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Spielen. Toben. Prophezeien.: Gemeinsam mit unseren Kindern die geistliche Welt entdecken
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Spielen. Toben. Prophezeien.: Gemeinsam mit unseren Kindern die geistliche Welt entdecken
eBook235 Seiten3 Stunden

Spielen. Toben. Prophezeien.: Gemeinsam mit unseren Kindern die geistliche Welt entdecken

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Über dieses E-Book

Wie macht man Kindern den Glauben schmackhaft? Diese Frage stellen sich viele christliche Eltern und Leiter von Kindergruppen. Sie wünschen sich, dass die Kinder nicht nur Wissen über Gott anhäufen, sondern ihm wirklich begegnen, sodass sie an ihm festhalten. Dieses Buch zeigt anhand vieler Bibelstellen Gottes Perspektive auf die Jüngsten. Es hilft dabei, mit ihnen gemeinsam nachhaltig Gottes Reden und Wirken zu suchen und zu finden. Entdecken Sie, dass jedes Kind eine eigene geistliche Autorität besitzt und erleben Sie dabei auch selbst ganz frisch die Gegenwart Gottes!
SpracheDeutsch
HerausgeberR.Brockhaus
Erscheinungsdatum1. März 2024
ISBN9783417271058
Spielen. Toben. Prophezeien.: Gemeinsam mit unseren Kindern die geistliche Welt entdecken
Autor

Caroline Daphné Krein

Caroline Daphné Krein (Jg. 1988) lebt mit ihrer Familie in Bochum. Nach ihrer theologischen Ausbildung an der biblisch-theologischen Akademie in Wiedenest absolvierte sie das Studium zur Rehabilitationspädagogik an der TU Dortmund. Sie arbeitet als Coach für Leben & Familie. Seit 20 Jahren arbeitet sie in der Gemeindearbeit mit Kindern.

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    Buchvorschau

    Spielen. Toben. Prophezeien. - Caroline Daphné Krein

    Porträt von Krein, Caroline Daphné

    CAROLINE DAPHNÉ KREIN (Jg. 1988) lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in Bochum. Sie hat eine theologische Ausbildung in Wiedenest absolviert, ist Rehabilitationspädagogin und arbeitet als Coach für Leben & Familie. Seit 20 Jahren arbeitet sie in der Gemeindearbeit mit Kindern. Über die sozialen Medien teilt sie Gedanken und Erlebnisse aus dem Familien- & Glaubensleben mit einer wachsenden Community.

    caroline-krein.de

    post@caroline-krein.de

    ENTDECKE JESUS im Familienalltag

    Als Eltern, die Gott lieben, wünschen wir uns nichts mehr, als dass auch unsere Kinder eine eigene Beziehung zu Gott aufbauen. Dieses Buch wird Kopf und Herz von allen weiten, die Kinder auf dem Weg ins Leben begleiten und diesen Wunsch haben. Erwarten wir, dass Gott Kinder tatsächlich ernst nimmt, dass der Heilige Geist unseren Kindern Einblicke in die geistliche Welt gibt, dass Jesus ihnen ganz persönlich wahrnehmbar nahekommt?

    Mit ermutigenden Einblicken in eigene Erlebnisse und in die Bibel verbreitet dieses Buch Leichtigkeit: Gott will allen Menschen begegnen, ganz spürbar und individuell. Das gilt sowohl für die Großen als auch die Kleinen.

    »Wer dieses Buch liest, wird in die tiefe Leidenschaft hineingenommen, Gott im Alltag mit Kindern zu erleben – mit Leichtigkeit und zugleich mit einer großen Erwartung auf das, was Gott sagen und tun will. Möge dieses Buch zum Segen für viele werden!«

    CONNY LÜLING

    Mutter, Lehrerin und Teil des Team-F-Netzwerks

    »Beim Lesen dieses inspirierenden Buches wurde ich so dankbar: für meine Freundin Caro und ihr liebevolles, ehrlich suchendes und glaubensstarkes Herz. Für Kinder, die so besonders wertvoll sind und von denen wir so viel lernen können. Und vor allem für die Gegenwart Gottes, die uns alle schon von Kindheit an begleitet, immer Verbindung mit uns sucht und viel näher ist, als wir oft ahnen.

    Lass dich mitnehmen in fesselnde Geschichten von Gottesbegegnungen mitten im Alltag. Entdecke neu die biblische Perspektive auf Kinder und Gottes Vaterherz. Und lass dich ein auf mehr vom Himmel im Familienchaos und vielleicht sogar deine eigene kleine Erweckung im Kinderzimmer.«

    SARA LORENZ-BOHLEN

    Mama, Pastorin und Autorin

    »Wer sich wünscht, dass die eigenen Kinder Gott persönlich kennenlernen, anstatt nur Wissen über ihn anzuhäufen, für den ist dieses Buch eine Einladung, ein Wegweiser und eine Schatzkarte. Ein Buch, das berührt, Augen öffnet und Lust auf mehr macht – mehr von Gott im Hier und Jetzt! Danke für dieses Buch, Caroline Krein.«

    NINA STREHL

    Nano-Influencerin, Speakerin, Mutter

    Caroline Daphné Krein

    SPIELEN

    TOBEN

    Prophezeien

    Gemeinsam mit unseren Kindern

    die geistliche Welt entdecken

    SCMSCM | Stiftung Christliche Medien

    SCM R Brockhaus ist ein Imprint der SCM Verlagsgruppe, die zur Stiftung Christliche Medien gehört, einer gemeinnützigen Stiftung, die sich für die Förderung und Verbreitung christlicher Bücher, Zeitschriften, Filme und Musik einsetzt.

    ISBN 978-3-417-27105-8 (E-Book)

    ISBN 978-3-417-01008-4 (lieferbare Buchausgabe)

    Datenkonvertierung E-Book: CPI books GmbH, Leck

    © 2024 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH

    Max-Eyth-Str. 41 · 71088 Holzgerlingen

    Internet: www.scm-brockhaus.de · E-Mail: info@scm-brockhaus.de

    Soweit nicht anders angegeben, sind die Bibelverse folgender Ausgabe entnommen:

    Neues Leben. Die Bibel, © der deutschen Ausgabe 2002 und 2006 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen

    Weiter wurden verwendet:

    Lutherbibel, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart (LUT)

    Hoffnung für alle ® Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc.®. Verwendet

    mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers Fontis - Brunnen Basel (HFA)

    Bibeltext der Neuen Genfer Übersetzung, Copyright © 2011 Genfer Bibelgesellschaft, Wiedergegeben mit freundlicher Genehmigung. Alle Rechte vorbehalten. (NGÜ)

    Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart (GNB)

    Lektorat: Esther Schuster

    Umschlaggestaltung: Kathrin Spiegelberg, Weil im Schönbuch

    Titelbild: fizkes, istock.com

    Autorenfoto: Christina Gilweit

    Satz: typoscript GmbH, Walddorfhäslach

    Inhalt

    Zu Beginn

    1 Himmlische Antennen

    2 Himmlisch schlau

    3 Himmlisch verbunden

    4 Himmlisch stark

    5 Himmlisch hören

    6 Himmlisch begleiten

    7 Himmlische Elternschaft

    8 Himmlisches Dorf

    Anmerkungen

    Zu Beginn

    Es ist nun schon einige Jahre her, dass ich die ersten Bibelverse in meinem Notizbuch sammelte, in denen ich Gottes wertschätzenden Blick auf Kinder erkennen konnte. Wie die Spitze eines Eisbergs kamen sie mir vor, und so ist es bis heute: Wir können nur anfangen zu erahnen, wie sehr Gott Kinder schätzt und die Beziehung zu ihnen ernst nimmt. Auch wenn ich nicht weiß, wann genau ich damit begann, diese Bibelstellen aufzulisten, so weiß ich noch, wann Gott das erste Mal in Bezug auf dieses Thema zu mir sprach. Es war das erste Mal, dass ich überhaupt bewusst davon reden konnte, dass Gott zu mir gesprochen hatte. Gott fühlte sich davor zwar schon immer nah an, aber sein Reden in meinem Alltag wahrzunehmen, war bis dahin nicht alltäglich für mich.

    Ich war 18 Jahre alt und stand vor meinem kleinen Schreibtisch im Zimmer des Studentenwohnheims der Bibelschule, an der ich gerade eine theologische Ausbildung machte. Sitzen konnte ich nicht mehr, nachdem ich Gott zum ersten Mal bewusst darum gebeten hatte, zu mir zu sprechen – mein ganzer Körper spürte eine Aufregung und dass etwas in der Luft lag. Die Atmosphäre passte fast nicht zu dem kurzen Satz, den ich dann wahrnahm und der sich viel zu unspektakulär für diesen Moment anfühlte. »Mach was mit Kindern« war der Gedanke, der mir wie ein sanfter Hauch und gleichzeitig mit einer einprägsamen Autorität in den Sinn kam und mich seitdem nicht mehr verlassen wollte. Ich hatte in den Jahren zuvor bereits meine ersten Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern in der Kirchengemeinde gemacht, sodass dieser Satz mich direkt daran erinnerte. Viel mehr konnte ich ihm aber erst mal nicht zuordnen.

    Als ich einige Jahre später, nach meinem Studium zur Rehabilitationspädagogik in Dortmund, Teil des Leitungsteams unserer kleinen Kirchengemeinde in der Dortmunder Nordstadt war, dachte ich immer noch an diesen Satz. Sollte ich besser nicht in der Gemeindeleitung sein, sondern lieber Kindergottesdienste gestalten? Schließlich kam ich zu dem Schluss: Ich hatte mein Studium absolviert, um damit in die Familienberatung zu gehen – der Satz von damals, »Mach was mit Kindern«, würde also so oder so einen Teil meines Alltags betreffen, in welcher Form auch immer ich ihn anwenden würde.

    Zu der Zeit war mein erstes Kind noch klein und wir begannen gerade zu erleben, mit welcher Leichtigkeit Gott in unserem Alltag wirkte und zu uns und unserem Kind sprach. Unsere Freunde mit ähnlich alten Kindern erlebten Ähnliches. Hier und da gestaltete ich einen Kindergottesdienst für die Kinder unserer kleinen Gemeinschaft, die hauptsächlich aus Studenten bestand, doch ich spürte, dass Gott mir noch mehr zu dem Thema offenbaren wollte.

    Nachdem meine Liste von Bibelstellen zu der Frage, warum wir erwarten können, mit Kindern Gott zu erleben, immer länger wurde, begann ich, die ersten Seminare dazu in Gemeinden zu halten. Neugierige Eltern und Mitarbeiter des Kinderbereichs hörten mir gespannt zu, und die meisten ließen sich auf die inspirierenden Geschichten dazu aus der Bibel und aus unserem Alltag ein. Dabei begegneten mir einige immer wiederkehrende Fragen.

    •  Warum sollten wir, ganz unabhängig von unseren Kindern, überhaupt Gottes Wirken und Reden in unserem Alltag erwarten?

    •  Wie kann man Gottes Reden wahrnehmen?

    •  Sind Kinder geistlich ernst zu nehmen?

    Ein Seminar reichte nie aus, um diese und noch mehr Fragen in all ihrer Tiefe zu beantworten. Was ich aus der Bibel zusammengetragen hatte und das, was wir mit unseren Kindern erlebten, hätte inzwischen ein ganzes Buch füllen können, und so legte ich von Seminar zu Seminar einen anderen Schwerpunkt, der an die Zuhörerschaft und ihren gemeindlichen Kontext angepasst war.

    Neben diesen wiederkehrenden Fragen gab es jedoch dieses eine Thema, das mich nach einem Seminar immer wieder mit dem Gefühl nach Hause fahren ließ, dass meine Inhalte nicht genügt hatten. Ich nahm bei den verschiedenen Eltern und Mitarbeitern immer wieder einen bestimmten Wunsch wahr, und zwar den Wunsch nach einem 10-Schritte-Programm zum Wirken Gottes im Alltag ihrer Familie.

    Auf die unterschiedlichen Fragen zu dem großen Thema von der Beziehung zwischen Gott und Kindern hatte ich meist durchaus zufriedenstellende Antworten. Doch auf diesen Wunsch nach einem bis ins letzte Detail ausgearbeiteten Konzept, wie man nun als Familie oder im Kindergottesdienst Gottes Reden zu Kindern praktisch werden lassen konnte, konnte ich offensichtlich nie zufriedenstellend eingehen. Nachdem ich zunächst selbst enttäuscht von meinen Inhalten war, weil sie dieses Problem nicht zu lösen schienen, verstand ich nach und nach, dass das Problem in der Frage und nicht in meiner fehlenden Antwort lag.

    Gottes Reden folgt nicht auf fünf richtige To-dos und die korrekte Anzahl an Tagen des Fastens und Betens. Es gibt kein einheitliches Konzept, das uns die Augen für das öffnen kann, was Gott im Leben einer Person und einer Familie tut. Wir wollten aus eigener Kraft zu diesem Punkt kommen, doch Gottes Wirken zu erkennen, funktioniert anders.

    Gottes Reden folgt der Verbindung, die ein Mensch zu Gott hat, und sein Wirken beginnt sich dann vor seinen Augen zu öffnen, wenn sein Herz sich im Vertrauen darauf einlässt. Doch genau das, die Verbindung zu Gott und das vertrauensvolle Sichöffnen für sein Wirken, ist nicht mit einer Leiter zum Erfolg zu erreichen, die immer die gleichen vorhersehbaren Schritte vorgibt. Diese Verbindung zu Gott ist ein persönlicher Weg, den nur diese eine Person mit ihrem Gott gehen kann.

    Der Wunsch nach einer von mir vorgegebenen Anleitung zum Erleben Gottes im eigenen Familienalltag offenbarte unsere Vorstellung davon, dass der Glaube ein Abhandeln gewisser Rituale sei. Der Gottesdienstbesuch, das Lesen in der Bibel, das Beten, all das waren unsere Rituale, die in ihrem Kern unglaublich wertvoll waren, aber in ihrer Umsetzung dazu führen konnten, dass wir vergaßen, dass es in unserem Glauben an Gott darum ging, eine persönliche Verbindung zwischen unserem Herzen und dem Herzen Gottes zu haben.

    So merkte ich, dass das Thema, wie wir mit unseren Kindern gemeinsam Gott erleben können, nicht losgelöst davon gesehen werden kann, wer Gott für mich persönlich ist. Diese Frage kann nur jeder für sich selbst beantworten. Als Menschen, die mit Gott leben, haben wir uns manchmal schon zu sehr daran gewöhnt, mit allem, was der Glaube für uns bedeutet, bedient zu werden. Der Glaube ist aber immer noch vor allem eines: meine Verbindung zu meinem Gott.

    Neben dem menschlich gesehen völlig nachvollziehbaren Wunsch nach einem 10-Schritte-Programm bemerkte ich außerdem einen Aspekt, der in großem Maße bestimmen würde, ob die Inhalte des Seminars einen Menschen vielleicht an der ein oder anderen Stelle nur inspirieren oder ob sie langfristigen Einfluss darauf haben würden, wie dieser Mensch von nun an Gottes Blick auf Kinder begreifen und sein Wirken mit seinen Kindern gemeinsam erleben würde.

    Wenn eine Person in dem Glauben blieb, dass Gottes Wirken nicht zu erleben ist und dass Kinder geistlich gesehen keine für voll zu nehmenden Menschen sind, würde ihr alles, was ich sagte, nichts nützen. Die Botschaft, dass Gott Kinder ernst nimmt und er erlebbar ist, war kraftlos, wenn sie nicht auf den fruchtbaren Boden eines offenen Herzens stieß. »Denn diese gute Botschaft wurde uns genauso verkündet wie ihnen. Aber sie nützte ihnen nichts, weil sie nicht glaubten, was Gott ihnen sagte« (Hebräer 4,2).

    Immer noch muss ich euch, meine lieben Leser, enttäuschen. Inzwischen habe ich drei Kinder, arbeite seit mehreren Jahren als Coach für Leben und Familie und habe viel mit meinen Kindern und Gott in unserer Mitte erlebt. Dennoch habe ich immer noch kein 10-Schritte-Programm zu einem Familienleben mit Gott mittendrin. Das Gute daran ist: Ihr seid und bleibt die Experten für eure Familie. Ihr seid mündig und fähig, euren Weg mit Gott zu gehen. Ihr habt alles, was ihr braucht, wenn ihr nur das eine habt: ein offenes Herz, um Gott zu finden. Denn das ist sicher: Wenn ihr ihn sucht, dann wird er sich von euch finden lassen.

    »Wenn ihr mich sucht, werdet ihr mich finden; ja, wenn ihr ernsthaft, mit ganzem Herzen nach mir verlangt, werde ich mich von euch finden lassen«, spricht der Herr.

    Jeremia 29,13-14

    Ich kann für niemanden den Weg der persönlichen Verbindung mit Gott gehen.

    Ich kann niemandem eine To-do-Liste an die Hand geben, mit der wir das Ziel »Gott in unserem Familienalltag« erreichen.

    Was ich aber tun kann und in diesem Buch tun möchte, ist dies:

    Ich kann erzählen, warum ich, unabhängig von meinen Kindern, in meinem Leben begann, Gottes Wirken zu suchen.

    Ich kann anhand der Bibel beschreiben, warum Gott Kinder ernst zu nehmen scheint und warum es nicht nur uns, sondern auch Kindern bereits möglich ist, mit Gott verbunden zu sein.

    Ich kann von der geistlichen Autorität berichten, die ich aufgrund dieser neuen Perspektive auf Kinder immer wieder in ihnen erlebe.

    Ich kann erzählen, wie wir in unserer Familie Gottes Reden hören.

    Ich kann uns an biblische Begebenheiten erinnern, die uns inspirieren, unsere Kinder in ihrer geistlichen Autorität zu begleiten.

    Ich kann davon berichten, was uns in unserem elterlichen Umgang mit Kindern wichtig ist und wie Gott uns dafür ein Vorbild ist.

    Ich kann aufzeigen, dass durch die ganze Bibel hindurch dieses eine Gottes Idee zu sein schien: Menschen zu begegnen an einem wenig auffallenden Ort, nämlich in ihrem Zuhause.

    1

    Himmlische Antennen

    »MAMA, ICH KANN JESUS SEHEN!«

    Die Sonne wagt sich durch den leicht bewölkten Frühlingshimmel, der von dem erfrischenden Gesang der Vögel erfüllt wird. Mein Mann Martin ist wie jeden Morgen mit dem Fahrrad von unserem kleinen Häuschen in der Dortmunder Nordstadt aus zu seinem Gemeinschaftsbüro im südlichen Teil der Innenstadt gefahren. Unser Sohn und ich sitzen in unserer Wohnküche am großen Esstisch und genießen unsere Nudeln mit Soße. (Ich zumindest genieße meine Nudeln mit Soße. Er genießt nur seine Nudeln.)

    »Mama, ich kann Jesus da sehen«, höre ich ihn auf einmal rufen. Er ist noch dabei, die letzten Nudeln auf seinem Teller mit viel Konzentration auf der Gabel aufzuspießen, während ich kurz vom Tisch aufstehe, um von der Küchenarbeitsplatte hinter mir etwas Sprudel zu holen. »Ich sehe, wie Jesus da steht. Aber seine Augen sehen gruselig aus«, sagt mein Sohn und zeigt in Richtung unserer offenen Wohnküche.

    Dass Kinder die geistliche Welt leichter wahrnehmen können als Erwachsene, habe ich schon häufiger gehört. Ich weiß natürlich, dass Kinder gleichzeitig auch eine blühende Fantasie haben können, aber trotzdem möchte ich das soeben Gesagte ungern komplett ignorieren.

    »Ich bin mir ganz sicher, dass Jesus keine gruseligen Augen hat«, versuche ich ihn zu beruhigen. Ich erkläre, dass Gott über sich gesagt hat, dass er Liebe ist und dass bei ihm nichts ist, was Angst macht. »Seine Augen sehen bestimmt ganz freundlich aus«, sage ich und ergänze, dass, wenn seine Augen ihm Angst machten, das, was er da sieht, etwas anderes sein müsse.

    Mit großer Sicherheit in seiner Stimme gibt er zurück: »Das ist aber Jesus. Er hat gruselige Augen.

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