Über dieses E-Book
Rainer Hendeß
Rainer Hendeß, geboren 1944, wuchs in dem kleinen Ort Barmstedt in Südholstein auf. Nach dem Abitur und dem Studium der Volkswirtschaft arbeitete er 40 Jahre in verschiedenen leitenden Positionen im Marketing und Vertrieb eines großen Hamburger Unternehmens. Seinen großen Traum, ein Kinderbuch zu schreiben, verwirklichte er mit Eintritt in den Ruhestand 2009. In seinen Büchern verarbeitet er vorwiegend Erlebnisse im Familien- und Freundeskreis sowie auf den regelmäßig besuchten Urlaubsinseln Föhr und Kreta.
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Rezensionen für Fiete fährt nach Föhr
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Buchvorschau
Fiete fährt nach Föhr - Rainer Hendeß
Für die freundlichen Insulaner, die wenig reden, uns aber all die Jahre immer herzlich willkommen geheißen haben.
Und für meine Familie, mit der jeder Urlaub auf der Insel ein Erlebnis und eine große Freude ist.
Dieses Buch erzählt eine erfundene Geschichte.
Einige der darin vorkommenden Personen und Orte existieren wirklich, die Handlungen und Gespräche sind jedoch rein fiktiv und entstammen der Phantasie des Autors. Jegliche Ähnlichkeit mit realen Personen oder Orten ist rein zufällig.
Inhalt
Teil 1: Fiete fährt nach Föhr
Kapitel 1: Fiete
Kapitel 2: Vorbereitungen
Kapitel 3: Aufbruch
Kapitel 4: Der Hof
Kapitel 5: Urlaubssplitter
Beim Fahrradverleih
Im Schlickblick
Der Krog
Abendstimmung
Teil 2: Fietes Abenteuer
Kapitel 1: Überraschung am Morgen
Kapitel 2: Der fremde Junge
Kapitel 3: Emil erzählt
Kapitel 4: Unterwegs
Kapitel 5: Die Wand
Kapitel 6: Die Waldhütte
Kapitel 7: Der Schatz
Kapitel 8: Heimwärts
Nachspiel
Teil 1: Fiete fährt nach Föhr
Kapitel 1: Fiete
Fiete ist ein fröhlicher Hamburger Jung mit ziemlich roten Haaren. Gerade haben die Sommerferien angefangen, und Fiete findet das nach seinem ersten Schuljahr auch höchste Zeit. Die ersten vier Wochen der Ferien darf er bei den Großeltern seiner Freundin Marlene verbringen, weil seine Eltern mit denen von Marlene eine große Reise nach Amerika machen, für die er noch zu klein ist. Fiete hat damit kein Problem. Er kennt die beiden schon lange und nennt sie ganz selbstverständlich Oma und Opa. Besonders freut er sich darüber, dass zusammen mit ihm auch Marlene und Chewie dort untergebracht sind. Marlene ist ein paar Jahre älter als Fiete und sein großes Vorbild. Chewie ist der Enkelhund von Oma und Opa. Auch er muss in den Ferien untergebracht werden, weil Frauchen und Herrchen mit von der Partie in Amerika sind. Sein richtiger Name ist Chewbacca, wie der Wookiee aus „Krieg der Sterne". Er ist ein großer, rotbrauner Labradoodle, mit dem Fiete sofort innige Freundschaft geschlossen hat und der ihm den ganzen Tag über kaum von der Seite weicht. Wenn die beiden wilden Kerle auf dem Rasen herumtollen, ist manchmal kaum zu erkennen, wo der Labradoodle aufhört und Fiete anfängt. Die Haarpracht von Junge und Hund ist täuschend ähnlich, so zwischen lockig und struppig und meistens zerzaust.
Im Garten von Oma und Opa spielt Fiete am liebsten Robinson Crusoe oder Seeräuber. Aus dem Buch von dem Schiffbrüchigen, der sich auf eine einsame Insel rettet, haben ihm Mama und Papa vorgelesen. Zwischen den Büschen und Bäumen im Garten fühlt sich Fiete wie Robinson im Dschungel seiner Insel. Im Moment aber ist Fiete ein Seeräuberkapitän, weil er neulich abends mit Marlene eine Seeräuber-DVD gesehen hat. Im Garten hat Fiete ein eigenes Seeräuberschiff, das er sich mit Opas Hilfe aus alten Brettern gebaut hat. Der Ausguck ist oben in der Blutbuche. Da kommt Fiete leicht hoch, weil die Äste dicht beieinander stehen. Klettern kann Piet wie eine Eins, aber Oma hat immer Angst, deshalb darf er nur hoch, wenn ein Erwachsener aufpasst. Fiete findet das doof und hat es auch schon heimlich alleine probiert. Leider hat Oma das gemerkt, und ordentlich geschimpft.
Heute springt Fiete im Garten herum und freut sich wie ein Schneekönig. Das ist natürlich Quatsch, denn es ist Hochsommer, von Schnee weit und breit nichts zu sehen. Gerade hat Oma ihm erzählt, dass sie in der nächsten Woche auf einen Bauernhof auf der Insel Föhr fahren werden. Und nicht auf irgendeinen Hof, sondern auf genau den, auf dem Marlene vor einigen Jahren so ein tolles Abenteuer erlebt hatte. Oma hatte im Abendblatt eine Anzeige gelesen, dass dieser Hof jetzt ganz neu auch Reiterferien anbietet und es zu Ferienbeginn sogar Sonderpreise gibt. Da Föhr immer ganz oben auf der Familien-Hitliste steht und Oma als erprobte Schnäppchenjägerin so einem Sonderangebot nicht widerstehen konnte, hatte sie kurz entschlossen zum Hörer gegriffen. Mit viel Überredungskunst und einem zarten Hinweis auf den schon einmal dort verbrachten Urlaub war es ihr tatsächlich gelungen, kurzfristig noch Zimmer zu bekommen.
„Kommt Marlene auch mit?, hatte Fiete gefragt. „Und Chewie?
Er fühlt sich am wohlsten, wenn alle seine Lieben um ihn herum sind. Chewie geht es genauso.
„Natürlich kommen die beiden mit, hatte Oma gesagt. „Sollen wir sie etwa alleine hier lassen? Und du weißt doch, wie sehr Marlene Pferde und das Reiten liebt. Das wird ein ganz toller Urlaub auch für sie.
Marlene ist diese Woche noch mit ihrer Freundin Eve in einem Sportcamp, sie kommt aber Donnerstagabend zurück und fährt dann am Sonnabend mit nach Föhr.
„Und Heinzi?", hatte Fiete nachgefragt. Heinzi ist der Bruder von Oma. Fiete mag Heinzi, weil er lustige Geschichten erzählt und früher mal ein Fußballspieler war, der die besten Fallrückzieher machen konnte. Opa lacht dann immer, wenn die Rede darauf kommt. Er erzählt dann die Geschichte, wie Heinzi Fallrückzieher im Garten geübt hat und dabei mit einer Hand in dem Hundehaufen gelandet ist, den der Dackel seiner Eltern auf dem Rasen hinterlassen hat. Fiete und die anderen lachen sich darüber kaputt. Heinzi findet das immer noch nicht wirklich lustig. Leider kann er heute nicht mehr mit Fiete kicken und ihm Fallrückzieher beibringen, weil er am Fuß verletzt ist und ein neues Gelenk aus Edelstahl hat. Fiete findet das interessant, aber leider kann man das von außen nicht sehen.
„Frag ihn doch, hatte Oma geantwortet, die es auch gern hätte, dass ihr Bruder mitkäme, „vielleicht hört er auf dich.
Fiete hatte Heinzi gefragt und ihm gesagt, dass er gerne mit ihm nach Föhr fahren würde.
„Wir könnten prima am Strand spielen und im Wasser, hatte er Heinzi erklärt. Vielleicht geht da sogar wieder ein Fallrückzieher.
Heinzi hatte sich gefreut und ihm ein bisschen das Haar verwuschelt. Aber dann hatte er doch den Kopf geschüttelt und gesagt, dass er lieber zuhause bliebe, mit seinem Fuß sei das noch nicht wieder ganz in Ordnung. „Und einer muss ja hier bleiben und auf das Haus von Oma und Opa aufpassen", hatte er ergänzt.
Fiete versteht das. Er findet es schade, sieht aber ein, dass jemand aufpassen muss, wenn sie alle weg sind. Er stellt sich vor, wie Heinzi abends mit der Taschenlampe leise um das Haus schleicht, alle Türen und Fenster kontrolliert und auf fremde Fußspuren achtet, und vielleicht hat er dann ja auch seine Flinte dabei, von der er Fiete erzählt hat. Schließlich ist ja auch Chewie weg, der hier jetzt für die Sicherheit sorgt. Fiete ist fest davon überzeugt, dass der Labradoodle ein prima Wachhund ist, auch wenn das nicht alle so sehen. Fiete nimmt sich fest vor, Heinzi für seinen Einsatz eine besondere Belohnung aus dem Urlaub mitzubringen.
Marlene hatte sich, genau wie Fiete, riesig über die geplante Reise nach Föhr gefreut. Sie war vor ein paar Jahren mit Oma und Opa schon einmal auf diesem Bauernhof gewesen und hatte zusammen mit einem Kater, einem Ferkel und einigen weiteren Tieren ein unglaubliches Abenteuer um ein verschwundenes Lämmchen durchgestanden. Opa hat darüber eine Geschichte geschrieben, die Fiete vom häufigen Vorlesen fast auswendig kennt. Er träumt davon, so ein Abenteuer auch einmal zu erleben. Zwar ist ihm nicht ganz klar, wieso die Tiere dort sprechen konnten, aber in anderen Geschichten ist es ja auch so. Opa hat ihm erzählt, dass es in ganz besonderen Fällen vorkommen kann, dass Tiere sich auch mit Menschen verständigen. Fiete hat schon oft versucht, seinen vierbeinigen Freund Chewie zum Sprechen zu bewegen, aber mehr als ein gelegentliches Bellen und merkwürdige Geräusche, die irgendwo zwischen Grunzen, Gähnen und Jaulen liegen, sind dabei nicht herausgekommen.
Aber der Labradoodle ist klug und versteht jedes Wort. Er holt den Ball, wenn man ihn dazu auffordert, und wenn Oma ihn nach dem „Dödel schickt, bringt er seinen Kauknochen. Chewie reagiert auf das Wort „Eichhorn
und sucht dann hektisch den ganzen Garten ab.
Jetzt flitzt Fiete Schneekönig im Zick-Zack über den Rasen und legt dabei zwischendurch den einen oder anderen Handstand oder Purzelbaum ein, Übungen die ihm Marlene beigebracht hat. Wie immer jagt Chewie in großen Sätzen im Garten hinter dem Jungen her, und als Fiete sich von einem verunglückten Purzelbaum hochrappelt, stupst er ihn mit seiner großen, dicken Nase vor die Brust, so dass der Junge gleich wieder rücklings ins Gras fällt. Dort schleckt er ihm mit triefender Zunge liebevoll das Gesicht ab und springt um ihn herum, um ihn zu weiterem Toben zu animieren. Fiete stürzt sich auf ihn, wirft ihm beide Arme um den Hals und brüllt ihm ins Ohr: „Hurra, hurra, wir fahren bald nach Föhr. Und statt „Bauernhof
entschlüpft ihm mit „Abenteuerhof" eine eigene Wortschöpfung, die genau das ausdrückt, was er von diesem Urlaub erwartet. Zwar gibt ihm der Hund auch diesmal außer einer weiteren Pflegedusche seines Gesichts keine richtige Antwort, aber Fiete ist sicher, dass der Doodle ihn verstanden hat. Er weiß genau, dass er mit dem großen Hund den richtigen Gefährten dabei haben wird und hofft, dass sich die sprachliche Verständigung in dem bevorstehenden Abenteuer noch etwas verbessern wird. Vielleicht liegt es ja an genau diesem Ort. Schließlich ist es dort ja schon einmal vorgekommen.
Vor lauter Vorfreude schlägt Fiete noch einen letzten Purzelbaum und bleibt dann lang ausgestreckt im warmen Gras liegen. Er schließt die Augen und sieht in Gedanken schon einmal den Abenteuerhof vor sich. Chewie lässt sich neben ihm nieder, leckt ihm noch einmal quer übers Gesicht, legt seinen dicken Kopf dann mit einem tiefen Seufzer auf den Bauch des Jungen, und beide träumen sich einem wunderbaren Urlaub entgegen.
Kapitel 2: Vorbereitungen
Obwohl Fiete es gar nicht abwarten kann, vergehen die Tage bis zur Abfahrt doch ziemlich schnell. Einen großen Teil dieser Zeit verbringt Fiete damit, alle die Dinge zusammenzusuchen, von denen er glaubt, nein, sicher ist, dass sie für das Bestehen der zu erwartenden Abenteuer unentbehrlich sind. Das ist gar nicht so einfach, wie er sich das vorstellt, denn trotz ständiger Ermahnungen seiner Eltern und auch seiner Oma sind Aufräumen und Ordnung halten nicht seine großen Stärken. So findet er den Seeräubersäbel, den Opa ihm gebastelt hat, erst nach längerem Suchen zwischen alten Gartengeräten hinten im Gartenhäuschen. Er weiß genau, dass er den Säbel ganz bestimmt nicht dort hingelegt hat. Sicher hat Oma ihn auf dem Rasen gefunden und mit ihren Arbeitsgeräten in den Laubkorb gesteckt. Auf dem Rasen hätte er ihn doch viel schneller gefunden. Fiete schüttelt ob so unsinniger Ordnungsliebe den Kopf. Er muss das mal gelegentlich mit Oma besprechen. Seinen Flitzebogen, ein Souvenir von den letzten Karl-May-Festspielen in Segeberg, entdeckt er rein zufällig in Opas Werkzeugkeller hinter einem Stapel leerer Kartons, als er eine Schachtel für seine Star-Wars-Figuren sucht, die er zum Spielen am Strand mitnehmen will. Er kann sich beim besten Willen nicht vorstellen, wie der da hingekommen ist. Auch fehlen zum Bogen leider die Pfeile. Fiete erinnert sich, dass er einige Pfeile bei Zielübungen wohl in die Nachbarsgärten geschossen hat, wo sie wahrscheinlich der Aufräumwut der Nachbarinnen zum Opfer gefallen sind. Er ist sich aber sicher, dass es irgendwo noch weitere Pfeile geben muss. Erst vor ein paar Wochen hat er doch von Marlene einen Köcher mit Pfeilen bekommen, den diese vor einigen Jahren ebenfalls in Segeberg abgestaubt hat. Bei Köcher erinnert er sich, dass er diesen bestimmt wie immer irgendwo ordentlich aufgehängt hat. Wahrscheinlich am Garderobenständer im Flur, und da hängen inzwischen tausend Jacken, Mützen und Schals drüber, die Marlene, Oma und Opa ohne jede Rücksicht da raufgepfeffert haben. Kein Wunder, dass er in diesem Haus nichts findet.
Also macht Fiete sich auf die Socken und durchsucht die Garderobe nach dem vermissten Köcher mit den Pfeilen. Im Flur findet er nichts. Doch ihm fällt ein, dass es ja auch im Keller noch einen Garderobenständer gibt, den Oma immer mit all den Sachen behängt, die sie oben nicht habeb möchte. Unverzüglich macht er sich auch dort an die Arbeit. Das geschieht, indem er alles was da an den Haken
