Meine Welt: Mein Oman: Reisegeschichten aus dem Land des Weihrauchs
Von Kurt Lehmkuhl
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Über dieses E-Book
Um es klar zu sagen: Meine Berichte und Erzählungen können und wollen keinen Reiseführer ersetzen. Sie geben meine subjektiven Eindrücke wieder und und reizen vielleicht zum Widerspruch oder zur Diskussi-on. Damit haben sie einen Zweck erfüllt: Man redet mit-einander über den Oman und öffnet sich dadurch für das Sultanat. Vieles wird nicht thematisiert und kann nicht thematisiert werden, weil die Zeit einfach zu kurz war, einiges anders geschildert, als andere es schildern würden. Es ist ein Buch der nicht immer detailgetreuen Erinnerung und des Weglassens von Beobachtungen, die andere vielleicht interessant fanden. Aber es ist vielleicht für einige Leser die Motivation, sich selbst ein Bild zu machen vom und im Oman. Das Sultanat ist ein abwechslungsreiches Land mit einer spannenden Vergangenheit, einer interessanten Gegenwart und einer aufregenden Zukunft.
Kurt Lehmkuhl
Kurt Lehmkuhl wurde 1952 in der Nähe von Aachen geboren. Nach dem Abitur und dem Studium der Rechtswissenschaften war er über 30 Jahre lang für den Zeitungsverlag Aachen tätig, zunächst als freier Mitarbeiter, danach als Redakteur und als Lokalchef in Erkelenz. Nach seinem Ausscheiden aus dem Zeitungsverlag Aachen arbeitet er als freier Journalist für zahlreiche Zeitungen und Zeitschriften im In- und Ausland. Neben der journalistischen Tätigkeit ist Kurt Lehmkuhl schriftstellerisch aktiv. Seit 1996 werden seine Romane veröffentlicht, beginnend mit "Tödliche Recherche". Häufig stehen aktuelle Themen oder regionale Besonderheiten im Mittelpunkt seiner Krimis, etwa der Aachener Karlspreis oder die Braunkohleförderung im Rheinland. Außerdem verfasst Kurt Lehmkuhl Reisereportagen und Kurzgeschichten und ist als Dozent für Kreatives Schreiben sowie als Moderator und Organisator von literarischen Veranstaltungen und als Herausgeber von Anthologien tätig. Gemeinsam mit dem Hör-buchsprecher René Wagner tritt er als "Die Vorleser" auf.
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Buchvorschau
Meine Welt - Kurt Lehmkuhl
1. Schnell in den Knast
Mit dem Auto bei Rotlicht noch schnell über die Kreuzung zu rauschen, das kann nicht nur teuer werden im Oman, das wird teuer im Oman. Umgerechnet 100 Euro und zwei Tage Knast sind dem ungestümen und ungeduldigen Autofahrer sicher. Da hilft auch kein Promibonus oder ein reicher Vater mit möglicher Weise guten Beziehungen, der aus der Bredouille helfen möchte. „Das geschieht hier alles vollautomatisch, berichtet Mahmoud, der Ägypter, der seit zehn Jahren im Oman lebt. Die Videokameras in den Kreuzungsbereichen der omanischen Hauptstadt Muscat sind unbestechlich und nicht beeinflussbar. „Wer gefilmt wird, ist dran!
Das geht dann alles seinen vollautomatischen, volldigitalisierten behördlichen Gang, ohne dass sich ein Mensch einmischen muss. Allenfalls das Gefängnis könnte erspart bleiben, wenn vielleicht doch noch eine Spur „Dunkelgrün" möglich gewesen sein sollte. Aber die Wahrscheinlichkeit ist gering bei der hochmodernen, digitalisierten Überwachungstechnologie. So ist das halt in einem Land, in dem das Gesetz über allem steht – nur nicht über dem Sultan, der die Gesetze erlässt und dessen Beamte sich tunlichst daran halten, dass diese Gesetze, auch von ihnen selbst, eingehalten werden. Dazu gehört in einem Land, in der der Alkoholkonsum öffentlich untersagt ist, selbstverständlich auch, dass am Steuer die Null-Promille-Grenze gilt.
Es ist nicht der Katalog der hohen Strafen im Straßenverkehr, der Tempo 120 für Busse, 130 Stundenkilometer für Autos auf den Autobahnen und 100 auf den Landstraßen erlaubt, die den Oman zur „Schweiz der Golfstaaten" macht, wie Mahmoud schmunzelnd meint. Es ist eher die politische Rolle, die dem Oman zu diesem Titel verholfen hat. Der Königsweg zur „Schweiz der Golfstaaten" ist einfach aus omanischer Sicht: Man mischt sich nicht in die Angelegenheiten anderer ein, weder in die bürgerkriegerischen Auseinandersetzungen beim südlichen Nachbarn Jemen noch in die Konflikte, in die die anderen Staaten der Golfregion verwickelt sein könnten. Man vermittelt, statt sich zu verbünden, man bleibt neutral und hält sich raus aus den kriegerischen Auseinandersetzungen. Vielleicht ist das eine der Lehren, die der Oman aus seiner eigenen Vergangenheit gezogen hat. Er war Kolonialmacht und war von Portugiesen erobert worden. Das Sultanat hatte noch in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts mit Bürgerkriegen im eigenen Land zu kämpfen und hat das abschreckende Beispiel des südlichen Nachbarn Jemen vor Augen, der nicht zur Ruhe kommt.
Der Weg des Omans in der arabischen Welt und am Golf ist ein besonderer. Man lebt und lässt leben. Der Islam ist zwar allgegenwärtig, aber er ist nicht alles bestimmend. Jeder Mensch kleidet sich, wie er möchte, auch wenn sich der traditionsbewusste Omani im weißen Gewand wohlzuführen scheint. Er muss es nicht tragen, wenn er nicht gerade als Beamter im Staatsdienst steht und das Dischdasch die Amtskleidung ist, er möchte es tragen. Er trägt keine Kappe, sondern ein gebundenes Tuch auf dem Kopf. In Muscat, einer Region, in der 1,5 Millionen der rund fünf Millionen Menschen leben, die im Oman eine Aufenthaltserlaubnis haben, gibt es neben Moscheen Glaubensstätten anderer Religionen, anders als die Moscheen nicht unübersehbar oder auffällig, aber auch nicht versteckt und verschwiegen.
Mahmoud ist einer der rund zwei Millionen Gastarbeiter im Oman. Die meisten der ausländischen Arbeitskräfte kommen aus Indien, Bangladesh oder Pakistan. Die Frage, ob er gerne hier sei, beantwortet ein Verkäufer im Souk von Muscat mit einem Schulterzucken und einem gequälten Lächeln. Wahrscheinlich wäre er lieber in seinem Heimatland als in dem Souk, der zur Altstadt von Muscat gehört.
Im Oman kann – und muss er vielleicht – arbeiten, weil er eine der begehrten Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis erhalten, so wie Mahmoud auch. Eine Familiengründung wäre ihm nicht möglich. Es ist ihm gesetzlich nicht erlaubt, eine Frau aus dem Oman zu heiraten. Mahmoud ist mit seiner ägyptischen Frau und den drei Kindern heimisch geworden und hat als Mensch aus den arabischsprachigen Ländern keine Kommunikationsprobleme.
Die Asiaten müssen sich mit Englisch behelfen, was kein Problem ist. Englisch ist erste Fremdsprache in den Schulen, alle Schilder und Hinweise sind üblicherweise in beiden Sprachen beschriftet. Lediglich in einigen abgelegenen Dörfern ist das Englisch noch nicht so gegenwärtig wie in den belebten Regionen.
Die Hauptstadt und die Region Muscat wachsen und gedeihen, die Stadt breitet sich immer mehr aus. Fast wirkt die Metropole zwischen den schroffen, braunen Bergen wie aus ihnen herausgepresst. Überall wird gebaut, mehr in die Höhe als in die Breite, zumal jeder Neubau auf dem felsigen Grund errichtet werden muss und die Berge entweder gesprengt oder umbaut werden müssen. Es werden im sprichwörtlichen Sinne Berge
