Die verborgene Botschaft: Jesus von Nazareth und Bruno Gröning
Von Rudolf Cirbus
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Über dieses E-Book
Dieses Buch ist eine spannende Erzählung über Heilung und über spirituelle und philosophische Fragen, die unser Leben betreffen. Es vermittelt anhand von geschichtlichen Betrachtungen und anhand von Zeitzeugenberichten neue und ungewohnte Sichtweisen auf den Hintergrund der christlichen Religion.
Rudolf Cirbus
Der Autor ist am 15.02.1963 geboren. Er studierte Industrie Design und Maschinenbau. Während seines Studiums war er von Naturwissenschaften und ihren philosophischen Hintergrund, der Wissenschaftstheorie fasziniert. Gegenwärtig ist er als Ingenieur freiberuflich im Bereich Energie tätig. Seit mehr als fünfzehn Jahren beschäftigt er sich intensiv mit dem Thema Spiritualität. Im Jahr 2014 hat er sein erstes Buch mit dem Titel "Wie christlich war Christus?" und im Jahr 2019 sein zweites Buch mit dem Titel "Die verborgene Botschaft - Jesus von Nazareth und Bruno Gröning" veröffentlich.
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Buchvorschau
Die verborgene Botschaft - Rudolf Cirbus
Zur 2. erweiterten Auflage
Liebe Leser, nach der Bucherscheinung habe ich einige Rückmeldungen von den Lesern erhalten. Bei Gesprächen stellte sich heraus, dass einige Begriffe Missverständnisse hervorrufen, so dass ich mich entschlossen habe, den Text noch mal zu überarbeiten und diese Begriffe durch andere, zutreffendere zu ersetzten. Gleichzeitig habe ich versucht, die neuen Erkenntnisse, die ich zwischenzeitlich gewonnen habe, durch zusätzliche Textpassagen zu berücksichtigen.
So finden Sie in der 2. erweiterten Auflage nicht nur angepasste Worte, sondern auch Texterweiterungen. Diese beziehen sich hauptsächlich auf das Kapitel: „Was ist die Botschaft des Nazareners?".
Ich hoffe, dass ich durch die Erweiterungen die Botschaft viel konkreter fassen konnte.
Vorwort
Liebe Leser, die Idee zu diesem Buch entstand einige Monate nach der Veröffentlichung meines ersten Buches mit dem Titel „Wie christlich war Christus?" Die intensive Auseinandersetzung mit der Botschaft, wie sie in den Evangelien zu finden ist, hatte mich auf eine verwegene Idee gebracht. Ich hatte den Gedanken, die Botschaft, insbesondere die Geschichten, wie sie in dem Evangelium nach Johannes geschildert werden, wortwörtlich zu glauben. So habe ich mich auf den Weg gemacht, in der heutigen Zeit nach Belegen zu suchen, welche die Botschaft bestätigen könnten. Noch wusste ich nicht, was konkret der Inhalt meines, nun vorliegenden Buches sein wird. Ich habe recherchiert und viele Belege für unerklärliche Heilungen, wundertätige Orte, Erscheinungen und vieles mehr gefunden. Dann aber bin ich auf ein Phänomen gestoßen, das mir alle Fragen im Zusammenhang mit der Botschaft beantworten konnte.
Das vorliegende Buch besitzt einige Eigenheiten, auf die ich kurz eingehen möchte.
Grundsätzlich gilt, dass alle Zitate in kursiver Schrift geschrieben sind. Sofern es sich um kurze Zitate handelt, tauchen sie im normalen Text in kursiver Schrift auf und werden durch Anführungszeichen eingeleitet und beendet. Sofern es sich um längere Zitate handelt, die manchmal über mehrere Seiten gehen können, werden sie in kursiver Schrift in eingerückten Blöcken dargestellt. Bei längeren Zitaten wird auf die Anführungszeichen am Anfang und am Ende verzichtet. Die Rechtschreibung in den Zitaten entspricht zum Teil den alten Rechtschreibregeln.
Die längeren Zitate sind i. d. R. von mir durch weglassen von Textpassagen, die für den beabsichtigten Zweck keine Aussagekraft haben, bearbeitet worden. Diese Stellen sind im Text durch drei Punkte zwischen rechteckigen Klammern gekennzeichnet.
Auf die Quellen für Zitate wird kurz im Text hingewiesen. Die genaue Bezeichnung wird am Ende dieses Buches unter dem Titel: „Quellenangabe dokumentiert. Einige Zitate stammen von Tondokumenten, die heute über das Internet frei zugänglich sind. Andere Zitate stammen von den unter „Quellenangaben
dokumentierten Internetquellen. Es kommt häufig vor, das die gleichen Zitate in Tondokumenten, als schriftliche Dokumente in verschiedene Internetquellen und in gedruckter Form in Druckerzeugnissen vorkommen, so dass es manchmal nicht möglich ist eine eindeutige Quellenangabe zu machen. Sie beziehen sich zum Teil auf Veröffentlichungen in Sonder-Zeitschriften aus der damaligen Zeit.
Bei Bibelzitaten wurde aus Platzgründen auf die Versnummerierung verzichtet.
Inhalt
Zur 2. erweiterten Auflage
Vorwort
Einleitung
Über Wahrnehmung, Bewusstsein und Wirklichkeit
Der Nazarener und die Folgen
Die Werke des Nazareners
Heilung des Besessenen in der Synagoge von Kapernaum
Heilung eines Gelähmten am See Bethesda in Jerusalem
Heilung eines Blinden in Bethsaida
Heilung eines aussätzigen Leprakranken
Jesus heilt eine Frau, die ihn berührte
Fernheilung des Dieners eines römischen Offiziers
Auferweckung der Tochter des Jairus
Über Wunder und Zeichen
Das Phänomen Bruno Gröning
Die Werke des Bruno Gröning
Heilung von Multipler Sklerose
Heilung von einem Herzleiden
Heilung einer jungen Frau mit erblindetem Auge
Heilung eines blinden Mannes
Fernheilung eines Haustiers
Heilung von einer Sucht und verschiedenen Beschwerden
Heilung eines Kindes mit schweren Anfällen
Die Heilungen geschehen weiter
Über Wissenschaft und Glaube
Was ist die Botschaft des Nazareners?
Was bedeutet die Botschaft des Nazareners für den Alltag?
Der Nazarener und das Christentum
Quellenangaben
Einleitung
Jeder von uns hat schon mal von Wunderheilungen gehört. Meistens beschäftigen wir uns mit solchen Meldungen nicht weiter. Es lässt sich wohl kaum bestreiten, dass es diese Phänomene gibt, doch ohne darüber nachzudenken, glauben die meisten Menschen, dass es sich hierbei nur um Täuschungen oder Betrug handele.
Der wohl bekannteste Wunderheiler ist Jesus von Nazareth, den man seinerzeit den Nazarener nannte. Seit zweitausend Jahren erzählen sich Menschen Geschichten über unerklärliche Heilungen, die der Nazarener vollbracht haben soll. Allein in der heutigen Zeit sind es weit mehr als eine Milliarde Menschen, die in der Bibel, genauer gesagt in den Evangelien, immer wieder diese Geschichten lesen. Aufgeklärte Menschen, die sich um wissenschaftliche Erkenntnisse bemühen, hegen ihre Zweifel, ob diese Geschichten wortwörtlich zu verstehen sind.
Dieser Nazarener also, den wir heute auch unter dem Namen Christus kennen, ist die zentrale Person, auf die sich alle christlichen Religionen beziehen. Die Botschaft, seine Lehre, die er hinterlassen hat und die seine Wegbegleiter in großen Teilen der damals als zivilisiert angesehenen Welt zunächst in mündlicher Überlieferung verbreitet haben, hatte bei allen Völkern eigenartigerweise einen unerhörten Erfolg. Es kann also wohl keine banale Lehre gewesen sein. Zu jener Zeit als sich die Botschaft ausbreitete, war das Christentum keineswegs eine machtvolle Religion, die über Menschen bestimmte und ihnen Glaubensvorstellung aufzwingen konnte. Im Gegenteil, jeder, der sich damals dem Christentum angeschlossen hatte, musste mit Unterdrückung durch die Machthabenden rechnen.
Was aber war an dieser Lehre so Besonderes, die vom Nazarener verbreitet wurde? Ist es die Botschaft von der Befolgung von Gesetzen, die der Gott Israels uns Menschen auferlegt hatte? Ist es die Botschaft von den Gerechten, die die Gesetze befolgen und belohnt werden im Gegensatz zu den Ungerechten, den Sündern, die die Gesetze nicht befolgen und deshalb bestraft werden? Ist es die Botschaft vom ewigen Frohlocken im Himmel und der ewigen Pein in der Hölle? Um welche Gesetze geht es hierbei?
Christen werden vermutlich die „Zehn Gebote einfallen, die jeder Christ, gleich welcher Konfession auswendig lernen muss. Woher stammen diese „Zehn Gebote
? Wer sich in der Bibel auf die Suche macht, wird mit Erstaunen feststellen, dass die Bibel den Begriff „Zehn Gebote nicht kennt. In keinem der biblischen Bücher sind die „Zehn Gebote
wie sie Christen kennen, zu finden.
Was genau war die Lehre, die der Nazarener im ursprünglich kleinen Kreis seiner Anhänger verbreitet hatte? Warum haben so viele Menschen Benachteiligungen auf sich genommen, nur um sich einer neuen Bewegung anzuschließen? Warum haben sie die Angst vor den Machthabern, ja sogar vor dem Sterben verloren?
Über Wahrnehmung, Bewusstsein
und Wirklichkeit
Wir Menschen kennen den Tag und die Nacht, das Wachsein und den Schlaf. Tagsüber, im Wachsein, nehmen wir die Wirklichkeit, die Realität war. Nachts, im Schlaf, träumen wir und erleben darin Illusionen, Täuschungen. Das, was wir träumen, betrachten wir nicht als Wirklichkeit. Es gibt also bei uns Menschen offensichtlich verschiedene Wahrnehmungszustände. Diese beiden Wahrnehmungszustände, Wach-Sein, welches auch das Wachbewusstsein genannt wird, und Im-Schlaf-Träumen, das auch als das Traumbewusstsein genannt wird, sind jedem Menschen bekannt.
Bei genauem Nachdenken gibt es noch weitere Wahrnehmungszustände, die fast jedem Menschen bekannt sind. Als Beispiel kann die Hypnose genommen werden. Auch wenn nur die wenigsten eigene Erfahrungen mit Hypnose gemacht haben, ist dieser Wahrnehmungszustand z.B. aus der Showhypnose bekannt. In diesem Zustand scheinen die Hypnotisierten wach zu sein, sie sind ansprechbar, doch sie nehmen die Wirklichkeit vollkommen anders wahr, sie befinden sich im Hypnosebewusstsein. Wenn man einem Hypnotisierten sagt, dass man ihm eine glühend heiße Münze an den Arm legen wird, dann schreit er vor Schmerzen, obwohl die Münze in Wirklichkeit kalt ist. Mehr noch, Versuche zeigten, dass der Hypnotisierte nicht nur den Schmerz empfunden hatte, sondern es bildete sich auch noch eine Brandblase an der Stelle, die von der kalten Münze berührt wurde.
Was ist also Wirklichkeit? Die zu Beginn getroffene Feststellung, dass man im Zustand des Wachseins, im Wachbewusstsein, die Realität, also die Wirklichkeit, und im Zustand des Träumens, im Traumbewusstsein eine Illusion, also eine Täuschung wahrnimmt, kommt dadurch ins Wanken. Die Wahrnehmung dessen, was sich gerade ereignet, kann auf verschiedene Arten erfolgen. Als Realität, also als Wirklichkeit, bezeichnen wir das, was wir übereinstimmend mit der Mehrheit der anderen Menschen wahrgenommen haben. Das heißt, wenn jemand unter Hypnose, im Hypnosebewusstsein, in Berührung mit einer kalten Münze eine Brandblase bekommt, betrachten wir das als Täuschung, also als Illusion.
Wirklichkeit ist also keine objektive, das heißt für alle gleichbleibende Tatsache, sondern eine subjektive, also von jedem auf seine Weise erfolgte Wahrnehmungstatsache. Die Wirklichkeit wird durch den Bewusstseinszustand, in dem die Wahrnehmung erfolgt, bestimmt. Es ist Wirklichkeit, dass die Münze, die den Hypnotisierten berührt hat, kalt war und zugleich ist es Wirklichkeit, dass die Hautstelle, die berührt wurde, eine Brandblase ausgebildet hatte. Die Wirklichkeit ist das, was von einem wahrgenommen wird.
Im Hinduismus, der ältesten der fünf großen Religionen, gilt das Wort „Om als Mantra. Bei einem Mantra handelt es sich um heilige Worte, die als Rezitation oder Gesang ständig wiederholt werden. Durch ständige rhythmische Wiederholung möchte man sich in ein Bewusstsein versetzen, in dem man in Kontakt treten kann mit dem, was dieses Wort bedeutet. Eigentlich handelt es sich beim „Om
nicht um ein Wort, sondern um eine Silbe, die aus drei Buchstaben A, U und M besteht. Allen Buchstaben wird eine Bedeutung zugeschrieben. Das A steht für das Wach sein, also für das Wachbewusstsein, das U für Träumen also für das Traumbewusstsein und das M für den Tiefschlaf. „Om, also AUM hat im Hinduismus eine weitere Bedeutung, es steht für Gott. Durch die ständige rhythmische Wiederholung des heiligen Wortes „Om
als Mantra versuchen sich Hindus in ein Bewusstsein zu versetzten, in dem sie mit Gott in Verbindung träten können.
Mit diesen verschiedenen Arten des Bewusstseins hat sich also schon die älteste der großen Religionen beschäftigt. Neben den auch uns heute vertrauten Wachbewusstsein und Traumbewusstsein kennt der Hinduismus auch das Bewusstsein, in dem man mit Gott in Verbindung treten kann, das Gottesbewusstsein. Das ist ein Bewusstsein, das den meisten Menschen in der westlichen Zivilisation verloren ging.
Ein Jesuit, Theologe und Naturwissenschaftler, Pierre Teilhard de Chardin sagte:
Wir sind keine menschlichen Wesen, die eine spirituelle Erfahrung machen. Wir sind spirituelle Wesen, die menschliche Erfahrungen machen.
Der Nazarener und die Folgen
Jerusalem, die Stadt in Judäa, 754 m überm Meeresspiegel im kargen Bergland abseits von bedeutenden Handelswegen gelegen, war nie ein Zentrum eines überregional bedeutenden großen Reiches gewesen. Sie verfügt eigentlich über keine natürlichen Voraussetzungen, die aus ihr einen Ort von weltweiter geschichtlicher Bedeutung machen würden. Und dennoch, diese Stadt bewegt seit mehr als dreitausend Jahren die Gemüter der Menschen. Sie ist von zentraler Bedeutung für drei Religionen: das Judentum, das Christentum und den Islam, die alle den gleichen Gott verehren. In dieser Stadt wurde vor beinahe zweitausend Jahren ein junger Mann aus Nazareth, einem kleinen Dorfe in Galiläa, wegen Gotteslästerung zu Tode am Kreuz verurteilt. Viele seiner Zeitgenossen nannten ihn „der Nazarener. Heute kennen wir ihn unter dem Namen „Jesus von Nazareth
.
Sein Tod am Kreuz hinterließ bei seinen Anhängern eine tiefe Verunsicherung. Einige von Ihnen haben in den letzten drei Jahren seines Lebens viel Zeit mit ihm verbracht. Sie begleiteten ihn auf seinen Wegen, waren Zeugen von vielen Zeichen, Heilungen ja sogar mehreren Auferweckungen von den Toten. Sie lauschten seinen Belehrungen im kleinen Kreis, Sie hörten seine Ansprachen, die er vor vielen Menschen gehalten hatte, seine Gleichnisse, die er häufig zur Verdeutlichung seiner Aussagen gebraucht hat. Jetzt ist er, den Sie Meister oder Rabbi, das so viel wie geistiger Lehrer bedeutet, nannten, einen qualvollen und zugleich schändlichen Tod am Kreuz gestorben. Alle waren sie ergriffen von den Werken, die er getan hat. Niemand dachte daran, seine Worte aufzuzeichnen, sie in irgendeiner Weise festzuhalten. Seine Lehren waren nicht die Schriften, auf die sich die Schriftgelehrten, die Pharisäer, die Sadduzäer, seine jüdischen Glaubensgenossen bezogen haben. Seine Lehre, das waren die Werke, die er getan hat, seine Lehre, das war sein Leben und jetzt war es zu Ende.
Doch schon einige Jahrzehnte später wurde er im ganzen römischen Reich als der Christus bekannt. Unter den Europäern waren es zuerst Griechen, die von dem Nazarener und seinem außergewöhnlichen Leben
