Über dieses E-Book
André Gide
André Gide est un écrivain français, né le 22 novembre 1869 à Paris et mort le 19 février 1951 à Paris. Après une jeunesse perturbée par le puritanisme de son milieu, jeune Parisien qui se lie d'une amitié intense et tourmentée avec Pierre Louÿs, il tente de s'intégrer au milieu littéraire post-symboliste et d'épouser sa cousine. Une rencontre avec Oscar Wilde et un voyage initiatique avec Paul Albert Laurens le font rompre avec le protestantisme et vivre sa pédérastie. Il écrit notamment Paludes qui clôture sa période symboliste et, après la mort « libératrice » de sa mère, ses noces avec sa cousine Madeleine en 1895, il achève Les Nourritures terrestres, dont le lyrisme est salué par une partie de la critique à sa parution en 1897 mais qui est aussi critiqué pour son individualisme. Après des échecs au théâtre, il s'affirme comme un romancier moderne dans la construction et dans les thématiques et s'impose dans les revues littéraires. Son oeuvre trouve ensuite un nouveau souffle avec la découverte des réalités du monde auxquelles il est confronté. Ainsi, le voyageur esthète découvre l'Afrique noire et publie en 1927 le journal de son Voyage au Congo, dans lequel il dénonce les pratiques des compagnies concessionnaires mais aussi celles de l'administration coloniale et l'attitude de la majorité des Européens à l'égard des colonies. Au début des années 1930, il s'intéresse au communisme, s'enthousiasme pour le régime soviétique, mais subit une désillusion lors de son voyage sur place à l'été 1936. Il publie son témoignage la même année, Retour de l'U.R.S.S., qui lui vaut de virulentes attaques des communistes. Il persiste cependant dans sa dénonciation du totalitarisme soviétique au moment des procès de Moscou et s'engage, parallèlement, dans le combat des intellectuels contre le fascisme. En 1940, il abandonne La Nouvelle Revue française et quasiment l'écriture en se repliant sur la Côte d'Azur, puis en Afrique du Nord durant la guerre. Après le conflit, il est mis à l'écart de la vie littéraire, mais honoré par le prix Nobel de littérature en 1947, et il se préoccupe dès lors de la publication intégrale de son Journal. Il meurt le 19 février 1951.
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Buchvorschau
Die Pastoralsymphonie - André Gide
André Gide
Die Pastoralsymphonie
Saga
Die Pastoralsymphonie
Coverbild/Illustration: Sutterstock
Copyright © 1919, 2020 André Gide und SAGA Egmont
All rights reserved
ISBN: 9788726540031
1. Ebook-Auflage, 2020
Format: EPUB 3.0
Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren für gewerbliche und öffentliche Zwecke ist nur mit Zustimmung von SAGA Egmont gestattet.
SAGA Egmont www.saga-books.com und Lindhardt og Ringhof www.lrforlag.dk
– a part of Egmont www.egmont.com
Erstes Heft
10. Februar 189. . .
Der Schnee, der seit drei Tagen unaufhörlich herniederfällt, versperrt die Straßen. Ich konnte mich nicht nach R. . . begeben, wo ich seit fünfzehn Jahren zweimal monatlich den Gottesdienst abzuhalten pflege. Heute morgen waren nicht mehr als dreißig Gläubige in der Kapelle von La Brévine versammelt.
Ich will die Mußestunden, die mir diese klösterliche Abgeschlossenheit erzwungenermaßen verschafft, nutzbringend auf das Vergangene verwenden und erzählen, wie es dazu kam, daß ich mich Gertruds annahm.
Ich habe mir vorgenommen, hier alles niederzuschreiben, was die Bildung und das Wachstum jener frommen Seele angeht, die ich, so scheint mir, nur darum ihrer Nacht entrissen habe, daß sie Gott anbete und ihn liebe. Gesegnet sei der Herr um dieser Aufgabe willen, die er mir verliehen hat.
Vor zweieinhalb Jahren, als ich gerade aus La Chaux-de-Fonds wieder heraufstieg, holte mich in aller Eile ein unbekanntes kleines Mädchen ein, um mich sieben Kilometer weiter zu einer armen Alten zu führen, die im Sterben lag. Das Pferd war noch nicht ausgespannt; ich nahm das Kind zu mir auf den Wagen, nachdem ich mich mit einer Laterne versehen hatte, da ich vor Anbruch der Nacht nicht glaubte zurück sein zu können.
Ich vermeinte die ganze Umgegend der Gemeinde auf eine bewunderungswürdige Weise zu kennen; aber nachdem wir das Gehöft von La Saudraie überholt hatten, schlug das Kind einen Weg ein, wo ich mich bis dahin noch nie hingewagt hatte. Gleichwohl erkannte ich zwei Kilometer weiter zu unserer Linken einen kleinen, geheimnisvollen See wieder, zu dem ich als junger Mensch mitunter Schlittschuhlaufen gegangen war. Seit fünfzehn Jahren hatte ich ihn nicht wiedergesehen, denn keine Seelsorgerpflicht rief mich jemals dahin; ich hätte nicht mehr zu sagen vermocht, wo er gelegen war, und hatte so sehr aufgehört an ihn zu denken, daß ich, als ich ihn plötzlich im übergoldeten Zauber des Abends wiedererkannte, ihn vormals nur im Traume gesehen zu haben vermeinte.
Der Weg folgte einem Wasserlauf, der dem See entfloß, durchschnitt den äußersten Rand des Waldes und führte dann an einem Moor entlang. Ich war gewiß zum erstenmal in dieser Gegend.
Die Sonne versank, und wir gingen bereits eine geraume Weile in der Dämmerung, als meine junge Führerin mit dem Finger auf eine Hütte am Abhang des Hügels wies, die man für unbewohnt gehalten hätte, wäre ihr nicht eine dünne Rauchsäule entstiegen, die, erst bläulich in der Dämmerung, gelblichblond mit dem Gold des Himmels verschmolz. Ich band das Pferd an einen Apfelbaum, dann folgte ich dem Kind in die dunkle Stube, wo die Alte soeben verschieden war.
Ich war wie benommen von dem Ernst der Landschaft und dem feierlichen Schweigen der Stunde. Eine noch junge Frau lag vor dem Bett auf den Knien. Das Kind, das ich für die Enkelin der Verblichenen gehalten hatte, das aber nur ihre Magd gewesen war, zündete eine rauchige Kerze an und verharrte unbeweglich am Fußende des Bettes. Auf dem langen Weg hatte ich versucht, es in ein Gespräch zu ziehen, ohne ihm mehr als ein paar Silben entlocken zu können.
Die Kniende erhob sich. Es war keine Verwandte, wie ich zuerst angenommen hatte, sondern einfach eine Frau aus der Nachbarschaft, von der Magd herbeigeholt, als diese die Kräfte ihrer Herrin versiegen sah, und die sich erboten hatte, bei dem Leichnam Wache zu halten. Sie sagte mir, die Alte sei schmerzlos verschieden. Wir kamen überein, was zur Vorbereitung der Beerdigung und der Trauerzeremonie zu geschehen habe. Wie so oft schon in dieser abgeschiedenen Gegend, blieb alles meiner eigenen Entscheidung überlassen. Ich muß gestehen, daß es mich einigermaßen beunruhigte, das Haus, so ärmlich es auch aussah, der alleinigen Aufsicht dieser Nachbarin und der Magd, einem Kinde noch, überantworten zu müssen. Doch es war ganz unwahrscheinlich, daß in einem Winkel dieser elenden Behausung irgendein Schatz verborgen läge . . . Und was konnte ich auch tun? Ich erkundigte mich indessen, ob die Alte nicht einen Erben hinterlasse.
Da nahm die Nachbarfrau die Kerze, leuchtete damit in eine Ecke des Herdes, und ich vermochte ein zweifelhaftes Wesen zu erkennen, hingekauert in der Feuerstelle, wo es zu schlafen schien. Eine dichte Haarmasse verbarg fast vollständig sein Gesicht.
„Dieses blinde Mädchen: eine Nichte nach den Worten der Magd; daraus besteht scheinbar die ganze Familie. Man muß sie ins Waisenhaus bringen; sonst wüßte ich nicht, was aus ihr werden soll."
Es tat mir weh zu hören, wie ihr Geschick so ganz in ihrer Gegenwart entschieden wurde, und ich fürchtete, daß diese brutalen Worte sie schmerzlich berühren könnten.
„Wecken Sie sie nicht auf", sagte ich leise, um die Nachbarin zu veranlassen, wenigstens ihre Stimme zu dämpfen.
„Oh, ich glaube nicht, daß sie schläft; aber sie ist idiotisch; sie spricht nicht und versteht nichts von dem, was man sagt. Seit heute früh, daß ich hier bin, hat sie sich kaum geregt. Zuerst hielt ich sie für taub; die Magd bestreitet das und behauptet, daß die Alte, die selber taub war, niemals das Wort an sie gerichtet habe, so wenig wie an jemand anders; seit langem habe sie den Mund nur zum Essen und Trinken geöffnet."
„Wie alt ist sie denn?"
„So um die fünfzehn, nehme ich an; im übrigen weiß ich davon wenig mehr als Sie . . ."
Es kam mir nicht sofort in den Sinn, mich selber dieser armen Verlassenen anzunehmen; aber nachdem ich gebetet hatte, oder vielmehr während des Gebetes, das ich, zwischen den am Kopfende des Bettes knienden Frauen selber hingekniet, zum Himmel emporschickte, wollte es mir auf einmal scheinen, daß Gott mir eine Art hoher Pflicht auf den Weg sandte, der ich nicht ohne einige Feigheit entraten könne. Als ich mich wieder aufrichtete, war mein Entschluß gefaßt,
