Sønderjylland - eine Perle im Süden Dänemarks
Von Claudia Kerpa und Ralph Kerpa
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Über dieses E-Book
Viele Dänemarkurlauber kennen den Süden des Landes nur von der Durchreise in nördlichere Gefilde. Kaum jemand weiß um die Geschichte und die Schätze an Natur, Kultur und Sehenswürdigkeiten, die in Sønderjylland zu finden sind. Gerade weil dieser Teil Dänemarks oft verkannt wird, möchten wir mit diesem Buch einen Einblick in diese Region geben.
Wir nehmen euch mit auf eine Entdeckungsreise durch die unterschiedlichen Landschaften an der Ost- und Westküste und zeigen, was ihr in den Naturparadiesen erleben könnt. Wir tauchen ein in die Kultur und Geschichte des deutsch-dänischen Grenzlandes und zeigen euch, was diese Region für uns so einzigartig macht.
Claudia Kerpa
Claudia Kerpa betreibt seit vielen Jahren gemeinsam mit ihrem Mann Ralph das digitale Magazin MeerART. Das Schreiben von emotionalen und mitreißenden Texten ist ihre große Leidenschaft. Mit ihren Zeilen nimmt sie die Leser mit auf eine Reise und gibt ihnen beim Lesen das Gefühl, mitten dabei zu sein. Ihren ganz persönlichen Ankerplatz hat sie in Nordfriesland gefunden. Dort lebt sie gemeinsam mit ihrem Mann und ihrer Katze in einem idyllisch gelegenen Haus unweit der Küste und betreibt das gleichnamige Atelier MeerART mit Wohn- und Garteninspirationen vom Meer. Mehr zur gemeinsamen Lebensphilosophie: www.MeerART.de
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Rezensionen für Sønderjylland - eine Perle im Süden Dänemarks
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Buchvorschau
Sønderjylland - eine Perle im Süden Dänemarks - Claudia Kerpa
Inhaltasverzeichnis
Sønderjylland – eine Perle im Süden Dänemarks
Mojn und hertelig velkommen in Sønderjylland
Die „sonderjysk kaffebord"
Norddeich/Sieltoft
Rudbøl – ein Grenzort zum Verlieben schön
Die Hafenstadt Tønder
Møgeltønder – ein hyggeliges Dorf mit Geschichte
Das Schloss Schackenborg und sein Garten
Højer – Dänemarks Tor zur Marsch
Ein Marschpfad durch die Tønder-Marsch
Zwischen Højer und Rømø
Ballum – Bilderbuchidylle in der Marsch
Panoramablick übers Wattenmeer
Rømø – Weite, Wind und Wellen
Vester Vedsted
Sønderjyllands Ostküste
Grenzübergang Schusterkate
Gendarmstien – Dänemarks einziger „Europäischer Qualitätswanderweg"
Stranderød und Sandager
Das Broager Land
Den Ziegeln auf der Spur
Sønderborg – eine Stadt mit viel Meer-Flair
Die Halbinsel Als entdecken und erleben
Aabenraa
Die Genner Bucht
Årøsund – ein hyggeliger Hafenort mit weißen Sandstränden
Årø – eine Genussinsel für Leib und Seele
Die Fördestadt Harderslev
Weihnachten in Sønderjylland
Leckere Rezepte
Was ist noch typisch für Sønderjylland und die deutsch-dänische Grenzregion?
Was genau bedeutet Hygge?
Das Kreativ-Duo hinter MeerART
Sønderjylland – eine Perle im Süden Dänemarks
Wer schon einmal in Dänemark Urlaub gemacht hat, verbindet damit schöne Sommer, weite Sandstrände, blaues Wasser, Ferienhäuser und reichlich Hygge. Viele, die schon als Kinder ihre Sommerferien im Norden verbracht haben, fühlen sich mit dem Land verbunden. Wer sich in das Land verliebt hat, kommt nicht nur immer wieder, sondern gibt diese Liebe meist auch an seine Kinder und Enkelkinder weiter.
Dieser Liebe können auch wir uns nicht entziehen. Seit wir in Nordfriesland leben, fahren wir regelmäßig in das kleine Nachbarland und haben schon viele spannende Entdeckungen gemacht. Besonders Sønderjylland, das ganz im Süden Dänemarks und nur einen Katzensprung von Schleswig-Holstein entfernt liegt, hat es uns angetan. Wir brauchen nur eine halbe Stunde, um in ein Land zu fahren, das Schleswig-Holstein so ähnlich und doch so anders ist. Für uns nicht nur perfekt, um kleine Auszeiten vom Alltag zu genießen, sondern auch, um immer tiefer in das Land einzutauchen, in dem Hygge groß geschrieben wird.
Viele kennen den Süden Dänemarks nur von der Durchreise in nördlichere Gefilde. Kaum jemand weiß um die Geschichte oder welche Schätze an Natur, Kultur und Sehenswürdigkeiten in Sønderjylland zu finden sind. Gerade weil dieser Teil Dänemarks oft unterschätzt wird, möchten wir mit diesem Buch einen kleinen Einblick in diese Region geben.
Wir nehmen euch mit auf eine Entdeckungsreise durch die unterschiedlichen Landschaften an der Ost-und Westküste und zeigen euch, was ihr in den Naturparadiesen erleben könnt. Wir tauchen ein in die Kultur und Geschichte des deutsch-dänischen Grenzlandes und teilen mit euch, was diese Region für uns so besonders macht.
Mojn und hertelig velkommen in Sønderjylland
Nein, bei „mojn mit „j
handelt es sich nicht um einen Tippfehler, sondern um die südjütländische Schreibweise unseres nordischen „moin. Im übrigen Dänemark kennt man das nicht und begrüßt sich mit „hej
. Nicht nur in der Sprache sind uns im deutsch-dänischen Grenzland Gemeinsamkeiten aufgefallen. Auch sonst haben wir einige Entdeckungen gemacht, die typisch für Sønderjylland sind, aber im restlichen Dänemark keine große Bedeutung haben. Um das eine oder andere etwas besser verstehen zu können, möchten wir kurz auf die Geschichte eingehen.
Was die deutsch-dänische Grenzregion so besonders macht
Dass Dänemark an Deutschland grenzt, kann man in jedem Atlas und in jeder Karten-App sehen. Was man heute nicht mehr sieht, ist, dass der Verlauf der deutsch-dänischen Grenze nicht immer so war. Teile von Schleswig-Holstein (Südschleswig) gehörten mal zur dänischen Krone und Teile von Süd-Dänemark (Nordschleswig) gehörten mal zum damaligen Deutschen Reich. Lange Zeit lebten die Menschen im Landesteil Schleswig bunt gemischt nebeneinander und miteinander. Insofern lassen sich nicht nur in Landschaft und Bauweise, sondern auch in Sprache und Kultur viele Gemeinsamkeiten entdecken.
Doch es blieb nicht ruhig. Im Laufe der Zeit stellten sich immer mehr Menschen die Frage nach der Zugehörigkeit, und die Auseinandersetzungen um Schleswig nahmen zu. Im Frühjahr 1920 schlugen die Wogen so hoch, dass die sogenannte Schleswig-Frage große Teile der deutschen und dänischen Bevölkerung mobilisierte, bis es schließlich zu einer Volksabstimmung kam. Am 14. März 1920 fiel mit der zweiten Abstimmung die endgültige Entscheidung. Als Folge des Versailler Vertrages sprach sich der nördliche Teil der Bevölkerung Schleswigs in der Volksabstimmung für die Vereinigung mit Dänemark aus. Im südlichen Teil stimmten 80 Prozent der Bevölkerung für den Verbleib beim Deutschen Reich. Seitdem bildet die Grenze zwischen den beiden Abstimmungsgebieten die Staatsgrenze zwischen Deutschland und Dänemark, wie wir sie heute kennen. Die Grenze zwischen Dänemark und Deutschland hat eine Länge von 67 Kilometern. Diese Angabe bezieht sich nur auf die Landgrenze, da die Seegrenze nicht endgültig festgelegt ist. Der heutige Grenzverlauf verlief nicht immer zum Wohle aller, denn an manchen Stellen teilte die Grenze auch Grundstücke oder Familien, was in der Vergangenheit zu großen Problemen führte.
Dennoch dürfte es in der bisherigen Geschichte einmalig sein, dass ein Volk selbst über den Grenzverlauf entscheiden durfte. Natürlich ging es während der Abstimmung und viele Jahre danach nicht immer so friedlich zu. Zudem hat die Grenze auf beiden Seiten des Landes Minderheiten hervorgebracht. Menschen, die sich der anderen Nation verbunden fühlten, aber durch die neue Grenzziehung nun im jeweils anderen Land lebten. So entstand die deutsche Minderheit in Dänemark und die dänische Minderheit in Schleswig-Holstein.
Die Minderheiten auf beiden Seiten existieren bis heute. Sie werden sogar als besonders „lebendiges Erbe bezeichnet, das nicht nur gelebt wird, sondern auch offiziell anerkannt ist. Die in Nordschleswig lebende deutsche Minderheit, die „deutschen Nordschleswiger
, haben ein eigens, vom dänischen Staat anerkanntes deutsches Schulwesen, eine eigene Partei und andere eigene Organisationen. Gleiches gilt für die Minderheit der dänischen Südschleswiger in Deutschland. Ein nützliches Erbe aus deutscher Zeit sind die Freiwilligen Feuerwehren in Nordschleswig. Diese Art von Institution ist beispielsweise im übrigen Dänemark so gut wie unbekannt.
Im Jahre 2020 wurde die deutsch-dänische Grenze 100 Jahre alt. Das friedliche Miteinander ist wohl auch ein Grund dafür, dass die deutsch-dänische Grenzregion mit ihren Minderheiten seit Ende 2018 auf der nationalen Liste des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO steht. Sowohl auf deutscher als auch auf dänischer Seite.
Der Verlust der Sprachenvielfalt
Bis weit ins 19. Jahrhundert war es ganz normal, dass in Schleswig mehrere Sprachen gesprochen wurden. Von Sønderjysk (Plattdänisch), Plattdeutsch oder den Hochsprachen Dänisch und Deutsch
