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Die volle Härte und ganz viel Liebe: Starkstrom-Poesie für Realisten die von der Wahrheit träumen
Die volle Härte und ganz viel Liebe: Starkstrom-Poesie für Realisten die von der Wahrheit träumen
Die volle Härte und ganz viel Liebe: Starkstrom-Poesie für Realisten die von der Wahrheit träumen
eBook522 Seiten4 Stunden

Die volle Härte und ganz viel Liebe: Starkstrom-Poesie für Realisten die von der Wahrheit träumen

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Über dieses E-Book

So tickt das Leben! Es pendelt zwischen Freud und Leid hin und her. Manchmal bekommen wir seine ganze Härte ab und manchmal verwöhnt es uns mit allem, was es zu bieten hat. Für uns Menschen ist es eine Reise, die mit der Geburt beginnt und mit dem Tod endet. Und so ist das Leben für die einen ein Marathon, für andere ein Spaziergang und wieder für andere ein Spurt, und nicht selten ein Wettrennen, gegen die Zeit auf jeden Fall. Und doch, das Leben ist unsere Reise wert! Denn unterwegs begegnen uns nebst allerlei Horrorszenarien, so manches Wunder, wie die Liebe, Freundschaften, Kinder, Tiere und die Natur und all die Reichtümer in uns und um uns herum. In dieser Lektüre sinniert der Autor über die dunkelsten und hellsten Momente solcher Reisen, ganz ohne Schönrederei, mit viel Wut und noch mehr Liebe. Poesie vom Allerfeinsten, die alles andere als schläfrig daherkommt und direkt ins Herz trifft, und Gedanken, die unangepasst und komplex mit dem Alltag korrespondieren und unser Weltbild mal peitschen, mal streicheln, ganz wie das Leben.
SpracheDeutsch
HerausgeberBooks on Demand
Erscheinungsdatum27. Mai 2020
ISBN9783749495160
Die volle Härte und ganz viel Liebe: Starkstrom-Poesie für Realisten die von der Wahrheit träumen
Autor

Francis Louis Bandelier

Francis Louis Bandelier (1958), Sohn einer Arbeiterfamilie; nur mit Grundschule und mit wenig familiären Wurzeln gestartet und zeitlebens ein Pendler zwischen den sozialen Realitäten, mal als kollektiver Einzelkämpfer, mal als individueller Teamplayer. Er ist einer jener Dichter, die in einem Café, in einem Park oder mitten im Run, ihre Zeilen schreiben. Autodidaktisch, mit viel Fleiss und bis heute beinahe unbemerkt von der Gesellschaft, widmet er sich in Eigenregie und teilweise als Ghostwriter, diversen Medienbereichen.

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    Buchvorschau

    Die volle Härte und ganz viel Liebe - Francis Louis Bandelier

    Alles wird gebrochen,

    nur nicht das Schweigen.

    ich habe mich entschlossen

    und nein bin nicht besoffen

    gedanken in einen körper gebären

    die sonst nie sterblich wären

    ja es tut weh geburt und zu leben

    wenn keiner bezahlen will oder was geben

    teure gedanken nicht zu verschenken

    sich für andere biegen verrenken

    trotzdem ich tu’s und sei’s nur für mich

    und mach ich damit auch nicht einen stich

    was soll’s und was kümmert’s

    zurück oder vorwärts

    am ende sind wir eh alle allein

    bis dahin mal nicht und manchmal doch sein

    so gross ist das leben doch auch wieder nicht

    ein bisschen dämmerung zwischen dunkel und licht

    dazwischen die herzen die reihenweis bluten

    weil kopf will nicht wissen will lieber vermuten

    dass alles was sinn macht nicht länger lebt

    als dass ihr was rausholt und dass ihr was gebt

    Inhalts-Übersicht

    Kapitel 1: Am Start

    Kapitel 2: Gedichte

    Kapitel 3: Chaos: Geistesblitze im Schwarzlichtmodus

    Kapitel 4: Kurz um die Ecke gedacht

    Kapitel 5: Am Ziel

    Vorschau

    Kapitel 2: Gedichte

    Das ABC

    Am Anfang war das Wort

    Gehen nach Hier

    Endzeit

    Antike

    Che-mies

    Im Zeichen der Sterne – 3

    Keine Frage

    Getauft

    Globale Faust

    Pfauenrad

    Hexerei

    Gewohnheit

    Feuerlich

    CHrrr

    Mückenstich

    Die Weltenspinne

    Augenecho

    Amen

    In Anbetracht

    Menschen tun so - Tun Menschen so – So tun Menschen

    Ver-iert

    Die Sprache der Sprache

    Härtetest

    Blutzeit

    Höhere Mathematik

    Mikro- und Makrokosmos

    Avenue

    Irrenhaus

    Der Menschentag

    Bestandsaufnahme

    Augenscan

    Komm-unikat-ion

    Idylle

    Diagnose

    Der Name des Tiers

    City

    Die Siegerfrage

    Be-Scherung

    Die von Schuld befreite Sünde und die von Sünde befreite Schuld

    Erdbestattung

    Clever

    Genius

    Im Zeichen der Sterne – 2

    Emanzenkind

    Geisterstunde

    Nur Der

    Evolution der Steine

    Kinder der Hölle

    Krieg³

    Zahlenkunde

    Gesiebte Wahrheit

    Kinder Kinder

    Höllentrip in den Himmel

    Liebe ist

    Leichenbrief

    Nicht jede Mutter heisst Maria

    Niemand und Keiner

    Politicks und Politricks

    Kinderklagen

    Universal

    Ver-Sehen

    Vom Ende aller Briefe

    Zukunftsmelodie

    Unsinn

    Politologie

    Von der Leichtigkeit des Seins

    Wegweiser

    Wer sucht, der findet

    Was sind wir?

    Wegelagerer

    Was und wofür?

    An das Mädchen mit den traurigen Augen

    Wird Zeit!

    Was kümmert’s

    Im Zeichen der Sterne – 1

    Home sweet Home

    Vom Satan in mir

    Ein verfluchter Engel

    Zeig es nicht

    Familie Ohnsorg

    Antike Neuzeit

    Silvester

    Um zu lernen

    Die teuerste Gabe

    Herzkrampf

    Er Sie Es

    Für und Gegen

    Es und ich

    Tierisch klug

    Warten

    Von der echten Kunst

    Zeitritter

    Das Frage-Antwort-Spiel

    Yeaa

    Nicht ganz dicht

    Das Zeitliche gesegnet

    Wieder mal

    Kommen und Gehen

    Sternenhimmel

    Krieg²

    Es war einmal

    Dein Kampf

    Nur ein Mensch

    Der Tod der Nacht

    Das wisst ihr!

    Gottkomplex

    Nur einmal

    Familienkosmos

    Das hohe Gericht der Worte

    Opfertod

    New-Age

    Als

    Trotzdem

    Bis zum Ende voller Glauben

    Vom Licht der Schatten

    Es ist angerichtet

    Höhere Mathematik

    Schwätzer-Weisheit

    Im Zeichen der Sterne – 4

    Kalaschnikopf

    MC Gang

    Ganz weit weg und doch zuhause

    Dein eigenes Ich

    Die Jungen Wilden

    Es trifft immer dich

    Die Liebe die uns zusammenhält

    Krieg

    Nicht mein Herz

    666

    Am Tunnelende kommt das Licht

    Götterzorn

    Meine eigenen Wege

    Der Tod

    Ohne Krone und Thron

    Zeit ist alles was du hast

    Das Geheimnis der Zeit

    Die Freiheit und die Liebe

    Ich will Licht!

    Wirsind das Volk!

    Einsame Seele

    Das Rätsel Mensch

    Ewiges Eis

    Sehnsucht

    Frei wie ein Vogel

    Vom Sinn der Sinne

    On the way

    Es piekt

    Reisen

    Was Liebe sei

    Du

    Um was es geht

    Ich, du, wir

    Traumland

    Das hat mir gefehlt

    Vom Himmel zur Erde

    Und morgen dann

    Der Mensch

    Nur ein flüchtiger Traum

    So bist du

    Elisabeth

    Gleichgewicht

    Wunschkonzert

    Freiheit

    Wenig

    Das Böse

    Vielleicht

    Schatten

    Held

    Ja, kommt doch mal vorbei

    Die Gedanken

    Männer

    Mond

    Realität

    Mann und Herz

    Die Wand

    Kaltfront

    Dunkelschwarz

    Vampire im Licht

    Vision

    Mein Engel

    Für meine Herzallerliebste

    Kapitel 4: Kurz um die Ecke gedacht

    Alles und für Nichts

    Am Anfang war das Wort

    Das alte Lied von der neuen Freiheit

    Der ganz normale Wahnsinn

    Die Ruhe nach dem Sturm

    Gott – Die Erste: Wo?

    Gut und Böse

    Karma: Die Verabschiedung von der Logik

    Liebe und auch sonst nichts

    Sicher ist sicher und kostet sicher

    Menschengeschichtenträume

    ALV – Alles läuft verkehrt

    Anonymität

    Gerechtigkeit

    Ganz schön Religion und Wissenschaft

    Wie geht es Ihnen? Alles ok?

    Loslassen

    Gott – Die Zweite: Leerlauf

    Pro und Contra und die lahme Mitte

    Konsum – Da geht noch was

    Von der Arroganz der eigenen Sprache

    Vorurteile

    Kapitel 1

    Am Start

    Liebe Leserin, lieber Leser, und das gilt auch für jene, die nicht sooo lieb sind, auf ein paar Worte am Start.

    Eigentlich ist in diesem Buch alles so wie es sein sollte, und ich glaube nicht, aber vielleicht hat sich trotz Korrekturlesen und Korrekturprogramm, der eine oder andere Fehler eingeschlichen. Da mir schlicht und einfach die Mittel für fremde Dienste fehlen, darf ich das gesamte Buch nicht nur schreiben, sondern auch selber redigieren, korrigieren und gestalten. Ich gestehe, es macht grosse Freude, in eigener Sache zu arbeiten. Das ermöglicht auch einige Freiheiten, von welchen ich die eine und andere genutzt habe, wie Sie weiter unten gleich lesen werden. Und überhaupt, das wird kaum ein perfektes Buch, wahrscheinlich darum nicht, weil es ziemlich authentisch ist und mir quasi direkt aus dem Nebel spricht, das ist dort, wo Sie eine Seele haben. Sind Menschen perfekte Wesen? Eben, ironischerweise erwarten sie aber stete Perfektion voneinander. Gewiss, die Dinge sollen korrekt sein in ihrer Aus- und Durchführung, soweit stimme ich überein. Aber als Poet kann ich im besten Fall nur eine Annäherung an Perfektion heraufbeschwören, die der Nähe des Menschseins und damit der Menschlichkeit entspricht, mit all ihren kultivierten Stärken und disziplinierten Schwächen. Wir sind wer wir sind, ganz egal, wie andere uns haben möchten.

    Nun ein bisschen über meine Freiheiten. Das hier ist kein Roman, der sich flüssig herunterlesen lässt. Daher habe ich mich entschieden, die Gedichte und Kurzgedanken kleinzuschreiben. Das ist mein Anspruch an mein Publikum, meine Aussagen zu studieren, in das Material hineinzuhorchen, sich Zeit zu geben, die Worte wirken zu lassen. Mit einer regelkonformen Rechtschreibung wäre dies kaum möglich, da der Leserschaft so jegliches Stolpern erspart bliebe. Aber so funktioniert unser Denken nicht, und Poesie schon gar nicht. Beide sind voller Überraschungen, denen wir uns täglich aufs Neue hingeben sollten. Zu den Gedichten kann ich noch sagen, sie gehen keineswegs runter wie Wasser. Nicht selten ist in einer Zeile eine ganze Welt verpackt, ganz wie im richtigen Leben, wo sich in einem Ereignis viele Ereignisse begegnen und kreuzen; Bilder eben, in den Bildern. Ganz meinem Credo gemäss, sind meine Gedichte eher Konzentrate als weit gestreute Angelpunkte im Denken, also mehr Tomatenpüree als Tomaten, und manchmal sind sie auch so rot wie das Blut und die Tomaten.

    Auch was die Gestaltung angeht, habe ich mir meinen Freiraum offengelassen und mir erlaubt, die Gedichte so zu setzen, dass in der Leseart und im Sinne des Denkflusses so wenig als möglich ein Bruch entsteht, wie das oft passiert, wenn Texte stur bis zur untersten Buchzeile geschrieben werden und dann, mitten im Satz oder den Sinn brechend, auf die nächste Seite wechseln. So habe ich oft bewusst und gezielt in den Gedichten mit dem Text etwas früher die Seite gewechselt, ich hoffe Sie vergeben mir diesen Stilbruch. Ach ja, die Sache mit „man habe ich bewusst und meist mit „mensch ersetzt. Etwas anderes; Sie werden es merken, einige Gedichte sind in Wut oder Traurigkeit gezeugt worden, live, und andere in Liebe, ebenso live. Auch wenn, wie es die Liebe für gewöhnlich so hält, manchmal eine einseitige Liebe vorherrscht, manchmal eine süchtige Liebe uns für eine kurze Zeit verwöhnt und dann ausgesaugt und kaputt wegwirft, und manchmal eine Liebe aufgrund der äusseren Lebenssituation der Protagonisten, einfach nicht lebbar ist; allem zum Trotz gab und gibt es keinen Grund, sich Liebe im Dasein zu ersparen, auch für mich nicht. Ich gebe zu, ich wollte glücklich werden, das ist mir gründlich misslungen. Natürlich habe ich selbst dazu beigetragen, zweifellos, aber letztlich glaube ich, gehöre ich zu den Menschen, die einfach nicht gemacht sind für diese Welt, und die das auch nicht mit Optimismus zu überlagern imstande sind, wie viele ihrer Zeitgenossen. Wahrscheinlich haben mir einfach nur Menschen gefehlt, die mich so lieben, dass diese Liebe auch bei mir ankommt und für die ich wenigstens auf Platz Zwei stehe. Wahrscheinlich hatte ich solch wundervolle Menschen in meinem Leben und sie einfach nicht gebührend beachtet, wahrscheinlich hab ichs dort schon verbockt. Wahrscheinlich ist die Wahrscheinlichkeit am wahrscheinlichsten, dass ich irgendwann sterben werde, ohne jemals echt und wirklich glücklich gewesen zu sein. Da werde ich mich wohl in eine lange Reihe einstellen müssen. Und falls das noch ändert, bitte sehr, i’m ready. Es muss aber auch gesagt sein, dass ich es ohne die Hilfe von Menschen, die mir gut gesinnt waren, kaum bis heute und hierhin geschafft hätte!

    Ich kann auch nicht mit einem Vorwort einer schillernden Koryphäe aus der Literatur oder zumindest aus der Kunstszene aufwarten, weil die alle erst mal keine Zeit haben, in ein Buch eines Nobody der Szene reinzulesen, ohne dies ein Vorwort nun mal nicht zustande kommt; ausser natürlich, ich kenne eine solche Berühmtheit persönlich, was nicht der Fall ist. Wenn dann mal irgendwer mit Rang und Namen ein paar lobenswerte Worte über das Buch geäussert hat, dann mag sich der Rat der Weisen meiner Zeilen annehmen. Machen wir uns nichts vor, die meisten Newcomer, egal welcher Kunstszene sie angehören, sind auf die Fürsprache führender Persönlichkeiten der Szene angewiesen, wollen sie das grosse Publikum erreichen und ins Fernsehen oder von den Kritikern gelobt oder zerrissen werden.

    Ich schreibe über Wahrheit und Wirklichkeit. Eigentlich eine einfache Sache, das mit der Wirklichkeit, wären da nicht Einstein und Hawking und dergleichen. Aber auch als Poet kann ich bestätigen, Realität ist ein Kontrast-Programm, immer farbenfroh gestaltet, meist schwarz-weiß verstanden. In meinem Universum existieren jede Menge Regenbogengedanken, schwarz-weiß sind bei mir nur die Übergänge in andere Gedankenwelten, sozusagen die Andock-Stationen für anderes Denken. Ich habe mein Denken niedergeschrieben, mit einigen Tränen und einem Lächeln im Herz. Und klar, ich hätte hundertmal mehr schreiben können. Aber hätten Sie dieses Buch dann hundertmal mehr gelesen? Es ist wie mit der Unterhose, den Socken und Schuhen, mensch kanns auf einmal immer nur einmal benutzen, aber eben, jeden Tag neu und gereinigt. In etwa so lässt sich die Wirklichkeit nutzen. Sie ist jeden Tag etwas Bekanntes und doch Neues und muss immer wieder „gereinigt angegangen werden, und sie kommt uns ziemlich nahe, oft näher als die Unterhose, und stinkt manchmal wie die Socken. „Dreck fordert seinen Tribut; in der Materie mit Viren und schädlichen Bakterien (denn es gibt ja auch unzählige hilfreiche solche), und im spirituellen und geistigen Bereich mit Klarheit und Update und Einfühlungsvermögen, und dem Willen dazu! So habe ich in meinen Gedanken einige der unzähligen Begegnungen mit der Wirklichkeit wiedergegeben, immer in der aktualisierten Version meiner selbst. Die habe ich aber bewusst gemischt und spontan eingefügt, so dass Sie in diesem Buch nicht etwa die „dümmsten oder unwissenden Gedanken zuerst – und die „klügsten und klarsten Gedanken zuletzt präsentiert erhalten. Ich habe sie Ihnen geschüttelt und gerührt präsentiert, also bin ich schon mal kein James Bond und kann die Welt nicht retten. Aber vielleicht kann ich ein Puzzle in Ihr Weltbild setzen oder liefern, eines das Ihnen vielleicht noch gefehlt hat. Das wäre dann schon mal eine Streicheleinheit für meine Seele, und die Erde ist doch ein Kuschelzoo, oder bin ich da falsch informiert? Meines Wissens laufen vielerorts zumindest grosse Teile der Werbung, der Justiz und der Umgangsformen in der Gesellschaft, im Weichspülen-Dauerprogramm ab, Selbstmitleid wird kultiviert. Während in den meist westlichen Ländern für Schwerverbrecher weit mehr getan wird als für die Opfer, ist das in gewissen anderen Ländern extrem umgekehrt, meist dort, wo die Menschenrechte generell mit Füssen getreten werden, wo also Täter und Opfer gleichermassen relativ schutzlos sind. Und wenn’s da und dort mal ein bisschen ruppig wird, dann haben wir jede Menge Mediatoren und Gladiatoren, erstere um zu besänftigen und letztere, um abzulenken: Brot und Spiele eben. Nur noch Attentäter, Chaoten und Geisteskranke wagen es, sich ausserhalb vom gesetzlich verordneten Mass von Unruhe und Dissonanz, in Szene zu setzen. Darum können Querulanten schnell ausfindig und unschädlich gemacht werden, manchmal dadurch, dass mensch sie unglaubwürdig macht, manchmal indem mensch sie zum „asozialen Element stempelt und ihnen damit den Schutz der Herde entzieht. Aber innerhalb des „organisierten Widerstands darf gepoltert und gelallt werden, weil der immer brav die rote Linie nicht überschreitet und damit bis höchstens an den Rand der Käuflichkeit reicht. Was das ist, die „Rote Linie"? Der Dienst an den Medien. Solange etwas gewinnbringend vermittelt und verkauft werden kann, entspricht es den gesellschaftlichen Normen des geistigen, emotionalen oder materiellen Wachstums, Information ist einfach alles! Kein politisches System, kein noch so stark aufgestelltes Unternehmen, keine gesellschaftliche oder ethnische Strömung, keine religiöse oder spirituelle Anhängerschaft, und weder Werbung, Sport, Kunst noch die Unterhaltungsindustrie, können ohne die Medien existieren! Die Medien konzentrieren in sich die grösste Macht überhaupt, sie können Einzelne und selbst Lobbys heute in den Himmel heben und morgen in die Hölle schicken. Unterschätzen Sie in jeder Aktion die der Mensch plant oder durchführt, niemals die Rolle der Medien dabei. Selbst dieses Buch würde ausschliesslich durch die Medien zu Ruhm gelangen. Natürlich gibt es auch unter den Medien solche, die eine Vorreiterrolle einnehmen und sich weit aus dem Fenster lehnen und von Dingen berichten, die nicht mehr oder noch nicht gesellschaftsfähig sind. Das ist mutig und darum zählt Journalismus nicht grundlos zu den gefährlichsten Berufen dieser Welt! Dass ich dabei nicht vom Sensationsjournalismus, sondern vom investigativen Journalismus rede, versteht sich von selbst.

    Ich schreibe mir also die Seele vom Herz und das Herz von der Seele, und das könnte ewig so weitergehen. So lass ich mal die Fünf gerade sein und schicke Sie auf die Reise durch meinen Kopf. Sie werden wahrscheinlich dann und wann anecken und ein andermal gehts ab wie auf einer Bobbahn; mal treffe ich ins Schwarze, mal voll daneben. Ich möchte Ihnen nicht sagen, was dabei herauskommt, wenn Sie mich lesen, aber ich möchte Ihnen danken dafür, dass Sie mich lesen. Ich mach das lieber jetzt gleich, denn ich bin mir nicht sicher, ob wir Freund oder Feind sind, wenn Sie dieses Buch gelesen haben. Lassen Sie uns beide das Risiko eingehen, Sie haben nur etwas Zeit zu verlieren (oder zu gewinnen) und ein kleines bisschen Geld, ich musste beides in rauen Mengen vorschiessen, und so ist es jetzt schon ein bisschen eine Win-Win-Situation, und das ist doch gut so. Ich wünsche Ihnen jede Menge Aha-Erlebnisse und am Ende reichts vielleicht für ein Wow, wer weiss.

    Kapitel 2

    Gedichte

    Das ABC

    ich bin frei

    du bist frei

    er ist frei

    sie ist frei

    es ist frei

    wir sind frei

    ihr seid frei

    sie sind frei

    aber die sprache ist ein gefängnis

    Am Anfang war das Wort

    genetischerweise sind wir integriert

    in ein molekularsystem

    dessen struktur dem atomaren zellaufbau

    in chemisch-biologischen emissionen

    beigefügt wird durch mentalenergetische lichtprojektionen

    quantenrelativer magnetsphären

    die als gravitative essenz

    den betakörper physisch aufbauen und ihn koordinieren

    mit neurologischen schwingungen subatomarer frequenzen

    um den mikroprozess evolutionärer progression

    makrokosmischer materie einzuleiten

    sie nennen es geburt

    Gehen nach Hier

    das leben der leben habe ich noch nicht gelebt

    den tod der tode bin ich noch nicht gestorben

    die krone der könige trug ich noch nie

    nie geführt das schwert aller schlachten

    trank ich noch nie vom blut aller opfer

    geliebt die liebe habe ich noch nie

    auch nicht gehasst den hass

    ich hatte noch keine zeit für ewigkeit

    und bin nie, was ich sein werde

    nur ein bisschen träumen den traum aller träume

    möchte ich, und erwachen an unser aller morgen

    mit euch zu gehen dorthin, wo wir noch nie waren

    um zu staunen, wie sehr wir dann

    immer noch hier

    an das leben glauben

    wo wir immer schon waren

    Endzeit

    auge um auge, biss um biss

    blinde um blindheit, schweigen um worte

    schlag auf schlag, bild auf spiegel

    herzschlag gegen aufschlag, masken auf gesichter

    schritt für schritt, tag für tag

    getreten werden für jede hinterlassene spur

    schatten werfen für jedes bisschen licht

    und dunkelheit um jeden preis

    weil in der stille schweigender schreie stummer herzen

    kettengeflüster die ruhe stört

    geschichte stirbt aus

    wenn der mensch nicht schlagartig sanft aufhört

    sich zu taufen mit dem segen der maschinen

    Antike

    landung einer ausserirdischen flotte

    begattung mit ausserirdischen wesen

    geburt ausserirdischer tiere

    beziehungslos zu erde

    selbstfremd

    und erwachsen geworden dabei weltraumkolonien zu gründen

    ihre heimatlosigkeit zu verschleiern

    landung eines flugzeugs

    begattung mit der technik

    geburt innerfremder menschen

    gebunden an die sterne

    von anderen durchschaut

    und kindlich geworden dabei sich neue höhlen zu sprengen

    ihre heimat an die wände zu zeichnen

    falls da mal erdenmenschen geboren werden

    das würde einiges erklären

    Che-mies

    mit ihrer chemie

    halten uns die parfümierten kosmetikfreaks und pharmaheiligen

    die mit gestank gefüllte wolke

    gebündelt in einem goldenen schirm

    über uns in kot liegenden nummern

    wenn wir uns widersetzen

    klappen sie uns den schirm zu

    und wir stehen im sauren regen

    wenn wir uns nicht wehren

    machen wir den schirm zu

    und werden eingelagert in einem künstlich gesüssten sumpf

    wir können wählen

    welche schüssel wir nehmen

    runtergespült zu werden

    Im Zeichen der Sterne - 3

    als widder liebe ich das abenteuer

    als stier liebe ich den genuss

    als zwillinge liebe ich die botschaft

    als krebs liebe ich die seele

    als löwe liebe ich das spiel

    als jungfrau liebe ich die form

    als waage liebe ich die liebe

    als skorpion liebe ich das geheimnis

    als schütze liebe ich die ferne

    als steinbock liebe ich den sieg

    als wassermann liebe ich die freundschaft

    als fische liebe ich den traum

    Keine Frage

    unter welcher sonne ihr geboren seid

    das fragt mal nicht die sterne

    in welche herzen ihr schneidet

    das fragt mal nicht eure worte

    auf welchen wegen ihr wandert

    das fragt mal nicht die steine

    zu welchen göttern ihr beten sollt

    das fragt mal nicht den teufel

    welches blut fliesst

    das fragt mal nicht die farbe

    in welcher vergangenheit eure zukunft endet

    das fragt mal nicht heute

    und zu fragen

    das fragt mal nicht immer nur andere

    Getauft

    aus allerlei stoff sind die träume gewoben

    schlagen ihr pendel zwischen wahr und gelogen

    verraten geheimes, göttlich und teuflisch

    und legen was wichtig ist, uns auf den tisch

    wir ahnen und hoffen auf wunder und zeichen

    von feen und magiern und ihresgleichen

    dort aus der welt, die so weit entfernt

    und doch jede nacht das was gelernt

    um unser geistiges auge tanzt

    auf dass, was in unsere herzen gepflanzt

    als blüte und frucht ins dasein fliesse

    und getauftes leben liebe hiesse

    Globale Faust

    der yankee hätte die welt am liebsten

    wie seine rothäute

    in ein reservat gesteckt

    der ivan hätte die welt am liebsten

    wie seine zarenfamilie

    gefangengesetzt und verbannt

    der habsburger hätte die welt am liebsten

    wie seine blitzkriege

    in atem gehalten mit seinem frieden

    der gelbhäutige hätte die welt am liebsten

    wie seine andersdenkenden

    in ein lager gesteckt und umerzogen

    und der eidgenosse hätte die welt am liebsten

    wie es die banken tun mit allem

    in einen safe eingeschlossen

    welcher der fünf langfinger wird wohl am meisten geliebt?

    der eidgenosse

    weil besitz bei ihm hoch im kurs steht

    und weil liebe bei ihm käuflich ist?

    der gelbhäutige

    weil gut gelagertes und gut erzogenes immer punktet

    und gelb gleich nach gold kommt und jeder gold liebt?

    der habsburger

    weil er die tradition pflegt frieden immer zu gewinnen

    und weil bei ihm die liebe stets siegt?

    der ivan

    weil er mit der sichel erntet was zurecht gehämmert wurde

    und weil bei ihm alle für liebe arbeiten?

    oder der yankee

    weil er führend ist in aufzucht und hege von freiheit

    und weil bei ihm liebe fuck ist?

    und weil bei der letzten hochrechnung alle gleichauf lagen

    haben sich die fünf langfinger entschlossen sich zusammenzutun

    zu einer geballten faust

    und die wollen jetzt unsere liebe

    wehe uns sie kriegen sie nicht

    denn obwohl keiner in der lage ist, der welt jene liebe zu geben

    die sich nicht selbst liebt

    läufts darauf hinaus

    dass sie zuschlägt, diese faust

    Pfauenrad

    der mensch

    lässt sich erobern von der technik

    erniedrigt sich vor den göttern

    pustet sich auf vor den tieren

    betet inkognito zu den maschinen

    lärmt die ruhe vom tisch

    fantasiert seinen mathematischen fehlgeburten nach

    stellt jedes feuer kalt, giesst tüchtig öl hinein

    und holt die kohlen nur für kohle aus dem feuer

    und schämt sich nicht

    darauf stolz zu sein

    Hexerei

    alt und grau der beton

    hart wir gepflanzte menschen

    wächst aus ihm eine blume namenlos

    in die höhe wie träumende menschen

    schlingt sich um wände

    als neues bild wie maskierte menschen

    und wird verwelken ohne wasser

    wie blutleere menschen die dann beten dass es leben regnen werde

    zu farblosen köpfen

    deren im schlachtfeld blutgetauchte ohren die gebete erhören werden

    blutweinende augen werden dann den blutrünstigen gott sehen

    und den in blut badenden füssen befehlen

    mit ihm zu tanzen

    um alten und grauen beton

    walpurgisnacht der kinder

    Gewohnheit

    einmal

    als ich nach hause kam aus der fremde

    da lauerte mir die freiheit auf

    hinter verschlossenen türen

    keine zwei schritte an ihr vorbeigegangen

    flüsterte sie mir zu

    ich erschrak, drehte mich um und schlug zu

    reflex eben

    seither bin auch ich gefangen

    mensch zu sein

    Feuerlich

    ausgebrannt ist mein herz

    verschwunden

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