Maleika Makoy: Die Geschichte einer Hexe Teil 1
Von Florian Fink
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Über dieses E-Book
Frauen mit verfilzten Haaren, einem grünen warzigen Gesicht und einem Hexenhut. So stellt man sich Hexen im allgemeinen vor. Aber was ist mit den guten Hexen, dessen Aufgabe es ist den Menschen zu helfen? Würden sie auch so aussehen?
Maleika Makoy ist eine kleine Hexe, die wie ein normales Kind zur Hexenschule geht, um dort zu einer anerkannten Junghexe ausgebildet zu werden, damit sie den Sterblichen helfen kann. Aber in ihrer Klasse befindet sich eine böse Hexe, die sie nicht leiden kann und dafür sorgt, dass sie es dort sehr schwer hat. Wird es Maleika gelingen, ihren Weg einzuschlagen?
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Buchvorschau
Maleika Makoy - Florian Fink
Inhaltsverzeichnis
Teil1
Einleitung
Maleikas Schulzeit
Der 1. Schultag
Der Ausflug
Tante Fixi
Eine kaiserliche Überraschung
Der Wettbewerb
Maleikas Praktikum
Die böse Hexe
Der 1. Tag im Praktikum
Das magische Album
Maleikas Hexenprüfung
Die gestohlenen Schriftrollen
Maleika fällt durch
Teil1
Einleitung
Wir schreiben das Jahr 2012 und befinden uns in einer Kleinstadt mit ca. 20000 Einwohnern. Dort gibt es eine Einkaufsstraße, ein Gewerbegebiet und sehr viele Wohnviertel. Einige Menschen waren reich und andere eher arm. Es gibt dort auch sehr viele Arbeitslose, die einen ganzen Tag an der Seite betteln.
Dies ist die Geschichte einer Hexe mit dem Namen Maleika Makoy, der es genauso erging, wie den Arbeitslosen der Stadt, da sie selbst vor 2 Jahren noch eine von ihnen war, bevor sie sich zu einem anderen Leben entschied. Heute hilft sie Jugendlichen, die Probleme haben und sie wird euch jetzt ihre Lebensgeschichte erzählen und zwar von Anfang an.
Maleikas Schulzeit
Auf einer Bank im städtischen Park:
Maleika Makoy:
Hallo, mein Name ist Maleika Makoy und ich bin eine Hexe, aber eine gute Hexe. Geboren bin ich am 18.08.1225, bin also jetzt schon 787 Jahre alt. Das klingt jetzt zwar steinalt, aber für eine Hexe ist das noch sehr jung. Insgesamt kann eine Hexe über 3500 Jahre alt und noch älter werden. Mit anderen Worten sind wir praktisch schon fast unsterblich. Ich habe blaue Augen und hellblonde Haare, die sich an den Spitzen locken. In meiner Familie gibt es nur insgesamt 6 Hexen, die keine Locken besitzen und das sind Melli, Elisa-Ina, Gundel, Liesel, Alexandra und Frieda. Aber das ist jetzt nicht so wichtig. Wichtiger ist die Geschichte, die ich euch jetzt erzählen möchte. Ich war nicht immer so, wie ich mich hier jetzt beschreibe. Ich war vor zwei Jahren noch eine Arbeitslose und Bettlerin, bevor ich dann meine Hexenprüfung wiederholt habe und die Stiftung
„Helft den Straßenkindern und gebt ihnen ein Zuhause" gegründet habe. Die Stiftung selber gibt es erst ein halbes Jahr, aber ich betreue jetzt schon 200 Kinder und Jugendliche mit Problemen. Ich bin ja eine Hexe mit Erfahrung und war insgesamt über 600 Jahre auf der Straße. Also eine sehr lange Zeit.
Jetzt erzähle ich euch, wie es dazu gekommen ist und dazu reisen wir jetzt in die Vergangenheit, um genau zu sein in das Jahr 1230.
Wir befinden uns jetzt im Hochmittelalter.
Der 1. Schultag
Maleika Makoy:
Im Jahre 1230 war mein erster Schultag. Das war für mich ein schrecklicher Tag, denn ich musste von meiner Mutter weg. Meine Mutter war zu diesem Zeitpunkt schon 563 Jahre alt und hatte leider keinen Job. Auch vorher hatte sie schon Probleme einen Job zu finden, der zu ihr passte. Sie hatte zum Beispiel auch eine kurze Begegnung mit Karl den Großen und der hatte mit ihr sehr viel Mitleid. Er hat ihr insgesamt 5 kleine Säcke voll mit Goldmünzen gegeben, sonst hätten wir heute gar kein Haus.
Wir Hexen leben ja sozusagen in zwei Ebenen und zwar in der Hexenebene und dann noch in der Welt der Sterblichen. Deshalb besitzen wir in beiden Ebenen auch ein Haus.
Mein Vater dagegen hatte einen Job. Er arbeitete zum Beispiel in einem Zauberstabladen, aber das Einkommen reichte trotzdem nicht.
Kommen wir zurück zu meinem ersten Schultag. Vor diesem hatte ich höllische Angst, denn ich wusste nicht, was auf mich zukam.
„Liebling, aufstehen. Heute ist der 1. Schultag, sagte Maleikas Mutter Leika. „Mama, kann ich nicht bitte bei dir bleiben? Ich will nicht in die Hexenschule. Ich habe Angst
, sagte Maleika. „Ach Maleika, mein Schatz. Es gibt nichts zu befürchten. Die Hexenschule ist etwas sehr Schönes. Ich erinnere mich noch an meinen ersten Schultag. Das war im Jahr 672. Ich war genauso aufgeregt, wie du und als ich bei der Schule ankam, war die Angst vorbei, wie weggezaubert. Mein erster Schultag war wirklich schön, erklärte die Mutter in beruhigenden Worten. „Aber was ist, wenn sie mich nicht mögen
, fragte Maleika. „Sie werden dich schon mögen. Du bist hübsch, du hast eine gute Figur und wunderschöne, lange, goldblonde Locken und dein Blumenkranz sieht wirklich schön aus, sagte Maleikas Mutter. „Na gut, aber ich kenne da niemanden
, erwiderte Maleika.
Maleika Makoy:
Und so stand ich dann auf, wusch mich und zog mir meinen hellblauen Umhang über und aß mit meiner Mutter zusammen. Meine Mutter hatte ja eigentlich Recht. Damals hatte ich auch sehr lange goldblonde Locken. Die Haare reichten mir bis zu meinem Hintern. Ich hatte eine sehr gute Figur und mein goldener Blumenkranz war wirklich wunderschön. Der Blumenkranz war auch mein Glücksbringer und diesen wollte ich unter keinen Umständen verlieren oder hergeben. Ich bekam ihn im Alter von 2 Jahren als Geschenk von meiner Oma überreicht und deshalb ist er mir auch sehr wichtig.
Nach dem Frühstück packte meine Mutter meine Schreibfedern und Schriftrollen ein und dann machten wir uns auf den Weg in die Hexenschule. Die Hexenschule war sehr groß und sah wie eine große mittelalterliche Burg aus. Dort gingen mehr als 1000 Hexen und Hexenmeister zur Schule. Sie hatte einen großen Garten und lag direkt am Wald. Meine Angst war dann auf einmal weg.
„So, mein Schatz, hier wären wir. Das ist die Hexenschule. Es gibt wirklich keinen Grund sich zu fürchten, sagte Leika Makoy. „Hier ist es einfach wunderschön
, strahlte Maleika. „Und, hast du deine Angst vergessen?, fragte schließlich die Mutter. „Jetzt habe ich keine Angst mehr
, antwortete Maleika.
