Mach dich frei von Borderlinern und Narzissten!: Beende das Drama und gestalte deine Zukunft selbst
()
Über dieses E-Book
Fjelstad gibt in ihrem lebensnahen Ratgeber zahlreiche Patientengeschichten wieder, die wirklich Mut machen. Und sie erläutert wie Sie diese manipulativen Mechanismen durchbrechen können:
Durch Erkennen der Persönlichkeitsstörung und der Identifizierung der eigenen Position in der Beziehung
Durch Strategien zur Überwindung und dem Aufbau positiver Bindungen
Durch Entwicklung neuer Lebensziele mit einem gestärkten Selbst
Der praktische Selbsteinschätzungstest hilft bei der Ermittlung und Umsetzung eines eigenständigen Lebens. So entsteht ein unverzichtbarer Leitfaden zur Selbsthilfe!
„Dieser wichtiger Ratgeber richtet sich an alle, die sich in einer toxischen Beziehung befinden! Er gibt Hoffnung, dass die Kontrolle über das eigene Leben wiedererlangt werden kann und schafft Perspektiven, um psychisch schädliche Beziehungen in Zukunft zu vermeiden.“
Dr. Scott Barry Kaufman, Professor für Psychologie,
Columbia University New York
Dr. Margalis Fjelstad
Angaben zur Person: Dr. Margalis Fjelstad behandelt in ihrer privaten Psychotherapiepraxis in Ft. Collins, Colorado, vorrangig Patienten, die sich in einer Beziehung mit Borderlinern oder Narzissten befinden. Als langjährige lizenzierte Ehe- und Familientherapeutin unterstützt sie Gruppen und Einzelpersonen, die sich aus toxischen Beziehungen lösen wollen. Zuvor war sie an der Regis University in Colorado Springs und an der California State University in Sacramento beschäftigt.
Ähnlich wie Mach dich frei von Borderlinern und Narzissten!
Ähnliche E-Books
Toxische Beziehungen + Narzisstische Persönlichkeitsstörung + Hochsensible Menschen: Emotionale Erpressung, Narzissmus & Hochsensibilität in der Partnerschaft erkennen und verstehen 3 in 1-Buch Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEifersucht und Vertrauensprobleme überwinden Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLoslassen: Der Weg zu einem befreiten Leben Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGegengift: Narzisstischen Missbrauch überwinden und heilen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenNarzissten erkennen und fliehen: Vom 7. Liebeshimmel in die Seelenhölle! Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenBindungsängste heilen: Die Sehnsucht nach Liebe und die Angst vor Nähe Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEifersucht: Der selbstbewusste Umgang mit einem ungeliebten Gefühl Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSieg über Narzissmus: Narzisstischen Missbrauch erkennen - überwinden - heilen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAkzeptieren, was ist: Loslassen und inneren Frieden finden Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVon Selbst zu Selbst: Die Arbeit mit Persönlichkeitsanteilen (IFS) in der Paartherapie Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWorkbook II Empath und Narzisst Heilung nach Narzissmus: Selbstwert stärken Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Wenn das Leben zur Last wird: Depressionen überwinden, ins Leben zurückkehren Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas Enneagramm: Eine Methode zum Bestimmen des eigenen Persönlichkeitstyps Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenErmächtige dein Selbst: Altes und verloren geglaubtes Wissen, das dich zu deiner persönlichen Freiheit führt Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWenn Beziehung abhängig macht: Ein Ratgeber Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenBorderline-Wie alles begann-Meine Lebensgeschichte Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKeine Angst vor dem Glück Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHochsensibilität und Stress: Gelassen – jeden Tag Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenTierkommunikation: Intuitiv mit Tieren sprechen - Grundlagen Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Borderline-Persönlichkeitsstörung: Der kleine Ratgeber für Betroffene, Angehörige und Freunde Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenBurnout muss nicht sein - So helfe ich mir selbst - Mit Tipps aus der Naturheilpraxis Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenBindungsangst verstehen und überwinden: Warum Männer und Frauen unter Beziehungsangst leiden und was Sie als Betroffener oder Partner tun können Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Hund als Spiegel der Seele Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMit Yoga Lebensängste bewältigen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Welt-Geist: Wie wir alle miteinander verbunden sind Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWenn der Partner geht: Trennungsschmerz und Liebeskummer bewältigen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHauptsache verliebt?: Was Ihre Beziehung wirklich braucht. Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEndlich ICH sein. Zusammenfassung & Analyse des Bestsellers von Thomas d‘Ansembourg: Authentizität statt Selbstaufgabe Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Psychologie für Sie
Werde übernatürlich: Wie gewöhnliche Menschen das Ungewöhnliche erreichen Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Gelassenheit - Die Kunst der Seelenruhe: Ein SPIEGEL E-Book Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLexikon der Symbole und Archetypen für die Traumdeutung Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Hass, Wut, Gewalt und Narzissmus Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Unruhe im Kopf: Über die Entstehung und Heilung der Aufmerksamkeitsdefizitstörungen ADHS Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin neues Ich: Wie Sie Ihre gewohnte Persönlichkeit in vier Wochen wandeln können Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas Narrativ vom »großen Austausch«: Rassismus, Sexismus und Antifeminismus im neurechten Untergangsmythos Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenJenseits der therapeutischen Beziehung: Was wirkt in Hypnotherapie und hypnotherapeutischer Teiletherapie? Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWenn der Körper nein sagt: Wie verborgener Stress krank macht – und was Sie dagegen tun können. Internationaler Bestseller übersetzt in 15 Sprachen. Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDu bist das Placebo: Bewusstsein wird Materie Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGefühle & Emotionen - Eine Gebrauchsanweisung Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Sinn des Lebens: Erkenntnisse einer ganzheitlichen Psychologie und Psychotherapie Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDeutsch als Zweitsprache in der Schule: Grundlagen - Diagnose - Förderung Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenADHS von A bis Z: Kompaktes Praxiswissen für Betroffene und Therapeuten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEndloses Bewusstsein: Neue medizinische Fakten zur Nahtoderfahrung Bewertung: 3 von 5 Sternen3/5Praxisbuch psychologische Kinesiologie: Seelische Konflikte, emotionale Krisen und belastende Verhaltensmuster schnell lösen - mit Stress Re Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenTherapie to go: 100 Psychotherapie Tools für mehr Leichtigkeit im Alltag | Buch über positive Psychologie und positives Denken Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMenschen entschlüsseln: Ein Kriminalpsychologe erklärt, wie man spezielle Analyse- und Profilingtechniken im Alltag nutzt Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenBiopsychologie Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSuper Lernen: Fortgeschrittene Strategien für schnelleres Verstehen, größeres Behalten und systematisches Wissen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas Happiness-Prinzip: Wie Sie mit 7 Bausteinen der Positiven Psychologie erfolgreicher und leistungsfähiger werden Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie hochsensible Frau: Hochsensibilität bewusst als Chance nutzen Bewertung: 3 von 5 Sternen3/5
Rezensionen für Mach dich frei von Borderlinern und Narzissten!
0 Bewertungen0 Rezensionen
Buchvorschau
Mach dich frei von Borderlinern und Narzissten! - Dr. Margalis Fjelstad
TEIL 1
Die Rolle
des Betreuers verstehen
■ ■ ■
EINLEITUNG: WIE KÖNNEN SIE BEURTEILEN, OB SIE EIN BETREUER SIND
■ ■ ■
Ist Ihr Magen meistens verkrampft? Haben Sie Kopf – oder Rückenschmerzen und fühlen sich in der Nähe Ihres Partners zu sehr angespannt? Und wechseln sich diese Gefühle mit einem Gefühl der totalen Glückseligkeit und Entspannung ab, wenn Ihr Partner „gut gelaunt" ist? Haben Sie das Gefühl, mit zwei verschiedenen Menschen zu leben, einem, der liebevoll und aufmerksam ist und einem, der gemein, wütend, kritisch und zu anderen Zeiten angreifend ist? Wünschen Sie sich, dass die Person, die Sie geheiratet haben, die Person wäre, die die ganze Zeit bei Ihnen ist?
Fühlen Sie sich verantwortlich, Ihr gemeinsames Leben zu gestalten, indem Sie perfekt sind, immer versuchen, den Bedürfnissen Ihres Partners gerecht zu werden, und Wiedergutmachung zu leisten, auch wenn Sie nicht wissen, was Sie getan haben? Versuchen Sie, ihn aufzumuntern, aber auch wenn es richtig gut läuft, wird er depressiv? Versuchen Sie, ihn zu beruhigen, wenn er wütend ist und mitten in einem Familientreffen davonstürmt? Fühlen Sie sich sogar verantwortlich, wenn er sich selbstmordgefährdet fühlt?
Ist es für Sie selbstverständlich, dass Sie glauben, etwas falsch gemacht zu haben, wenn jemand anderes verärgert ist? Hassen Sie Konflikte? Sind Sie bei der Arbeit kompetent und effektiv und scheinen mit fast allen gut auszukommen, doch zu Hause wirft Ihnen Ihr Ehepartner vor, egoistisch, gefühllos, verletzend und gedankenlos zu sein?
Beziehen Sie diese Anschuldigungen von Ihrem Liebsten immer wieder auf sich, versuchen Sie immer mehr und mehr, alles richtig zu machen und dann, wenn Sie schließlich frustriert sind, explodieren Sie, fühlen sich schuldig und geben sich die Schuld, dass Sie es Ihrem Partner nicht recht machen können? Als Sie aufwuchsen, hatten Sie da ein Familienmitglied, Mutter, Vater, Geschwister oder Großeltern, die sich so benommen haben, wie Ihr Partner sich am Tag verhält?
Wünschen Sie sich einfach ein friedliches, ruhiges Leben, das vorhersehbar, unterstützend, freundlich und locker ist? Fühlen Sie sich ausgenutzt, wenn Sie sich anstrengen, einen guten Job zu machen, Ihr Partner nachlässig ist und dennoch all das Lob und die Aufmerksamkeit bekommt? Haben Sie ein Gefühl von Schuld, Vorahnung und Verwirrung, wenn Sie über Ihr Leben nachdenken? Fühlen Sie sich oft müde, überfordert und allein in Ihrer Beziehung? Haben Sie mehrmals versucht, an Ihrer Beziehung mit Ihrem Partner zu arbeiten, aber es scheint sich nie etwas zu ändern?
Wenn diese Beschreibungen ein Bild Ihres Lebens sind, wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie in einer „verrückt machenden" Beziehung sind, wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie eher depressiver und ängstlicher werden als die lässige, ruhige Person, die Sie vor dieser Beziehung waren, ist es sehr wahrscheinlich, dass Sie ein Betreuer für einen Borderliner oder eine narzisstische Person sind.
Wie sind Sie hier gelandet? Und noch wichtiger, wie kommen Sie wieder da raus? Darum geht es in diesem Buch.
Nein, Sie sind nicht verrückt. Aber Sie befinden sich in einer verrücktmachenden Beziehung. Wenn Ihr Leben ruhig und positiv erscheint und sich außerhalb dieser Beziehung vorwärtsbewegt, aber diese Beziehung sich wie oben beschrieben anfühlt, sind Sie wahrscheinlich mit einer von Borderline betroffenen oder narzisstischen Person zusammen. Dieses Buch beschreibt die Symptome der Borderline – und Narzissmus-Störungen und wie Sie sich in das Betreuer-Dasein eingeklinkt haben. Wir werden untersuchen, warum Sie in diese Beziehung eingetreten sind und weiterhin in dieser Beziehung bleiben, Ihre Rolle bei der Gestaltung der Beziehung und die Dinge betrachten, die Sie tun können, um sie zu ändern.
Seit Sie sich mit dem Borderliner/Narzissten eingelassen haben, liegt Ihr Fokus auf ihm oder ihr. Vielleicht haben Sie festgestellt, dass Sie mehr über die Gedanken, Gefühle, Bedürfnisse, Wünsche und Verhaltensweisen Ihres Partners nachdenken als über Ihre eigenen. Sie haben vielleicht die falsche Vorstellung, dass dies in Beziehungen normal ist, aber das ist es nicht. Auch Ihre zunehmenden Depressionen, Ängste, Spannungen und Verwirrung sind nicht normal. Tatsächlich haben Sie vielleicht Ihren Sinn für das Normale völlig verloren.
Dieses Buch beschäftigt sich mit der Rückkehr zu einem normalen Leben, einem gesunden Leben, Ihrem Leben. Es geht darum zu lernen, sich von den Borderliner-/Narzissten-Dramen, der übertriebenen Emotionalität und den Push/Pull-, Liebe/Hass-Interaktionen zu lösen und umzukehren, um ein friedliches, angenehmes, unauffälliges Leben zu schaffen, das gesund, positiv und entspannend ist.
Eine Beziehung mit einem Borderliner/Narzissten kann berauschend, voller Spontaneität, aufregend und spannend sein. Vielleicht fühlen Sie sich von ihm oder ihr zutiefst gebraucht und super wichtig. Gleichzeitig geht es in diesem Leben nur um ihn und nicht um Sie selbst. Es kann sein, dass Sie sogar aus den Augen verloren haben, wer Sie sind und was Sie wollen und was Ihre eigenen Interessen, Gefühle und Bedürfnisse sind. Möglicherweise haben Sie sogar Freunde und Familienbindungen wegen des Borderliners/Narzissten verloren.
Eine gesunde Beziehung ist eine Beziehung, die beide Partner nährt und widerspiegelt. Sie erfüllt die Bedürfnisse beider Menschen und sie berücksichtigt die Ziele, Interessen und Wünsche beider Menschen. Sie ist nicht immer in höchster Alarmbereitschaft. Entscheidungen in gesunden Beziehungen werden in Ruhe getroffen, nachdem die Bedürfnisse und Wünsche beider Menschen besprochen wurden, und die Menschen setzen das, was sie sagen, auch um. Eine gesunde Beziehung gibt Ihnen Energie, hilft Ihnen, sich entspannt zu fühlen und gibt Ihnen das Gefühl, gewollt zu sein und sich so wohl zu fühlen, wie Sie bereits sind.
Ich überlasse es Ihnen zu entscheiden, ob dieses Buch das ist, was Sie suchen. Wenn Sie das Gefühl haben, sich selbst verloren zu haben, wenn Ihre Beziehung etwas Verrücktes hat oder wenn Sie sich langsam zu einer pessimistischen, ängstlichen und hoffnungslosen Person zermürben, dann sind Sie vielleicht ein Betreuer in einer Beziehung mit einem Borderliner/Narzissten. Beginnen Sie mit dem Betreuer-Test im Anhang und lesen Sie dann, wie diese Beziehungen funktionieren. Wenn das für Sie passt, wenn Sie lernen wollen, liebevolle, gesunde Beziehungen zu führen, und wenn Sie Ihr Leben selbst in die Hand nehmen und das Glück schaffen wollen, das Sie sich wünschen, dann kann dieses Buch Ihnen den Weg weisen.
KAPITEL 1
IST MEIN PARTNER WIRKLICH EIN BORDERLINER ODER NARZISST?
Was ist eine Persönlichkeitsstörung?
Als Persönlichkeit gilt das Muster von Verhaltensweisen, Motivationen, Gedanken, Sprechweisen, Selbstbewusstsein, individuellen Schrullen und so weiter, das für eine bestimmte Person einzigartig ist. Wir „erkennen" eine Person an ihrer Persönlichkeit. Die Persönlichkeit ist für uns eine ziemlich stabile (wenn auch nicht völlig unveränderliche) Art und Weise, wie eine Person denkt, fühlt und sich verhält. Sie ist nicht klar messbar, aber das ist auch nicht die Menge an Schmerz, die eine Person fühlt, und sie kann nicht auf einen bestimmten Teil des Gehirns festgelegt werden. Die Persönlichkeit scheint die Summe unserer genetischen und gelernten Erfahrungen zu sein und die Art und Weise, wie wir Millionen von Erfahrungsstücken zusammenfügen, um ein Gesamtgefühl vom Selbst zu bilden. Typischerweise erwarten wir von uns selbst, unseren Freunden und unserer Familie, dass wir im Laufe unseres Lebens so ziemlich die gleichen Persönlichkeiten beibehalten, und das tun wir normalerweise auch.
Es gibt einen geordneten Weg zu lernen, eine Person zu sein. Während sich unser Gehirn entwickelt und wir mit unseren Eltern und Freunden interagieren, entwickeln wir stabile Wege, uns selbst und unsere Beziehungen zu definieren. Während wir in das Erwachsenenalter hineinwachsen, lernen wir die Regeln der sozialen Interaktion. Wir bewegen uns von der Abhängigkeit zur zunehmenden Autonomie. Wir lernen, wer wir in Bezug auf andere sind, und wir entwickeln ein Verständnis dafür, was wir im Umgang mit anderen Menschen erwarten können. Wir entwickeln ein Gefühl der Wertschätzung, d. h. Fürsorge, Sorge und Wert für uns selbst. Wir lernen, dass wir uns darauf verlassen können, dass wir im Grunde tagtäglich dieselbe Person mit den gleichen Verhaltensweisen und sozialen Fähigkeiten sind. Wir lernen auch, dass wir uns auf andere in gleicher Weise verlassen können.
Allerdings scheint in dieser geordneten Entwicklung für Menschen, die durch eine Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) und eine narzisstische Persönlichkeitsstörung (NPS) eingeschränkt sind, etwas schief zu gehen. Aufgrund einer biologischen Sensibilität für emotionalen Stress verarbeiten manche Menschen Informationen über die Welt nicht so geordnet. Sie neigen dazu, ein „hochsensibles" emotionales System zu haben, das sofort und intensiv auf ihre Erfahrungen reagiert. Sie stellen sich nicht sehr gut oder sehr schnell auf Veränderungen ein. Sie reagieren nicht so leicht auf Beruhigung und Fürsorge wie andere Kinder.¹
Wenn diese „hochsensiblen" Kinder traumatische Erfahrungen machen oder Verlassenwerden erfahren oder eine nicht ansprechbare oder gar entwertende Elternschaft haben, sind sie sehr anfällig dafür, dass sie keine voll ausgereifte, erwachsene Persönlichkeit entwickeln können.² Seit Freud haben Therapeuten beobachtet, dass Trauma, Verlassenheit oder schlechte Erziehung dazu führen können, dass die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes in dem Entwicklungsstadium, in dem der Verlust oder das Trauma stattgefunden hat, beeinträchtigt und verkümmert. Die Forschung hat auch festgestellt, dass genetische Anfälligkeiten und sogar pränatale Verletzungen oder Infektionen ebenfalls Einflussfaktoren sein können. Da die Persönlichkeit ein ständiger Aufbauprozess ist, bei dem immer mehr Bewusstsein und Fähigkeiten zu einer Grundlage hinzugefügt werden, werden die Kinder mit einer geschwächten oder unvollständigen Grundlage einfach nicht alles lernen, was sie im Laufe ihres Aufwachsens brauchen. Und was sie lernen, kann durch ihre erschütternden Erfahrungen verzerrt werden.³
Menschen mit BPS und NPS scheinen schon in einem relativ frühen Stadium der emotionalen Entwicklung, normalerweise im Alter von 18 bis 24 Monaten, „stecken zu bleiben oder beeinträchtigt zu werden. Als Erwachsene haben sie den mentalen Inhalt, den Wortschatz und die Erfahrungen von Erwachsenen; ihre Fähigkeit, komplexe, persönliche, intime Beziehungen zu verarbeiten, hat sich jedoch nicht über diese frühkindlichen Ebenen hinaus entwickelt. Entwicklungspsychologen weisen darauf hin, dass es „optimale
Zeiten gibt, in denen das Lernen von Mustern der menschlichen Interaktion viel einfacher ist, und dass es nach der optimalen Zeit extrem schwierig oder unmöglich sein kann, neue Denk – und Interaktionsweisen vollständig zu erlernen.
Spezifische Muster der Persönlichkeitsbeeinträchtigung in der Mensch-zu-Mensch-Funktion sind von Therapeuten und Forschern identifiziert worden. Die beiden Muster der Beeinträchtigung, die wir in diesem Buch betrachten, sind BPS und NPS. Diese beiden Störungen haben viele Ähnlichkeiten und einige offensichtliche Unterschiede. Es handelt sich um ernsthafte psychische Erkrankungen, die sich auch auf die Familienmitglieder auswirken.
Was für Auswirkungen hat eine Person mit BPS oder NPS auf ihre Kinder, ihren Ehepartner und ihre Familie? Wie entwickelt sich die Rolle des Betreuers als Reaktion auf ein Familienmitglied mit einer Persönlichkeitsstörung? Da Menschen mit BPS und NPS einen so großen Einfluss auf ihre Familienmitglieder haben, kann die Familie selbst nicht weiter funktionieren, ohne dass jemand die Rolle des Betreuers übernimmt. Wie hält die Rolle des Betreuers gesunde Familienmitglieder davon ab, ihre eigene volle emotionale Entwicklung und Zufriedenheit zu erreichen? Wie kann sich der Betreuer aus dieser Rolle herausnehmen und lernen, ein gesünderes und zufriedenstellenderes Leben zu führen? Mit diesen Fragen werden wir uns in diesem Buch beschäftigen.
Betrachten wir zunächst die Muster von BPS und NPS, wobei wir uns vor Augen halten, dass diese Muster variabel und für jeden Menschen einzigartig sind. Es ist wahrscheinlich am besten, sich Menschen mit diesen Störungen auf einem Kontinuum vorzustellen, das von einer Beeinträchtigung in einigen wenigen Bereichen bis hin zu schweren Beeinträchtigungen in den meisten oder allen Bereichen reicht. Natürlich kann sich Ihr eigenes Familienmitglied überall auf dem Kontinuum befinden. Es ist gut, wenn Sie daran denken, dass ein Individuum unter schwerem emotionalen Stress stärker beeinträchtigt handeln kann und weniger beeinträchtigt erscheint, wenn es nur sehr wenig Veränderung, Konflikt oder Verantwortung zu bewältigen gibt.
BORDERLINE PERSÖNLICHKEITSSTÖRUNG (BPS)
Der klinische Begriff „Borderline-Persönlichkeitsstörung" kam zur Anwendung, um andauernde, langanhaltende dysfunktionale Verhaltensweisen bei Menschen zu beschreiben, die keine ausgewachsene Psychose wie z. B. Schizophrenie hatten, die aber auch deutlich dysfunktionaler waren als Menschen mit Angst – und Depressionsproblemen. Die BPS wird im Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (4. Auflage) (DSM-IV) als ein „allgegenwärtiges Muster der Instabilität zwischenmenschlicher Beziehungen, des Selbstbildes und der Affekte oder Stimmungen und einer ausgeprägten Impulsivität beschrieben, das im frühen Erwachsenenalter auftritt und in einer Vielzahl von Kontexten vorhanden ist", darunter mindestens fünf der folgenden:⁴
1. Verzweifelte Bemühungen, wirkliches oder eingebildetes Verlassensein zu vermeiden . Personen mit Borderline sind möglicherweise nicht bereit oder in der Lage, viel von allem alleine zu tun. Der Borderliner oder die Borderline-Persönlichkeit (BP) kann bei Ereignissen, wie z. B. alleine zu Mittag zu essen oder abends alleine zu Hause sein zu müssen, verzweifeln. Borderliner können als Ablenkung vom Alleinsein trinken, geliebte Menschen dutzende Male pro Stunde anrufen, einen Fremden zum Sex treffen, Weinkrämpfe haben oder sich ritzen. Je dramatischer, intensiver und selbstzerstörerischer die Verhaltensweisen sind, desto dysfunktionaler ist die Person in der Regel.
2. Ein Muster instabiler und intensiver zwischenmenschlicher Beziehungen . Dies bezieht sich auf das Muster der BP, das sich in wiederholenden Beziehungen intensiver Liebe und Anbetung aufzeigt, die dann in intensiven Hass, Wut und Zorn umschlagen. BP sind dafür bekannt, dass sie eine Minute glücklich sind und wenige Minuten später mit Scheidung drohen. Sie machen mit geliebten Menschen Schluss, nur um wieder zusammenzukommen und immer wieder Schluss zu machen.
3. Instabiles Selbstbild oder Selbstgefühl . Die BP kann nicht glauben, dass er oder sie in den Köpfen anderer existiert, es sei denn, die andere Person steht in direktem Kontakt und gibt direktes Feedback an die BP. Die BP kann einen liebevollen Kommentar erhalten und im gleichen Gespräch angeben, dass sie glaubt, von der anderen Person nicht geliebt zu werden oder dass man nicht gut über sie denkt. Die BP sieht sich abwechselnd als ganz gut oder ganz schlecht, überlegen oder minderwertig, fürsorglich oder hasserfüllt. Der BP fällt es schwer, verschiedene Gefühle und unterschiedliche Persönlichkeitsqualitäten gleichzeitig im Auge zu behalten.
4. Impulsivität . Da die BP starke, stark schwankende Emotionen hat, die extrem intensiv sind, handelt sie oft impulsiv und kann plötzlich mit extrem negativen oder extrem positiven Emotionen reagieren. Sie kann Dinge werfen, ein Essen zum Hochzeitstag verlassen, in der Öffentlichkeit Schimpfwörter schreien oder Dutzende von roten Rosen schicken oder einer neuen Liebe, die sie erst ein paar Stunden zuvor kennengelernt hat, einen Antrag machen. Oftmals reagiert die BP zu verschiedenen Zeiten ganz unterschiedlich auf die gleiche Situation. Das macht es sehr schwer vorherzusagen, wie sich eine BP in einem bestimmten Moment verhalten kann.
5. Wiederkehrendes suizidales Verhalten, Gesten oder Drohungen mit Selbstverstümmelung . Die emotionalen Reaktionen der BP auf Enttäuschung, Verlust, Angst, Besorgnis oder Verlassenheit können extrem sein. Sie kann glauben, dass das aktuelle Gefühl buchstäblich nie verschwinden wird, sodass Selbstmord die einzige Antwort zu sein scheint. Sich selbst zu ritzen oder mit Zigaretten zu verbrennen, kann von der BP dazu benutzt werden, ihr Bewusstsein für ihren emotionalen Schmerz zu verringern, indem sie sich auf einen konkreten körperlichen Schmerz konzentriert.
6. Stimmungsinstabilität, Reaktionsfähigkeit, Depression, Angst, Wut und Verzweiflung . Das ist ein Markenzeichen der BPS. Die BP ist extrem anfällig dafür, von einem Augenblick zum anderen in negative Stimmungen zu verfallen, und wechselt normalerweise sehr schnell – manchmal innerhalb von Sekunden oder Minuten – die Stimmung. Diese Emotionen können schnell hin und her schwanken. Diese Emotionen sind oft extrem stark und die BP ist ratlos, wie sie allein damit umgehen soll.
7. Chronische Gefühle der Leere . Die BP kann sich unsichtbar fühlen und glaubt oft nicht, dass sich jemand an sie erinnert, wenn sie nicht in der Gegenwart dieser Person ist. Sie geht davon aus, dass andere nicht an sie denken, wenn sie nicht mehr da ist, aber gleichzeitig kann sie wütend sein, weil ihre Bedürfnisse nicht vorhergesehen werden. Sie mag kein Gefühl dafür haben, wer sie ist, was sie im Leben will oder was ihre Fähigkeiten, Werte oder Überzeugungen sind, aber sie hat möglicherweise die Erwartungshaltung, dass ein geliebter Mensch diese Dinge für sie weiß.
8. Unangemessene intensive Wut oder Schwierigkeiten, die Wut zu kontrollieren . Die Intensität der Wut der BP kann für andere um sie herum schockierend sein. Die BP kann sich körperlich missbrauchend verhalten, indem sie zuschlägt, Dinge wirft, schreit, droht oder in extremen Fällen den geliebten Menschen tötet. Sie kann auch auf emotional missbräuchliche Weise durch Schuldzuweisungen, Herabsetzungen, unmögliche Forderungen und Ultimaten handeln. Die BP kann scheinbar nicht einmal mit der Aufmerksamkeit eines geliebten Menschen eine so intensive Wut loslassen. Wenn die BP eine Emotion fühlt, was immer es ist, dann ist dieses Gefühl absolut wahr und kann nicht durch Logik verändert werden. Weil die BP nicht herausfinden kann, wie die Emotion entstanden ist, gibt er oder sie normalerweise jemand anderem die Schuld für die Ursache des Gefühls.
9. Vorübergehende, stressbedingte paranoide Ideen oder schwere dissoziative Symptome . Das ist das verwirrendste Symptom, das die BP zeigt. Die BP kann augenblicklich in einem geliebten Menschen, den sie gerade noch als wertvoll und unterstützend gesehen hat, nun einen bedrohlichen Feind sehen. Infolgedessen kann die BP Dinge sagen und ihrem Ehepartner und Kind gegenüber so handeln, wie sie es nur ihrem schlimmsten, meist gehassten Feind antun würde. Darüber hinaus vergisst die BP typischerweise ein paar Stunden oder einen Tag später, was sie gesagt und getan hat, und sie versteht fast nie die emotionale Auswirkung ihres Ausbruchs auf ihre Lieben. Während die verletzenden Worte und Taten immer noch in der anderen Person stecken, sieht die BP keinen Grund, sich zu entschuldigen oder auch nur zu diskutieren, was passiert ist. Denn was die BP betrifft, so ist es nie passiert oder „alles Vergangenheit".
Eine weitere Möglichkeit, ein noch klareres Bild von grenzwertigen bzw. Borderline-Verhaltensweisen zu erhalten, ist ein Blick auf die fünf Bereiche des instabilen, erratischen, dysfunktionalen und unvorhersehbaren Verhaltens, die Marsha Linehan bei Menschen mit BPS identifiziert hat. Die folgenden Beispiele für diese täglichen Verhaltensweisen, Gedanken und Gefühle der BP mögen klarer erscheinen als die therapeutischen Beschreibungen des DSM-IV.
Emotionale Instabilität
•Intensive emotionale Bedürftigkeit, die durch eine Fassade der Unabhängigkeit überdeckt werden kann.
•Plötzliche emotionale Ausbrüche von Wut und Verzweiflung, die wie zufällig erscheinen.
•Der Glaube, dass die Emotionen des Augenblicks völlig richtig sind und ewig anhalten werden.
•Ungenaue Erinnerung an emotionale Ereignisse, sogar die Veränderung der Bedeutung der Ereignisse im Nachhinein.
•Die Ansicht, dass ihre Emotionen durch andere oder durch Ereignisse außerhalb ihrer selbst verursacht werden, ohne den Glauben, dass sie irgendeine Art von Kontrolle über ihre eigenen Emotionen hat.
•Der Glaube, dass die einzige Möglichkeit, ihre Gefühle zu ändern, darin besteht, andere Menschen oder Ereignisse zu verändern.
•Anhaltende, intensive Angst und Furcht.
Gedankliche Instabilität
•Alles-oder-nichts-Denken (z. B. intensiv zu lieben und genauso schnell wieder zu hassen oder zu denken, dass sie ein totaler Misserfolg oder, umgekehrt, immens überlegen sind).
•Intensiver Glaube an die eigene Wahrnehmung trotz gegenteiliger Fakten.
•Die eigene Interpretation der Ereignisse ist die einzige Wahrheit.
•Ständig auf der Suche nach dem „verborgenen Sinn" (immer negativ) in Gesprächen und Ereignissen.
•Kann nicht durch Fakten oder Logik überzeugt werden.
•Nicht die Wirkung des eigenen Verhaltens auf andere sehen.
•Die Wahrnehmung der anderen verleugnen.
•Andere beschuldigen, Dinge zu sagen und zu tun, die sie nicht gesagt oder getan haben.
•Negative oder positive Ereignisse aus der Vergangenheit, die im Widerspruch zu aktuellen Gefühlen stehen, leugnen (sogar vergessen).
Verhaltensbedingte Instabilität
•Impulsives Verhalten (z. B. sexuelles Ausleben, rücksichtsloses Verhalten, Glücksspiel, unbewusstes Hineingehen in gefährliche Situationen oder Ladendiebstahl).
•Körperlicher, sexueller oder emotionaler Missbrauch anderer.
•Kann sich schneiden, verbrennen oder verstümmeln.
•Hat oft Abhängigkeiten von Alkohol, verschreibungspflichtigen Medikamenten oder Straßendrogen (besonders zur Schmerzlinderung oder zum Schlafen), Geld ausgeben, Essstörungen oder andere zwanghafte Verhaltensweisen.
•Kontinuierlich Krisen und Chaos schaffen.
•Schnelles Aufkommen von Selbstmordgedanken bei Enttäuschung oder Uneinigkeit.
Instabilität des Selbstgefühls
•Intensive Angst oder Paranoia darüber, abgelehnt zu werden, selbst in dem Maße, dass sie von Menschen akzeptiert werden muss, die sie nicht mögen.
•Oftmals ändert sie ihre Persönlichkeit, Meinungen oder Überzeugungen, je nachdem, mit wem sie zusammen sind.
•Das Fehlen eines konstanten Gefühls dafür, wer sie ist, oder ein zu starres Bild des Selbst.
•Präsentiert oft eine Fassade. Hat vielleicht Angst davor, als das gesehen zu werden, „wer ich wirklich bin". Setzt automatisch voraus, dass sie abgelehnt oder kritisiert wird.
•Sie hat vielleicht nie wirkliche Überzeugungen, Meinungen oder eigene Interessen gebildet.
•Handelt unangemessen oder unverschämt, um Aufmerksamkeit zu bekommen.
•Hat Schwierigkeiten, sich an Veränderungen im Aussehen ihrer Lieben zu gewöhnen (z. B. neuer Schnurrbart, Haarschnitt oder neuer Kleidungsstil).
•Aus den Augen, aus dem Sinn. Schwierigkeit zu erkennen, dass sie oder andere existieren, wenn sie nicht zusammen sind.
•Sieht sich gleichzeitig als minderwertig und überlegen gegenüber anderen.
Instabilität in Beziehungen
•Sich sofort verlieben oder eine Beziehung sofort beenden, ohne dass es eine logische Erklärung dafür gibt.
•Feindselige, abwertende verbale Angriffe auf geliebte Menschen, während sie charmant und liebenswürdig gegenüber Fremden ist.
•Andere übermäßig idealisieren (z. B. Schwierigkeiten, anderen zu erlauben, nicht perfekt zu sein, verletzlich zu sein oder Fehler zu machen).
•Mühe haben, auch nur für kurze Zeit allein zu sein, aber auch Menschen durch Kämpfe wegzustoßen.
•Das Beschuldigen, Schuldzuweisungen und Angreifen von geliebten Menschen für kleine, sogar triviale Fehler oder Unfälle.
•Kann versuchen, die erwartete Ablehnung zu vermeiden, indem sie die andere Person zuerst ablehnt.
•Schwierigkeit, sich geliebt zu fühlen, wenn die andere Person nicht da ist.
•Hochgradig kontrollierend und fordernd gegenüber anderen.
•Nicht gewillt, die Grenzen anderer zu erkennen und zu respektieren.
•Rechte, Verpflichtungen und Verhaltensweisen von anderen einfordern, die sie nicht bereit oder in der Lage ist zu erwidern.
Hören Sie, wie Merrilee die grenzwertigen Verhaltensweisen ihrer Mutter beschreibt: „Meine Mutter war gerade dabei, Abendessen zu kochen und begann, meinen Vater anzuschreien, dass er sie nie wirklich so geliebt hat wie ihr alter Freund in der Highschool, weil er ihr gerade gesagt hatte, dass er nach dem Abendessen einige Berichte zu bearbeiten habe. Sie schrie und schlug mit Töpfen um sich und stampfte dann aus der Küche und das war das Ende des Abendessens. Manchmal ging sie ins Bett und wir sahen sie zwei Tage lang nicht mehr. Bei anderen Gelegenheiten zog sie ihren Mantel an und verließ das Haus. Manchmal kam sie spät zurück und manchmal musste mein Vater sie suchen gehen. Einmal hat sie sich betrunken und ist nach St. Louis geflogen. Papa hat sie abgeholt. Am Tag nachdem sie nach Hause kam, tat sie so, als wäre nie etwas passiert und berichtete nie wieder von dem Vorfall."
SCHWIERIGKEITEN BEI DER IDENTIFIZIERUNG VON BPS
BPS ist schwer zu identifizieren, weil viele der oben genannten Verhaltensweisen diejenigen sind, die bei jedem Menschen gelegentlich auftreten können, besonders unter Stress. Für die Borderline-Persönlichkeit liegt der Unterschied jedoch eher in der Intensität, der Frequenz und der Entscheidung. Bei der BP können diese Verhaltensweisen mehrmals pro Woche, mehrmals am Tag oder sogar mehrmals pro Stunde auftreten. Sie können schockierend plötzlich und intensiv sein und scheinen nicht ganz unter der Kontrolle der Persönlichkeit zu stehen. Situationen, die für einen emotional gesunden Menschen nicht besonders belastend sind, können den Blutdruck überfordern. Die Erregung der BP scheint oft „aus heiterem Himmel" zu kommen.
Es ist auch wichtig, sich daran zu erinnern, dass keine zwei Borderline-Persönlichkeiten völlig gleich handeln. Es sind die einzigartigen Ereignisse im Leben eines jeden Menschen, die den Inhalt der Ängste und des verzerrten Denkens in der BP ausmachen. Darüber hinaus kann es schwierig sein, BPS eindeutig zu identifizieren, weil die BP Alkohol, verschreibungspflichtige Medikamente und/oder illegale Drogen konsumiert oder eine andere psychische Erkrankung (z. B. bipolare Störung, Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom oder Zwangsstörung) hat, die aufgrund einiger ähnlicher Symptome und Verhaltensweisen Verwirrung verursachen kann. Immer mehr wird die Ursache von BPS in einer genetischen oder biologischen Verwundbarkeit gesehen, die bei bestimmten hochbelasteten Eltern – und Familienumfeldern zum Vorschein kommt.⁵ Die Person mit voll diagnostizierbarer BPS hat einen langen, harten Weg zu einer besseren Gesundheit. Ohne Medikamente und jahrelange, vielleicht jahrzehntelange intensive Therapie macht der BPS in der Regel keine signifikanten Veränderungen. Es ist wichtig, dass Menschen, die Betreuer sind, erkennen, dass BPS eine Krankheit mit lebenslangen Symptomen und Auswirkungen ist.
Die Diagnose BPS durch einen Therapeuten oder Arzt tritt in der Regel erst dann auf, wenn die Person begonnen hat, sich in der Öffentlichkeit unangemessen zu verhalten, in Schwierigkeiten mit dem Gesetz geraten ist oder sich geritzt oder einen Selbstmordversuch unternommen hat. Das Verhalten muss extrem und allgegenwärtig sein und die Person benötigt normalerweise ein psychiatrisches, stationäres Programm, bevor die Störung von Menschen außerhalb der Familie bemerkt wird. Tatsächlich werden nur sehr wenige Menschen mit diesen Verhaltensmustern jemals klinisch als BPS diagnostiziert. Oft aber werden sie wegen eines oder mehrerer ihrer individuellen Symptome behandelt, wie z. B. Angst, Depression, Alkoholismus, chronische Arbeitskonflikte, häusliche Gewalt, Wut und so weiter.
Das Verhalten der BP kann durch das Beenden von Drogen oder Alkohol, die Einnahme von Medikamenten, das Erlernen „angemessener" Verhaltensweisen oder die
