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Heads.Up: Wie weit gehen Sie für die Liebe ihres Lebens?
Heads.Up: Wie weit gehen Sie für die Liebe ihres Lebens?
Heads.Up: Wie weit gehen Sie für die Liebe ihres Lebens?
eBook59 Seiten36 Minuten

Heads.Up: Wie weit gehen Sie für die Liebe ihres Lebens?

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Über dieses E-Book

Eine Handgranate, es war eine Handgranate. Er hatte Mimi mit einer Handgranate geknebelt. Warum, war mir eigentlich egal. Die Tatsache an sich verursachte Panik in mir. Ich gefesselt, sie gefesselt. Da waren die verängstigt glotzenden Pokerspieler. Einer rülpste und entschuldigte sich förmlich. Alle gafften erwartungsvoll hinter mich. Ich versuchte mich zu drehen, aber konnte mich aufgrund der Fesselung nicht so weit bewegen, als dass ich jemanden hätte erkennen können. Mimi wimmerte und weinte. Sie zitterte am ganzen Körper. Und dann hörte ich ihn.
SpracheDeutsch
HerausgeberKarina
Erscheinungsdatum28. Sept. 2016
ISBN9783903161276
Heads.Up: Wie weit gehen Sie für die Liebe ihres Lebens?

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    Buchvorschau

    Heads.Up - Carl Ferdinand Lucas

    Wie weit gehen Sie für die Liebe ihres Lebens?

    Für Mimi

    Das Werk, einschließlich aller seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung der Verlage, Herausgeber und des/der Autors/Autorin bzw. der AutorInnen unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

    Die Personen und Handlungen in diesen Geschichten sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.

    Inhalt

    Preflop

    Flop

    Turn

    River

    Heads.UP

    Preflop

    Wie weit würden Sie für die Liebe ihres Lebens gehen? Würden Sie dafür sterben oder gar dafür töten? Würden Sie darüber hinwegsehen, dass Sie von eben dieser Liebe schamlos ausgenutzt, gedemütigt, erniedrigt wurden und dennoch alles für genau diese Liebe tun? Würden Sie in Kauf nehmen, dass alle hinter vorgehaltener Hand über Sie lachten, weil außer Ihnen, der es ahnte aber nicht wahrhaben wollte, jeder wusste, dass die Liebe ihres Lebens ein Flittchen war? Wenn Sie gerade gut genug waren, als Sie sie weg holten aus der stinkigen Bar und aus einer kleinen Kellnerin eine Dame machten, und diese Sie jetzt, da sich Ihr eigener Stern im steilsten Sinkflug in die unendliche Leere eines schwarzen Loches befindet, mit dem nächstbesten und nutzlosesten aller Taugenichtse betrügt? Mit mir nämlich!

    Ich kann all die Fragen nicht beantworten, denn ich habe noch nie geliebt, meine Eltern nicht, meine Freunde nicht, und da ich unverheiratet bin und keine Kinder habe, hätte ich höchstens Haustiere lieben können, hätte ich jemals welche gehabt. Mich selbst liebe ich, aber nicht mal für mich selbst hätte ich alles getan, und deswegen wäre ich nicht in der Lage gewesen, diese Frage zu beantworten.

    Aber dann, an einem Dezemberabend, an Mimis Geburtstag, drei Tage vor Weihnachten, sollte mir doch tatsächlich jemand erklären, worum es bei der Liebe geht.

    *

    Es war ein schnödes, normales Cash Game gewesen, das täglich, außer Montags, im Walther´s Inn stattfand. Das Buy In betrug lediglich 100 Dollar, also eigentlich ein Kindergartenspiel für mich, aber ich spielte dort gern. Zum einen, weil ich mich wirklich nicht daran erinnern konnte, wann ich mal nicht locker zwei- bis dreitausend Dollar pro Tag eben genau an diesem Tisch gemacht hatte, und zum anderen, weil ich das wichtigste im Poker, nämlich die Kunst, seine Gegner richtig einzuschätzen, hier besser trainieren konnte als irgendwo anders.

    Bei den Spielen in den Kasinos, bei den großen Turnieren, traten Profis wie ich gegeneinander an, und es war schier unmöglich, etwas über die menschliche Verhaltensweise zu erlernen. Also hatte ich mir selbst auferlegt, einmal in der Woche eben so einen Laden wie das Walther´s aufzusuchen und gegen ganz normale Gegner zu spielen. Dabei war die größte Kunst, nicht zu oft am selben Ort zu sein, denn ansonsten würde jeder sofort das Weite suchen, der dich schon mal dort gesehen hat und der über drei Unzen Verstand verfügt. Die Gegner waren Hausfrauen, Trucker, oft abgerissene, verlauste Alkoholiker, die

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