Wissenschaft und Glaube: Quantenphysik und Nahtod-Erfahrungen
Von Andreas Neyer
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Über dieses E-Book
Die führenden Wissenschaftler der Quantenmechanik und die aufgeschlossenen Forscher auf dem Gebiet der Nahtod-Erfahrungen stimmen dahingehend überein, dass es, bei nüchterner Sichtweise, eine Reihe Indizien dafür gibt, dass Erkenntnisse in beiden Bereichen eine verblüffende Ähnlichkeit aufweisen.
Prof. Dr. Andreas Neyer ist einer jener wegweisenden Brückenbauer, der in beiden Welten zu Hause ist und über die Fähigkeit verfügt, scheinbar Unvereinbares zusammenzuführen. Er betreibt eine „transzendenzoffene Wissenschaft“, die eine mögliche Synthese zweier Welten nicht bereits dadurch verhindert, dass sie alte Vorurteile weiterträgt.
So entsteht eine Weltsicht, in der „Wissenschaft und Glaube“ nicht mehr Gegensätze darstellen, sondern möglicherweise nur die jeweils andere Seite der Wirklichkeit abbilden. Letztlich ist alles Leben eins!
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Buchvorschau
Wissenschaft und Glaube - Andreas Neyer
Vorwort
Jedes Buch, in dem es um Glauben geht, ist letztlich ein persönliches Buch – und so ist es auch mit diesem. Die Geschichte meines Lebens spielt für die Entstehung und den Inhalt eine große Rolle. Deshalb stelle ich meine Biographie in einer kurzen Fassung an den Anfang.
Geboren wurde ich 1950 in Laggenbeck, einem kleinen Ort im nördlichen Münsterland. Dort verbrachte ich auch meine Kindheit und Jugend. Für die meisten Menschen in dieser katholisch geprägten Gegend war der Glaube an Gott und die Kirche eine Selbstverständlichkeit – so auch für meine Familie und für mich. Ich lernte früh, dass die Sache mit Gott etwas ganz Wichtiges war. Diese Einsicht hat mich tief beeindruckt und letztlich dazu geführt, dass ich nach dem Abitur im Jahr 1968 in den Orden der Franziskaner eintrat. Mein Ziel war es, als Missionar in den Nordosten Brasiliens zu gehen und mich dort sozial und religiös zu engagieren. Nach einem halben Jahr Noviziat im Kloster Bardel (in der Nähe von Gronau) ging es zusammen mit zwei Mitbrüdern Anfang 1969 auf die lange Reise nach Brasilien – als Gäste auf einem Frachtschiff. Das erste halbe Jahr verbrachten wir in einem Kloster in der Nähe von Recife, um dort den zweiten Teil unseres Noviziates zu absolvieren. Von dort ging es dann Ende 1969 weiter nach Salvador da Bahia, unserem Studienort für die Ausbildung zum Priester. Wochentags studierten wir Philosophie und Theologie, und an den Wochenenden gab es Zeit für Sozialarbeit. Die verbrachte ich zusammen mit Mitbrüdern in einer Favela am Stadtrand von Salvador. Es ging dabei in erster Linie um Hilfe zur Selbsthilfe für viele alltägliche Probleme wie z.B. die Verbesserung des Trinkwassers durch eine gemeinsame Aktion zur Beschaffung von Wasserfiltern. Diese Tätigkeit war für die Menschen sehr hilfreich und hat mir viel Freude bereitet. So hatte ich mir meine Arbeit in Brasilien vorgestellt. Doch es kam ganz anders: Eine Gelbsucht und eine Reihe weiterer körperlicher Beschwerden brachten mich Mitte 1972 an einen Punkt, an dem mir klar wurde, dass eine Fortsetzung dieses Lebensweges weder für die Menschen in Brasilien noch für meine Mitbrüder und mich sinnvoll gewesen wäre. Ich musste einsehen, dass ich für das Leben und Arbeiten in Brasilien nicht geeignet war. Das hat mir schwer zu schaffen gemacht. Aber letztlich gab es keine andere Perspektive, als nach Deutschland zurückzukehren und einen Neustart zu versuchen. Zurück in Deutschland, war mein erster Schritt die Aufnahme eines Physik-Studiums an der Universität Dortmund, das ich 1978 erfolgreich beenden konnte. Zwei Jahre später heiratete ich meine Frau Annette und gründete mit ihr eine Familie. Wir bekamen vier Kinder, von denen das erste leider früh verstarb. Zusammen mit den Kindern haben wir uns von Anfang an in der örtlichen Kirchengemeinde in der Kinder- und Jugendarbeit engagiert. Das war eine sehr lebendige Zeit, in der insbesondere das praktische Glaubensleben eine große Rolle spielte.
Die vielen und guten Aktivitäten konnten aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass ich auf wichtige Fragen meines Glaubens keine zufriedenstellenden Antworten fand. Dazu gehörte und gehört immer noch die Frage nach einem überzeugenden Gottesbild. Das traditionelle Verständnis von einem Gott, der außerhalb von sich einen Kosmos erschafft und von dort aus in das Geschehen auf dieser Erde eingreift, ist für mich nicht mehr nachvollziehbar. Ein Gott, der, um zu handeln, Naturgesetze aufheben und Wunder wirken muss, ist wissenschaftlich denkenden Menschen nicht mehr zu vermitteln. Dieses Gottesbild, das auch als theistisch bezeichnet wird, ist nicht mehr überzeugend und wirkt wie ein Relikt aus alter Zeit. So sieht es auch der bekannte Benediktiner und Theologe David Steindl-Rast:
„Der Theismus bricht von innen her zusammen. Das ist ein Prozess, den nichts aufhalten kann. Und warum nicht? Weil wir eine geistige Entwicklungsstufe erreicht haben, auf der unser Verstand seine eigenen Grenzen absehen kann. Wir wissen jetzt, dass der Seinsgrund jenseits dieser Grenzen liegt. Nur unserer mystischen Erfahrung ist dieser Seinsgrund zugänglich." (Ste 2003)
Aus dieser Einsicht erwächst jedoch sofort die Frage: Wie sieht ein solches Gottesbild aus, das sich im Wesentlichen aus mystischen Quellen speist? Ist ein solches Gottesbild auch mit einer wissenschaftlich begründeten Sicht der Welt verträglich?
Erfahrene Ratgeber, die uns auf diese Fragen eine Antwort geben können, sind Mystiker wie Meister Eckhart oder Willigis Jäger. Für sie ist Gott pan-en-theistisch, was soviel bedeutet wie: „Gott ist in Allem bzw. „In Allem ist Gott
. Er befindet sich nicht außerhalb der Welt, sondern offenbart sich „im Baum als Baum, im Tier als Tier und im Menschen als Mensch" (Jäg 2007, S. 84), erstreckt sich aber auch auf die Materie und das gesamte Universum. Dieses Gottesbild ist offen für eine Präsenz des Göttlichen auch in der Materie und bietet somit eine Chance für einen fruchtbaren Austausch mit den Naturwissenschaften.
Auf der Seite der Naturwissenschaften ist es allerdings auch nicht einfach, Gesprächspartner für einen Dialog zum Thema „Gott und die Wissenschaft" zu finden. In dieser Hinsicht stellt insbesondere die klassische mechanistische Physik Newtons eine perspektivlose Sackgasse dar. Die klassische Physik und alle Wissenschaften, die auf ihr aufbauen, sind geschlossene Systeme, die keine Kontaktflächen zur Welt des Geistes und damit zur Transzendenz zeigen.
Hier erweist sich einzig die Quantenphysik als eine prinzipiell offene Wissenschaft, die nicht dogmatisch vorschreibt, wie sie zu interpretieren ist. Entscheidend für Physiker ist einzig und allein die Tatsache, wie genau sie mit einer Theorie Messwerte eines Experimentes vorhersagen können; und hier zeigt die Quantenphysik eine erstaunliche Toleranz gegenüber unterschiedlichen Interpretationen, angefangen von der Kopenhagener Interpretation über die Bohmsche Mechanik und die Dekohärenztheorie bis hin zur Everettschen Viele-Welten-Interpretation: Alle diese Interpretationen mit ihren unterschiedlichen mathematischen Formulierungen sagen identische Messergebnisse voraus und besitzen daher alle Gültigkeit.
Die Pluralität dieser Interpretationen hat letztlich zu tun mit der begriffsmäßig nicht eindeutig fassbaren Kerngröße der Quantenphysik, der sogenannten Wellenfunktion. Es ist ihre nicht-physikalische, nicht-materielle und informationsartige Art, die nicht wenigen Wissenschaftlern Anlass gibt, sie eher mit der Welt des „Geistigen" als mit der des Materiellen in Verbindung zu bringen. So sieht es beispielsweise der Atomphysiker und Nachfolger von Werner Heisenberg, Hans-Peter Dürr: „Für mich ist der Kosmos zunächst etwas Geistiges, und dass er auch noch die materielle Kruste hervorgebracht hat, gibt uns die Möglichkeit, den Geist auch einmal von außen zu sehen." (Lüp 2014)
Die Quantenphysik bietet ein faszinierendes Modell für eine Materie-Geist-Interaktion und damit letztlich für eine einzigartige Beziehung zwischen Transzendenz und der materiellen Realität dieses Universums. In der Konsequenz liefert sie damit auch eine modellhafte Vorlage für ein panentheistisches Gottesbild, etwa eines Gottes, der nicht nur ‚Über-Allem‘ und ‚Unter-Allem‘, sondern in besonderer Weise ‚In-Allem‘ ist.
Zwischen Panentheismus und Quantenphysik gibt es vielversprechende Schnittstellen, die eine kompatible Zusammenschau von Glaube und Wissenschaft erlauben. Ich bin davon überzeugt, dass ihr Zusammenwirken ein erfolgreicher Weg sein wird, um zu einem umfassenden und ganzheitlichen Welt-, Menschen- und Gottesverständnis zu kommen. Diese Überzeugung habe ich in meinem ersten Buch „Am Boden des Bechers wartet Gott – Auf der Suche nach einem neuen Gottesbild" (Ney 2016) dargelegt und auch in Vorträgen verbreitet. Nach einem dieser Vorträge wurde ich auf die Forschungsarbeiten von Pim van Lommel zu Nahtod-Erfahrungen (NTE) aufmerksam gemacht, da die Einsichten von Nahtod-Erfahrenen große Ähnlichkeit mit meinen Ausführungen hätten. Das machte mich neugierig und führte dazu, dass ich mich in der Folgezeit sehr intensiv mit NTE befasste.
Die Parallelen von NTE und Quantenphysik beziehen sich hauptsächlich auf das Zusammenwirken von Materie und Geist. Die quantenphysikalischen Eigenschaften der Materie lassen sich so interpretieren, als habe Materie auch eine „geistige Komponente beziehungsweise eine „rudimentäre Form von Bewusstsein
. Nahtod-Erfahrene sehen dieses Zusammenwirken ähnlich, jedoch aus einer anderen Perspektive. Sie berichten von einem erweiterten Bewusstsein, das ihnen erlaubt zu „wissen", dass alles – auch die Materie – mit allem verbunden und von Gott durchdrungen ist: „Alles, was ich weiß, ist, dass ich während meiner NTE im Herzen Gottes war, denn ich konnte sehen, dass Gott alle Materie, alles Sein, den Raum und den Nicht-Raum, einfach Alles durchdrang und erfüllte." (Nic 2009, S. 116-117)
Nahtod-Erfahrene belegen somit auf eindrucksvolle Weise, dass eine nach dem Modell der Quantenphysik denkbare Materie-Geist-Interaktion nicht nur möglich ist, sondern persönlich erfahren werden kann. Diese Erkenntnis bildet den Inhalt meines zweiten Buches: „Spuren einer Welt hinter der Welt in Nahtod-Forschung und Quantenphysik" (Ney 2017).
Das vorliegende Buch schließt an den Inhalt des zweiten Buches an und ist zum einen eine Erweiterung in Richtung Mystik, dem Urgrund aller spirituellen Erfahrungen, und zum anderen eine Vertiefung in Richtung alternativer ganzheitlicher Konzepte, wie sie von Teilhard de Chardin, David Bohm und Rupert Sheldrake vertreten werden. Darüber hinaus habe ich eine Reihe beeindruckender Beispiele von mystischem Erleben sowie von Nahtod-Erfahrungen in das Buch aufgenommen, um diese außergewöhnlichen Erlebnisse auch persönlich besser nachempfinden zu können.
Dem Verleger des Crotona Verlages, Herrn Dr. Peter Michel, danke ich für die gute und angenehme Zusammenarbeit und die Aufnahme dieses Buches in sein Verlagsprogramm.
„Der erste Schluck
aus dem Becher der Wissenschaft
führt zum Atheismus,
aber am Grund des Bechers
wartet Gott!"
Werner Heisenberg
Einleitung
Das Zitat von Werner Heisenberg umfasst mit einem wunderbar poetischen Bild die ambivalente Beziehung zwischen Wissenschaft und Glaube.
Mit dem „ersten Schluck aus dem Becher der Wissenschaft" bezieht Heisenberg sich – so meine Vermutung – auf die Erkenntnisse all jener Wissenschaften, die ihre Grundlage in der mechanistischen Physik Newtons haben. Ein Kennzeichen dieser Physik ist der Determinismus, der besagt, dass der Verlauf aller Ereignisse eindeutig festgelegt ist und letztlich – unter bestimmten Bedingungen – sogar berechnet werden kann. Die Bedingungen für eine solche Berechnung hat der französische Mathematiker Laplace (1749-1827) treffend formuliert:
„Wir müssen also den gegenwärtigen Zustand des Universums als Folge eines früheren Zustandes ansehen und als Ursache des Zustandes, der danach kommt. Eine Intelligenz, die in einem gegebenen Augenblick alle Kräfte kennt, mit denen die Welt begabt ist, und die gegenwärtige Lage der Gebilde, die sie zusammensetzen, und die überdies umfassend genug wäre, diese Kenntnisse der Analyse zu unterwerfen, würde in der gleichen Formel die Bewegungen der größten Himmelskörper und die des leichtesten Atoms einbegreifen. Nichts wäre für sie ungewiss, Zukunft und Vergangenheit lägen klar vor ihren Augen." (Wik-01)
In einem solchen deterministischen Weltbild ist kein Platz für Gott und Geist und Sinn. Die klassische Physik (so wie letztlich jede Wissenschaft) kann prinzipiell nichts über Gott aussagen. Tut sie es dennoch, entgegen ihrer eigenen Methodik, dann sind ihre Aussagen häufig atheistisch gefärbt. Ein bekanntes Beispiel ist das Zitat des französischen Molekularbiologen Jacques Monod: „Der Mensch muss endlich aus seinem tausendjährigen Traum erwachen und seine totale Verlassenheit erkennen. Er weiß nun, dass er seinen Platz wie ein Zigeuner am Rande des Universums hat, das für seine Musik taub ist und gleichgültig gegen seine Hoffnungen, Leiden oder Verbrechen." (Mon 1971, S. 211)
Laut Heisenberg ist eine solche Sicht jedoch nur zu verstehen als Folge des „ersten Schlucks aus dem Becher der Wissenschaft. Nach seiner Auffassung berührt die klassische Physik nur die Oberfläche der Natur. Dringt man tiefer in sie ein – bis auf den Grund – dann wird sie durchscheinend für das große Geheimnis des Göttlichen. Mit einer solchen „Tiefenbohrung
meint Heisenberg die Quantenphysik, die zwar selber als physikalische Theorie prinzipiell auch keine Aussagen zu Gott und Geist und Sinn machen kann, aber in ihrer Interpretation eine Offenheit für Transzendenz zulässt.
Das Zitat von Heisenberg sowie die philosophischen Gedanken vieler Quantenphysiker der ersten Stunde lassen erahnen, dass ihnen die Frage „Wie sind die Erkenntnisse der Wissenschaft verträglich mit einem Glauben an Gott? sehr am Herzen lag (siehe dazu das Buch „Physik und Transzendenz
von Hans-Peter Dürr (Dür 1986)). Auch mich begleitet diese Frage seit vielen Jahren, und dieses Buch ist der Versuch, die gefundenen Antworten in Worte zu fassen.
Aus meiner heutigen Perspektive kann ich sagen, dass mich folgende Argumente für die Existenz einer jenseitigen, transzendenten Dimension am meisten überzeugt haben:
An erster Stelle steht eine eigene mystische Erfahrung, die von einem bedrohlichen Krankheitsgeschehen ausgelöst wurde:
Während meiner Zeit in Brasilien erkrankte ich an einer Gelbsucht, von der ich mich nur sehr langsam erholte. Als ich auch nach neun Wochen immer noch schwach und bettlägerig war, kamen in mir Zweifel auf, ob ich diese Krankheit überleben würde. Das führte mich erstmals in meinem Leben vor die realistische Möglichkeit zu sterben. Als ich diese Möglichkeit ganz bewusst mit Gott besprach, hatte ich ein Erlebnis, welches ich mit Worten nicht beschreiben kann. Ich bekam von meinem „Gegenüber eine wortlose, aber unmissverständliche Antwort, die mich tief ins Mark traf: „Reg dich nicht auf, mach dir keine Sorgen, es wird alles gut!
Es war ein kurzer, blitzartiger Moment, aber von einer Tiefe und Gewissheit, die bis heute andauert. Seit diesem Moment sind für mich alle Zweifel, ob es einen Gott gibt, verflogen.
Neben dem eigenen Erleben überzeugen mich die vielen Erfahrungen
