Seppl Sonnenschein: Eine Katzen-Kinder-Geschichte
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Über dieses E-Book
Davon träumt er immerzu hier in der Stadt, wo alles so kalt und grau ist. Am meisten aber sehnt er sich danach, einen richtig
guten Freund zu haben, einen, mit dem zusammen er durch Dick und Dünn gehen kann!
Da stößt er eines Tages auf ein kleines Katerchen, das anscheinend in großer Gefahr schwebt.... Arne vergisst seine traurigen Tagträume und überlegt: Wie kann er es nur anstellen, den kleinen Kater zu retten?? Er und das Katerchen - das wäre soooo schön!
Er fasst einen Plan, nimmt all seinen Mut zusammen, und geht das Ganze mit viel Pfiffigkeit an...
Maruschya Markovic
Maruschya Markovic wurde 1956 in der Lüneburger Heide geboren. Sie studierte Anglistik und Romanistik und war einige Jahre lang als Gymnasiallehrerin tätig. Seit über zwanzig Jahren arbeitet sie bei einer großen deutschen Fluggesellschaft und lebt mit ihrem Mann, Kätzchen Bijou und Kater Dobi im kleinen Städtchen Neu-Isenburg bei Frankfurt am Main.. Ihre Bücher sind geprägt vom Traum- und Märchenhaften. In den Gedichten spiegelt sich zum Teil humorvoll, zum Teil aber auch tiefgründig und nachdenklich ihre Liebe zur Schöpfung und zum Leben in all seinen Facetten wider, aber auch sie greifen, oft mit Augenzwinkern, das Thema des Märchenhaft-Verträumten auf. Bisher sind von der Autorin vier Bücher mit Erzählungen für Groß und Klein und ein Lyrikband erschienen, sowie einzelne Geschichten und Gedichte, die im Rahmen von Anthologien veröffentlicht wurden.
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Buchvorschau
Seppl Sonnenschein - Maruschya Markovic
1.
Es war einmal vor vielen Tagen, und ist doch noch gar nicht so lange her, da lebte ein kleiner Junge in einer großen Stadt. Arne war sein Name, Arne Kornfeld. Arne mochte diese graue, reizlose, laute Stadt nicht sehr, in die er mit seinen Eltern vor einiger Zeit gezogen war. Aber Arne liebte seinen Namen, denn „Kornfeld ließ ihn immer von all dem träumen, was draußen vor der großen Stadt war, da, wo er als kleines Kind zuhause gewesen war – Felder, Blumen, Bäume, Bäche, Hasen, Frösche, Vögel, sogar Rehe! Arne liebte seinen Namen, und er liebte Tiere und Blumen und Bäume! Und wenn er „Kornfeld
sagte oder dachte, und dabei seine Augen schloss, dann hatte er den Duft von frisch gemähten Getreide in der Nase, hörte Vogelgezwitscher und das Summen von Bienen in blühenden Büschen; oder er sah ein Meer von goldenen Ähren, die sich im Wind wiegten, oder auch leuchtend roten Mohn und blaue Kornblumen am Rand eines zartgrünen Kornfeldes vor sich.
Arne war sieben Jahre alt und fühlte sich manchmal schrecklich alleine, denn er hatte keine Geschwister. Seine Mama hatte immer große Angst um ihn in dem Gewühle der großen Stadt, wenn er sich mal mit anderen Jungs treffen wollte. Die waren nämlich so schrecklich wild und draufgängerisch! Eigentlich mochte Arne auch nicht wirklich soooo gerne mit ihnen spielen…Sie waren irgendwie anders.
So saß er also nachmittags oft in seinem Zimmer oben im dritten Stock und träumte vor sich hin.
In seinen Träumen war sein bester Freund ein mutiger Kater, der ihn bei vielen Abenteuern in Wald und Feld begleitete. Zusammen eroberten sie in Arnes Träumen die Welt! Und keiner konnte ihnen etwas anhaben, denn sie waren einfach unschlagbar! Jeden Abend, wenn er im Bett lag, bat er in seinem Nachtgebet den lieben Gott darum, ihm doch so einen Freund zu schicken, der endlich wieder den Sonnenschein in sein Leben bringen würde.
Eines Tages im Frühling, der dieses Jahr schon recht warm war, saß Arne wieder drin an seinem Fenster, hatte die Ellbogen auf die Fensterbank gestützt und das Gesicht mit den Sommersprossen in die Hände gelegt, schaute mit seinen großen blauen Augen in die Wolken und ließ seine Gedanken schweben, als er seine Mama am Telefon sagen hörte:
„…ach, weißt du, Lisa, diese junge Malerin dahinten im ehemaligen Wiesenviertel soll sich mal nicht so haben! Na gut, sie ist jetzt endlich schwanger! Na gut, es ist schon etwas ungünstig, dass ihre Katze ausgerechnet jetzt geworfen hat – aber, mein Gott, es wird doch wohl möglich sein, dass sie die fünf kleinen Kätzchen in gute Hände gibt! ……. Na, hör mal, Lisa! Das meinst du jetzt ja wohl nicht ernst! Sie kann doch die kleinen Katzen nicht einfach umbringen!! Nein, was du aber auch für eine abscheuliche Einstellung hast!!.… – Ich hoffe, für die Katzenmutter findet sich auch ein neues Plätzchen. Wenn´s nicht anders geht, halt erst mal im Tierheim! Dann kann die Frau ohne Risiken ihre Schwangerschaft durchstehen. Toxoplasmose – das ist doch keine wirkliche, unabänderliche Gefahr für Mutter und Kind, wenn man es mal recht bedenkt! - Nein, Lisa, nun ist es aber genug, lass uns dieses Thema beenden, es lohnt sich nicht, dass wir uns darüber streiten. Du denkst so, ich denke anders! Letztlich ist das ihre Sache! Ist zwar traurig, aber sie kann wohl nicht alles haben! Da muss sie halt einfach zusehen, dass sie die Katzen schnell los wird…."
Arne wusste mit „Toksopashose" nichts anzufangen. Aber das war auch egal! Das einzige, was für ihn zählte, war, dass da jemand in der Nähe in Schwierigkeiten war und nicht wusste, was
