Komm! Lass' uns von vorne anfangen: GeschichtenGedichteGeschütteltes
Von Martina Siems-Dahle und Hans-Jürgen Siems
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Über dieses E-Book
Hans-Jürgen Siems verfügte über eine seltene Gabe: In Blitzesschnelle verdrehten seine Synapsen Worte und Sätze. Er war ein Schüttelreimer. Er schrieb aber auch "normale" Gedichte und Limericks, Schüttelreim-Limericks und Schüttelreim-Sonette.
Martina Siems-Dahle hat diese spezielle Begabung allerdings nicht. Aber (Kurz-)Geschichten zu schreiben und auch Gedichte - diese in Form von Poetry Slam Lyrik - daran hat sie reichlich Spaß.
Martina Siems-Dahle
Martina Siems-Dahle ist als Journalistin vielen Menschen und Schicksalen begegnet. In ihrem vorliegenden Roman "Das wiedergeborene Kind" verarbeitet sie einige ihrer ergreifendsten Menschengeschichten. Literarisch verfasst sie zudem Kurzgeschichten und Gedichte nach Art der Poetry Slam Lyrik. (s.a. "Komm! Lass' und von vorne anfangen", Verlag TwentySix, ISBN: 978-3-74074997-2; "Das laufende Wort", Engelsdorfer Verlag, ISBN: 978-3-96008-958-2 und andere Anthologien). In den USA und in Erlangen studierte Martina Siems-Dahle Theaterwissenschaft, Amerikanistik und Germanistik. Als Journalistin war sie tätig für die Nürnberger Nachrichten und den Kölner Stadtanzeiger. Beim Heinrich Bauer Verlag und bei einem privaten Fernsehsender nahm sie leitende Positionen in den Presse- und PR-Abteilungen ein. Seit vielen Jahren arbeitet sie als kreativer Kopf in der Agentur ihres Mannes, STUDIO D ENTERTAINMENT. Die beiden haben eine erwachsene Tochter und einen Hovawart. Die gebürtige Oldenburgerin lebt in Köln.
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Buchvorschau
Komm! Lass' uns von vorne anfangen - Martina Siems-Dahle
Mein Vater und ich
Hans-Jürgen Siems (1921-2006), mein Vater, verfügte über eine seltene Gabe: In Blitzesschnelle verdrehten seine Synapsen Worte und Sätze.
Er war ein Schüttelreimer. In dieser speziellen, kleinen Lyrikwelt durchaus ein bekannter. Er schrieb aber auch „normale" Gedichte und Limericks, Schüttelreim-Limericks und Schüttelreim-Sonette.
Ich habe diese Begabung nicht.
Aber Geschichten zu schreiben und auch Gedichte – diese eher in Form von Poetry Slam Lyrik – daran habe ich sehr wohl Spaß.
Darum habe ich die vorliegende kleine Sammlung um Gedichte meines Vaters ergänzt. Es handelt sich nur um einen Bruchteil seines Werks.
Übrigens: Tausenden von Schülern und Schülerinnen in Deutschland hat mein Vater – nicht nur als Lehrer -, sondern auch als Schulbuchautor beim KLETT-Verlag Deutsch beigebracht. Über dreißig Jahre erschien „Mein Rechtschreibbegleiter".
Zu mir ist zu sagen: Ich bin also die Tochter …. Nach meinem Studium der Theaterwissenschaft (Germanistik und Amerikanistik) wurde ich Journalistin und Presse-/PR-„Tante".
Seit über 25 Jahren begleite ich meinen Mann in seiner Künstleragentur STUDIO D Entertainment. Und zusammen sind wir sehr stolz auf unsere Tochter. Wir sind Norddeutsche, die aber schon sehr lange in Köln wohnen.
Gute Unterhaltung!
Inhaltsverzeichnis
GLÜCKLICH
Zeit
Glück An Julia
Ich möchte mit dir ins Blaue laufen
Falten
Rien ne va plus
Mathe
Der erste Grasschnitt
Falsch gedacht
SCHATTIG
Dann allerdings
Der Zusammenbruch
Grabrede
Die Muschel
Der Nachttisch
Requiem für vier Fische
Das Luder
Ein Fall für alle Fälle
Invasion in der Schweinebucht
Die Ruhe und der Tod
Heiliger Krieg
TIERISCH
GehässigHans-Jürgen Siems
Die schlaue ZeckeHans-Jürgen Siems
Mückenplage IHans-Jürgen Siems
Mückenplage II
WespenschicksalHans-Jürgen Siems
Raben und RattenHans-Jürgen Siems
LUSTIG
Mein Leben als Dudelsack
Die Zauberformel
Des Sängers LustHans-Jürgen Siems
Kinder- und Volksliederpotpourri
BESINNLICH
In stiller Nacht
Der Abend
Die Mär vom Wiachtel
Herr Odes und die Flüchtlinge
Moslemische Weihnachten
Das nicht gewünschte Geschenk
GLÜCKLICH
ZEIT
Komm! Lass‘ uns von vorne anfangen!
Wir haben noch Zeit!
Aber wieviel Zeit haben wir noch?, fragst du und
drehst dich um und
suchst die Zeit, die hinter dir liegt.
Aber du siehst sie nicht,
obwohl sie Spuren hinterlässt.
Du meidest den Stillstand
und flüchtest vor dem Gestern,
sagst dennoch, früher war alles besser,
aber morgen wird alles anders.
Dann sagst du, du hast keine Zeit.
Da sage ich dir:
Wer hat die schon?
Die Zeit, die kannst Du nicht besitzen
wie ein Sofa mit ’nem dicken Kissen.
Die Zeit kann ich nicht kaufen,
obwohl man sagt, dass sie kostbar sei.
Ich kann sie nicht waschen oder kämmen,
und an die Leine kann ich sie auch nicht binden,
obwohl sie neben mir läuft.
Ich kann sie nicht wegpacken oder verstecken,
wie ein Geschenk zu Weihnachten:
Ich kann dir meine Zeit nicht schenken.
Denn meine ist eine andere – relativ gesehen.
Deine Zeit ist für mich nicht greifbar.
Zwischen deiner Zeit und meiner Zeit liegt
das Warten.
Auf was, fragst du?
Auf das Versprechen, gemeinsam die Zeit zu füllen.
Stattdessen schlägst du die Zeit tot
und kommst dabei in Zeitnot.
Also: Hier, an diesem Ort, an dem genau ich jetzt bin,
kann ich morgen wieder sein,
aber nicht
