oder Cybermobbing extrem anfällig und können nicht mit den negativen Folgen umgehen.
Gleichzeitig kann sich bei einer exzessiven Nutzung ein teils massiv ausgeprägtes Suchtverhalten entwickeln, das bewirkt, dass User viel zu viel Zeit vor dem Computer oder am Smartphone verbringen. Studien zeigen, dass weibliche Jugendliche in der Altersgruppe der 12- bis 17jährigen beispielsweise bis zu 3,5 Stunden täglich in den sozialen Medien verbringen.¹ verbringen Die Persönlichkeit verändert sich und andere Aktivitäten treten in den Hintergrund.
¹ https://www.dak.de/dak/bundesthemen/onlinesucht-studie-2106298.html#/
Die Aufmerksamkeit des Menschen – ein knappes Gut
Der Ökonom Georg Franck wusste schon vor zwanzig Jahren, dass die menschliche Aufmerksamkeit für Unternehmen zur neuen Währung werden würde. Im Interview erklärte er, wie Social Likes die Gesellschaft verändern und warum gerade ein „emotionalen Klimawandel einsetzt. Den Ausdruck der „Aufmerksamkeitsökonomie
hat der US-amerikanischen Psychologe und Wirtschaftswissenschaftler Herbert A. Simon geprägt, der die menschliche Aufmerksamkeit als „einen Engpass der menschlichen Gedankenwelt"² definiert, der die Wahrnehmung Menschen innerhalb von stimulierenden Umgebungen als auch ihren Aktionsradius verkürzt.
Er merkte an, dass ein „Reichtum an Informationen eine Armut an Aufmerksamkeit hervorbringen würde. Diese These legt nahe, dass es sich beim Multitasking um einen Mythos handele. Der theoretische Physiker Michael Goldhaber warnte im Jahr 1997 davor, dass sich die Ökonomie von einer material- zu einer aufmerksamkeitsbasierten Wirtschaft umwandele. Dass diese neue Definition der „Informationswirtschaft
ein allgemein genutzter Begriff für diesen neuen Status sei, wies Goldhaber allerdings zurück. Nicht Informationen seien rar, sondern die menschliche Fähigkeit, auf diese aufmerksam zu werden.³
Die menschliche Aufmerksamkeit war immer schon begrenzt und galt – gerade im unternehmerischen Kontext – als wertvoll.
Doch was das Heute vom Gestern unterscheidet ist, dass sich der technologische Fortschritt für Nutzer in einer überwältigen Anzahl an verfügbaren Informationen zeigt, die strategisch darauf ausgelegt sind, die menschliche Aufmerksamkeit einzufangen und sie fesseln soll. Mit Bezug auf die allgemeine Öffentlichkeit wurde mit dem WWW für Unternehmen eine Infrastruktur geschaffen, durch die digitale Kommunikation – allen voran die sozialen Medien – ein so persönliches Maß an Aufmerksamkeit zu erlangen. In den meisten Fällen verbinden Nutzer ihre Besuche im Internet mit einem Zweck – im Kern die Suche nach Antworten oder das Durchführen von Recherchen.
Direkt nach dem Auffinden der gesuchten Antwort das Internet verlassen? Das war früher einmal. Durch die sozialen Medien bleiben Nutzer nachweislich länger online und konsumieren mehr. Wenn das Angebot eines sozialen Netzwerkes einem Nutzer gefällt, registriert er sich dort und eröffnet einen eigenen Account – ein eigenes Konto. Über diese Netzwerke verbinden sich Nutzer international, schließen neue Freundschaften und nehmen am digitalen Leben teil.
Alle Beiträge erscheinen im persönlichen Feed des jeweiligen Nutzers, sind öffentlich einsehbar und können mit anderen Nutzern geteilt werden. Die sozialen Netzwerke überschwemmen Nutzer regelmäßig mit Unmengen an Daten und Informationen mit dem Ziel, dass etwas zu finden, das sie interessiert. Allerdings sollten sich Nutzer bewusst machen, dass sie – wenn sie kontinuierlich am Smartphone-Display kleben – andere wichtige analoge Aktivitäten wie Sport, soziale Treffen mit Freunden oder ein einfaches Seele baumeln lassen – verpassen. Dies kann nachweislich zu einem digitalen Burnout führen.
Es ist allerdings nicht so einfach, den Einfluss einer aufmerksamkeitserregenden Webseite auf Wirtschaft und Gesellschaft als Ganzes zu definieren. Wenn sich Nutzer unsicher fühlen, Googlen sie, haben sie Langeweile, besuchen sie eher das Angebot der sozialen Netzwerke. Diesem Konsumzwang setzt sich der Nutzer selbst aus.
Formen der Aufmerksamkeit
Die menschliche Aufmerksamkeit lässt sich in drei Unterkategorien unterscheiden. Diese Unterformen sind
die „kontinuierliche Aufmerksamkeit"
die „selektive Aufmerksamkeit" und
die „wechselhafte Aufmerksamkeit".
Die „kontinuierliche Aufmerksamkeit beschreibt die Fähigkeit des Menschen, sich über einen längeren Zeitraum konzentrieren zu können. Sie wird vor allem bei dauerhaft-monotonen Aufgaben eingesetzt. Die „selektive Aufmerksamkeit
wird genutzt, um die eigene Konzentration vor einer unerwünschten Ablenkung durch Außenstehende zu schützen. Die dritte Form ist die „wechselhafte Aufmerksamkeit", die es dem menschlichen Gehirn ermöglicht, sich auf verschiedene Aufgaben zu fokussieren.
Die menschliche Aufmerksamkeit ist immer im Zusammenhang mit den drei genannten Faktoren zu sehen, zumal sie die individuelle Aufmerksamkeit stark beeinflussen.
Verkürzung menschlicher Aufmerksamkeitsspannen
Die immer stärker werdende Nutzung der digitalen Technologien hat zwangsläufig dazu geführt, dass die menschliche Aufmerksamkeitsspanne von Nutzern sukzessiv von zwölf auf etwa acht Sekunden gesunken ist.⁴ Die menschliche Konzentrationsfähigkeit wird dabei besonders in Mitleidenschaft gezogen.
Nach Verstreichen der etwa acht Sekunden kann sich der Mensch nicht mehr konzentrieren und die Gedanken schweifen automatisch ab. Die Nutzer verlieren ihren kognitiven Fokus. Zwar kann man auch hier nicht alle Menschen über einen Kamm scheren, denn biologische Faktoren wie das Alter und die genetische Disposition spielen durchaus eine Rolle – manche können sich besser, manche schlechter konzentrieren.
Es ist besonders für Unternehmen schwierig, das Problem mit der schwindenden Aufmerksamkeit zu lösen.
Für Nutzer gibt Möglichkeiten der Selbsthilfe, um das Gehirn nicht zu überfordern oder zu sehr stressen:
Nutzer sollten ihre Bildschirmzeit unter Kontrolle halten
Der „Vergiftung" durch den Konsum sozialer Medien vorbeugen
Festlegung einer individuellen Nutzungszeit der sozialen Medien
Längere Posts konsumieren, um den Fokus zu trainieren
Das massive Überangebot an Informationen veranlasst Nutzer also teils unbewusst, Multitasking zu betreiben.
Mehreren Studien zufolge ist das Multitasking jedoch eine starke Belastung für das menschliche Gehirn. Je höher der Stresspegel durch das Erledigen verschiedenster Tätigkeiten gleichzeitig ist, desto mehr leidet die mentale Leistungsfähigkeit. Das Denken findet über Assoziationen statt, sodass die Nutzer in einen echten Teufelskreis geraten können. Auf einen Gedanken folgt eine Idee, die weiter verfolgt wird und weitere Ideen nach sich ziehen.
² übersetzt: https://econreview.berkeley.edu/paying-attention-the-attention-economy/
³ https://www.telepolis.de/features/Die-Aufmerksamkeitsoekonomie-und-das-Netz-Teil-II-3446106.html
⁴ https://www.heise.de/news/Kuerzere-Aufmerksamkeit-Wissenschaftler-empfehlen-Papier-statt-Smartphone-7533958.html
Definition der Aufmerksamkeitsökonomie
Die Bedeutung der Aufmerksamkeitsökonomie basiert auf einem Ansatz aus dem Informationsmanagement, der darauf hindeutet, dass die Aufmerksamkeit einer Person ein knappes Gut ist. Warum ist dies wichtig? Die Antwort ist einfach, denn in der modernen Gesellschaft werden potenzielle Käufer mit Informationen über Produkte, Dienstleistungen oder Erfahrungen teilweise massiv überfrachtet. Die menschliche Aufmerksamkeit ist eine begrenzte Ressource und so wertvoll, dass sie als neue Unternehmenswährung wahrgenommen wird. Das Konzept der Aufmerksamkeitsökonomie selbst wurde vom Nobelpreisträger Herbert A. Simon bereits im Jahr 1971 geprägt.
Aufmerksamkeit ist nicht nur eine wertvolle kognitive Ressource für diejenigen, die sie geben, sondern auch für diejenigen, die sie erhalten. Aufmerksamkeit von Anderen bringt Trost und Vergnügen für Privatpersonen genauso wie für Unternehmen und soziale Netzwerke. Sich auf die Aufmerksamkeit verlassen zu können ist sowohl für das Selbstvertrauen als auch für die Art, wie kommuniziert wird, relevant. Ein Ziel desjenigen, der Aufmerksamkeit erhält, ist es, Berühmtheit und Prestige zu erlangen. Andererseits stellt die Aufmerksamkeit ein Mittel dar, wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Einfluss zu erhalten. Nach der
