Geglichenes: Band 4 Kurzgeschichten mit eingeschobenen Gedichten
()
Über dieses E-Book
Ich lade Sie ein, sich tiefer damit zu befassen und die Lebendigkeit für unseren heutigen Alltag darin zu erkennen.
Renier-Fréduman Mundil
After graduating from high school in Berlin, I studied medicine in Berlin and Munich and worked in medicine for around 40 years after my studies. I have been retired since the end of 2022. During my professional career I also wrote some manuscripts, a book for young people, children's books, novels and poems. Some have since been self-published.
Andere Titel in Geglichenes Reihe ( 1 )
Geglichenes: Band 4 Kurzgeschichten mit eingeschobenen Gedichten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Mehr von Renier Fréduman Mundil lesen
Der erdenkliche Mensch: Das Du im Ich Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenTortellintauben: TierGdichte für Rwachsene Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenRoxanna: Das verhängnisvolle Geheimnis der Mordbücher Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen101 Weihnachtsgedichtbäume: gegen das Poesiewaldsterben Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMax' abenteierliche Reise zum Ich: Eine kurze weite Reise Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Ähnlich wie Geglichenes
Titel in dieser Serie (1)
Geglichenes: Band 4 Kurzgeschichten mit eingeschobenen Gedichten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Ähnliche E-Books
Geglichenes: Band 4 Kurzgeschichten mit eingeschobenen Aphorismen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWenn Jesus in das Leben kommt: Christliche Gedichte Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer offene Himmel: Meditationen zu Advent und Weihnachten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie fünf Bücher Mose: Die göttliche Menschheitsgeschichte in Gedichten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Schriftrolle im Schattenwald Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Seelenheiler Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie verflixten Früchte vom Baum der Erkenntnis: Ohne Erkenntnisse sässen wir noch auf den Bäumen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenBeim wilden Rosenbusch: Schottische Erzählungen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSo voll von Leben: Erfahrungen auf den Spuren Jesu Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenOstern – Gestern, heute und in Ewigkeit! Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSchweine Im Paradies: Eine Höchst Absurde Märchengeschichte Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHoffnung im Leid: Ein unerwarteter Weg zum Herzen Gottes Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGeschichten vom lieben Gott Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenTrotzdem: Von der geistlichen Kraft zum Widerstand in einer verrückten Welt Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSichtweisen: Gedichte Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGedichte über Menschen der Bibel Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEva und der Zitronenfalter: Frauengeschichten aus der Bibel Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenPhilo von Alexandria: Das Leben des Politikers oder Über Josef: Eine philosophische Erzählung. Übersetzt und eingeleitet von Bernhard Lang Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGott geht unter die Haut: Glauben aus Leidenschaft Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenBibel dir deine Meinung: Die Bibel kreativ - lesen wie noch nie Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenBäume, die vom Leben erzählen: Was sie uns verraten über Gott und seine Liebe zu uns Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVollbracht: Eine Reise des Glaubens Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWachsen in der Liebe: Gedichte, Aphorismen, Biblische Meditationen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDIE NATÜRLICHE WEISHEIT ODER DIE UNRECHTSSTAATEN: Was hat Wert? Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenÄngste, die in uns wohnen - und wie der Glaube uns befreit Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Verlorene Vater: Erstaunliche Gleichnisse Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenRuth und das Levirat Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer verlorene Sohn oder eine Geschichte von Verlust und Neubeginn: Mit Bibel überLeben Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAls der Hahn Caruso mal nicht krähen konnte: 50 gleichnishafte Erzählungen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFürchte dich nicht: Die Kunst der Entängstigung Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Religiöse Literatur für Sie
Die Bhagavadgita Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenScivias - Wisse die Wege: Die Visionen der Hildegard von Bingen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Dämonen: Die Besessenen: Dostojewskis letzte anti-nihilistische Arbeit (Ein Klassiker der russischen Literatur) Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Selbstbetrachtungen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas geheime Mantra: Ein spiritueller Thriller. Vom Autor: "Die Katze des Dalai Lama" Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Verwandte Kategorien
Rezensionen für Geglichenes
0 Bewertungen0 Rezensionen
Buchvorschau
Geglichenes - Renier-Fréduman Mundil
1.
Bahnbrechend oder der werkende Glaube
Überall hatte es sich herumgesprochen. Das Land war erfüllt von der Kunde. Ohne Fernsehen, Telefon, Handy, ohne Zeitung, Internet, Kurierdienst hatte es sich tausendmal schneller verbreitet: die unglaubliche Nachricht seiner Wunder. Nichts, was er nicht konnte. Die Gedanken eines anderen lesen. Die Fallstricke der Gesetzeskundigen rechtzeitig erkennen. Sich zwischen den verschiedenen Gewalten zu manövrieren, ohne angreifbar zu werden. Er war der helle Sonnenstrahl für die Kinder, der Held der Jugend, die Hoffnung der Frauen in ihrer unterdrückten Stellung, das Licht am Horizont für die Armen, Notleidenden, Verzweifelten, Todkranken, Besessenen, Lebensmüden, für die Lahmen, Blinden, Aussätzigen, für Bettler, Diebe, Dirnen, Zöllner.
Und nun war er in ihr Dorf gekommen. Saß in einem kleinen Haus, Menschen hingen in den Fenstern, damit wenigstens einer seiner Blicke sie streifte, eine unzählbare Menge ums Haus versammelt, Geschrei, Gezerre, jeder kämpfte, ihm einige Zentimeter näher zu kommen.
Nathan lag auf seinem Lager. Seit vielen Jahren. Gelähmt an den Beinen, nur wenige seiner Armmuskeln noch mit etwas Kraft beseelt. Es klopfte. Bevor er antwortete, öffnete sich die Tür. Sein Bruder und sein Freund traten ein, draußen wartete sein Vater und einer seiner Onkel.
Wir bringen dich zu ihm, sagte Eli.
Zu wem? Nathans Stimme war schwach.
Zum Herrn. Er ist in unser Dorf gekommen. Ein großes Wunder für uns.
Er wird mich nicht vorlassen. Wir haben kein Geld.
Der Herr nimmt kein Geld. Es ist ein Vorteil, dass du arm bist. Das erste Mal im Leben, dass die Armut ein Vorteil ist.
Was soll ich ihm sagen?
Nichts, er weiß, warum wir dich bringen.
Er wird nach meinem Glauben fragen. Ich liege zu lange auf diesem Lager, um noch glauben zu haben.
Er wird unseren Glauben sehen und es wird ihm genügen.
Ihr braucht den Glauben für euch selbst. Habt ihr keine Bitten an ihn?
Doch. Aber deine Bitte geht vor. Sie ist größer.
Die Jahre hatten ihn verbittert, misstrauisch werden lassen. War es nicht Eigennutz der anderen, sie mussten sich nicht mehr um ihn sorgen, war er erst einmal gesund. Im Gegenteil. Er stand in ihrer Schuld. Die vielen Jahre ihrer Hilfe. Sie würden erwarten, dass er es nach besten Kräften zurückzahlte.
Er war in bittere Gedanken versunken, als sie ihn ans Tageslicht schleppten. Die Sonne blendete, er versteckte sein Gesicht unter der Decke. Draußen schrien die Menschen, ihre giftigen Blicke waren durch die Wolldecke zu spüren, als sie seinetwegen weichen mussten. Doch seine Freunde ließen sich nicht beirren, verteilten die Masse wie ein Pflug die Erde aufreißt.
Vor dem Haus ging es nicht weiter. Unmöglich, hineinzugelangen. Niemand war bereit, weiter zu weichen, keiner, der im Haus war, würde freiwillig herauskommen, ihm Platz zu machen.
Eli, sein Freund, sprang auf die Schulter eines Mannes und von dort auf das Dach des Hauses. Es ging blitzschnell. Bevor die Menge sich versah, fielen die ersten Ziegel auf den Boden. Von Schrecken erfasst wichen die Menschen auseinander. Die Freunde trugen die Bahre durch die freigewordene Schneise, Eli riss unentwegt die Ziegel vom Dach. Dann hoben sie ihn in die Höhe und ließen ihn vorsichtig ins Haus hinab, direkt vor die Füße des Herrn.
Der Herr blickte nicht auf, er hatte längst alles gesehen.
Es wurde totenstill. Niemand wagte zu atmen. Selbst die Gesetzeslehrer, eben in eifrige Dispute verstrickt, schwiegen.
Jesus dachte über den Glauben nach, den die Menschen bewiesen hatten. Und der Herr sprach zu ihm:
„Deine Sünden sind dir vergeben." (Lukas 5:20).
Und er wusste, dass der Herr nicht lügen konnte.
2.
(H)ort des Herzens
Mein altes Herz ist müde.
Ich bitt‘ Dich, Herr, vergebe
Mir all mein falsches Tun.
Viel‘ Tränen sind geflossen,
Mein Herz in Leid gegossen,
In Deinen Armen will ich ruh’n.
Ich will Dein Antlitz schauen,
Auf Deine Hilfe bauen
Und achten auf Dein Wort.
Will sehen Deine Schöpfung,
Den Himmel und das Sternrund,
Dort wo Du bist, dort ist mein (H)Ort.
3.
Späte Kehrtwende
Seine Erscheinung auf der Kanzel überstrahlte alle und alles, selbst den am Kreuz hängenden Herrn über dem Altar. Alles nur Beiwerk, Schmuck, für seine Wortgewalt. Für den heutigen Tag hatte er die Krone seiner Predigten vorbereitet, eine Symphonie aus Lobpreisung an den Erzbischof und mollgewandten Strafankündigungen für die elenden Sünder, ein Meisterwerk des Wortes, an den richtigen Stellen von dröhnenden Akkorden der Orgel unterbrochen, den Zuhörern eine Ahnung vom Fegefeuer zu vermitteln. Jede Kleinigkeit war einstudiert, die Einsätze mit dem Organisten viele Male geübt, auf dem Höhepunkt des Strafgerichts der Auftritt des Chores. „Dies irae, aus Verdis Requiem, selbst ihn ließ es jedes Mal erschauern. Dann würde sich die Farbe der Worte wechseln, liebliche Klänge der Psalmen würden durch die alte Kirche fließen, hinter ihnen sich steigernde Lobpreisungen des Herrn und am Ende die Macht des Wortes und der Musik vereint, das „Hallelujah
von Händel, an dessen Ende er mit sonorer Stimme rufen würde: „Amen und Amen und
