Usedom: Ein Reisebuch für Kinder
Von Bodo Schulenburg und Elinor Weise
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Über dieses E-Book
Neben „USEDOM“, Ein Reisebuch für Kinder, hat Bodo Schulenburg noch in der gleichen Reihe „RÜGEN“ und „HIDDENSEE“ als Reisebücher für Kinder geschrieben. Alle drei Bücher wurden von Elinor Weise illustriert und gestaltet.
Bodo Schulenburg
Bodo Schulenburg, 1934 in Potsdam geboren, Redakteur und Regisseur im DEFA-Studio für Dokumentarfilme in Berlin; Chefredakteur für Kinder- und Jugendfilm; „Sandmännchen“-Produktion. Seit 1979 freischaffend als Schriftsteller tätig, veröffentliche bisher 46 Kinder- und Jugendbücher (Kunstpreis der DDR), außerdem etwa 40 Hörspiele, entwickelte Szenarien für Fernsehfilme und Stücke für das Kindertheater. Seit 1989 entstanden auch Arbeiten für Erwachsene: „Berliner Thee ist dünn“ (Rahel Vamhagen und Heinrich Heine), „Mathilde, ein poetisch erotisches Spiel“ (Heinrich Heine und seine Frau C. Mirat), „Aphrodite, ein erotisches ABC“, „Ein preußisches Abenteuer oder ein Narr am Hofe des Königs“ (Friedrich II. und Voltaire). Weitere Bücher auf www.amazon.de
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Buchvorschau
Usedom - Bodo Schulenburg
DIE ERSTE ENTDECKUNG
Von einer Insel ohne Namen und tanzenden Nachtlichtern
Es war einmal eine Insel ohne Namen. Aber sonst hatte sie alles. Nämlich ringsum Wasser, blau oder grün, so wie Sonne, Mond das wollten. Auch Wellen, darauf Schaumkrönchen, wie Schäfchen. Und ringsum einen Gürtel, mal breit, mal schmal. Ein Schilfgürtel. Oder ein Sandgürtel. Je nach dem. Nur eines war schlimm: Die Insel hatte keinen Namen! Ehe der Briefträger alle Inseln abgesucht hatte, wanderte ein Brief ein Jahr umher. Ein Paket sogar zwölf Monate. Auch konnte sich ein Besuch, zum Beispiel die Tante Elinor oder der Onkel Ferdinand, leicht verirren. Nämlich auf eine falsche Insel. He! Da wollte ich doch gar nicht hin! Pech gehabt! Oder wenn sich Schäfer, Krankenschwester, Wehrpflichtiger, Nachtwächter, auf dem Festland verliefen, wie sollten sie sich zurückfragen?
Eine uralte Geschichte erzählt: Einstens tauchten auf der Halbinsel Gnitz Lichter auf. Genau drei Lichter. Weil es von drei Orten herkam. Wie ein zuckendes Feuer. Von Fackel, Laterne, Kerze? Es schwebte und hüpfte. Kam bei Neuendorf zusammen. Tanzte dort umher und verschwand im Dornbusch. Seltsam! Geheimnisvoll!
TIPP:
Nimm Vatis Autokarte, (nicht die von Deutschland, da suchst du dir die Augen wund) ich meine die von Usedom. Und erkunde, ob es die geheimnisvolle halbe Insel gibt. Und wo da ein Dornbusch ist? Oder war, nämlich früher? Oder nur ein schwarzer Fleck geblieben ist? Auf der Karte. Von dem hüpfenden Feuer.
Die uralte Geschichte erzählt den Schluss so: Was dies zuckende Feuer ist, mag nur unser Herrgott wissen! Aber der machte gerade sein Mittagsnickerchen und antwortete nicht. Ich denke: Die Leute auf Gnitz waren nicht dumm! Sie hatten den Wegweiser für die Insel ohne Namen erfunden. Er leuchtete den Weg, damit die Segelschiffe ruhig, ohne Gefahr, vorbei segeln konnten. Und die Zugvögel Pause machten! An der richtigen Stelle. Klar, war nur ein Nachtwegweiser. Aber besser als gar nichts! Oder wie ein Usedomer Sprichwort sagt:
Besser einen Heringsschwanz in der Hand als nur eine Schuppe!
Und das stimmt! Denn es geschah, dass jetzt bedeutend weniger Schiffe vom Sturm aufs Land getrieben wurden, auseinander brachen, und die Reste ans Ufer schwemmten. Diese Reste waren oft tolle Sachen! Nämlich Treibgut, dass gut an den Strand trieb: Kisten mit braunen Bohnen: Sieht aus wie Ziegenkötel, aber als Angelköder viel zu hart. War Kaffee. Gewürzkörnchen, welche auch keiner kannte: Dafür pfefferten sie auf der Zunge! Und es war Pfeffer. Auch Zauberglas, wenn man rein sah, sah man sich selbst! Egal ob man sich in der Nase bohrte oder nicht. Man sah es! Ein Haufen Spielekram, kleine Holztiere mit langem Hals und Rückenhöcker, Pferde mit Horn auf der Nase, auch dicke Puppen aus China, alle saßen breithintrich auf dem Boden, ohne Stuhl, und grinsten zufrieden. Viel edle Klamotten, auch aus China. Und weil das bunte Anschwemmzeug, dieses Treibgut, jetzt weniger und noch weniger wurde, waren, um ehrlich zu sein, nicht alle von dem leuchtenden Wegweiser so doll begeistert. Die Fischer sagten: Die zaubrigen Reste finden den Weg zum Strand auch ohne Wegweiser!
Nicht zu vergessen: Die Insel hatte nun einen Heringsschwanz (Wegweiser) aber immer noch keinen Namen. Deshalb kamen die Insulaner zusammen. Aus jedem Ort ein Insulaner. Es wurden viele Vorschläge gemacht. Keiner jedoch fand die Zustimmung aller. Deshalb beschloss die Versammlung, dass der nächste Vorschlag, den einer tun würde, der Name der Insel sein sollte. Kam ein Name? Nein, jetzt kam nur noch Schweigen. Und Stille. Stilles Schweigen, gemischt mit Schilfrascheln. Ab und zu Spatzengeschrei, Regenwurmstreit. So ging das eine Stunde, zwei, stundenlang. Da platzte einem Insulaner der Kragen. Weil er wütend war. Und mal dringend
