Kaleidoskop: Innenschau
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Über dieses E-Book
Sie schreibt unter anderem über tägliche Befindlichkeiten, über die Liebe, den Tod, gelebte und unerfüllte Träume.
Maria Elisabeth Rosenlechner
Maria Elisabeth Rosenlechner wurde 1968 in Salzburg geboren. Einem Lehrabschluss als Bürokauffrau folgte die Matura am Abendgymnasium. Nach längeren Aufenthalten in Graz, Linz und Wien zog es sie zurück nach Salzburg, wo sie heute aufgrund ihrer bipolaren Erkrankung zurückgezogen lebt. Das Schreiben ist für sie eine Möglichkeit, tägliche Wahrnehmungen festzuhalten, um in ihrem Inneren Ordnung zu schaffen.
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Buchvorschau
Kaleidoskop - Maria Elisabeth Rosenlechner
BoD
INHALTSVERZEICHNIS
Letztes Flüstern
Dunkelnacht
Rauchblau
Achtern
Vergänglichkeit
Fröhlichkeit
Zähes Schaffen
Ver(w)irrung im Dickicht
Entfaltung
Übergestülpt
Widerfühligkeit
Morgens
Selbstdynamie
Genusssinn
Seltbesamegegnung
Strudelzugnachtteigstunden
Rate mal
Glasgeglockedanken
Retrogenpfen
Fallieschebe
Valieterbe
Besuch von dir
Vermuliesicbtinyour – Leidengeschaftlebte
Eisverkaleinitegung
Im Mondlicht
Der Garten
Die blaue Blume
Liebezuvolleshören
Lieunverbegängliche
Außergewöhnliche Musik
Wir
Parkbankgeflüster
Mit Musik noch mehr
Liebe ist…
Zärtlichkeit der Liebe
Was Liebe vermag...
Tanz in den Tod
Für Dich…
Verschmelzung
Schutz der Finsternis
Warten…
Leidenschaftlicher Tanz
Wundersames Empfinden
Seifenblasen platzen
Der Momentgenuss
Exzentrik trifft Egozentrik
Oh, Tiefe der Nacht
Überdimensionale Liebe
Oh Süße der Geduld
Erkenntnis
Liebe muss frei
Lebenshunger
Zärtlichkeit der Liebe
Der gemeinsame Kokon
Ich
Uneingeschränkte Liebe
Seelenfinsternis
Liebessprache
Bedingungslos
Liebe erfahren
Tränen und Mauern
Durcheinander
Gefühl mit dir…
Mit dir durch die Nacht
Liedschleife
Bipolar
Das Spiegelbild
Das Untier um mir
Darkness
Fortgegangen
Abschied
Schwarzer Tod
Eine Blüte im Herbst
Das Gänseblümchen
Selbstliebe
Selbsteinredung
Kreativling
Aneinander vorbei geliebt
Ohne
Wie oft noch?
Unheil
Das Unwetter
Einfach so
Ausgerutscht
Der Irrweg
Meine laute Stille…
Nachtwachstundendurcheinander
Augenblicke
Fortgeflogen
Ohne Titel
Schwerzäh
In Lufteshöhen
Lilablassblauflamm
Schlaflos
Zweigespräch
Morgens
Kränkelnder Morgen
Herbstfruchtstille
Schwarz-rot-chromes Spielzeug
Jarre auf Schleife
Das fromme Lied
Besondere Musik
Das erste Mal
Der Walzer
Mein Schwesterherz
Nachthäkelentspannung
Idylle
Die Elster
Denkennach
Schattenwwwucht
Schöne Leere
Insomniaverwirrung
Der Busch
Phantasme Spiegelweise
Gedanken einer alten Dame
Herbst im Frühling
Letztes Flüstern
Schleichend klopft ein flaues Raunen an meine Ohren. Es steigt der Druck. Spannung zieht sich bis zur Stirn nach vorn. Die Nase riecht das Leben enden. Leicht flatternd birgt das Herz den Flügelschlag des Raben. Die Eingeweide stehen still im Rampenlicht des kalten Hauches. Der Mund, der trunken ist von rotem Wein, öffnet seine Pforten und die Zähne sehen Licht. Es senkt sich Blei herab aus dunklen Höhen, samten purpurn Schilf das Rückgrat streicht.
In windend Eile, schnell verfließt die Zeit. Der Minuten sind es viele und wenige zugleich. Rasant ein Tröpfchen Weh und Leid, vorbei in fahrend Zügen.
Ein erdbeerfarben gleißend Licht streift nebelschwadend das Buch der Seele. Nicht hat es gefruchtet, dass Augen wahrgenommen, die Innensicht.
Nimmer wachst du auf, zu sehen fruchtbar saftig Blumen. Immerschwarzes Weiß sich senkt zur Erde. Es hat erfüllt seine Pflicht.
Ruhend nun an holzen Wänden, dem Feuer näher rückt der Leib. Ausgelöscht, der Ferne nah, zieht Strom in Funken gar.
Nicht und nicht hat das Bemühn sich umgedreht. Verkehrt liegt Denken nun im Grab.
o.T.
Tusche auf Papier
Dunkelnacht
Buschwindröschen und Schneeglöckchen, Calas und Rosen wandern durch die geschwärzte Nacht. Angsterfüllt, dicht an dicht schmiegen sie sich aneinander, um nicht das Weiß zu verlieren, das ihre Köpfe ziert. Schützend das innere Gelb, das der Lebensodem ist.
Ein Windhauch Flügeln zum Erzittern bringt, es frösteln die Blätter an den Stängeln. Die Blüten fangen kaltes Tau, schillernd Glanz im Sternenlicht. Aufgesogen, aufgeschwemmt die Haut, dem Zerfließen nah, graben sie ihre Wurzeln tiefer.
Mit letzter Kraft wenden sie sich gegen Osten, wo hoffnungsvoll die Wärme strahlt.
Ein kleines Weilchen noch … dann wird es hell…
Rauchblau
Selbstvergessen, sitzend, das Kinn auf die linke Hand gestützt, fixiert sie einen Punkt am Kamin. Glanzlose graugrüne Augen suchen in der Starre die Tragik aufzufangen. Unfähig ist sie, die eben vergehenden Momente wahrzunehmen.
Bunt ist zu viel. Es ist, als ob Entscheidung nicht möglich wäre. Sie hasst bunt, schon ihr Leben lang. An bunter Vielfalt fehlte es bei den Damen nicht.
Sie ist gegangen… unwiederbringlich sind die Blicke, mit denen sie ihn liebkoste.
