Kommissar Pawlak ermittelt im Erzgebirge
Von Karl-Heinz Binus
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Über diese Serie
Sensibel erzählt der Roman, welche zerstörerischen Auswirkungen aus dem Drogenmissbrauch für die betroffenen jungen Menschen, aber auch für ihre Familien und ihr Umfeld erwachsen und dass die Jugendlichen dringend Hilfe von allen relevanten Gruppen der Gesellschaft benötigen. Als weiterer Handlungsstrang wird die permanent steigende Gewalt an Schulen thematisiert.
Der Konsum von Crystal Meth hat insbesondere in der Erzgebirgsregion dramatische Ausmaße angenommen. Aktuelle Untersuchungen zeigen: nirgends werden so viele Crystal Meth-Rückstände im Abwasser gefunden, wie in Chemnitz und in der Erzgebirgsregion. Nach vorliegenden Erkenntnissen ist Sachsen das größte Einfallstor für dieses Rauschgift.
Der Roman zeigt nicht nur beispielhaft Lebensläufe von Drogensüchtigen, sondern benennt schonungslos die mit dem intensiven Genuss von Crystal Meth einhergehenden tragischen körperlichen, psychischen und seelischen Folgen für die betroffenen jungen Frauen und Männer.
Durch den Autor wurde eine umfangreiche Recherche zu den Ursachen und den Folgen des Drogenkonsums durchgeführt. Durch Interviews mit Therapeuten, aber auch mit Drogensüchtigen, wurden zahlreiche Fakten eruiert und im Roman authentisch verarbeitet.
Titel in dieser Serie (3)
- Erzgebirgshass: Kommissar Pawlak ermittelt im Erzgebirge - erster Fall
1
Der Mord an einer Studentin, die mit ihrer Kommilitonin in der Geschichte von Treuhandprivatisierungen recherchiert, ruft die Kriminalkommissare Andreas Pawlak und Magda Hoffstein auf den Plan. Fast zum gleichen Zeitpunkt verschwindet die zweite Studentin. Wird sie lebend befreit werden können? Hängen die Fälle zusammen? Oder hat der Freund aus Eifersucht gehandelt? Welche Rolle spielt der charmante Professor ihres Lehrstuhls? Und welche Spuren führen knapp dreißig Jahre zurück zur turbulenten Zeit der Privatisierung vieler Unternehmen durch die Treuhandanstalt? Die Indizienlage ist verworren. Langsam dämmert den Kommissaren die perfide Inszenierung der Tragödie. ... Viele interessante Hinweise auf alte und neue Bräuche und Traditionen werden lebendig in das spannende Geschehen eingewebt und führen Leserin und Leser in die bezaubernde Welt des Erzgebirges.
- Erzgebirgsstürme: Kommissar Pawlak ermittelt im Erzgebirge - zweiter Fall
2
Eine grausam entstellte Person wird unter einer umgestürzten Fichte aufgefunden. Erst die Suche in der Vermisstendatei und ein zahnforensischer Abgleich bringen Anhaltspunkte zur Identität. Das Opfer, ein erfolgreicher Unternehmer, hat sich ehrenamtlich für Windkraftanlagen eingesetzt. Gerüchte über zweifelhafte Kontakte kursieren. Es gab Auseinandersetzungen mit Windkraftgegnern. Er hatte eine Geliebte, seine Ehefrau würde alles tun, um ihn an sich zu binden. Kurze Zeit später wird seine neue Partnerin überfallen und lebensgefährlich verletzt. Sie wurde von ihrem Exfreund gestalkt. Auch er ist Windkraftgegner. Die Handlung spielt sich im Hier und Heute ab. Bezugsrahmen sind die massiven Änderungen des Klimas mit Stürmen, Orkanen und Starkniederschlägen und der damit einhergehenden, Besorgnis erregenden Zustand des Waldes. Der Autor wendet sich belletristisch dem höchst aktuellen Thema des globalen Klimawandels erstmals auf der regionalen Ebene des Erzgebirges in Form einer Kriminalhandlung zu. Der Autor erzählt eine lebhafte und bis zur letzten Seite spannende Kriminalgeschichte. Unbeirrt und sensibel fügt er viele Facetten der Kultur und der Traditionen sowie der unverwechselbaren Natur des Erzgebirges ein. Das Buch nähert sich über eine angeregte Kriminalerzählung den aktuellen, wichtigen Umweltfragestellungen, die im Erzgebirge beispielsweise bei der Frage des Neubaus von Windkraftanlagen aus Freunden und Nachbarn manchmal sogar Gegner werden lassen. Die Besonderheit des Romans besteht darin, dass harmonisch und unaufgeregt das lokale Colorit der erzgebirgischen Region, seien es die Bergbaugeschichte, die naturhafte Landschaft und teils bekannte, teils weitgehend unbekannte traditionelle Bräuche einbezogen werden. Der Autor belässt es jedoch nicht bei der dramaturgisch reizvollen Inszenierung zweier, möglicherweise ineinander verschachtelter Kriminalfälle im für einen Regionalkrimi typischen Umfeld, sondern nimmt an zahlreichen Stellen die ungelösten Streitfragen unserer gesellschaftlichen Debatte zur Fortentwicklung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung auf und setzt sich mit Argumenten und Gegenpositionen behutsam und nachdenklich auseinander. Erzgebirgsstürme setzt viele reizvolle Appetitshäppchen zu Orten und Sehenswürdigkeiten in Szene ein, die einladen, besucht zu werden. Alltägliche Auseinandersetzungen ziehen Leserin und Leser in ihren Bann. Die augenzwinkernd aufs Korn genommenen Schwächen der Akteure lockern den Roman kurzweilig auf.
- Erzgebirgskristalle: Im Dunkelfeld von Crystal Meth - Pawlaks dritter Fall
3
Durch Messerstiche tödlich verletzt liegt Kira am Straßenrand. In ihren fiebrigen Träumen erlebt sie wieder, was in ihrem jungen Leben schief gegangen ist. Sie läuft von zu Hause fort. Die Ehe der Eltern ist gescheitert. Sie muss das vertraute Umfeld verlassen. In der neuen Schulklasse wird sie gemobbt. Sie sucht eigene Wege und gerät an den drogensüchtigen Alex. Sie verfällt ihm restlos. Bald gerät ihr Leben durch Crystal Meth aus den Fugen. Es bleibt nicht bei Diebstählen und Garageneinbrüchen zur Geldbeschaffung für Drogen. Alex zwingt sie zur Prostitution. Obdachlos haust sie in einem leerstehenden Haus. Der undurchsichtige Hauseigentümer nutzt ihre Notlage und erpresst sie zum Sex. Kira vertickt den Stoff selbst und kommt großen Dealern gefährlich nahe. Sie trennt sich von Alex. Sie ist mit dem gewalttätigen Marvin zusammen. Auch diese Partnerschaft scheitert. Sie will ohne ihren neuen Freund aus der Drogenszene aussteigen. Ihr Schulfreund will ihr helfen. Das erregt die Eifersucht seines homosexuellen Partners. Im Morgengrauen liegt sie nun sterbend am Rand einer Straße. Sensibel erzählt der Roman, welche zerstörerischen Auswirkungen aus dem Drogenmissbrauch für die betroffenen jungen Menschen, aber auch für ihre Familien und ihr Umfeld erwachsen und dass die Jugendlichen dringend Hilfe von allen relevanten Gruppen der Gesellschaft benötigen. Als weiterer Handlungsstrang wird die permanent steigende Gewalt an Schulen thematisiert. Der Konsum von Crystal Meth hat insbesondere in der Erzgebirgsregion dramatische Ausmaße angenommen. Aktuelle Untersuchungen zeigen: nirgends werden so viele Crystal Meth-Rückstände im Abwasser gefunden, wie in Chemnitz und in der Erzgebirgsregion. Nach vorliegenden Erkenntnissen ist Sachsen das größte Einfallstor für dieses Rauschgift. Der Roman zeigt nicht nur beispielhaft Lebensläufe von Drogensüchtigen, sondern benennt schonungslos die mit dem intensiven Genuss von Crystal Meth einhergehenden tragischen körperlichen, psychischen und seelischen Folgen für die betroffenen jungen Frauen und Männer. Durch den Autor wurde eine umfangreiche Recherche zu den Ursachen und den Folgen des Drogenkonsums durchgeführt. Durch Interviews mit Therapeuten, aber auch mit Drogensüchtigen, wurden zahlreiche Fakten eruiert und im Roman authentisch verarbeitet.
Karl-Heinz Binus
Karl-Heinz Binus, Jahrgang 1954, lebt im Erzgebirge. Er studierte Elektroautomatisierungstechnik und nach der politischen Wende Wirtschaftswissenschaften und promovierte an der Martin-Luther-Universität Halle. Seit 1995 war er beim Sächsischen Rechnungshof tätig, 2010 wurde er zum Präsidenten dieser Staatsbehörde gewählt. Binus veröffentlichte zahlreiche Fachartikel und war Autor und Mitautor mehrerer Fachbücher. 2022 wurde Binus für sein Wirken für eine nachhaltige Finanz- und Haushaltspolitik mit dem Ehrenpreis der Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft ausgezeichnet. 2023 erhielt er die Sächsische Verfassungsmedaille. Seit 25 Jahren ist Karl-Heinz Binus ehrenamtlich als Bundesschatzmeister des Deutschen Jugendherbergswerks engagiert und setzt sich dafür ein, dass junge Menschen unabhängig von ihrer Herkunft und ihrem Geldbeutel die Welt entdecken können und Gemeinschaft auf der Basis von Toleranz, Inklusion und Weltoffenheit erleben dürfen. Für sein Engagement in der Zusammenarbeit mit dem israelischen Jugendherbergsverband wurde Binus durch den Minister für Tourismus des Staates Israel zum Botschafter des Guten Willens des israelischen Fremdenverkehrs ernannt. Binus ist aktives Mitglied des Vereins Literatur im Erzgebirge e. V. Im Jahr 2022 veröffentlichte Binus mit Erzgebirgshass seinen ersten Regionalkrimi und spürt auf einer Makroebene nach, weshalb sich gerade im Freistaat Sachsen eine so massive Bewegung von Verfassungsgegnern entwickeln konnte, welchen Einfluss aktuelle politische Ereignisse darauf genommen haben und wie der Transformationsprozess der neunziger Jahre von den Menschen dieser Region bewältigt wurde. Mit seinem zweiten Kriminalroman Erzgebirgsstürme wendet sich der Autor wiederum einem höchst aktuellen Thema, nämlich dem globalen Klimawandel auf der regionalen Ebene des Erzgebirges zu. Der dritte Roman Erzgebirgskristalle beschäftigt sich mit der erschreckenden Problematik des wachsenden Missbrauchs von Crystal Meth durch immer jüngere Menschen insbesondere in den grenznahen Regionen des Erzgebirges. Sensibel erzählt der Kriminalroman welche zerstörerischen Auswirkungen daraus für die betroffenen Menschen und für ihre Familien und ihr Umfeld erwachsen und dass die betroffenen Jugendlichen dringende Hilfe von allen relevanten Gruppen der Gesellschaft benötigen. Binus ist Schöffe in der 1. Großen Strafkammer bei einem Landgericht.
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