Lisa und Tim: Geheimnisvolle Begegnungen
Von Gisela Prouza
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Über dieses E-Book
Zunächts erleben sie ein spannendes Abenteuer mit Autodieben - zwei merkwürdigen Gestalten, denen sie beinahe in die Hände fallen.
Dann begegnen sie dem Geistseher Jan Spökenkieker beim Zelten am Sahlenburger Strand und er erzählt ihnen vom Schicksal der Moorliesl.
Gisela Prouza
Gisela Prouza, 1944 in Schlesien geboren, ist als Flüchtlingskind in Cuxhaven / Sahlenburg aufgewachsen. Bereits als Kind hatte sie den Traum später einmal Bücher zu schreiben. In den Jahren 2004 - 2006 absolvierte sie den Lehrgang "Belletristik" an der HAF Hamburger Akademie für Fernstudien, Schule des Schreibens. Heute lebt die Autorin Gisela Prouza mit ihren Ungarischen Straßenhunden Merlin und Flynn, sowie der zugelaufenen Katze Minka in der Nähe von Hamburg.
Ähnlich wie Lisa und Tim
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Buchvorschau
Lisa und Tim - Gisela Prouza
Autorenporträt:
Gisela Prouza, 1944 in Schlesien geboren, ist als Flüchtlingskind in Cuxhaven / Sahlenburg aufgewachsen. Bereits als Kind hatte sie den Traum später einmal Bücher zu schreiben.
In den Jahren 2004 – 2006 absolvierte sie den Lehrgang „Belletristik" an der HAF Hamburger Akademie für Fernstudien, Schule des Schreibens.
Heute lebt die Autorin Gisela Prouza mit ihren Ungarischen Straßenhunden Merlin und Flynn, sowie der zugelaufenen Katze Minka in der Nähe von Hamburg.
Inhaltsverzeichnis
Gefangen im Turm
Der erste Ferientag in Sahlenburg
Der geheimnisvolle Turm
Die Entdeckung
Gefangen im Turm
Die rettende Idee
Aufregung im Polizeirevier
Gerettet
Begegnung mit Jan Spökenkieker
Osterferien in Sahlenburg
Zelten am Sahlenburger Strand
Das Finkenmoor
Jan Spökenkieker
Jan in Gefahr
Die Moorliesel
Suche nach Jan
Besuch beim Spökenkieker
Die Hundebabys
Jan sieht ein Unglück voraus
Feuer im Pferdestall
Lisa und Tim in Gefahr
Der Bann wird gebrochen
Gefangen im Turm
„So ihr beiden, gleich kommt der Zug. Kann ich euch auch wirklich alleine zu Tante Edelgard und Onkel Reinhard fahren lassen?"
Frau Brünner fragte das zum x-ten Mal ihre Zwillinge, Lisa und Tim. Sie stand mit den beiden auf dem Hamburger Hauptbahnhof, wo in fünf Minuten der Zug eintreffen sollte. Die Sommerferien hatten begonnen und auf dem Bahnsteig war ein furchtbares Gedränge und Geschiebe. Die Luft war schon am frühen Morgen stickig und schwül, deshalb wollten viele Menschen raus aus der Stadt. Laufend fuhren Züge mit quietschenden Bremsen in den Bahnhof rein, und andere gaben beim Rausfahren einen Pfeifton von sich.
Frau Brünner sah etwas besorgt auf ihre Kinder. So ganz wohl war ihr bei dem Gedanken, die beiden alleine mit dem Zug nach Cuxhaven fahren zu lassen, doch nicht.
„Ihr versprecht mir, – bei eurem Indianer-Ehrenwort -, dass ihr in dem Abteil sitzen bleibt, bis ihr in Cuxhaven angekommen seit?"
Tim und Lisa nickten ausgiebig.
„Cuxhaven ist ein Sackbahnhof, weiter kann der Zug nicht fahren. Dort wartet Tante Edelgard auf dem Bahnsteig!"
Lisa verdrehte die Augen nach oben und stöhnte: „Ja, Mama, das hast du uns schon tausend mal erzählt! Tim nickte nur und sagte ganz cool: „Alles klar Mama, wir sind doch keine Babys mehr. Wir sind schon neeeuuun Jahre alt. Das ist doch kinderleicht!
Aus dem Lautsprecher ertönte die Durchsage:
„Auf Gleis 3 fährt der Zug ein! Bitte treten Sie von der Bahnsteigkante zurück! Weiterfahrt nach Cuxhaven in zehn Minuten!"
Frau Brünner kontrollierte noch schnell die Rucksäcke, ob sie auch richtig zugezogen waren, und da kam auch schon der Zug laut kreischend in den Bahnhof hinein gefahren. Zusammen suchten sie ein leeres Abteil, damit Lisa und Tim am Fenster sitzen konnten. Danach stellte sich ihre Mutter draußen vor das Fenster und gab ihnen mit der Hand ein Zeichen. Sie sollten mit ihr gleich nach der Ankunft telefonieren. Die beiden nickten fleißig und winkten ihr bei der Abfahrt zu. Ihre Mutter hatte sich extra ein weißes Tuch mitgenommen und winkte damit, bis der Zug den Bahnhof verlassen hatte.
Lisa sah am Fenster die flache Landschaft vorüberhuschen. Ein wenig aufgeregt war sie schon. Es war das erste Mal, dass sie mit ihrem Bruder alleine verreisen durfte. Sie freute sich schon riesig auf die Ferien bei Tante Edelgard und Onkel Reinhard. Da konnte man so richtig toll spielen und auf den Islandpferden durften sie auch reiten. Ob „Skekja und Vakür" sie wohl wiedererkennen werden?
Tim hatte inzwischen den Proviant aus dem Rucksack genommen und fing an zu futtern. Mit vollem Mund quasselte er los: „Du, Lisa, Onkel Reinhard hat mir versprochen, dass er mich zu seiner Polizeiwache mal mitnimmt. Ich darf dann auch im Polizeiauto mitfahren! Lisa sah ihn belehrend an, schließlich war sie zehn Minuten älter als ihr Bruder. „Du sollst doch nicht mit vollem Mund sprechen, das weißt du doch!
Tim mochte es gar nicht, wenn Lisa die ältere Schwester spielte. Sonst war sie für ein Mädchen aber ganz in Ordnung. Bevor er jedoch etwas Gemeines zu ihr sagen konnte, wurde die Abteiltür mit einem Ruck aufgerissen. Zwei Männer kamen herein. Ein langer Dünner, mit viel Pomade im Haar, setzte sich neben Tim und der andere, ein großer Dicker mit kurz geschorenen, blonden Haaren, dicht neben Lisa. Er musste draußen wohl etwas länger in der prallen Sonne gestanden haben. Sein Gesicht war puterrot und er schwitzte fürchterlich. Im Abteil verbreitete sich sofort ein übler Geruch. Der Dicke holte ein schmuddeliges Tuch aus der Hosentasche und wischte damit über das Gesicht. Lisa sah Tim mit einem nach Hilfe suchenden Blick an, traute sich aber nicht, ein Wort zu sagen. Tim war
