Weltensprünge: Fantastische Kurzgeschichten
Von Sascha Schlüter und Karlheinz Bauer
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Über dieses E-Book
Egal ob skrupellose Weltraumpiraten, die Wert auf gewaschene Hände legen oder magische Heldentrios bei fantastischen Kampfturnieren.
Diese Anthologie verleiht Einblicke in Universen, die unterschiedlicher nicht sein können und zugleich viele Ähnlichkeiten mit dem unseren besitzen.
Geschichten über Kassettenrecorder aus fremden Dimensionen oder faschistische Art Déco Regime vermitteln eine universelle Tatsache: Egal wo in diesem Universum der unendlichen Eventualitäten, es wird überall geliebt und gelitten, gekämpft und geflüchtet, gewonnen und verloren.
Die beiden Autoren Sascha Schlüter und Karlheinz Bauer zeigen in liebenswerter Absurdität und entwaffnendem Witz, dass "Die Anderen" gar nicht so anders sind als wir.
Sascha Schlüter
Sascha Schlüter wurde 1989 in der Wartburgstadt Eisenach geboren. Von 2007 - 2010 studierte er an der renommierten Schauspielschule "Der Kreis" in Berlin mit dem Abschluss der Bühnenreife. Anschließend arbeitete er als Hörspielsprecher und machte nebenbei eine Weiterbildung zum Theaterpädagogen. Heute ist Sascha als freier Schriftsteller tätig.
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Buchvorschau
Weltensprünge - Sascha Schlüter
Inhalt
Ein Pirat und Gentleman
Die sieben Tage von Astea
Botschaft aus dem Nichts
Aussage des Zeugen Mordekai P. zum Phänomen Nr. 1091
Die Helden von Tamoor
Operation Walkürenritt
Max Stanton und der Überfall auf die Silverstar
Impressum
Ein Pirat und Gentleman
Karlheinz Bauer
+ GALAKTISCHER NEWSTICKER +
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„Hast du dir die Hände gewaschen, Buck?"
„Aye, Captain. Vor fünf Minuten."
Der erste Offizier der „Abandon all Hope", eines der berüchtigtsten Piratenschiffe der Galaxis, streckte seine Finger vor und ließ sie von beiden Seiten begutachten. Captain John Blackwater betrachtete sie kurz aus dem Augenwinkel und sah dann wieder auf den Großbildschirm in der Kommandozentrale.
„Gut, gib mir eine Verbindung zu diesem Kretin und reich mir das Mikrofon."
Buck Hendricks drückte einige Knöpfe auf dem Kommandopult und gab seinem Captain den schmalen Metallstab. John Blackwater begann, mit sanfter Stimme zu sprechen.
„Captain John Blackwater von der „Abandon all Hope ruft den Captain des Vergnügungskreuzers „Golden Star of Wreemay
. Ich bin untröstlich, Ihnen mitteilen zu müssen, dass der gute Stern Ihrer Vergnügungsreise soeben untergegangen ist. Zeigen Sie sich!"
Der Bildschirm erhellte sich. Der Captain des Luxuskreuzers schloss mühsam die letzten Knöpfe der pompösen Uniformjacke, die über dem Bauch recht eng zu sein schien. Er konnte das Zittern seiner Hände nur schwer verbergen.
„Was wollen Sie?"
Der erste Offizier knurrte verächtlich. Blackwater schloss für einen Moment die Augen.
Dann betrachtete er seine gepflegten Fingernägel und sagte mit leisem Spott: „Es ist auch für ein simples Gemüt wie das Ihre nicht unschwer zu übersehen, dass Sie sich in einer ausweglosen Situation befinden. Einfacher ausgedrückt: Sie sind uns ausgeliefert. Um ihre naive Frage zu beantworten: Ich möchte, dass Sie längsseits gehen und meiner Crew das Schott öffnen. Die Leute werden Ladung und Besitz Ihrer Passagiere begutachten und an sich nehmen, was sie für Wert erachten. Jegliche Gegenwehr wird entsprechend geahndet. Es wird zwangsläufig zu Unerfreulichkeiten kommen. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Gäste passiv bleiben und Sie können Ihre Fahrt in Kürze fortsetzen. Wehren Sie sich, müssen meine Kanoniere Sie und Ihr Schiff leider in atomare Partikel zerlegen. Desgleichen, wenn Sie versuchen, einen Funkspruch abzusetzen. Sie haben die Wahl. Ihre Antwort?"
Der Captain des Kreuzers würgte Zorn und Scham hinunter.
„Wir kooperieren. Sie haben meine Erlaubnis, an Bord zu kommen."
„Bei allem nötigen Respekt, Captain. Ihre Erlaubnis wird eines der wenigen Dinge sein, auf die wir keinerlei Wert legen."
Blackwater gab dem Captain einen kalten Blick und ließ abschalten.
Dann befahl er: „Schießt einige Traktorstrahlen hinüber und holt ihn heran. Achtet darauf, dass ihr sein glänzendes Schiff nicht zerkratzt. Wir sind schließlich keine Barbaren. Wenn die Andockschürze steht, sagt mir Bescheid, Jungs. Ich will mir diesen Primaten persönlich ansehen."
Buck Hendricks bestätigte. Der Bootsmannsmaat am Schott setzte die Pfeife an und blies das Signal: Captain verlässt die Brücke. Alle Anwesenden erhoben sich zum Gruß. John Blackwater ergriff den eleganten Stock, ohne den er sich keinen Meter bewegte, grüßte kurz und verließ die Kommandozentrale. Dann ging er durch den Korridor zur Kapitänskajüte. Dort erwartete ihn bereits sein persönlicher Steward, ein quirliger, junger Bursche namens Maxwell, der ihm treu ergeben war.
„Hab gehört, Sie wollen selbst hinüber, Sir. Buck hat es mir eben gemeldet. Wird bestimmt interessant, so ein protziger Kasten mit all den feinen Pinkeln. Das gibt gute Beute. Passen Sie nur schön auf, dass Ihnen nichts passiert, Sir."
John reichte ihm den Stock.
„Leg mir frische Garderobe bereit. Schwarzer Bolero mit Satinrevers, schwarze Hose mit Doppelbruch, weißes Hemd mit Spitzenjabot, schwarzseidener Kamarband, Seidenstrümpfe und Lackschuhe. Dann überprüfst du die Aufladung von Stock und Monokel. Sicherheitshalber werde ich unter dem Kamarband einen Kampfgürtel tragen."
„Sehr vernünftig, Sir. Bei dem arroganten Gelichter sollte man vorsichtig sein. Ein Glas Cognac vorher?"
John lehnte ab.
„Erst die Arbeit, Max."
„Sehr wohl, Sir. Garderobe kommt sofort."
John legte die Kleidung ab und sprang kurz in die kleine Dusche. Dann zog er frische Unterwäsche an und betrachtete sich prüfend im Standspiegel. Zufrieden stellte er fest, dass man ihm die fünfundvierzig Jahre in keinster Weise ansah. Sein durchtrainierter Körper hielt der Überprüfung mit Leichtigkeit stand. Das gutgeschnittene Gesicht wurde geziert durch einen schmalen Oberlippenbart, der zusammen mit den gepflegten Zähnen sein Lächeln unwiderstehlich machte. Einen markanten Gegensatz zu dunklem Bart und Koteletten bildete das halblange, sorgfältig nach hinten frisierte Haar. Es leuchtete fast weiß, das Resultat eines Reaktorunfalls vor einigen Jahren. Im Nacken wurde es durch eine geschmackvolle Seidenschleife zusammengefasst. Am meisten beeindruckten jedoch die rätselhaften grauen Augen, die fast immer etwas spöttisch blickten und sowohl Männer als auch Frauen nervös machen konnten, wenngleich aus völlig verschiedenen Gründen.
Max hatte die gewünschten Sachen auf dem großen, altmodischen Bett zurechtgelegt. John schlüpfte rasch in das Hemd und die Strümpfe. Dann stieg er in die Hose, die vorn und hinten messerscharfe doppelte Bügelfalten besaß. Er ordnete das Jabot, legte den Kampfgürtel um und schaltete ihn auf Automatik. Der Gurt war ein kleines technisches Wunderwerk, welches in der Lage war, den ganzen Körper des Trägers bei Gefahr in einen undurchlässigen Schutzschirm zu hüllen. Energiestrahlen, Plasma und feste Geschosse wurden gleichermaßen zuverlässig abgefangen. John band sich den Kamarband um, der den Kampfgürtel vollständig verbarg. Dann schlüpfte er noch in die Lackschuhe, in denen sich der gesamte Raum spiegelte. Max hatte inzwischen Stock und Monokel gebracht. Beides waren technische Meisterwerke wie der Gürtel. Der Stock konnte einen weitreichenden, scharfgebündelten Energiestrahl verschießen. Außerdem beinhaltete er einen Kurzdegen und einen kleinen Dolch, der auch als Lähmstrahler fungierte. Diese Waffen hatten John schon früher gute
