DAS ENDE DES HOMO SAPIENS: POLITISCH_UND_PERSÖNLICH_GEDICHTE
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Über dieses E-Book
Ob die Art in dieser Form – so wie die genetische Wildform – 300.000 Jahre Bestand haben wird, ob sie untergehen oder das Universum erobern wird, bleibt abzuwarten.
Das Schlimmste ist zu befürchten.
Das Beste ist zu hoffen!
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Rezensionen für DAS ENDE DES HOMO SAPIENS
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Buchvorschau
DAS ENDE DES HOMO SAPIENS - Hans Christian John
DANKSAGUNG
entfällt.
Weil ich den Eindruck habe, zu Dank verpflichtet zu sein, ohne jedoch zu wissen, wem.
Zugleich erkläre ich an Eides statt, dass keines der Werke von künstlicher Intelligenz verfasst wurde.
Wofür ich mir dann doch an dieser Stelle Dank sagen möchte.
NACHRUF
Die Art „Homo sapiens" ist gemäß dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand zumindest 300.000 Jahre alt. In dieser Zeit hat sich diese Spezies sehr erfolgreich gegenüber anderen Lebewesen sowie Veränderungen der Lebensbedingungen behauptet. Erstaunliche zivilisatorische Leistungen wurden erbracht, kulturelle Werte von beachtlichem Ausmaß geschaffen, rationales Denken kultiviert.
Nunmehr jedoch weicht die Vernunft zunehmend der Irrationalität, verantwortungsbewusstes ausgewogenes Denken wird von Extremismus erfolgreich attackiert, Wissenschaftsgläubigkeit missachtet den humanistischen kritischen Zweifel, formale Gerechtigkeit übertüncht sachliche Ungerechtigkeit, Gleichheit von Ungleichem wird zelebriert, die freie Rede unterliegt entweder der Zensur autokratischer Diktaturen oder digitaler sozialer Medien und der kaum hinterfragbaren herrschenden Meinung, die nationale sowie globale Polarisierung hat ein nie da gewesenes Ausmaß erreicht, gegenwartsbezogene Werte- und Meinungsegozentrik richtet jenseits von Zeit und Raum, Kontrolle und Fremdbestimmung verbreiten sich seuchenartig ohne auf erheblichen Widerstand zu treffen, die Lustlosigkeit an der Demokratie zeigt sich als Konsequenz der eigenen sozialen Mangelhaftigkeit, der Umgang mit endlichen Ressourcen offenbart individuelle und kollektive Verantwortungslosigkeit, die Menschlichkeit im besten Sinne findet sich als Zerrbild wahrheitsgewisser moralisierender Fanatiker wieder, gesellschaftliche Organisationsstrukturen verschwinden in diffuse instabile Beliebigkeit.
In den sogenannten weiter entwickelten Teilen der Welt geschieht dies rascher und substanzieller als in den anderen, aber die globale Tendenz hierzu ist kaum in Zweifel zu ziehen.
Am „Homo sapiens als in hohem Maße vernunftbegabtem und eben hierdurch definiertem Wesen scheint sich eine Mutation zu vollziehen. Die Wissenschaft beginnt, sich mit dieser Entwicklung auseinanderzusetzen. Um eine Diskriminierung der sogenannten westlichen Welt zu unterbinden, haben die zuständigen Institutionen beschlossen, die anfangs im Englischen als „Postmodern Euro-US-Narrowminded-Global-Citizen
bezeichnete Mutante als „Homo insapiens" zu kategorisieren.
Ob die Art in dieser Form – so wie die genetische Wildform – 300.000 Jahre Bestand haben wird, ob sie untergehen oder das Universum erobern wird, bleibt abzuwarten.
Das Schlimmste ist zu befürchten.
Das Beste ist zu hoffen!
BIS ZETT
Das A ist ainfach wundabaa,
es ist mir sehr sympathisch,
die Form ist übersichtlich klaa,
sein Klang zutiefst empathisch.
Es sagt allein schon manches aus,
sei’s Freude, sei es Frust,
Erkenntnis, Aggressivität,
zuweilen sogar Lust.
Es spart zu sagen manchmal rsch,
hilft bei Verlegenheit,
auf jenes such ich mal nen Reim,
doch jetzt fehlt mir die Zeit.
BLATTLAOUS
Als meine Blattlaus blattlos war,
erregte sie das sehr,
blattlos zu sein, für Blattläuse
sei lausig, voll Beschwer.
Zunächst meinte zur Blattlaus ich,
dies wäre wunderbar,
weil blattlauslos mein Garten würd
gedeihn im nächsten Jahr.
Doch dann von einem Zweige pflückt
der Blattlaus ich ein Blatt,
das Blattlauslos zu wenden noch.
Freudvoll fraß sie sich satt!
BLIND UND TAUB
Es sieht nicht gut aus.
Für Freiheit und Demokratie.
Sie sind untrennbar miteinander verbunden.
Und beide sind bedrängt.
Von interner Selbstzufriedenheit und externem Totalitarismus.
Wenn Freiheit – als selbstverständlich angesehen – an Wertschätzung verliert, nimmt die Demokratie Schaden.
Wenn Demokratie – als überfordernd betrachtet – an Zustimmung verliert, ist die Freiheit in Gefahr.
Marxistischer Totalitarismus war ideologisch stark, aber wirtschaftlich schwach.
Kapitalistischer autokratisch-nationalistischer Totalitarismus kann ideologisch und wirtschaftlich stark sein.
Ersterer brach vor drei Jahrzehnten unter Druck in sich zusammen.
Letzterer übt nunmehr auf Freiheit und Demokratie bedrohlichen Druck aus.
In demokratisch konstituierten Gesellschaften sind Menschen zunehmend blind für das Strahlen der Freiheit und gegenüber der Notwendigkeit, für den Erhalt jener mit Opferbereitschaft einzutreten.
In autokratisch-nationalistischen Diktaturen sind Menschen oftmals noch taub für den die Menschenwürde achtenden Klang der Demokratie.
Man muss nicht auf ein Wunder warten, um zu sehen und zu hören.
Die Gefahr ist offenkundig.
Für Freiheit und Demokratie!
Für Menschenwürde und Menschenrechte!
Für Menschlichkeit!
CYBERRUHE
Alles stand still.
Smartphones, Züge, Flugzeuge,
Bankwesen, Maschinen, Produktion,
Vertrieb, Fernsehen, digital basierte
Aktivitäten insgesamt.
Alles stand still.
Kommunikation auf Rufweite reduziert,
Zusammenbruch der Wirtschaft, Fehlen von Nahrungsmitteln, umfassende Panik.
Alles stand still.
Menschen sind verzweifelt, Menschen finden zueinander, Menschen finden zu sich selbst.
Aber das digitale
Leben stand still.
Niemand wusste,
wie es dazu gekommen war.
Aber alle wussten,
man hätte wissen können, dass es irgendwann dazu kommen würde.
Und tatsächlich hatte man es gewusst,
aber nicht wahrhaben wollen.
Bis alles still stand.
DAS SINNWESEN
Die vergleichsweise hohe Qualität der Intelligenz
ist fundamentales und spezifisches Wesensmerkmal des Menschen.
Diese Intelligenz gebietet
in ihrer rationalen sowie emotionalen Dimension
zumindest subjektiv wahrzunehmende Sinnhaftigkeit
jedweder Aktivität und in umfassender Perspektive der Existenz.
Wird die Sinnhaftigkeit einer Aktivität,
sei sie innerlich oder nach außen gerichtet, nicht erkannt,
wird diese gleichsam in Form eines Reflexes abgelehnt und verweigert.
Zumindest innerlich.
Wenn jene Aktivität aufgrund äußeren Zwanges dennoch erfolgt,
ist die Sinnhaftigkeit nur noch in der Abwendung
von zu erwarteten Nachteilen zu erkennen.
Es mag für eine „sekundäre" Sinnhaftigkeit ausreichend sein,
wenn die erzwingenden Normen als Teil eines als sinnhaften Sozialgefüges,
an dem man Teil hat, verstanden werden.
Mag
