Das Beste aus Klosterhalfens kleiner Reimbibel: Eine poetische Kurzfassung und Kritik des wichtigsten Buchs der Welt
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Über dieses E-Book
Zwar hat sie auch paar gute Stellen, doch mehr gibt´s von den kriminellen. Jeder sollte vorm Verwesen mal die ganze Bibel lesen. Was darin an Irrsinn steht, kaum auf eine Kuhhaut geht. Aus der Bibel rinnt das Blut, was Gott tut ist selten gut. Ständig droht und mordet er hinter seiner Schöpfung her. Grausam sind des Herren Werke, Mitleid ist nicht seine Stärke. Grausam ist er von Natur, lieb ist er ganz selten nur. Was die Bibel uns berichtet, ist zum größten Teil erdichtet. Auch die meisten Jesussprüche sind aus der Gerüchteküche. Jesus war ein Gottessohn? Fake-News gab es damals schon. Jesus muss zur Rechten sitzen, praktisch für die Kirchenfritzen, die seitdem bis zum Erbrechen für den Herrn im Himmel sprechen. Nachzulesen ist das hier, ich wünsche dabei viel Pläsir.
Wolfgang Klosterhalfen
Wolfgang Klosterhalfen lebt seit 1968 in Düsseldorf. Er war als Diplom-Psychologe und Apl. Professor für Medizinische Psychologie wissenschaftlich und in einer Kinderklinik tätig. Als Rentner hat er sich kritisch mit der maßlos überschätzten Bibel und den leider von Bund, Ländern und Kommunen intensiv unterstützten Kirchen beschäftigt.
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Buchvorschau
Das Beste aus Klosterhalfens kleiner Reimbibel - Wolfgang Klosterhalfen
Gedichte und kritische Informationen
zu Bibel, Kirche und Glauben
reimbibel.de
Wolfgang Klosterhalfen
Klosterhalfens kleine Reimbibel
Das Alte Testament
Eine poetische Darstellung und Kritik
BoD, 2024, 98 Seiten,
reimbibel.de/at
Wolfgang Klosterhalfen
Klosterhalfens kleine Reimbibel
Das Neue Testament
Eine poetische Darstellung und Kritik
BoD, 2024, 88 Seiten,
reimbibel.de/nt
Wolfgang Klosterhalfen
Klosterhalfens kleine Reimbibel
Eine poetische Darstellung und Kritik
des wichtigsten Buchs der Welt
BoD, 2024, 180 Seiten,
reimbibel.de/ga
Vorwort
Seit Jahrtausenden werden auf unserer Erde tausende von Göttern verehrt. Siehe godchecker.com. Diesen Göttern ist gemeinsam, dass sie sich verborgen halten und Zweifel an ihrer Existenz nicht ausräumen können oder nicht ausräumen wollen. Sehr viele Anhänger haben zwei monotheistische und miteinander verwandte Religionen: das Christentum und der Islam. Beide Glaubenslehren wurden nicht nur durch das Wort, sondern auch mit dem Schwert verbreitet. Basis des christlichen Glaubens ist die Bibel, eine Sammlung von Schriften meist unbekannter Autoren der Antike. Die Bibel ist wegen ihrer extrem starken Wirkungen auf den Lauf der Geschichte und auf das Leben von Milliarden von Menschen das wichtigste Buch der Welt. Sie enthält großartige Literatur, sie predigt die Nächstenliebe, sie spendet Trost, aber sie stiftet auch an zu Intoleranz, Unterdrückung, Hass und Gewalt. Kriege wurden immer wieder durch christliche Führer angefangen oder unterstützt. Derzeit leiden zig Millionen Menschen unter Putin und dem Chef der russisch-orthodoxen Kirche, Wladimir Gundjajew alias Patriarch Kyrill I., die eine Wiederherstellung des „heiligen Rus" anstreben, zu dem sie Russland, Weißrussland und die Ukraine zählen.
Viele Christen behaupten einfach, die Bibel sei die unverzichtbare Basis moralischen Verhaltens, denn ohne Gott sei alles erlaubt. Trotz ihrer großen Bedeutung lesen aber hierzulande nur 4% der Bevölkerung häufig in der Bibel: reimbibel.de/statistik.htm.
Für aufgeklärte oder nie religiös indoktrinierte Menschen ist die Bibel aber nicht heilig, sondern von Menschen geschriebenes und zusammengestelltes Reden über Gott und die Welt. Die Bibel ist schlecht editiert und im Grunde blasphemisch. Sie stellt Gott im Alten Testament nicht als einen Gott der Liebe, sondern als einen besonders jähzornigen und gewaltbereiteten Psychopathen dar, der immer wieder in seiner krankhaften Eifersucht droht, mordet und morden lässt.
Ein großer Teil der Heil´gen Schrift ist voller Zorn und Wut und Gift. Zwar hat sie auch paar gute Stellen, doch mehr gibt´s von den kriminellen. Die Bibel ist ein böses Buch, der Menschheit wurde sie zum Fluch.
Mit meinen Reimbibeln möchte ich auf unterhaltsame Weise über wichtige Inhalte und Probleme der Bibel und des Glaubens informieren und auf die Notwendigkeit einer klaren Trennung von Kirche und Staat hinweisen. Vor allem sollten die Schulen religiöse, politische und ethische Fragen mit allen Kindern gemeinsam besprechen. Schüler und Schülerinnen sollten nicht einer religiösen Gehirnwäsche unterzogen und darin bestärkt werden, nicht nachprüfbaren Unsinn zu glauben, der von staatlich bezahlten Religionslehrern und Religionslehrerinnen auch heute noch gebetsmühlenartig vorgetragen wird. Intensiv gläubigen Juden, Christen und Muslimen werden meine Gedichte und Texte vermutlich nicht gefallen. Vielleicht helfen sie aber schon weitgehend vom Glauben abgefallenen Menschen, religiösen Restalkohol und damit einhergehende Angst und Schuldgefühle abzubauen. Und auch „Atheist/inn/en" sollten wissen, was in der Bibel steht.
Wolfgang Klosterhalfen (Düsseldorf) Oktober 2024, wk@reimbibel.de
Inhaltsverzeichnis
Aus dem Alten Testament
GENESIS (AUS DEM 1. BUCH MOSE)
Gott erschafft Himmel und Erde
Gott erschafft Adam, den Garten Eden und Eva
Sündenfall und Vertreibung aus dem Paradies
Denksport für Freiwillige
Das göttliche Kainsmal
Gott ertränkt fast alle Menschen und Tiere
Der Noah-Bund
Die babylonische Sprachverwirrung
Abraham soll ins Land der Kanaaniter ziehen
Gott straft den von Abraham getäuschten Pharao
Der Abraham-Bund
Die Prophezeiung der ägyptischen Gefangenschaft
Beschneidung der Vorhaut als Bundeszeichen
Die Vernichtung von Sodom und Gomorrha
Lot bietet den Männern von Sodom seine Töchter an
Lots Frau erstarrt zur Salzsäule
Abraham schickt Mutter und Sohn in die Wüste
Abrahams blinder Gehorsam
Gott verspricht Jakob Land und Volk
Gott renkt Jakob die Hüfte aus
Jakobs Söhne morden, rauben und verschleppen
Onan und Thamar tricksen
EXODUS (AUS DEM 2. BUCH MOSE)
Mose erschlägt einen Ägypter
Ägypten wird von zehn Plagen heimgesucht
Gott ertränkt das Heer der Ägypter im Meer
Mose besiegt die Amalekiter
Die Zehn Gebote
Strafen bei Körperverletzungen und Tötungen
Hexen sind umzubringen
Mose soll drei Völker vertreiben
Die Bundeslade
Mose zerstört das goldene Kalb
Gott lässt aus Eifersucht 3.000 Menschen töten
LEVITIKUS (AUS DEM 3. BUCH MOSE)
Vorschriften für die Darbringung von Tieropfern
Gott spuckt tödliches Feuer
Das Verbot, unreine Tiere zu essen
Gott hält Hasen für Wiederkäuer
Gottes lächerliche Leprabehandlung
Wer nicht opfert oder Blut isst wird ausgerottet
Todesstrafe für Missachtung einer Opfervorschrift
Todesstrafe für Ehebrecher und Homosexuelle
Gebrechlichen wird verboten, Opfer zu bringen
Regeln für Menschenhandel und Sklaverei
Gott droht abscheuliche Strafen an
NUMERI (AUS DEM 4. BUCH MOSE)
Der göttliche Dreck-Weihwasser-Ehebruch-Test
Die Steinigung eines Holzsammlers
250 Aufrührer und deren Familien fahren zur Hölle
Priester und Leviten lassen sich vom Volk ernähren
Das Kuhasche-Reinigungswasser-Ritual
Gott ermordet Hungernde durch Giftschlangen
Die Tötung von 24.000 Israeliten
Gott möchte bei Neumond sniffen
Mose lässt morden, vergewaltigen, entführen und rauben
DEUTERONOMIUM (AUS DEM 5. BUCH MOSE)
Gott lässt das gesamte Volk von Sihon ermorden
Mose ruft zur Indoktrination von Kindern auf
Was die Israeliten beim Genozid beachten sollen
Völkervertreibung und Altarschändung
Der göttliche Überwachungsstaat
Instruktionen zu Mord, Raub und Zerstörung
Die Töchter der Feinde dürfen vergewaltigt werden
Widerspenstige Söhne sind zu steinigen
Steinigung bei vorehelichem Verkehr von Frauen
Kinder und Enkel von Huren sollen ausgeschlossen werden
Scheidungsrecht zugunsten des Mannes
Gott droht mit fürchterlichen Plagen
Mose darf nicht ins gelobte Land
AUS DEM BUCH JOSUA
Josua lässt alle Einwohner von Ai umbringen
Die Israeliten vernichten 31 Königreiche
AUS DEM BUCH DER RICHTER
Gideon prüft die Glaubwürdigkeit Gottes
300 Wasserlecker vernichten 120.000 Männer
Jephthah opfert Gott seine Tochter
Eine untreue Ehefrau wird vergewaltigt und zerstückt
Gott ergreift Partei im Bürgerkrieg
Die Benjamiter nehmen sich die Töchter der Feinde
ÜBER DAS BUCH RUTH
AUS DEM 2. BUCH SAMUEL
David lässt Gefangene ermorden
Gott tötet das Kind von König David und Bathseba
David liefert zwei Söhne und fünf Enkel Sauls als Opfer für Gott aus
AUS DEM 1. BUCH DER KÖNIGE
König Salomo lässt seinen Bruder Adonia ermorden
König Jerobeam: Frevel und Strafankündigung
Gott will sich an König Baseas Kindern rächen
AUS DEM 2. BUCH DER KÖNIGE
Elisa verflucht 42 junge Burschen
Ein Engel ermordet 185.000 assyrische Soldaten
Die Bestrafung des Königreichs Juda
AUS DEM 2. BUCH DER CHRONIKEN
Grund und Dauer der babylonischen Gefangenschaft
AUS DEM BUCH HIOB
Gott und der Satan plagen Hiob
Das Theodizee-Problem
Antiklerikale Zitate (1)
AUS DEN PSALMEN
AUS DEN SPRICHWÖRTERN (AUS DEN SPRÜCHEN SALOMOS)
AUS DEM BUCH KOHELET (DER PREDIGER SALOMO)
Alles ist eitel
Alles hat seine Zeit
Wir Menschen sind auch nur Tiere
Glücklich die Toten, elend die Armen
Unrecht, nutzloser Reichtum und Glück
Kohelet warnt vor den Frauen
Kohelet rät, das Leben zu genießen
Einsicht
AUS DEM HOHELIED
AUS DEM BUCH JESAJA
Die Untreue des Volkes
Das Gericht über Jerusalem
Schwerter zu Pflugscharen
Gott will den Frauen ihren Schmuck und ihre Männer nehmen
Die Ankündigung des messianischen Reiches
Betrunkene Priester
Gott erschafft das Übel und den Frieden
Das vierte Lied vom Gottesknecht
Schweinefleischessern drohen furchtbare Strafen
AUS DEN KLAGELIEDERN JEREMIAS
AUS DEM BUCH HESEKIEL
Hesekiels Vision und Berufung
Gott kündigt eine Hungersnot an
Väter werden ihre Kinder und Kinder ihre Väter essen
Strafandrohung gegen Land und Volk
Gott kündigt an, Kinder und Frauen töten zu lassen
Drohung gegen das untreue Jerusalem
Gott schärft und poliert sein Schwert
Das Gleichnis von den unzüchtigen Schwestern
Gott füttert Vögel und Feldtiere mit Heiden
AUS DEM BUCH HOSEA
Das Gericht über die Priester
Gott als Motte und Made
Gott will Feuer in Judas Städte schicken
Gott will Kinder zerschmettern
AUS DEM BUCH JOEL
Gott kündigt einen schrecklichen Wutanfall an
Macht Pflugscharen zu Schwertern!
AUS DEM BUCH MICHA
Micha droht dem Volk Israels
AUS DEM BUCH NAHUM
Das drohende Gericht über Ninive
AUS DEM BUCH HAGGAI
Das Volk soll Gott einen neuen Tempel bauen
AUS DEM BUCH SACHARJA
Gott kündigt Grauenvolles an
AUS DEM BUCH MALEACHI
Gott droht, mit Kot zu werfen
Gott kündigt an, die Gottlosen zu verbrennen
Antiklerikale Zitate (2)
Aus dem Neuen Testament
AUS DEN ECHTEN BRIEFEN DES PAULUS
An die Römer
Homo-Sex
An die Korinther (I)
An die Korinther (II)
Jesu Quasisuizid
An die Galater
An die Thessalonicher (I)
An Titus
Antiklerikale Zitate (3)
AUS DEN EVANGELIEN DER SYNOPTIKER (MARKUS, MATTHÄUS, LUKAS)
Abstammung und Zeugung
Der Jungfrauensohn
Das Krippenkind
Die Sterndeuter
Die Flucht nach Ägypten
Die Beschneidung der Vorhaut
Der zwölfjährige Jesus im Tempel
Johannes der Täufer
Versuchungsgeschichten
Die „Bergpredigt („Feldrede
)
Die Frauen
Heilung von Kranken, Scheintoten und Toten
Teufelsaustreibungen
Weitere Wundertaten Jesu
Jesus spricht mit seinen Jüngern
Jesu Jünger Simon alias Petrus der „Kirchen Fels"
Judas Ischkariot, Rebell und „Verräter"
Jesus spricht zu den Pharisäern
Jesu Taufe und die Kindersegnung ohne Taufe
Jesu Höllenpredigten
Der Papst
Der Reiche in der Hölle
Das Himmelreich
Gerichtspredigten
Das Passahmahl
Oblatenzauber
Im Garten Gethsemane
Jesu Verurteilung und die Frage der Schuld
Die Kreuzigung
Der Betrug der Hohepriester
Das leere Grab
Die Auferstehung von den Toten
Jesus erscheint seinen Anhänger/inne/n
Der angebliche Missionsbefehl
Jesu Himmelfahrt
AUS DEM EVANGELIUM DES JOHANNES
Jesus und die Frau am Brunnen
Der werfe den ersten Stein
Die wundersame Wiederbelebung des Lazarus
Judas als Teufel und Dieb
Der ungläubige Thomas
AUS DER APOSTELGESCHICHTE
Die Ausgießung des Heiligen Geistes
Petrus heilt einen Lahmen
Die „Unterschlagung" des Ananias
Die Bekehrung des Saulus
Das Ende des Herodes
Die 1. Missionsreise des Paulus
Das „Apostelkonzil" in Jerusalem
Die 2. und 3. Missionsreise des Paulus
AUS DEN PSEUDOPAULINISCHEN BRIEFEN
„Paulus" an die Epheser
„Paulus" an die Kolosser
„Paulus" an Timotheus (I und II)
Böse Priester
AUS WEITEREN BRIEFEN
Aus den Briefen des „Petrus" (I und II)
Aus dem Brief an die Hebräer
Prügelchristen
AUS DER OFFENBARUNG DES JOHANNES
Anhang
Die Offenbarung des Heiner
Antiklerikale Zitate (4)
Aus der Kriminalgeschichte des Christentums
§ 1631d BGB (Beschneidung)
Schlusswort
AUS DEN APOKRYPHEN BRIEFEN DES WOLFGANG
Der zweite Brief des Wolfgang an den „lieben" Gott
Lieber Herrgott, mach mich fromm,
dass ich in den Himmel komm.
Lass dich einfach einmal blicken,
kannst mir auch ‘ne E-Mail schicken:
klosterwolf@hotmail.com.
PS: Möge es dir bald gelingen,
den Gehörnten umzubringen.
Der dritte Brief des Wolfgang an den „lieben" Gott
(in Anlehnung an ein Gedicht von Robert Gernhardt)
Lieber Herrgott, nimm es hin,
dass ich weiter skeptisch bin.
Und gib ruhig einmal zu:
keiner ziert sich so wie du.
Preisen werd ich deinen Namen,
aber zeig dich vorher. Amen.
Aus dem Alten Testament
Das erste „Testament umfasst drei Viertel der Bibel. Es wird von den Christen als das „Alte Testament
bezeichnet und entspricht weitgehend dem jüdischen Tanach. Auswahl und Anordnung der Schriften wurden bis zum Jahr 350 festgelegt. Die Texte sind nicht streng chronogisch geordnet. Die fünf Bücher Mose (Pentateuch) bezeichnen die Juden als Thora. Der jahwistische Teil der Thora (Gott wird Jahwe genannt) wurde um 900 vChr niedergeschrieben. Der elohistische Teil (Gott wird Elohim genannt) wurde um 720 vChr verfasst. Die Priesterschrift entstand um 550 vChr im Babylonischen Exil.
Genesis (Aus dem 1. Buch Mose)
Gott erschafft Himmel und Erde (Genesis, Kap. 1 und 2)
Am Anfang war Gott ganz allein
und sah wohl nicht viel Sinn im Sein.
Ganz langsam nur verging die Zeit
von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Da kam Gott plötzlich die Idee
(soweit ich das als Mensch versteh):
Ich mache mir jetzt eine Welt,
die mir als Schöpfer gut gefällt.
Wie Gott das machte, weiß man nicht,
wenn man von seiner Schöpfung spricht.
Für Christen ist jedoch ganz klar:
Der Herr ist groß und wunderbar.
Gott schuf den Himmel, dann die Erde,
dass sie des Herren Bühne werde.
Die Erde war noch wüst und leer
und ganz bedeckt vom großen Meer.
Sein Geist beliebte, dort zu schweben,
ansonsten regte sich kein Leben.
Da sprach der Herr (das ist kein Jux):
„Es werde Licht nun: Fiat lux!"
Nachdem er so das Licht gemacht,
schied Gott vom Tag die finst´re Nacht.
Dann spannte er das Himmelszelt
hochoben über unsre Welt.
Die Erde trennte er vom Wasser,
erschuf so Land und Meer, so dass er
als Nächstes Pflanzen pflanzen konnte,
die dann das Licht zunächst besonnte.
Viel Grünes, Bäume, Früchte, Samen
danach dann an die Reihe kamen.
Er setzte Sonne, Mond und Sterne
ans Himmelszelt in weiter Ferne.
Der Herr war sehr erfinderisch,
schuf Schlangen, Vögel, Vieh und Fisch.
Die Tiere waren sehr verschieden,
und Gott der Herr war sehr zufrieden.
Besonders gut dem Herrn gerieten
Bakterien, Viren, Parasiten.
Auch hat er damals nicht vergessen:
die Starken, die die Schwachen fressen.
Den Menschen schuf er sich zum Bild,
was manchem Christ bis heute gilt.
Man merke sich dabei genau:
Gott schuf den Mensch als Mann und Frau.
Bisweilen hört man diesen Spott:
Der Mensch erschuf sich diesen Gott,
und wenn die Menschen Pferde wären,
dann würden sie ein Pferd verehren.
Der Babylonier Himmelskult
war an den Himmelsleuchten schuld.
Die Sonne wie auch die Planeten
war’n göttlich und drum anzubeten.
Man ehrte sie an sieben Tagen,
vermied so Zorn und böse Plagen.
Die Priester machten nun Laternen
aus all den schönen Göttersternen.
Gottlos war der Sternenhimmel,
Schluss war mit dem Gottgewimmel.
Doch in unsern Wochentagen
klingen nach die Göttersagen.
Die beiden großen Kirchen erkennen an, dass sich das Leben auf der Erde durch Evolution entwickelt hat. Von Kreationisten wird dies bestritten. 2019 glaubten noch vierzig Prozent der Erwachsenen in den USA, dass Gott innerhalb der letzten ca. 10.000 Jahre den Menschen in genau seiner heutigen Form erschaffen hat.
Allein unsere Milchstraße hat etwa 250 Milliarden Sterne und eine Ausdehnung von 100.000 Lichtjahren. Im beobachtbaren Universum vermutet man etwa 1.000 Milliarden Galaxien, in unserer Galaxie mindestens 50 Milliarden Planeten. reimbibel.de/sterne.
Am Anfang gab es einen Knall,
das sagt man heute überall.
Was davor war ist noch nicht klar.
Der kosmische Zusammenstoß
ist eine Hypothese bloß.
Was ich den Astronomen glaub:
Der Mensch entstand aus Sternenstaub.
Gott erschafft Adam, den Garten Eden und Eva (Genesis, Kap. 2)
Zur Zeit als Gott die Erde machte,
er auch schon an die Pflanzen dachte.
Es gab bisher noch keinen Regen,
doch brachte Feuchtigkeit schon Segen.
Den Menschen formte Gott aus Erde,
Gott blies, dass er lebendig werde.
Aus einem feuchten Erdenkloß
entstand so Adam - nackt und bloß.
Der Herr erschuf dann einen Garten,
mit Bäumen, Früchten aller Arten.
Das Paradies, von dem wir reden,
ist uns bekannt als Garten Eden.
Er stellte den Erkenntnisbaum
zentral in diesen Lebensraum.
Es gab auch einen Lebensbaum,
doch diesen Baum erwähnt man kaum.
Die Bäume wuchsen nirgends besser,
denn Eden hatte vier Gewässer:
Es gab dort außer dem Pischon
den Tigris, Euphrat und Gihon.
Der Mensch, gesetzt in diesen Garten,
er musste nicht sehr lange warten,
bis Gott den Früchtebaum verbot:
„Wer davon isst, der ist bald tot."
Der Mensch gab allen Tieren Namen,
die zu ihm in den Garten kamen.
Da sprach der Herr: „Er ist allein,
so soll es nicht auf Dauer sein.
Nach all den andern schönen Sachen
will ich ihm eine Hilfe machen."
Er baute aus des Menschen Rippe
die Mutter unsrer Menschensippe.
Und als der Mensch die Frau dann sah,
