Verurteilt: Ein autobiografischer Jugendroman
Von David Beck und Annette Weber (Editor)
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Buchvorschau
Verurteilt - David Beck
Widmung
Ich widme dieses Buch in erster Linie meinen Eltern, da sie mich gerade jetzt in dieser Knastzeit von Anfang an unterstützt haben. Sie sind echt die besten Eltern der Welt.
In zweiter Linie widme ich das Buch meiner Schwester und meinem Neffen als Dank für ihren Glauben an mich.
Außerdem habe ich hier im Knast einen alten Freund wiedergefunden. Ihr kennt ihn alle:
Es ist Gott. Er hat mir immer zur Seite gestanden. Ich danke Dir!
ICH LASSE MICH NICHT UNTERORDNEN
„Bis morgen."
„Jo, schönen Feierabend!"
Mit einem lauten Knacken fällt der riesige Eisenriegel in die schwere Tür. Ab jetzt ist „Abkacken" angesagt – alleine mit seinen Gedanken in der Zelle hocken … Schnell noch den Fernseher angemacht, damit man sich ablenken kann … Doch das ist leichter gesagt, als getan, denn mein Rücken tut weh durch die dünne Matratze, und die Wände sind kalt – verdammt kalt.
Das war nicht immer so. Denn bevor ich in den Knast kam, bevor es mit den Drogen und der kriminellen Karriere anfing, hatte ich ein schönes warmes Zimmer mit ’nem dicken Bett und ’ner fetten Matratze. Dies war allerdings vor vielen Jahren …
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Mein Name ist David. Ich bin 18 Jahre alt und hatte bis jetzt ein ziemlich verkacktes Leben. Meine Mom hatte nicht die finanziellen Mittel, um uns alle – mich und meine Geschwister – durchzufüttern. Darum wurde ich mit drei Jahren zusammen mit meiner leiblichen Schwester adoptiert. Sie ist zweieinhalb Jahre älter als ich, und außer uns beiden haben meine Adoptiveltern keine Kinder. Eigentlich wollten sie nur mich, doch die Heimleitung gab mich nur im Doppelpack zusammen mit meiner Schwester ab, und somit hatten wir beide eine neue Familie. Über meine leiblichen Eltern weiß ich nichts – nur, dass kein Geld da war.
An die erste Zeit mit meinen neuen Eltern kann ich mich nur wenig erinnern. Ich hatte ein eigenes Zimmer wie jedes andere Kind und ging wie jedes andere Kind in einen Kindergarten. Doch schon da fingen die Probleme an.
Ich wollte gerade meinen Bauklotzturm um eine Etage erhöhen, als mich plötzlich ein anderer Junge von hinten anrempelte, und ich auf meinen Turm fiel.
„Du Blödmann!, schrie ich ihn an und fühlte mich zum ersten Mal so richtig wütend. „Selber!
, schrie der Junge zurück und trat nach den Bauklötzen, die um mich herumlagen.
Von diesem Tag an hatte ich einen Feind, und immer wenn ich ihn mit etwas verärgern konnte tat ich es. Ich bewarf ihn zum Beispiel mit Sand oder schubste ihn sogar in ein Ameisennest.
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Circa zwei Monate später wollte ich mit meinen ersten Inlineskates auf dem Hof des Kindergartens fahren. Allerdings hatte ich keine Schutzausrüstung. Doch als die Erzieher mir die anlegen wollten, schrie ich los und wollte nur noch nach Hause.
Abends redete ich dann mit meinem Dad darüber. Da sagte er zu mir: „Halte dich an die Regeln. Überall gibt es welche. Wenn du so weitermachst, kriegst du später richtig Probleme. Dann komm aber nicht zu mir. Nimm dir meine Worte zu Herzen."
Solche Diskussionen gab es sehr häufig.
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Als ich dann in die Grundschule kam, wurden die Probleme immer krasser. In der Klasse war mir oft langweilig, sodass ich beschloss, die Stimmung ein bisschen aufzubessern. Somit war mein Schicksal besiegelt: Ich war unser Klassenclown. Ich machte hinter dem Rücken der Lehrer Faxen, lenkte die Kinder vom Lernen ab, weil ich nur darauf fixiert war, sie zum Lachen zu bringen. Ich wollte einfach nur beliebt sein, denn immer, wenn die anderen über meine Witze lachten, fühlte ich mich anerkannt und akzeptiert. Ich stand im Mittelpunkt, meine Mitschüler fanden mich cool, und das war ein gutes Gefühl. Warum ich dieses Gefühl brauchte weiß ich nicht.
Doch nicht allen gefielen meine Witze.
Die Lehrer beschwerten sich über mich bei meinen Eltern und meiner Schulleiterin. Immer wieder hatte ich deswegen Stress zu Hause.
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Eines Tages, nach einer Kunststunde, die besonders heftig gewesen war, beschloss ich dann, mit meinem damaligen besten Freund Stefan vor der Schule, den Problemen und den Eltern davonzulaufen.
Wir versteckten uns im Wald und aßen Süßigkeiten, die wir von einem Kindergeburtstag mitgenommen hatten, der am gleichen Tag in der Schule gefeiert worden war. Dann bauten wir uns einen Unterschlupf, futterten dort weiter unsere Vorräte und mussten auf niemanden hören oder achten. Dabei fühlten wir uns wie richtige Männer. Doch als wir gerade so von einer Anhöhe guckten, sahen wir, wie der Vater meines Freundes auf einem Fahrrad den Waldweg entlang fuhr und nach uns suchte.
„Mist, der wird uns sicher finden", sagte ich, doch Stefan antwortete: „Sei leise.
Wir ducken uns auf den Boden, dann sieht er uns nicht."
Und so war es auch. Er fuhr weiter, und wir wurden nicht gefunden.
Am Abend wurde uns dann allmählich klar, dass „richtige Männer" eigene Häuser haben, in die sie zum Schlafen zurückgehen können, also machten wir uns auf den Weg nach Hause. So eine richtige Flucht war es also nicht. Vielleicht wollten wir einfach erste Erfahrungen sammeln.
Als ich zu Hause angekommen war, waren alle erst mal froh, dass ich wieder da war. Doch nach der Erleichterung kamen dann natürlich auch Gespräche, die jeder gut kennt: Warum? Wieso?
„Blablabla", dachte ich mir damals
