Schneewittchen, die Unternehmerin: Mit den 7 Zwergen zum beruflichen Erfolg
Von Silvia Sverak und Petra Marada-Seletzky
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Über dieses E-Book
Was wollen wir mit diesem Buch erreichen? Wir wollen dir Mut machen, das zu tun, woran du glaubst, wofür du brennst, woran du Spaß hast. Wir werden dich aber auch anregen, das Schwimmen gegen den Strom zu probieren und dabei das Risiko einzugehen, unterzugehen. Wir werden dir helfen, an dich zu glauben, an dir zu wachsen, deine Kreativität zu entdecken, aufzustehen und loszugehen. Vielleicht hattest du ja auch schon einen Traum, der dich nicht losgelassen hat? Die eine oder andere Geschäftsidee, die dir wie ein Geist durch deinen Kopf gespukt ist? Bloß wusstest du nicht so recht, ob du das "Unternehmergen" in dir trägst und ob du dich trauen sollst. Wir geben dir mit diesem Buch einen Leitfaden an die Hand, wie du den Unternehmer, die Unternehmerin in dir erkennst, aktivierst und zum Strahlen bringst.
Maßgeblich im Unternehmer-werden-Prozess begleiten dich Freunde, die sieben Zwerge, die damals schon an Schneewittchens Seite waren: der visionäre, der kreative, der rationale, der mutige, der ehrgeizige, der sozial kompetente und der ausdauernde Zwerg stehen stellvertretend für die sieben Eigenschaften, die das Unternehmergen in sich vereint.
Mit praktischen Tests und Übungen, die dich Step by Step unterstützen, dein berufliches Erfolgsmärchen zu schreiben!
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Rezensionen für Schneewittchen, die Unternehmerin
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Buchvorschau
Schneewittchen, die Unternehmerin - Silvia Sverak
ES WAR EINMAL
ES WAR EINMAL …
… der Heinz. Heinz hatte die Gabe, die richtigen Menschen zusammenzubringen. Eines Tages meinte er zu Silvia: „Ich kenne eine coole Frau: die Petra. Die musst du kennenlernen! Es kam der Tag x und die beiden Damen hatten ein arrangiertes Blind Date. Es war schon etwas skurril. Wer hat schon ein abendliches Date in der eigenen Wohnung, ohne die andere Person zu kennen? Doch „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt
– und für beide war es der Hauptgewinn, wie sich im Laufe der Zeit herausstellen sollte. Silvia und Petra verstanden sich auf Anhieb, fanden sofort viele Gemeinsamkeiten wie die Liebe zu Pferden und der beruflichen Selbstständigkeit. Sie quatschten die ganze Nacht durch. Am nächsten Morgen wusste jede der beiden, dass sie eine Person kennengelernt hatte, die sie nicht mehr missen wollte. Sie hatten den gleichen Spirit.
Heinz war nicht nur ihr beider Bekannter – sowohl Silvia als auch Petra arbeiteten zu dieser Zeit für ihn. Silvia organisierte Oldtimer-Rallyes für Heinz und Petra hatte ihn bei einem Start-up professionell unterstützt. So kam es, dass sie in seinem Auftrag einige Tage später die Oldtimer-Automesse in Stuttgart besuchten. Nicht nur Männer verbindet aufpoliertes Chrom …
Kurz nach Stuttgart kam dann der Anruf, der als Startschuss ins gemeinsame Unternehmertum gilt: Petra bat Silvia, sie beim Kauf eines Oldtimers zu beraten. Alle ihre männlichen Bekannten rieten ihr nämlich davon ab: Sie wohne ja in der Stadt, sie kenne sich mit Autos null aus und überhaupt, so ein altes Auto liefe doch nie … Doch ein alter Porsche war eben einer von Petras Lebensträumen und nun hatte sie gleich zwei Modelle zur Wahl, die der Präsident des spanischen Porscheclubs nach langem Suchen für sie aufgetrieben hatte. Die per Telefon zu Hilfe gerufene Silvia fand die Idee supergenial und schlug vor, sich beide Fahrzeuge vor Ort anzusehen.
Der Flug war gebucht. Am Abend zuvor wurde so richtig vorgefeiert. Beide waren euphorisch und sich sicher, nicht schlafen werden zu können. Allerdings war Petra am nächsten Tag wie vom Erdboden verschluckt. Weder kam sie zur geplanten Abfahrt zum Flughafen, noch war sie zu erreichen. Ausgerechnet die immer pünktliche, korrekte und verlässliche Petra hatte verschlafen – etwas, was ihr in ihrem Leben bis dahin noch nie passiert war (und auch nicht mehr seither). Wenn das kein Zeichen war!
Der Flug wurde auf den nächsten Tag umgebucht und da klappte dann auch alles wie am Schnürchen. Hoch über den Wolken tauschten sich die beiden rund ums Thema „Automobil aus. Silvia erzählte von ihrer Vision, die sie schon lange in ihrem Kopf und Herzen mit sich herumtrug, die aber bis dato noch keine konkreten Formen angenommen hatte: So wie Petra ging es nämlich vielen Frauen und deshalb wurde sie immer wieder gefragt, ob sie nicht einen Autokauf beratend begleiten könne, denn die jeweiligen Damen fühlten sich dabei nicht wohl, wussten aber, dass sie sich damit bestens auskannte. In der Tat war es vorgekommen, dass Freundinnen von Silvia in Autohäusern nicht passend beraten wurden und am Ende des Gesprächs zu hören bekamen: „Ah ja, und wann kommt Ihr Mann dann zum Unterschreiben des Kaufvertrages?
Zum besseren Verständnis: Silvia ist in der elterlichen Werkstätte aufgewachsen und inzwischen selbst Juniorchefin eines Autohauses. Sie kennt die Branche wie ihre eigene Westentasche. Petra war gleich Feuer und Flamme von der Idee, mit Frauen auf Autoshoppingtour zu gehen. Darauf hat die Welt gewartet! Ein Knüller, das hat es in dieser Form noch nicht gegeben! Nach einem Gläschen Sekt (oder waren es doch zwei?) beschlossen die beiden, ihr Unternehmen zu gründen.
Mit diesem Hochgefühl landeten sie in Barcelona und fuhren in die Garage des spanischen Porschehändlers. Da standen sie nun, die beiden Porsches Baujahr 1964: der eine unverfälscht in himmelblauer Lackierung mit bordeauxroten Veloursitzen, der andere ein zu Tode restaurierter Amerikaner, cremefarben mit kastanienbraunen Sitzen – der eher gefällige Typ. Petra und Silva sagten sich: „No risk, no fun und nahmen den authentischen alten Herren in der abgefahrenen Farbkombination – den „blauen Jens
, wie sie ihn nannten. Gleich im Showroom entschieden sie sich, den „glänzenden alten Haufen Blech" gemeinsam zu kaufen. Jens war ab sofort ihr Firmenmaskottchen.
Ohne Navi oder Karte starteten sie ihr erstes gemeinsames Abenteuer, die Fahrt mit Jens von Barcelona nach Wien. Manchmal ist der Weg das Ziel! Zuerst ging es durch Frankreich. Die Hotels wurden danach ausgesucht, ob es eine überwachte Tiefgarage gab oder zumindest einen Blick durchs Zimmerfenster auf den Parkplatz. Jede Nacht wurden wechselnde Bewachungsrundgänge eingelegt, um zu sehen, ob es Jens gut ging und er noch ganz war. Auch untertags ließen ihn die beiden nicht aus den Augen. Bis auf ein einziges Mal. Schuld daran war – wie kann es anders sein – ein fescher Franzose! Die beiden cruisten gerade an einem herrschaftlichen Pferdegestüt vorbei und sahen einen Mann, gebaut wie ein Cornettostanitzel, mit nacktem Oberkörper auf seinem Mähtruck sitzen. Den mussten sie näher inspizieren. Silvia stieg unsanft auf die Bremse, parkte ein, die Freundinnen sprangen aus dem Auto und liefen durchs offene Stalltor. Kaum waren sie auf dem Areal, ging das riesige Tor wie von Zauberhand zu. Nun waren sie gefangen! Draußen stand Jens und zu allem Überfluss steckte der Schlüssel im Zündschloss und der Geldbeutel sowie die Papiere lagen im unversperrten Fahrzeug. Der Hottie auf seinem Mähtruck war taub für die Hilferufe, weit und breit keine Menschenseele zu sehen, nur ein Dutzend Überwachungskameras an den Mauern. Ein Anflug von Unwohlsein machte sich breit und steigerte sich innerhalb kürzester Zeit zu einer ausgewachsenen Panik, da Jens auf der anderen Seite unbewacht mit offenen Türen eine regelrechte Einladung an Entführer war, ihn zu stehlen. Beide sahen nur einen Ausweg: die Flucht über den übermannshohen Zaun. Mit Adrenalin im Körper wieder auf der Landstraße gelandet, machten sich die Ladys rasch aus dem Staub. Man muss bedenken, dass Petras Knie frisch operiert war – doch in solchen Situationen beißen Powerfrauen wie sie die Zähne zusammen, da ist keine Mauer zu hoch, um sie zu überwinden. Die Stalleigentümer werden sich vermutlich krumm gelacht haben, als sie sich diese Situation auf dem Überwachungsband ansahen.
Nach diesem privaten Roadmovie beschlossen Silvia und Petra, noch einen Zwischenstopp beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring einzulegen. Doch lange vor dem Parkplatz stoppte sie eine kilometerlange Autokolonne. Ganz nach dem Motto „Don’t stop me now überholten sie mit ihrem Jens und dem spanischen Kennzeichen die Wartenden und winkten dabei huldvoll aus dem Auto. Frechheit siegt! Endlich am Ziel angekommen stellte sich das Problem, woher sie ihre Eintrittskarten bekommen sollten – und was tun derweil mit Jens? Petra hatte die rettende Idee: Als Bekannte von Hans Joachim Stuck alias „Stucki
, einem renommierten, in die Jahre gekommenen, aber immer noch in der Szene präsenten Rennfahrer, berief sie sich auf die von diesem hinterlegten Tickets – und auf sein Versprechen auf einen Stellplatz in der Tiefgarage (was ein wenig geflunkert war, da Stucki zu diesem Zeitpunkt nichts von ihrem Plan wusste). Der Junge an der Rezeption holte die Chefin und binnen zehn Minuten hatte Jens einen bewachten Parkplatz und die beiden waren mit VIP-Tickets versorgt. Oft muss man die richtigen Einfälle zum passenden Zeitpunkt haben!
Die anschließende Rückfahrt verlief reibungslos. Jens machte keinen Mucks auf dem Weg nach Wien, wo die Mobilistin-Story startete. Durch diese gemeinsame Reise hatten Silvia und Petra auf privatem Weg schon vieles miteinander erlebt, was im Unternehmertum noch geschäftlich auf sie zukommen würde: Höhen und Tiefen, mal Stress und Streit, unerwartete Wendungen – und jede Menge euphorischer Momente, die den Glauben an ihre Fähigkeiten bestätigten. Abenteuerlust, Spaß, Chuzpe und eine Portion an Frechheit brachten sie wohlbehalten heim nach Wien.
Schneewittchen reloaded
Es war einmal …
… mitten im Winter. Die Schneeflocken fielen wie Federn vom Himmel herab. Die österreichischen Alpen zeigten sich tief verschneit, als ein junges verliebtes Paar seine Flitterwochen in einem kleinen beschaulichen Skigebiet verbrachte. Es war mit einem Pferdeschlitten durch den Wald unterwegs zu einer gemütlichen Almhütte. Der frisch gefallene Schnee knirschte unter den Kufen des Schlittens. Die Liebe der beiden war rein und grenzenlos. Die schwangere, bildhübsche Frau legte ihren Kopf auf die Schulter ihres Mannes und sprach: „Ich liebe dich und diese wunderschöne Natur hier in den Bergen – deshalb soll unsere Tochter eine unschuldige weiße Haut wie der frisch gefallene Schnee haben, ihr Haar soll von der Farbe der tiefschwarzen Mähne des Pferdes vor der Kutsche sein und ihre Lippen sollen so leuchten wie die roten Äpfel, die wir als Proviant mit in der Kutsche haben. Und tatsächlich, das Mädchen, das bald darauf geboren wurde, kam mit nahezu weißer Haut, roten Lippen und ebenholzschwarzen Haaren zu Welt. Wegen seiner Hautfarbe wurde es Schneewittchen genannt. Der Vater aber konnte sich nicht freuen: Seine über alles geliebte Frau, die Mutter seiner heiß ersehnten Tochter, war bei der Geburt verstorben. Schon so früh im Leben von Schneewittchen zogen damit dunkle Wolken am Himmel auf. Doch zunächst entwickelte sich alles gut: Der Vater kümmerte sich liebevoll um das Mädchen, arbeitete hart, um seine kleine Familie ernähren zu können. Ein Jahr zog ins Land und seine Freunde meldeten ihn bei einer „Wisch und weg
-Internet-Partnerbörse an. Hier lernte er eine schöne Frau kennen, die er alsbald ehelichte. Die neue Gattin an seiner Seite aber war stolz, eingebildet und selbstsüchtig. Sie wollte die Schönste aller Frauen sein und befragte dazu regelmäßig eine Wahrsagerin und deren Wunderspiegel: „Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land? Und immer wieder antwortete der Spiegel: „Ihr seid die Schönste im ganzen Land!
Sie war fürs Erste beruhigt und arrangierte sich mit Schneewittchen und ihrem Leben als Stiefmutter. Einander aus dem Weg zu gehen, war nicht schwer: Bei ihr drehte sich alles um Luxus, Lifestyle und Schönheitsoperationen, während Schneewittchen sich schon früh mit der Natur, den Wäldern und den Tieren verbunden fühlte.
Doch eines Tages – Schneewittchen war nun zwölf Jahre alt und zu einer hinreißenden Schönheit herangewachsen – konsultierte die Stiefmutter wieder den magischen Spiegel. Sie hatte bereits zahlreiche Schönheitsoperationen hinter sich und war sich der Antwort gewiss. Doch diese lautete erstmals nicht wie gewohnt, sondern: „Ihr seid die Schönste im ganzen Land, aber Schneewittchen ist tausendmal schöner und natürlicher als Ihr!" Da wurde die böse Stiefmutter grün und gelb vor Neid und ihr ohnehin hartes Herz verwandelte sich in Stein. Immer wenn ihr Schneewittchen unter die Augen kam, wuchs ihr Hass noch ein Stück mehr. Fortan ließ sie dem Mädchen keine Ruhe mehr, mobbte und drangsalierte sie bis an den Rand der Verzweiflung.
