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Mimon - Band I: Auf vier Flossen ins große Abenteuer
Mimon - Band I: Auf vier Flossen ins große Abenteuer
Mimon - Band I: Auf vier Flossen ins große Abenteuer
eBook127 Seiten1 Stunde

Mimon - Band I: Auf vier Flossen ins große Abenteuer

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Über dieses E-Book

Ob in der Luft mit hungrigen Möwen oder am Boden mit tausenden von Ameisen. Mimon, der kleine kesse und mutige Schildkrötenjunge, besteht viele Abenteuer. Anfangs noch alleine, dann gemeinsam mit seinem besten Freund Sam. Kein Abenteuer ist zu gefährlich und nichts kann die beiden Freunde trennen. Bis zu dem schicksalhaften Tag am Bach, der den Beginn zu ihrem bisher größten Abenteuer markiert und ihr Leben für immer verändert.
SpracheDeutsch
HerausgeberBooks on Demand
Erscheinungsdatum10. Sept. 2013
ISBN9783732259595
Mimon - Band I: Auf vier Flossen ins große Abenteuer

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    Buchvorschau

    Mimon - Band I - Alexander Max Maier

    Kapitel 1 -

    Am Strand

    Obwohl es den Anschein hat, ist dies keine gewöhnliche Nacht. Im Gegenteil, es ist eine ganz besondere. Der Mond ist heute besonders groß und leuchtet besonders hell. So hell, dass man beinahe meinen möchte, es wäre früher Tag. Sanft spiegelt er sich im Wasser des Meeres und erleuchtet den noch ruhigen Strand der Insel. Die Sterne funkeln sanft am Himmel und nur das zarte Rauschen der Brandung ist zu hören und eine leichte Brise lässt die Palmen am Strand friedlich im Wind tanzen. Hin und wieder ist, weit entfernt vom Strand, der Ruf einer Eule oder ein Rascheln im Unterholz des Waldes zu hören. So vergehen die Stunden, in denen nichts passiert und der Mond gemächlich seinen Weg am Himmel zieht und immer höher steigt, bis er schließlich so hoch steht, wie er in dieser Nacht nur stehen kann. Erst jetzt wird das zarte Rauschen des Meeres vermischt mit leichtem Platschen am Strand und leisen Stimmen. „Beeil dich, sonst kommen wir noch zu spät."

    „Ja, ja, hetz mich nicht immer. Ich kann noch nichts erkennen. Also haben wir noch Zeit."

    „Lieber zu früh als zu spät. Außerdem kann es jeden Moment soweit sein. Weißt du noch, wie viele es sein müssen?"

    „Nicht genau. Du hast mich damals schon gehetzt und ich konnte nicht nachzählen."

    „Und genau wie heute hast du dir damals sehr viel Zeit gelassen und getrödelt. Wenn ich dich nicht gedrängt hätte, hätten wir die Ebbe verpasst und gegen die Strömung schwimmen müssen. Also bitte, beklag‘ dich nicht."

    „Ich beklage mich doch überhaupt nicht, ich stelle nur fest."

    „Frauen! Es geht nicht mit ihnen und es geht nicht ohne sie."

    Das Platschen wird weniger und verdrängt durch ein leichtes Scharren im Sand. Langsam kann man am Strand zwei Silhouetten erkennen, die im hellen Mondlicht zu deutlichen Gestalten werden. Es sind zwei Meeresschildkröten. Ein junges, seit etwas mehr als einem Jahr verheiratetes Paar. Cornelius und Marcella. Cornelius ist eine Schildkröte in den besten Jahren, 55. Ein junger Kerl für Schildkrötenverhältnisse. Zwar sitzt ihm noch der Schalk im Nacken und er schlägt auch hin und wieder mit seinen Freunden über die Stränge. Auch kommt er gelegentlich die eine oder andere Nacht nicht nach Hause. Aber er ist ein treuer und gutmütiger Ehemann, der seiner Frau Marcella jeden Wunsch von den Lippen abliest. Hin und wieder etwas hektisch und ungeduldig, zuweilen auch tollpatschig. Ein Ungeschick weiß er immer mit seinem Charme und Witz zu kaschieren. All das liebt Marcella so an ihm. Marcella ist eine äußerst hübsche Schildkrötendame und gerade mal 50 Jahre alt. Sie ist nicht nur einfach hübsch, sie ist die hübscheste auf ihrer Insel. Cornelius konnte sein Glück kaum fassen, als sie vor fünf Jahren seine Bemühungen, ihre Gunst zu erringen, erwiderte. Nicht nur ihr Aussehen verzauberte Cornelius, als er sie zum ersten Mal sah. Ihr liebenswertes Wesen, ihre Fürsorge, aber auch ihr Mut und ihre Intelligenz nahmen ihn völlig ein und sein Herz gefangen. Allerdings neigt Marcella, wie übrigens beinahe alle Schildkrötendamen, dazu zu trödeln und die Zeit beim Tratschen über die belanglosesten Belanglosigkeiten zu vergessen. Natürlich wird sie dies nie zugeben.

    Die beiden waren vor etwas mehr als einem Jahr schon einmal hier. Sie hatten die Insel und den Strand zuvor sehr sorgfältig unter vielen anderen Inseln und Stränden ausgewählt. Ausgewählt für das große Ereignis. Der Strand musste gut geschützt sein, die Wellen nicht zu hoch und die Strömung nicht zu stark. Auch musste die Insel von Menschen unbewohnt sein. Das Risiko, sie würden entdeckt, wäre zu groß. Sie? Die Eier der beiden, aus denen ihre Jungen schlüpfen würden! Nach vielen Monaten der Suche und vielen unpassenden Inseln und Stränden hatten Cornelius und Marcella schließlich diese Insel, diesen Strand gefunden. Er war perfekt. Gut geschützt, die Wellen nicht zu hoch und die Strömung nicht zu stark. Auch gab es keine Menschen auf der Insel. So kehrten sie, vor einem Jahr, hierher zurück. Die Nacht von damals glich der von heute. Der Mond schien so hell, als wollte er den beiden ihren Weg erhellen. Das Meer war so ruhig, als wüsste es von den Anstrengungen, die Marcella noch vor sich hatte, und wollte ihr den Rückweg erleichtern. Und der Wind blies mit einer sanften Brise, als wolle er den beiden leise seine ‚Glückwünsche‘ entgegnen. Es war die Nacht, in der Marcella ihre Eier auf der Insel legte und im Sand vergrub, um heute zusammen mit Cornelius zurückzukehren und ihre Jungen in ihrem neuen Leben willkommen zu heißen.

    Cornelius und Marcella krabbeln weiter den Strand hinauf, hin zu der Stelle, an der Marcella ihre Eier legte. Cornelius ist voller Ungeduld und bewegt seine Flossen, so rasch er nur kann. Dass er dabei Unmengen von Sand in die Luft wirbelt, bemerkt er nicht. So sehr freut er sich auf den großen Moment. „Hey, pass doch auf, nicht so wild! Wir kommen schon noch rechtzeitig", ruft Marcella. Cornelius hatte mit seinen Flossen den ganzen Sand in Marcellas Richtung geworfen und sie über und über damit bedeckt.

    „Oh, verzeih mir, Liebes. Ich, ich…, Cornelius ist so aufgeregt, dass er zu stottern beginnt. „I-I-Ich glaube d-d-da bew-bew-bewegt sich was im S-S-S-Sand.

    „So, glaubst du? Dann lass uns dort drüben auf die kleine Sanddüne krabbeln. Das ist eine gute Stelle. Dort können wir warten. Cornelius pustet einmal sanft, um Marcella den Sand aus dem Gesicht zu blasen und wischt mit seiner Flosse eilig ihren Panzer sauber. Mit einem „Dann komm schnell, lass uns gehen, krabbelt Cornelius voller Ungeduld auf die kleine Sanddüne. „Nun komm doch Marcella, trödle nicht wieder. Wie kannst du nur so gelassen sein?" Gelassen ist Marcella, aber nur äußerlich. Innerlich pocht ihr Herz heftig und die Freude und Erwartung ist vermischt mit der Angst, das Gelege könnte von Fressfeinden entdeckt und zerstört worden sein.

    Die Sanddüne ist wirklich ein perfekter Platz. Sie liegt leicht erhöht, gleich neben der Stelle, wo Marcella vor einem Jahr ihre Eier abgelegt hatte. Oben angekommen, traut Marcella ihren hübschen Augen nicht. Cornelius hatte Recht, im Sand bewegt sich etwas. Jetzt kann auch sie ihre Aufregung und Freude nicht mehr verbergen. Vergessen ist die Angst, das Gelege könnte entdeckt worden sein. „Cornelius, ruft sie voller Freude „du hattest Recht, sie schlüpfen schon.

    „Was glaubst du schlüpft als erstes? Ein Junge oder ein Mädchen?", fragt Cornelius voller Ungeduld und Hoffnung, Marcellas Antwort würde lauten: ‚Ein Junge.’

    „Ich weiß nicht. Wenn es…"

    „Sieh nur!, unterbricht sie Cornelius hektisch. „Dort bewegt sich auch etwas. Da drüben auch. Und da. Cornelius weiß nicht, wo er zuerst hinsehen soll. Sein Kopf bewegt sich so wild, dass er mit Marcella zusammenstößt. „Aua! Pass doch auf, ruft sie. „Ups. Weißt du, das war sozusagen ‚der Stein des Anstoßes‘. Hehe, witzelt Cornelius über sein Ungeschick. „Jaja, schon gut. Ich krabble dann hinunter zum Wasser und warte dort auf die Kleinen. Gib du hier weiter Acht. Cornelius beobachtet voller Spannung den Sand, als sich plötzlich die erste kleine Flosse den Weg in die Freiheit buddelt. „Marcella!, ruft er ganz wild und laut. „Da! Ich sehe eine Flosse. Es ist ein Junge, das sehe ich ganz deutlich. Ein Junge, Marcella. Die Flossenform, weißt du? Die Form. Marcella krabbelt weiter zum Wasser und spricht mit leiser, ironischer Stimme mit sich selbst. „Die Flossenform, ja, genau. Am Wasser angekommen, ruft sie nach

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