WaldMärchen: Ein märchenhaftes Jahreszeiten Wald-Buch
Von Petra Reif
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Über dieses E-Book
Damit meine ich die Beziehung des Herzens zur Natur, denn Bäume, Pflanzen und Tiere sind mit uns gleichwertige Lebenspartner auf dieser Erde.
Petra Reif
Petra Reif, geb. 1952, Sozialwissenschaftlerin und seit fast 20 Jahren Waldfrau. Mit Kräuterausbildung im Schwarzwald ( Zentrum Lichtquell ) , Erfinderin der Waldgänge - langsame Sinnes-Erkundungen mit allen Lebewesen im Wald, Wieder-Erleben des alten Wissens unserer Vorfahren, Fortbildungs-Angebot energetische Heilarbeit im Wald ( WaldheilerIn). Mein erstes Buch WaldMärchen gibt diese Wald-Erlebnisse mit Bäumen und Pflanzen wieder. Dieses zweite Buch widmet sich den Pflanzen-Seelen der heilenden Kräuter im Wald. Website: www.waldheilung.de
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Buchvorschau
WaldMärchen - Petra Reif
VORWORT
Mein Anliegen ist es, mit meinen Märchen die Menschen aufzufordern, ihre Liebe zur Natur wieder zu leben.
Damit meine ich die „Beziehung des Herzens" zur Natur, denn Bäume, Pflanzen und Tiere sind mit uns gleichwertige Lebenspartner auf dieser Erde.
Sie verdienen unsere Liebe und ungeteilte Aufmerksamkeit. Spürt unser Herz die Einheit mit der Natur, ist es allen ihren Lebewesen gegenüber offen.
So passiert ein Geben und Nehmen, eine magische Gegenseitigkeit.
Und dann beginnen wir zuzuhören, Botschaften wahrzunehmen, ganz im Hier und Jetzt zu sein und uns auf unsere Einheit in der Natur einzulassen.
Das heißt, alle anerzogenen Vorstellungen von Natur als Umwelt fallen zu lassen. Es gibt keine Umwelt – es gibt nur eine Natur im „Wir".
Bäume, Pflanzen, Tiere, Steine, Elemente und kleines Volk spüren unsere Offenheit, wie sie auch unsere Verschlossenheit spüren.
Spüren sie unsere Offenheit, sind sie uns ganz zugewandt, geben sie uns die Energie, die wir geben, zurück.
Fange mit einem Baum, einer Pflanze an, nähere dich und öffne dein Herz. Trete offen in sein/ihr Energiefeld ein – die Aura von Baum/Pflanze und Mensch verbindet sich!
Dann fließen Energien ineinander. Es entsteht ein tiefes Verstehen auf beiden Seiten und damit auch ein Heilungsprozess für beide.
Die Märchen der Märchenfrau, die schon immer existiert hat, sollen diese Herzens-Annäherung beispielhaft deutlich machen, wie die Gleichnisse in der Bibel.
Es sind Märchen zum Hinein-Spüren und Kommunizieren auf allen Sinnes-Ebenen.
Unsere inneren Augen, Ohren und Stimmen sind gefragt.
Denn auch Baumgeister, Pflanzen-Devas und Feen, Elementargeister und Zwerge wie Riesen, ja sogar Steine, haben eine Lebensgeschichte wie wir.
Sie durchleben wie wir Nöte, Anstrengungen und Freude und laden dich hier in diesem Buch ein, in ihr Leben einzusteigen.
Petra Reif, Juli 2020
INHALTSVERZEICHNIS DER MÄRCHEN
Der Winterwald im Februar mit dem Imbolc-Fest der Brigid
Das Märchen von der Brigid Birke
Der Frühlingswald im März und die Frühjahrs-Tag und Nacht-Gleiche
Das Märchen von der Müden Blumenelfe
Das Frühlings-Grün im April und das Ostara-Fest
Das Märchen vom Zwerg in der Espe
Die Frühlings-Hochzeit im Mai und das Beltane-Fest
Das Märchen vom Maiglöckchen
Der Sommerwald im Juni und die Sommer-Sonnenwende
Das Märchen von der stolzen Esche
Der blühende Sommer im Juli und die Feen und Elfen
Das Märchen von der Springkraut-Fee
Der feurige Monat August und das Lughnasad-Fest
Das Märchen von den Hainbuchen-Träumen
Der feuchte September-Wald und die Herbst-Tag und Nacht-Gleiche
Das Märchen vom trotzigen Pappelkind
Das Märchen vom Eichen-König
Der bunte Oktober-Wald und das Samhain-Fest
Das Märchen vom Ahorn-Blätterkranz
Der neblige November-Wald und die dunkle Jahreszeit
Das Märchen von der kleinen Eiben-Fee Pitschu
Das Märchen vom Fichten-Wichtel
Der kalte Dezember-Wald und das Fest der Winter-Sonnenwende
Das Märchen vom Geheimnis der Stechpalme
Das Märchen von Ruheland und dem Lärmfresser
Der Winter-Wald im Januar und das Ende der Rauhnacht-Tage
Das Märchen von der Elfen- und Feenmagie und von ihren Hölzern
Die Märchenfrau
Es wird erzählt von einer Märchenfrau, die in den Wäldern lebt. Es heißt sie war schon immer da!!
Ob Großeltern, Eltern und Kindern: in allen Zeiten war sie allen bekannt. Sie hatte schon immer ihre Märchen aus dem Walde erzählt. Botschaften von den Bäumen, Kräutern und Tieren.
Sie kannte alle lebenden Geschöpfe im Wald, jeden Baum, jedes Kraut, jedes Tier. Und sie kannte deren Erlebnisse, ihre Freude und ihre Trauer.
Und diese Geschichten, die sie erfuhr, flocht sie zu Märchen, die sie den Menschen draußen im Wald erzählte.
Die Menschen, die ihr aufmerksam zuhörten, entführte sie aus ihrem Alltag.
Der Wald wurde für sie so lebendig, dass sie glaubten, in all seinen Wundern spazieren gehen zu können.
Der Winterwald im Februar
mit dem Imbolc-Fest der Brigid
Die Märchenfrau
Und so wanderte die Märchenfrau durch die Jahreszeiten des Waldes und begegnete immer neuen Märchengestalten.
Anfang Februar war es noch sehr kalt im Wald.
Alle Waldbewohner waren aber trotzdem auf den Beinen, voller Hoffnung auf das wiederkehrende Licht, nach dem dunklen, kalten Winter.
Das war die Zeit des Jahres, in der die Märchenfrau ihre ersten Märchen erzählte.
Sie schritt durch den Schnee zu einer weit vom Weg entfernten Birke, die sie ehrfürchtig grüßte, denn sie hatte ihr eine Geschichte erzählt, die Menschen, Tieren, anderen Bäumen und Pflanzen im Wald Mut und Zuversicht bringen sollte.
Sie lehnte sich an den Stamm der Birke und betrachtete in Gedanken versunken ein klar sichtbares Rinden-Bild.
Da hörte sie wie laut lachend kleine und große Menschen sie entdeckt hatten und aufgeregt auf sie zukamen.
„Erzähl uns dein erstes Jahreszeiten-Märchen", sprach sie ein junger Mann an.
„Wir haben so darauf gewartet!" setzte er lächelnd fort.
Und immer größer wurde ihre dick eingemummelte Zuhörerschaft. Sie rieb sich die Hände und zog ihre wollenen Handschuhe an und sie streichelte dreimal die Rinde der Birke, erst dann begann sie zu erzählen:
Das Märchen von der Brigid-Birke
Jetzt war sie schon fast zehn Jahre alt und hatte gerade ihre schönen zarten Knospen bekommen.
Es juckte sie dann immer sehr, bis sie so richtig aufgesprungen waren.
In diesem Februar war es noch sehr kalt. Sie musste das Jucken wohl noch länger ertragen.
Am stärksten war es bei den Pollen-Schwänzchen. Sie rumorten in ihrem Inneren immer ganz heftig, gerade dann, wenn ihr Saft so stetig in ihr nach oben drängte.
Nach dem langen kalten Winter ohne viel Bewegung, in dem sie immer ganz ruhig vor sich hin döste, war es schon ein prickelndes Gefühl, wenn neues Leben in ihr hochstieg.
Sie schaute an ihrem schönen schwarz-weißen Stammkleid hinunter. Ja, es war wahr, sie strahlte – das mussten Sonnenstrahlen sein.
Sie glättete vorsichtig ihre weiße Rinde und schaute auf die schwarzen Stellen, die oft von einem Elf oder einer Fee benutzt wurden, um sich sichtbar zu machen.
Sie nannten es
