Eine Portion Mut, bitte!: Fünf-Minuten-Geschichten zum Vorlesen
Von Bettina Wendland und Guido Apel
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Über dieses E-Book
Bettina Wendland
Bettina Wendland hat Lesen und Schreiben schon immer geliebt. Nach ihrem Studium der Literaturwissenschaft wurde sie Redakteurin und arbeitet heute bei der Zeitschrift Family. Mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern lebt sie in Bochum. Ihre Leidenschaft für Bücher und für Familie vereint sie in ihren Buchprojekten.
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Buchvorschau
Eine Portion Mut, bitte! - Bettina Wendland
Spielplatz-Ärger
„Du bist blöd! Hau doch ab!" Luca ist wütend auf Sinja, seine große Schwester. Immer will sie bestimmen, was und wie er spielen soll. Dabei war das mit dem Eiscafé im Sandkasten seine Idee. Aber Sinja will alles allein entscheiden: welche Sorten sie verkaufen, wie viele Kugeln in einen Becher kommen … Blöd!
„Dann spiel doch allein weiter, meckert Sinja ihren Bruder an. Der lässt sich aber auch nie was sagen. Fünf Kugeln will er in einen Becher tun. Das passt doch niemals. „Ich geh nach Hause!
, ruft Sinja Luca zu. Auf dem Spielplatz ist heute leider keine ihrer Freundinnen. Nur Frederick und Kolja aus ihrer Klasse lungern an der Schaukel herum. Aber den beiden geht Sinja lieber aus dem Weg. Die machen meist nur Ärger.
Als Sinja schon vom Spielplatz runter ist, hört sie plötzlich wieder ihren kleinen Bruder schreien. „Oh Mann, der nervt ja wohl total", denkt sie. Aber sie dreht sich trotzdem um. Kolja und Frederick stehen neben Luca im Sandkasten und trampeln auf seinen Eisbechern herum.
„Ey, ihr macht alles kaputt", brüllt Luca. Tränen laufen ihm übers Gesicht. Die großen Jungs lachen nur.
Zögernd bleibt Sinja stehen. Was soll sie jetzt machen? Irgendwie tut Luca ihr leid. Gegen die beiden älteren Jungs hat er allein keine Chance. Andererseits ist er ihr gerade echt auf den Keks gegangen. Soll er doch sehen, wie er mit Kolja und Frederick fertig wird! Sinja will schon weitergehen, da hält ein Gedanke sie zurück: Was, wenn ihre Klassenkameraden nicht nur Lucas Eisbecher kaputt machen, sondern ihm selbst was tun? Zuzutrauen wäre es ihnen. In der Schule haben die beiden sich schon oft mit anderen geprügelt. Und schließlich ist Luca doch ihr Bruder. Wenn auch manchmal ein sehr lästiger Bruder …
Entschlossen dreht Sinja sich um und läuft zurück zum Sandkasten. „Hey, lasst meinen Bruder in Ruhe!", ruft sie laut.
Kolja grinst: „Du hast dich doch grad selbst noch mit ihm gestritten. Was regst du dich so auf?"
Sinja baut sich vor den Jungen auf: „Wenn ich mich mit meinem Bruder streite, geht euch das gar nichts an. Aber wenn ihr meinem Bruder was kaputt macht, geht mich das sehr wohl was an."
Luca sitzt im Sand und schaut seine Schwester mit großen Augen an. Dass Sinja so mutig ist, sich mit diesen Jungs anzulegen! Toll!
Frederick stößt Kolja an: „Komm, wir hauen lieber ab. Die Zicke nervt ja total."
Aber Kolja will nicht klein beigeben. „Na und? Meinst du, ich lass mir von einem Mädchen was sagen?" Er macht einen Schritt nach vorn und tritt auf Lucas Schaufel, die im Sand liegt.
Sinja stemmt die Arme in die Seite: „Hör sofort auf damit, sonst …"
„Sonst was?, äfft Kolja sie nach. „Läufst du dann zu deiner Mami und verpetzt uns?
„Nein, entgegnet Sinja tapfer. „Wenn du Luca nicht in Ruhe lässt, werde ich das deinen Eltern erzählen. Die finden das bestimmt nicht lustig, nachdem sie schon ständig in der Schule Ärger wegen dir haben.
Kolja schluckt. Diese Sinja ist ja ganz schön schlau. In letzter Zeit hat Kolja in der Schule viel Mist gemacht. Seine Eltern haben gedroht, dass er das Snakeboard, das er sich so wünscht, nicht bekommt, wenn sein Verhalten nicht besser wird. Ob Sinja das weiß?
Betont gleichgültig sagt Kolja: „Kannst ja zu meinen Eltern rennen. Die interessiert das eh nicht."
Frederick weiß, dass das nicht stimmt und dass Koljas Eltern ihm viel Stress machen. Nun wird es wirklich Zeit, dass sie hier abhauen. „Los komm, meint er zu Kolja. „Mit solchen Sandkastenbabys müssen wir uns doch nicht unterhalten. Die sind doch voll langweilig.
Plötzlich ist Kolja einverstanden. Die beiden Jungs gehen in Richtung Fußballplatz davon.
Jetzt merkt Sinja erst, wie sehr ihr die Knie zittern. Dass die Drohung mit Koljas Eltern funktionieren würde, davon war sie vorher ganz und gar nicht überzeugt. Das hätte auch schiefgehen können. Umso erleichterter ist sie, dass die Jungen abgehauen sind, ohne Luca und ihr etwas anzutun.
Luca ist aufgestanden und umarmt seine Schwester. „Danke Sinja, das war toll. Ich hatte solche Angst und du warst so mutig."
„Ich hatte auch Angst, gibt Sinja zu. „Zum Glück wusste ich, dass Kolja Ärger mit seinen Eltern hat. Ich dachte, das könnte helfen, damit er uns in Ruhe lässt. Hat ja auch geklappt.
Sinja atmet tief durch und setzt sich in den Sand.
Luca zögert einen Moment, dann fragt er: „Spielst du jetzt wieder mit mir Eiscafé?"
„Ich dachte, ich bin blöd und soll abhauen?" So ganz ernst meint Sinja diese Frage nicht.
„Nein, du bist gar nicht blöd, tut mir leid", sagt Luca.
Sinja nimmt den Eiskugelformer in die Hand. „Also, los! Welche Sorten sollen wir machen?"
„Stracciatella natürlich, lacht Luca. „Und Schlumpfeis!
[ Zum Inhaltsverzeichnis ]
Linda zieht um
„Endlich Ferien!" Linda wirft ihren Tornister in die Ecke und zieht sich die Schuhe aus. Sechs Wochen Sommerferien liegen vor ihr. Herrlich!
„Linda! Kommst du mal bitte ins Wohnzimmer?", ruft ihre Mutter.
Hm, warum klingt sie so ernst? Linda schlüpft in ihre Pantoffeln und läuft neugierig ins Wohnzimmer. Mama und Papa sitzen auf dem Sofa. „Was ist passiert?", fragt Linda ängstlich.
„Nichts ist passiert, beruhigt Papa sie. „Aber es wird etwas passieren. Nichts Schlimmes, keine Angst!
„Ja, was denn dann?"
„Mir wurde eine sehr gute neue Arbeitsstelle angeboten. Die ist viel interessanter als meine bisherige. Und ich bekomme auch mehr Geld", erklärt Papa.
„Das ist ja schön, erwidert Linda erleichtert. Also wirklich nichts Schlimmes. „Und was hat das mit mir zu tun?
Mama antwortet: „Papas neue Firma ist in einer anderen Stadt. Wir müssen umziehen. Wir haben auch schon eine sehr schöne Wohnung gefunden."
„Nein!, schreit Linda. „Das will ich nicht! Ich will hier wohnen bleiben.
Die Tränen schießen ihr in die Augen. „Dann muss ich ja in eine neue Schule. Und meine Freundinnen – was ist mit denen?"
Papa seufzt. „Ich weiß, das ist nicht leicht für dich. Deshalb habe ich auch lange überlegt, ob ich den Job annehmen soll. Aber so ein gutes Angebot kommt nicht so schnell wieder."
„Und die neue Wohnung ist wirklich schön, ergänzt Mama. „Du bekommst ein Zimmer mit eigenem Balkon. Und ganz in der Nähe ist ein Spielplatz. Da lernst du bestimmt schnell neue Freundinnen kennen.
„Ich will aber keine neuen Freundinnen!" Weinend läuft Linda aus dem Zimmer und knallt die Tür hinter sich zu.
Am nächsten Tag fahren Mama, Papa und Linda in die fremde Stadt. Die Eltern wollen Linda die neue Wohnung zeigen. Linda ist immer noch traurig und wütend. Schmollend sitzt sie auf dem Rücksitz und sagt kein Wort. Selbst wenn sie ihr die Villa Kunterbunt zeigen würden – Linda will auf keinen Fall umziehen.
Als sie an dem Haus ankommen, in dem die neue Wohnung ist, guckt Linda aber doch interessiert aus dem Fenster. Das Haus sieht tatsächlich ein bisschen aus wie die Villa Kunterbunt. Es ist rot angestrichen und hat grüne Fensterrahmen.
Mama parkt das Auto am Straßenrand. Als sie ausgestiegen sind, nimmt sie Linda an der Hand. „Ich weiß, dass du nicht umziehen willst. Ich kann das sehr gut verstehen. Aber manchmal ist es auch gut und wichtig, sich auf etwas Neues einzulassen. Als ich fünfzehn war, sind wir auch umgezogen. Wenn das nicht passiert wäre, hätte ich deinen Papa nicht kennengelernt."
„Und dann hättet ihr nicht geheiratet?", fragt Linda.
„Genau, antwortet Mama. „Und wir hätten keine so tolle Tochter bekommen.
Mama nimmt Linda in den Arm. „Zusammen schaffen wir das! Du kannst deine Freundinnen ja auch mal für ein Wochenende einladen. Dann machen wir eine tolle Übernachtungsparty!"
Die neue Wohnung ist schön, das muss Linda zugeben. Die Räume haben hohe Decken und große Fenster, durch die die Sonne
