Verbrüderung Gedichte
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Verbrüderung Gedichte - Johannes R. Becher
The Project Gutenberg EBook of Verbrüderung, by Johannes R. Becher
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Title: Verbrüderung
Gedichte
Author: Johannes R. Becher
Release Date: December 26, 2012 [EBook #41706]
Language: German
*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK VERBRÜDERUNG ***
Produced by Jens Sadowski
VERBRÜDERUNG
GEDICHTE
VON
JOHANNES R. BECHER
LEIPZIG
KURT WOLFF VERLAG
1916
Gedruckt bei E. Haberland in Leipzig-R. Februar 1916 als fünfundzwanzigster Band der Bücherei »Der jüngste Tag«. / Die Gedichte »Verbrüderung« wurden in den Jahren 1915 und 1916 in Berlin geschrieben Sie sind meinen Freunden gewidmet
COPYRIGHT 1916 BY KURT WOLFF VERLAG • LEIPZIG
Erster Teil
Kreuzzug / Ekstasen der Zärtlichkeit /
Abschied von den Frauen
Nicht daß wir zärtlich-feig oft in die Lauben uns stahlen —
Kampf war auch dies. Krieg. Vergewaltigung.
Versuch: wütigen Vorwärtsstemmens,
Überallhin zündend Brüderlichkeit zu entfalten,
Paradies erarbeiten!
Aber, Gott zu säen in die Gefilde des Weibs:
Wie noch vergebens . . .
Ödipus
I
Der Knabe wartet auf die Mutterblüte,
Die unter bauschenden Gewändern thront.
Da kommt sie strahlend weich: die Mutterblüte,
Von keinem Mann, von ihm nur fern bewohnt.
Der Vater muß verreisen in den Norden.
Niemand herein in unsere Nächte stört.
(. . . ach Vater du wie oft um sie gemordet . . .)
Der Mutterblüte tief er angehört. —
Er fuhr dazwischen. Spät. Mit Ofenhacken.
Der jagt ihn, Sturm, aus süßem Wiegenbett.
Nun wird er gleich, ein Vieh, die Mutter packen.
Schnurrbart spritzt rechts und links gleich Bajonett.
Sie spült herauf. Davon die Fleische klirren.
Entfloh ihm taumelnd, als der Zug noch stand.
Die Mutterblüte muß ihn arg verwirren.
Manchmal auszackt sie wie der Hölle Brand.
II
An den Vater
Schlangenader längs der Stirne rollt.
Gabel stößt er pfeifend in Salat.
Weißer Suppe krummes Maul träuft voll.
Makkaroni würgt aus Nase grad.
In den Weinberg kroch er, dichtes Laub,
Den Kniefällen seiner Kinder taub:
Dorther wächst und wächst ein Donnerschnarchen.
Die ihn sucht, sich bückt —: sie schreckt die Blöße.
Auf den Lippen gischtet Spülichtschlamm.
Szepter in der Faust des Patriarchen.
Füße Schweiß mit ihren Haaren klamm
Wäscht sie. Arme Braut des Bösen.
Später, da er vor den weiten Plätzen
Ängstigend sich preßt in ihren Arm —
Seufzer schickt sie den Erbarmungsblicken,
So ihr zu oft glänzende Herren nicken . . .
(Mancher stößt sich in sie rauschend warm).
Die ihm dient als Boot zum Übersetzen.
Ausgeleiert. Nur ein Ausstück. Fetzen.
Finger birgt sie, die erfroren rot
Von Stricknadeln (Messerwald) durchlöchert.
Aus geschwollener Augen Köcher
Spritzeln Tränen auf zerdrehtes Brot.
Niederstürzt sie, die er täppisch rupft,
An
