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Vierzeiler
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eBook42 Seiten21 Minuten

Vierzeiler

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Über dieses E-Book

In "Vierzeiler" präsentiert Omar Chayyām eine Sammlung von poetischen Miniaturen, die in ihrer Prägnanz und sprachlichen Kraft einzigartig sind. Diese Form der Poesie, bekannt als Rubaiyat, kombiniert oft philosophische Reflexionen mit einem tiefen Verständnis der menschlichen Natur und der Vergänglichkeit des Lebens. Chayyāms meisterhafte Verwendung von Metaphern und sein lyrischer Stil ermöglichen es dem Leser, in die tiefgründigen Themen wie Liebe, Verlust und die Suche nach Sinn einzutauchen, während er gleichzeitig in einem zeitlosen literarischen Kontext verankert ist. Jeder Vierzeiler ist ein prägnantes Experiment, das den Leser zum Nachdenken anregt und ihn mit der Schönheit des Moments konfrontiert. Omar Chayyām, ein persischer Dichter, Astronom und Mathematiker des 11. Jahrhunderts, lotete in seinen Werken die existenziellen Fragen seiner Zeit aus. Sein interdisziplinärer Hintergrund und die Auseinandersetzung mit der Natur und der menschlichen Erfahrung beeinflussen seinen Schreibstil maßgeblich. Chayyāms Philosophie und sein Denken, stark geprägt durch die Kultur der Seljukischen Dynastie, spiegeln sich in der Tiefe und Komplexität seiner Verskünste wider. Für jeden Liebhaber der Poesie oder Philosophie ist "Vierzeiler" ein unverzichtbares Werk. Es lädt dazu ein, die universellen Themen des Lebens durch die Augen eines Meisterdichters zu betrachten. Chayyāms Vierzeiler sind nicht nur literarische Meisterwerke, sondern auch zeitlose Weisheiten, die in ihrer Relevanz bis heute bestehen.
SpracheDeutsch
HerausgeberSharp Ink
Erscheinungsdatum12. Sept. 2023
ISBN9788028315252
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    Buchvorschau

    Vierzeiler - Omar Chayyām

    Omar Chayyām

    Vierzeiler

    Sharp Ink Publishing

    2024

    Contact: info@sharpinkbooks.com

    ISBN 978-80-283-1525-2

    Inhaltsverzeichnis

    Cover

    Titelblatt

    Text

    Vom Schenken-Tor, im Zwielicht noch versenkt,

    Rief's eines Tages: »Den Schritt zur mir gelenkt!

    Kommt, junge Zecher! Narren, füllt den Becher,

    Eh' voll den Becher euch das Schicksal schenkt!«

    *

    O, du im All, Idol du meiner Wahl,

    Mir mehr als Seele und der Augen Strahl;

    Das Köstlichste – so sagt man – sei das Leben! –

    Du bist mir köstlicher als dies noch hundertmal.

    *

    Wer hat dich Trunknen denn durch diese Nacht,

    Den Schleier lüftend, zu uns hergebracht?

    Wer schließlich heißt dich eilig, gleich dem Winde,

    Das Feuer schüren, längst vor dir entfacht?

    *

    Nichts gibt die Welt als Gram und Herzeleid;

    Nur Kummer ist die kurze Spanne Zeit.

    Der Schöpfung Dunkel ward uns nie erklärt,

    Und kaum geahnt, heißt's: »Auf, mach dich bereit!«

    *

    Um Gottes Will'n! Am Trödel hängt ihr nur,

    Im Unglückshause dieser Erdenflur!

    Mich nennt ihr trunken! – Steigt zu meiner Höhe,

    Und dann bekennt: »Von Schenke keine Spur!«

    *

    Hoch gilt der Koran, heilig weit und breit,

    Doch liest man ihn nur bei Gelegenheit;

    Indes' am Kelchrand lichtvoll steht ein Verschen,

    Das liest man gern und oft, zu aller Zeit.

    *

    Schilt nicht die Trunknen, weil du trinkst nicht Wein!

    Will dies dein Gott, dann ist er mir zu klein.

    Und dann: Just dir, wie schlecht steht dir's zu prahlen,«

    Der Dinge tut so tausendfach gemein!

    *

    Obwohl ich schön, vollendet von Gebärde,

    Und der Zypresse oft verglichen werde,

    Begreif ich nicht, wie ich dem »großen Maler«

    Schien gut genug gelungen für die Erde.

    *

    Wein trinken will ich! Trinken, daß der Duft,

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