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C wie Charakterwelt: Sensibilisieren statt Reglementieren
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eBook101 Seiten1 Stunde

C wie Charakterwelt: Sensibilisieren statt Reglementieren

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Über dieses E-Book

Gibt es Webfehler, gibt es neurologisch angelegte Ungerechtigkeiten? Sind gar genetische Unterschiede entscheidend? Weswegen die einen Start-Ups gründen und warum sich die anderen in Frührente begeben, darum geht es in diesem Buch. Warum ist das Glas halbvoll oder halbleer? Optimismus, Fatalismus und Realismus und so weiter. Warum aber so kompliziert um den Brei herum reden? Es geht doch auch einfach! Du bist was du bist und basta, oder du bist was du bist und du bist damit nicht zufrieden. Ergebenheit oder Aufmüpfigkeit. Sein oder nicht sein, gemacht werden oder selber machen. Von der Gesellschaft gelebt, benutzt und bis zum Burn-out ausgenutzt werden, von den Geschehnissen geprägt oder selbst zum Macher werden. Wem die Weisheit innewohnt, der endet nicht als Hund der vom Schwanz gewedelt wurde.

Der Autor gibt unentbehrliche Einblicke in die unterschiedlichsten Charaktere. Warum explodiert jemand, wenn man ihm auf den Schlips tritt? Und wieso lassen andere es so lange über sich ergehen, wenn man ihnen auf den Senkel geht? Kleinkrieger, Kümmelhacker oder Erbsenzähler. Souveräner Macher, in sich ruhende Persönlichkeiten oder Ignorant? Nicht alle Menschen sind gleich. Die feinen und groben Unterschiede -warum manche Leute überreagieren oder andere gar nichts checken-, die werden in diesem Buch beschrieben. Als i-Tüpfelchen wurden die Themen mit den Aphorismen berühmter Persönlichkeiten garniert; Benjamin Franklin, Antoine de Saint-Exupéry, Gotthold Ephraim Lessing u.v.a.
SpracheDeutsch
Herausgeberepubli
Erscheinungsdatum23. Okt. 2015
ISBN9783737571517
C wie Charakterwelt: Sensibilisieren statt Reglementieren

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    Buchvorschau

    C wie Charakterwelt - Dieter Lüders

    Vorwort

    „Es könnten auch Bäume sein". Da hatte jemand ein dermaßen vermindertes Sehvermögen, dass er Menschen nicht von Bäumen unterscheiden konnte. Was hat er denn nicht gesehen, an den Menschen? Dass sie sich nicht bewegt haben? Haben sie nichts gesagt? Normalerweise ist es ganz schnell zu erkennen, ob man es mit einem Menschen oder einem Eisblock zu tun hat. Ja, Menschen können einem wie Dinge vorkommen. Man verfährt manchmal nicht sehr behutsam mit Leuten, die einem in Quere kommen. Erst recht nicht, wenn einem jemand plötzlich die Vorfahrt nimmt. Dann entfährt einem schnell mal ein Schimpfwort.

    Man reagiert jedoch anders, wenn man selber einmal jemandem, aus Versehen die Vorfahrt nimmt. Dann tut einem der Mensch leid. Ein leises Sorry kommt einem über die Lippen, oder eine Geste. Wenn es um hungernde Kinder in der dritten Welt geht: Mitleid!. Wenn es um gierige Manager geht: Zorn! So sieht man sich und andere Menschen, wenn man in Herzen sehen kann, wenn man sensibilisiert ist.

    Es kann aber auch sein, dass man gar nicht sensibel zu sein braucht. Immer da, wo viele Regeln im Spiel sind, muss man sich nicht mehr auf sein Gefühl verlassen. Dann kann man mit Menschen wie Gegenständen umgehen. Bankangestellte müssen kein übermäßiges Mitleid haben, weil sie sich nach ihren Regeln richten müssen. Busfahrer fahren –in seltenen Fällen-ab, ohne auf den hechelnden Fahrgast zu warten: der Fahrplan reglementiert hier das Handeln.

    Ein gesunder Charakter kann sich auch schon mal Vorwürfe machen. Immer dann, wenn eine Reaktion nicht wunschgemäß eingetreten ist. Man will ein Mensch mit gutem Charakter sein, und doch tritt man hier und da mal in einen Fettnapf. Meistens fehlte einem die Zeit, um die Reaktion planen zu können. Man hatte nicht die Zeit nach zu denken, was jetzt das beste hätte gewesen sein können. Und dann ist der wahre Charakter erkennbar.

    Erst unter Druck, Zeitdruck oder dann, wenn eine Sachzwänge einengen. Dann sprudelt das aus einem heraus, was noch gar nicht ausreichend für die Öffentlichkeit vorbereitet gewesen war.

    Aber so ist das Leben. So richtige Engel gibt es nicht. Viele wären gerne elfen-oder feengleich. Wer hat nicht Freude daran, wenn er mal so richtig zeigen kann, wie gut er eigentlich wirklich ist? Man hat sich auf so manches vorbereitet, was aber nicht abgerufen wird. Stattdessen erwischt es einen doch immer mal wieder kalt von hinten...

    Dann ärgert man sich. Aber es ist beruhigend, zu wissen, dass das eigentlich der Wunsch-und Idealzustand sein sollte. Wenn man sich ärgert, wenn man sich nicht für gut genug hält, weil man Verbesserungspotenzial an sich entdeckt. Dann kann man von sich behaupten, dass man sich nicht wie ein Baum vorkommt. Dann ist man ein lebendiger Mensch. Dann verfügt man über ein lebensrettendes Sehvermögen.

    Und wer so gut erkennen kann, was er im Umgang mit seinen Mitmenschen falsch und richtig macht, der kann sich sicher sein, dass er zu den gerngesehenen Zeitgenossen gehört. Ungern gesehen und stattdessen gern übersehen, werden Menschen die blind für die Bedürfnisse ihres Nächsten sind.

    Wenn nicht jedes Fehlverhalten auf das Versagen der Politiker geschoben wird, dann erst ist Hoffnung zu sehen und zu erkennen. Sozial bedeutet, dass viele Interessen aufeinander treffen. Viele Wünsche und Termindrücke. Sachzwänge und Nöte. Hoffnungen und Lebensziele.

    In einer Gesellschaft geht es zu wie in einem Hexenkessel. Noch ein Spinnenbein und zwei Prisen Krötenaugen. Drei bei Vollmond gepflückte Brennnesseln, und irgendwann zerreißt sich das Rumpelstilzchen selbst in zwei Teile. Burn-Out, Schizophrenie, Magengeschwüre und die ganze Palette der Psychosomatik sind die Folgen. Mit Beta-Blockern, Aufputsch-und Beruhigungsmitteln versucht man derartig zwiespältige Charaktere hinterher wieder zusammenzuflicken.

    Gut sein zu wollen und doch so schlecht und fehlerhaft zu sein, damit muss man klar kommen. Das ist der Sinn dieses Buches. Irrsinn und Verbrechen sind doch keine unmenschlichen Verhaltensweisen. Ganz im Gegenteil. Frauenmörder und Kinderschänder hätten sich vor ihrer Geburt sicherlich auch einen anderen Lebensweg ausgesucht, wenn man sie vorher nur gefragt hätte. Hätten Sie gerne einen silbernen Löffel, oder wollen Sie ein Buhmann werden?

    Das traurigste und verzweifelndste ist der Gedanke an Euthanasie. Schlechte Vergangenheit und unlebenswerte Gegenwart? Weg damit! Was ist denn das für eine Denke? Wie die Axt im Walde! Gut oder nicht gut? Töten oder nicht töten? Sterbehilfe und Abtreibung, das geht in diese Richtung. Was Hoffnung verspräche, das wäre Änderung, Heilung und Verbesserung.

    Menschen können sich ändern. Es ist wie im Tierreich. Viele werden blind geboren. Mit der Kindheit verhält es sich ebenso. Adoleszenz und Pubertät zählen auch zu den Abschnitten der Unvollkommenheit. Und auch der spätere Lebensweg kann immer nur Flickwerk sein. Weil, bisher ist noch kein Lebensmeister vom Himmel gefallen. Das Schicksal setzt den Hobel an den Charakter. Bei manch einem früher, beim anderen später, und an wieder anderen scheint dieser Kelch vorbei zu gehen.

    Es kommt auch immer auf die Umwelt an, in die man gesetzt worden ist. Für die einen ist das Leben eine Zumutung, und für die andern ist es die Lösung. In beiden Fällen haben sie eine Meinung und eine Ansicht. Sie können zumindest schon mal sehen. Und sie können erkennen, dass der Wald aus Bäumen besteht. Wenn hier und da noch etwas Feinschliff hinzu kommt, dann erkennen sie vielleicht auch irgendwann: Unmenschen sind auch nur Menschen.

    Und nun zum Abschluss dieses Vorwortes noch ein Gedanke: Die Axt im Walde und der Elefant im Porzellanladen. Beide haben sie eines gemeinsam. Sie haben kein Mitgefühl für den Trümmerhaufen, den sie hinterlassen. Einfach nur verbranntes Land zu hinterlassen, Brandrodung und Brandstiftung sollten wohl kaum das Ziel eines Lebensweges sein.

    Bäume in Form zu bringen oder ihnen Leben einzuhauchen, das währe geradezu göttlich. Wenn es aber dazu nicht reicht, dann könnte man sich damit begnügen, dass man gerne mal einem Zimmermann oder einem Gärtner über die Schulter schauen darf.

    Zwischen Gelingen und Misslingen, in Streit, Anstrengung und Sieg bildet sich der Charakter.

    Leopold von Ranke

    Einleitung

    In diesem Buch geht es nicht um mehr Regeln und noch mehr Gesetze. Im Gegenteil. Dieses Wissen hier soll den Leser dahin führen, dass er Regeln und Gesetzen kritisch gegenüber treten kann. Und um sich selber ein Bild machen zu können, dazu braucht man vor allem erst mal eines: einen Rahmen.

    Ein Rahmen grenzt die Gedanken zwar ein, aber so, dass alle Möglichkeiten in

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