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Sich selbst lieben lernen: Die Versöhnung der inneren Spaltung und die Prinzipien der Heilung
Sich selbst lieben lernen: Die Versöhnung der inneren Spaltung und die Prinzipien der Heilung
Sich selbst lieben lernen: Die Versöhnung der inneren Spaltung und die Prinzipien der Heilung
eBook435 Seiten4 Stunden

Sich selbst lieben lernen: Die Versöhnung der inneren Spaltung und die Prinzipien der Heilung

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Über dieses E-Book

Konrad Pinegger stellt in dem Buch "Sich selbst lieben lernen - Die Versöhnung der inneren Spaltung und die Prinzipien der Heilung" seinen selbst entwickelten therapeutischen Ansatz dar.
Es ist jedoch nicht nur für Therapeuten gedacht, sondern für jeden Menschen, der auf eine sehr einfache Art und Weise in inneren Frieden mit sich selbst kommen möchte. Da das sogenannte "Außen" die innere Einstellung zu sich selbst nur widerspiegelt, ist die in dem Buch entwickelte Methode ein äußerst effizientes Instrument, um Leben und Welt zu verstehen aber auch in der Anwendung ein Mehr an Fülle und Glück zu erlangen.
SpracheDeutsch
HerausgeberBooks on Demand
Erscheinungsdatum12. Jan. 2021
ISBN9783752601374
Sich selbst lieben lernen: Die Versöhnung der inneren Spaltung und die Prinzipien der Heilung
Autor

Konrad Pinegger

Konrad Pinegger studierte Sozialpädagogik und ist Psychotherapeut für Kinder & Jugendliche. Er arbeitet seit mehr als 30 Jahren im Bereich Erziehungsberatung und Familientherapie. In freier Praxis ist er in Systemaufstellungen, Supervision, Einzelarbeit und in Gruppen mit vielen Themen menschlichen Wachstums und Entwicklung zugange. Ausbildungen bei Elias Jaxon-Bear (Enneagramm & NLP), Lealand Johnson & Hennes Groddek (Master in Körper & Gestaltherapie), Martin Kirschenbaum (Familientherapie), Bert Hellinger, Michaela Kaden & Harald Hohnen (Systemaufstellungen), Rosina Sonnenschmidt & Harald Knauss (Medial & Heilerschulung). Er betreibt ein kleines Seminarhaus im Chiemgau, Oberbayern.

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    Buchvorschau

    Sich selbst lieben lernen - Konrad Pinegger

    Ich danke allen von ganzem Herzen, die mit enormem Einsatz, am Entstehen dieses Buches mitgewirkt haben.

    Mein Dank richtet sich an Marah Strohmeyer-Haider für das Zurverfügungstellen des Cover-Gemäldes „Suche", Bernd Strohmeyer für Layout, Beratung und Covergestaltung sowie nicht zuletzt für das Lektorat von Alfons Huber, Gundel Eichler und Margot Pinegger.

    Inhaltsverzeichnis

    VORBEMERKUNG

    EINFÜHRUNG: „WIR SIND DAS, WAS WIR `GOTT´ NENNEN" - EIN ABRISS

    WIE „WIR SIND DAS WAS WIR `GOTT´ NENNEN" ENTSTAND

    GRUNDLEGENDE GESETZMÄßIGKEIT DES LEBENS: „ALLES IST GEIST"

    DIE WELT DER ERSCHEINUNG ALS AGGREGATZUSTAND DES GEISTES

    BEREITSCHAFT ZUR VERWANDLUNG

    HEIMKOMMEN

    ... UND JETZT WIRD ES KONKRET

    VOM AUF-DIE-WELT-KOMMEN

    VERSTRÖMTE GLÜCKSELIGKEIT IST DAS PARADIES

    DAS VERLORENE PARADIES

    DIE GEBURT

    DIE SPALTUNG

    VOM ERWACHSENWERDEN UND HEILEN

    DIE TRANSAKTIONSANALYSE

    MERKMALE DER ERWACHSENEN-EBENE

    HEILUNG UND ERWACHSENWERDEN

    DIE INNERE TRANSAKTIONSANALYSE

    DIE GESTALTTHERAPIE

    HEILUNG DER SPALTUNG

    „ICH HABE DICH GEFUNDEN"

    UMGANG MIT DER ANGST

    DAS WIEDERGEFUNDENE PARADIES ODER „ES GIBT KEINEN WEG ZUR GLÜCKSELIGKEIT, GLÜCKSELIGKEIT IST DER WEG"

    HEILUNG AN DER QUELLE DES LEBENS

    DAS „EGO" UND DIE BEREITSCHAFT ZU HEILEN

    KARMA UND HEIMKEHR

    TRAUMA UND MITGEFÜHL

    MITGEFÜHL: KATALYSATOR DER INTEGRATION

    TRAUMA-HEILUNG ALLGEMEIN

    DEN LIEBEVOLLEN KONTAKT ZU SICH SELBST HALTEN

    ZUSAMMENFASSUNG: DAS WESEN DER SPALTUNG

    DAS WESENTLICHE UND DIE SPALTUNG

    ERKENNE DEIN GESICHT, BEVOR DU GEBOREN WURDEST

    EIN EINSCHUB: ATMAN UND BRAHMAN

    LEBENSAUFGABE UND HEILUNG

    SPALTUNG UND LEBENSSINN IM SPIEGEL DER SAMKHYA-PHILOSOPHIE (56)

    WAS SIND PRINZIPIEN DER HEILUNG?

    PRINZIPIEN DER HEILUNG UND DER ENTSTEHUNG VON SYMPTOMEN

    DIE BEDEUTUNG DER MUTTER ODER WILLKOMMEN AUF DER ERDE

    PERSONA, PERSONARE ODER DER SINN DES LEBENS

    WEGE DER „ERLÖSUNG" – MYSTIK, MEDITATION & RELIGIONEN

    MYSTIK

    ZUGANG ZUM GEISTIGEN… DIREKT ODER SECONDHAND

    RELIGION

    RELIGION ALS BASIS DER MYSTIK

    „DAS HELFEN" - HILFREICHE UND HILFLOSE HILFESTELLUNGEN ZUR HEILUNG

    HELFEN: ANMAßUNG ODER SINN-ERFÜLLUNG

    SCHATTENSEITEN DES HELFENS

    DAS HELFERSYNDROM

    DIE KUNST ZU HELFEN

    SYSTEMISCHE ASPEKTE UND AUFSTELLUNGSARBEIT

    ALLGEMEIN

    DAS FAMILIENSTELLEN IM SPIRITUELLEN KONTEXT

    EINE ANDERE SICHTWEISE VON VERSTRICKUNG

    DIE WIRKKRAFT IM FAMILIENSTELLEN

    GRUNDLEGENDES, UM EINE SYSTEMAUFSTELLUNG VORZUBEREITEN

    FAMILIENSTELLEN UND DIE VERSÖHNUNG DER INNEREN SPALTUNG – EIN „KOAN"(22)

    DIE ENTSTEHUNG UND LÖSUNG DER SCHULD

    SYSTEMISCHE GESETZMÄßIGKEITEN UND DAS PHÄNOMEN „SCHULD"

    SCHULD, SCHULDGEFÜHLE UND SELBSTWERT

    SCHULD IST DIE POSITIVSTE VERSION UNSERER SELBST, DIE WIR (NOCH) NICHT LEBEN

    SCHULD UND GEFÜHLE

    SCHULD UND TRANSAKTIONSANALYSE

    DAS SELBSTWERT-KONTO

    REICHTUM ALS TRANSFORMATION DER „SCHULD"

    SPALTUNG IST SCHULD, EINHEIT IST REICHTUM

    DAS GANZE NOCH EINMAL ANDERSHERUM BETRACHTET

    LIEBE, BEZIEHUNG, SEXUALITÄT

    EXISTENZ UND DUALITÄT

    SEXUALITÄT

    DIE BEZIEHUNG ZU MIR IST DIE BEZIEHUNG ZUM „ANDEREN"

    PHASEN DER PAARBEZIEHUNG

    DAS BEZIEHUNGSDRAMA

    VERLETZUNGEN

    LIEBE

    DIE „HEILIGE BEZIEHUNG" - DIE HEILENDE BEZIEHUNGEN

    HUMOR

    TOD

    DER TOD UND DAS LEBEN BEGEGNEN SICH IM HIER UND JETZT

    HINGABE

    BARDO

    BARDO UND SPALTUNG

    DER REINE SPIEGEL DER SEELE

    SEIN UND NICHTSEIN – STATT EINEM NACHWORT

    SEIN, NICHTSEIN UND HEILUNG

    WIE BEKOMMEN WIR ZUGANG ZUM „NICHTSEIN UND KÖNNEN IHN ZUR „HEILUNG NÜTZEN?

    UNIVERSELLE ENERGIE IN VERBINDUNG MIT MEINER ARBEIT

    NOCH MIT AUF DEN WEG GEGEBEN

    ANMERKUNGEN

    LITERATURHINWEISE

    LITERATURLISTE

    I. Vorbemerkung

    In dieser Schrift soll in möglichst knapper Form das Wesen der Heilung beschrieben werden, wie es sich mir in meiner Arbeit und meinem Forschen eröffnet hat. Es soll die elementarste Ebene darstellen, auf der hinter allen therapeutischen und heilerischen Bemühungen Heilung stattfindet.

    Gleichzeitig soll diese Zusammenfassung meinen Schülern als Skript für das Curriculum dienen. Es ist für Schüler, die einen Ausbildungskurs bei mir belegt haben, aber auch für jeglichen Interessierten, der sich einfach nur über die Methode und die Philosophie informieren will, die meine Arbeit trägt.

    Schon immer hat mich der Gedanke geleitet, dass sich hinter konkreten Maßnahmen und Ansätzen etwas ganz Wesentliches verbirgt, das Heilung und menschliche Entwicklung möglich macht, aber gleichzeitig habe ich erkannt, dass unter Umständen durch heilendes/therapeutisches Eingreifen Heilung und Entwicklung auch verhindert werden können, wenn das Wesentliche nicht einbezogen ist.

    Während meiner Ausbildungen wurde mir klar, dass heilendes/ therapeutisches Eingreifen umso hilfreicher sein kann, je mehr es im Einklang ist mit dem, was wir den „Sinn des Lebens nennen. Um diesen Sinn mit seinem heilerischen Tun zu verbinden, muss ein Heilung Anbietender ihn natürlich erst einmal für sich selbst finden. Dazu ist es nötig, sich vielen inneren und „äußeren Themen auszusetzen und sich mit Vielem auseinanderzusetzen, ohne an Dogmen zu haften, um sich dem Wesentlichen Schritt für Schritt anzunähern.

    Dieser Wunsch – sich dem Wesentlichen immer mehr anzunähern - führte mich durch viele Ausbildungen in therapeutischen und heilerischen Bereichen, gleichzeitig war es mein Versuch, das Gelernte mit elementaren und spirituellen Lebensgesetzen zu verbinden, um die Methoden aus ihrer reinen Technik herauszulösen und mit dem Wesentlichen des Lebens zu verbinden und somit ihre Effizienz zu erweitern. So gingen während meiner praktischen Tätigkeit Körpertherapie, Gestalttherapie, Familientherapie,

    Systemaufstellungen, Medial- und Heilerschulung (1), Transaktionsanalyse, Arbeit mit dem inneren Kind, „The Work (2), Ho`oponopono (3), Zen-Buddhismus, Ansätze aus „Ein Kurs in Wundern (4), christliche und östliche Mystik sowie neuere energetische Ansätze in meiner Arbeit ein Konglomerat ein. Alle diese Richtungen sollen natürlich kein unverbundenes Sammelsurium bilden, sondern stellen verschiedene (vielleicht auch kulturell bedingte) Zugänge zum Wesentlichen dar, die mir helfen, meinen eigenen Zugang zu finden.

    Mein ganz besonderes Anliegen wurde es, die Theophanie, wie sie mir beim Schreiben des Buches „Wir sind das, was wir „Gott nennen (5) zu Teil wurde, in einem Arbeitsansatz praktisch anwendbar zu machen. In dem Inhalt des Buches, dem ich lediglich als Kanal diente, gibt es Parallelen zu „Ein Kurs in Wundern", die wie der Text, der in mein Buch fand, ebenso unmissverständlich deutlich machen, dass Heilung bedeutet, eine andere Geisteshaltung einzunehmen, welche uns aus Illusion und Spaltung führen kann. Die Rolle der therapeutischen und heilenden Ansätze ist es, Hilfestellung für eine solche Wandlung der Geisteshaltung zu bieten. Methoden können dafür mehr oder weniger geschickte Hilfeleistung anbieten, können aber selbst keine Heilung bewirken.

    Für Therapeuten und Heiler heißt das, den Schwerpunkt vom nur Methodischen zur Verbindung mit dem Wesentlichen des Lebens und seinem Sinn zu verändern, um verwandelnd auf die Hilfesuchenden wirken zu können.

    Dieses Büchlein soll nun die Prinzipien des Wesentlichen deutlich machen und zeigen, wie man dies mit konkreten Arbeitsansätzen verbinden kann. Ich möchte jetzt zunächst einen Abriss geben über einen zentralen Teil aus besagtem Vorgängerbuch „Wir sind das, was wir „Gott nennen, um die philosophische und spirituelle Grundlage zu formen, aus der wir im nächsten Schritt konkrete Ansätze entwickeln können. Zum Schluss werde ich noch verschiedene allgemeine Themen behandeln, die ich in diesem Kontext für wesentlich halte.

    Die essentiellen Gegebenheiten, wie sie in „Wir sind das, was wir „Gott nennen auftreten, scheinen eine Neuinterpretation und Vertiefung der Jahrtausende alten „Hermetischen Gesetze (6), sowie aber auch buddhistischer/taoistischer Weisheit und Mystik zu sein, daher möchte ich diese Philosophie oder Theophanie zunächst anhand des ersten hermetischen Gesetzes darlegen, das da heißt: „Alles ist reiner Geist.

    Ich möchte Sie hier, an dieser Stelle, um Nachsicht bitten, da manche Stellen des Buches Ihnen auch redundant erscheinen mögen. Mir ist es jedoch sehr wichtig, bestimmte Umstände in allen Verknüpfungen darzustellen. Auf diese Weise sind (scheinbare) Wiederholungen für mich unumgänglich. Ich bitte Sie, mir das nachzusehen.

    Für mich persönlich stellt der Text nicht so sehr etwas linear Aufbauendes dar, für mich ist es ein Mantra, das in vielen verschiedenen Sätzen erscheint und doch immer das Gleiche ist oder schlicht und einfach – ein Gebet.

    II. Einführung: „Wir sind das, was wir `Gott´

    nennen" - ein Abriss

    Diesem Buch vorausgegangen ist ein Buch mit dem Namen „Wir sind das, was wir `Gott´ nennen. Dieses Buch ist in seltsamer Weise entstanden. In einem Zustand großer Angst habe ich eine innere Stimme vernommen und einfach aufgeschrieben, was diese sagte. So bekam ich Informationen über alle möglichen Aspekte unseres Lebens, zuerst eher unzusammenhängend. Somit schrieb ich verschiedene Texte über verschiedene Themen, doch als ich die geschriebenen Einzelteile in eine Reihenfolge brachte, ergab tatsächlich alles einen Sinn und einen logischen Aufbau. Von diesem „Sinn konnte ich sowie viele andere profitieren, weil er die absolut elementaren Lebenszusammenhänge beinhaltet. Als Psychotherapeut und Forscher auf diesem Gebiet habe ich einige Jahre damit verbracht, die Lebensgesetzmäßigkeiten, die sich mir beim Schreiben des Buches eröffnet haben und die psychologischen und spirituellen Ansätze und Zusammenhänge zu vereinen.

    Sie decken sich in erstaunlicher Weise mit vielen alten Lehren aus West und Ost und es war mir möglich, sie in ein System zu bringen, mit dem ich mit Klienten arbeiten konnte. Dabei hat sich mir das Wesen der „Inneren Spaltung eröffnet, auf das sich jedes somatische, psychische und soziale Symptom zurückführen lässt. Auch konnte ich sehen, dass die innere Interaktion zwischen den in der „Spaltung beschriebenen zwei Persönlichkeitsanteilen für mich den absoluten Kern unseres Seins darstellt. In der Interaktion mit sich selbst nämlich, die entweder liebevoll oder kämpferisch oder irgendwie dazwischen ist, kreieren wir unsere gesamte Lebenssituation. Um diese innere Spaltung zu versöhnen und zu heilen kann man sehr gut mit einer speziellen Art von Gastalttherapie arbeiten oder die Spaltung im Sinne einer Familienaufstellung aufstellen. Doch dies alles beschreibt dieses Buch in allen Einzelheiten. Bevor wir jedoch in diese Materie einsteigen, möchte ich gern einen Abriss des vorangegangenen Buchs „Wir sind das was wir `Gott´ nennen" geben, weil dieses ja die spirituelle und philosophische Basis dieses Buches ist, das sie gerade in den Händen halten.

    1. Wie „wir sind das was wir `Gott´ nennen" entstand

    In einer verzweifelten Situation der Angst, in der ich wohl auch um Beistand und Hilfe gebeten hatte, meldete sich eine innere Stimme. Diese Stimme erklärte als erstes, dass die Glückseligkeit unsere Bestimmung ist und dass die verdichtete Form davon - nämlich die Angst - nur dazu da ist, damit wir aus der Glückseligkeit aussteigen können in einen anderen Zustand, der eine andere Qualität hat als die Glückseligkeit, und wir Glück und Fülle immer wieder nur neu erfahren können. Wären wir immer in der Einheit und immer in der Glückseligkeit, könnte diese als solche nicht mehr wahrgenommen werden, weil sie sich durch nichts abgrenzt. Dadurch hat sich eine Welt der „Illusion und somit der Angst durch Verdichtung in Erscheinung gebracht. Dies ist die Welt in der wir leben, bis wir diese als Illusion erkennen und zu unserer wahren Heimat zurückkehren. Wir könnten an sich in Angst und Glückseligkeit ein und aus gehen, um die Glückseligkeit immer wieder neu und frisch wahrzunehmen. Der Mensch sei dann irgendwann in seiner Entwicklung nicht mehr nur kurz in die Angstwelt eingetaucht, um die Glückseligkeit wieder neu zu erfahren, sondern wäre in der Angstwelt verblieben und hätte sich darin „schön eingerichtet. Wir hätten immer mehr ein „Ego entwickelt und an bestimmten Dingen festgehalten und somit die Angstwelt zu unserer Heimat gemacht, während die Glückseligkeit, die ja jede Hingabe und Loslassen von Kontrolle verlangt, uns jetzt Angst macht. So hat sich unsere Einstellung zu Angst und Glückseligkeit paradox verändert. Statt sich der Glückseligkeit wieder hinzugeben haben wir versucht, die Angstwelt zu sichern. Doch es gäbe einen Weg zurück zur Glückseligkeit, wenn wir bereit wären ihn zu beschreiten. So in etwa der Inhalt des „Basistextes des Buchs. Durch inneres Nachfragen versuchte ich dann, diesen konkreter zu bekommen.

    Da ich schon einmal die Verbindung zu dieser Stimme hatte, deren Botschaften für mich absolut einleuchtend war, beschloss ich weiter zu fragen, wie denn dieser Weg zurück zur Glückseligkeit ausschauen könnte. Daraus ist der Haupttext entstanden.

    2. Grundlegende Gesetzmäßigkeit des Lebens: „Alles ist Geist"

    Als erstes erfuhr ich, dass nur Geist existiert. Alles ist Geist. So wie es auch im 1. Hermetischen Gesetz heißt, dass alles Geist ist und wie auch in buddhistischen Sutras beschrieben (z.B. im Avatamsakkasutra) oder in Vedanta, Adveita und in vielen andern ursprünglichen Lehren.

    Dieser Geist sei in seinem natürlichen Zustand nicht manifestiert, beinhalte aber jegliche Möglichkeiten, in Erscheinung zu treten. In „Er-scheinung" tritt dieser durch Verdichtung.

    Der Geist, der alles umfasst und der in seinem Wesen u.a. Liebe, Glückseligkeit, Freude, Bewusstsein und Lebensenergie ist, kann in Aggregatzustände gehen. In seinem Urzustand ist er einfach unverdichtet und ein Bereich der Möglichkeiten, ohne dass etwas durch Verdichtung entstanden ist.

    Beginnt dieses Geistige zu schwingen, treten Dinge in Erscheinung. Neben unzähligen anderen Dingen, Wesenheiten, Energiezuständen eben auch die Erde und der Mensch. Doch nur der unverdichtete Geist, in dem alles eins und ungetrennt ist, bezeichnet den Bereich der absoluten Wahrheit. Alles was durch Verdichtung in Er-scheinung tritt, entfernt sich durch den Grad der Dichte von dieser Wahrheit und nimmt illusionären Charakter an. So leben wir in einer Welt des Scheins (im Sanskrit Maya) genannt, dessen letztendliche Ebene der Wahrheit der reine unverdichtete und ungetrennte Geist ist.

    Unsere sichtbare und unsichtbare Welt ist eine Er-scheinung aus unzähligen Abstufungen und Interferenzmustern von Schwingungen in Aggregatzuständen. Dies ist die Welt der Angst, doch wenn wir uns in unserem Bewusstsein der Welt der Einheit des ungetrennten Geistes, also der Verbundenheit von uns mit allem anderen annähern, kommen wir wieder in Kontakt mit der Welt der Glückseligkeit. Laotse sagte, dass was auch immer man ihm für einen Namen geben würde, es natürlich nicht der letztendliche Name sei, weil dieser Geist für uns nicht intellektuell erfahrbar ist, sondern nur aus unserem wesentlichen (weil er ja auch wesentlich ist) energetischen Aspekt heraus und den wir z.B.

    Tao, Gott oder Nirvana nennen. Dieser Geist, auch „Chi oder „Prana genannt, ist der (nicht)Stoff, aus dem alles „gemacht" ist, was scheinbar in Er-scheinung tritt.

    Kommen wir auf die Welt, fangen wir an, an die Welt der Dualität zu glauben. Da wir damit aus der Welt der Einheit gefallen sind, schaffen wir aus diesem Glauben heraus immer wieder aufs neue die Welt der Dualität. Wir halten uns durch unseren Glauben solange an der Welt der Dualität und der Trennung fest, bis wir die Welt des Scheins durchblicken und uns wieder als Einheit mit allem und als ungetrennt erkennen. Wir können nicht von dem was wir „Gott" nennen getrennt sein, sondern wir sind mit dem Geist in seiner reinen Natur eins. Wir sind dieser Geist.

    Auch die Physik hat herausgefunden, dass unsere Welt eine zweifache ist. Wenn man mit der Bewusstheit, dass die Welt aus Teilchen besteht diese Welt untersucht, stellt man fest, dass es Teilchen gibt; schaut man aus der Perspektive der Schwingung darauf, erkennt man die Welt nur als Welt der Erscheinung in Schwingung, ohne dem Konzept der Materie. Das spiegelt den zweifachen Charakter der Welt wieder. Die Verdichtung des Geistigen hat einesteils eine „Teilchenwelt" hervorgebracht, die auch eigenen vordergründigen Gesetzmäßigkeiten folgt, doch besteht diese nur aus dem Geistigen in Schwingung und somit in Verdichtung. Unsere konkrete Teilchenwelt entsteht nur dazu, um letztendlich wieder zurückzufinden aus der Illusion dieser Welt, in der wir uns scheinbar verlaufen haben.

    3. Die Welt der Erscheinung als Aggregatzustand des Geistes

    Dabei sind z.B. Körper, Geist und Seele des Menschen auf ganz verschieden Aggregatzustands-Levels angesiedelt. Der Körper hat die Form von (scheinbarer) Materie angenommen, während der Geist je nach seinem Inhalt grundsätzlich weniger dicht ist und das was wir „Seele nennen und für Gefühle und Empfindung zuständig ist, stellt eine Brücke zwischen beiden Bereichen dar. Doch wenn alles letztendlich Schwingung ist und Geist, bezeichnet es das, was wir „Gott nennen. Das, was wir „Gott nennen ist nichts anderes als der reine Geist, der immer noch in allem Verdichteten anwesend ist. So ist es die unmanifestierte Welt der Möglichkeiten genauso, wie die verdichtete Welt. So gesehen ist auch unser Körper „Gott oder der Computer, vor dem wir gerade sitzen. So kam der Titel: „Wir sind das was wir `Gott´ nennen, zustande.

    Während natürlich Körper, Seele und Geist verschiedene Dichtegrade haben, ist auch allein unsere Gedankenwelt unterschiedlichst dicht. Gedanken von Gier, Neid, mörderischer Wut, betrügerischer Absicht, Rache- oder suizidale Gedanken, Depression usw. sind sehr dichte, „schwere Gedanken. Doch liebevolle Schwingungen, wie das „aus dem überfließenden Herzen Geben, des Mitgefühls, der Freude, spiritueller Erfahrungen usw. sind entdichtete, „leichte" Gedanken.

    Es gilt also eine (Herzens)Öffnung zu vollziehen, sich von der unverdichteten Schwingung des Geistes inspirieren zu lassen, um unsere Gedanken, Ausrichtungen und inneren Haltungen zu entdichten und damit zu mehr Glückseligkeit, Fülle und Gesundheit zu gelangen.

    Laut des Buchtextes, auf den immer wieder nachdrücklich verwiesen sei, ist allein unsere Bereitschaft nötig, um sich „verwandeln zu lassen und unsere Geistigkeit immer mehr zu entdichten, um so dem „ursprünglichen Geist wieder ähnlicher zu werden.

    Im Weiteren wird beschrieben, wie sich der Mensch quasi von Geburt an in der Welt der Dualität und der Illusion festsetzt und zwar durch Ausgrenzung, von allem mit dem, womit er sich nicht identifiziert. Es wird gezeigt, dass wenn wir auf die Welt kommen, wir in der symbiotischen Phase mit der ursprünglichen Einheit noch verbunden sind. In dieser symbiotischen Phase, in der zwar weitgehend das Bewusstsein hierfür fehlt, sagen wir doch ein großes Ja zum Leben, weil wir uns mit diesem Leben noch ungetrennt fühlen und daher gar nicht anders können. In der nächsten frühkindlichen, der sogenannten „analen Phase setzt die eigentliche Geburt an. Wir sind nun aus der Einheit heraus gefallen und können uns nun zum ersten Mal in unserer Entwicklung als abgetrenntes Wesen erkennen. Wir sind aus dem Paradies der Einheit in die Dualität gefallen und müssen nun für das, was wir unser „ich nennen, eine Identität finden. Das heißt, wir identifizieren uns mit dem was wir glauben zu sein und zwar als Abgrenzung zu allem anderen, was wir nicht glauben zu sein. Damit sagen wir ein innerliches „Nein zu den meisten Dingen, Eigenschaften, Aspekten, Gefühlen, Werten usw., nämlich zu all jenem, mit dem wir uns nicht identifizieren. Wir sind damit in der Welt der Spaltung angelangt, indem wir die Konzepte „Ich, „Mein und „Nein denken und anwenden können. Wir wechseln also vom Modus des „Ja, den wir innehaben wenn wir auf die Welt kommen, zum Modus des „Nein. Den wir zwar brauchen, um uns in der Welt zu entwickeln und als eigenständiges Wesen zu setzen, der uns aber auch im Weg steht und z.B. als Blockade, Widerstände und Konflikte wieder auftaucht, zu denen dieser Modus (aufgrund des damit verbundenen „Egos") zwangsläufig führt.

    Um sich aus dieser Spaltung (ich versus alles andere) und der Misere des Lebens herauszubewegen hin zur Entwicklung und Heilung, brauchen wir jedoch wieder die Fähigkeit, allem was ist einen Platz zu geben und dazu „Ja zu sagen. Wir brauchen die Erkenntnis, „alles anzunehmen was ist. Alles anzunehmen was gegeben ist, heißt nicht, mit allem einverstanden zu sein und alles so zu lassen wie es ist. Indem ich erst einmal annehme, was sowieso da ist (alles andere würde nur einen Kampf gegen die Wirklichkeit bedeuten), werde ich erst handlungsfähig, etwas zum Positiven in meinem Leben oder in der Welt zu verändern.

    4. Bereitschaft zur Verwandlung

    Das „Ja sagen zum Leben, heißt die Bereitschaft haben und die Entscheidung zu treffen für die Rückkehr zur Glückseligkeit. Es wird beschrieben, wie keine Heilmethode, Therapie oder Coaching etwas bewirkt, wenn es nicht auch zu dem „Ja zum Leben, zur Entwicklung und zur Heilung führt. Daher ist Heilung auch immer ein spiritueller Akt, sie ist immer auch mit einer Hinwendung zu unserer Urheimat, der Einheit mit allem verbunden.

    An diese Entscheidung zum „Ja ist jedoch geknüpft, dass wir alles „Festgewordene wieder loslassen und uns dem Leben wieder hingeben. Es geht darum, die scheinbaren Vorzüge und die scheinbare Sicherheit der Angstwelt (welch ein Paradox) wieder loszulassen - vor allem den damit einhergehenden Glauben an die Dualität - und uns der Sichtweise der Einheit wieder anzunähern. Somit nähern wir uns der Erkenntnis der Einheit mit dem was wir „Gott" nennen wieder an, dem wir inhärent sind.

    Die Einheit von allem mit allem zu erkennen ist nicht nur ein Bewusstseinsakt, sondern auch die Umsetzung des „aus-dem-überfließenden-Herzen- Gebens, des Dienens, des frei-willigen Teilens mit anderen, usw. Wer sich aus der Welt der Illusion und der Dualität löst und die Einheit von allem mit allem wieder mehr erkennt, entdichtet und wird automatisch sozialer, er verliert die Ausrichtung der Rivalität, das „Ego schwindet. An die Stelle tritt Mitgefühl und der Wunsch, positiv und hilfreich zu sein, ohne Pflichtgefühl oder Berechnung. All dies entspringt seinem Erfülltsein und zwar mühelos und sozusagen „von selbst", weil dieses Verhalten unserem natürlichen entdichteten Zustand entspricht.

    5. Heimkommen

    Als Beispiel hierfür wurde die Geschichte von den langen Löffeln erzählt (siehe Kapitel XIII: „Das Helfen - hilfreiche und hilflose Hilfestellungen zur Heilung, „Die Geschichte von den langen Löffeln). Diese Geschichte soll deutlich machen, dass wir nicht im egozentrischen Nachjagen irgendwelcher Ziele Erfüllung finden, sondern dass es die Freude am „Geben ist, die uns nährt und uns diese Zufriedenheit und Glückseligkeit finden lässt, welche wir zuvor im „Habenwollen gesucht haben. Mit dem Erfahren der wahren Freude entsteht auch das Bedürfnis, diese an andere weiterzuschenken. Dies veranlasst andere Menschen ebenso zu geben und zurückzugeben, ohne dass sie sich dazu verpflichtet fühlen. Aus diesem Schneeballeffekt der Freude und des Gebens könnte ein wahres Paradies entstehen. Es würde auf diese Weise „Gottes Königreich auf Erden kommen. Die Sichtweise: „Ich versuche mein Scherflein ins Trockene zu bringen lässt uns immer in Unzufriedenheit, weil für das „Ego keine Situation wirklich ausreichend ist, sich wirklich sicher zu fühlen. Während im Geben an andere (aus sich selbst heraus, „einfach so) eine Freude entsteht, die nachhaltig ernährt und befriedigt. Das wurde im Buch als „wahre Gerechtigkeit bezeichnet, im Gegensatz zum Versuch, Gerechtigkeit in Gesetze fassen zu wollen. Um wirklich wertvoll zu sein und Glück und Erfüllung zu schaffen, muss es „aus dem Herzen kommen, nicht aus Pflichterfüllung oder Idealen. Nur die Frei-willigkeit hat eine positive Wirkung. Im egozentrischen Modus leben wir in der Welt der Angst, der Illusion, der Welt der Gegen-sätze und der Rivalität. So nehmen wir die Illusion, also die Welt, wie sie sich oberflächlich zeigt, wie wir sie erschaffen haben für-wahr, obgleich sie nur eine Erscheinung ist. Im Modus des „Ja- Sagens zum Leben, in der Hin-gabe an das Leben nähern wir uns unserem wahren Wesen an und beginnen „nach Hause zu gehen, zurück in das Paradies, das wir in Wahrheit nie verlassen haben. Wir erkennen uns, allerdings in aller Demut, am Ende selbst als die „Quelle des Lebens, als eins mit Allem. Die Welt wie sie sich „oberflächlich zeigt, ist nur eine Erscheinung auf unseren „Bewusstseinsdisplay", ähnlich wie wir Dinge

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