Buen Camino: Meine Erlebnisse auf dem Jakobsweg
Von Marta Bro
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Marta Bro
Marta Bro wurde 1950 in einem kleinen westfälischen Dorf geboren. Mit ihrer Reise auf dem Jakobsweg hat sie sich einen Traum erfüllt.
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Buchvorschau
Buen Camino - Marta Bro
1. Reisetag
Sechs Uhr morgens. Ich lag noch in meinem gemütlichen Wasserbett und ließ den Blick durch den Raum schweifen. Der alte Kleiderschrank, die Kommode, die Bäume vor dem Fenster – alles vertraut und an seinem Platz. Dann richtete sich meine Aufmerksamkeit auf den großen Deuter-Rucksack, an dem meine Jakobsmuschel hing, und der vollgestopft in der Ecke stand. Er erinnerte mich daran, dass bald nichts mehr vertraut sein würde – Tilli und ich würden auf neuen Wegen fern der Heimat reisen. Immer der Muschel und dem gelben Pfeil folgend.
Ich freute mich, auch wenn ich Blasen und Wadenkrämpfe fürchtete und mich mit dem schweren Rucksack in der Sonne schwitzen sah. Es würde anstrengend werden, oh ja, und wunderschön!
Doch erstmal hieß es aufstehen und mit meinen Liebsten gemütlich frühstücken. Immerhin war dies ein ganz besonderer Tag. Nicht nur, weil mein Geburtstag war, sondern vielmehr, weil heute DER Tag war.
Schon klingelte es an der Haustür und herein trat meine Familie: meine Mutter, Schwester, Kinder und Enkelkinder – und direkt war das Haus erfüllt von Stimmen, Trubel und guter Laune.
Als wir beim Frühstück saßen, merkte mein Schwiegersohn an: »Es ist mutig von euch, den Weg zu gehen. Aber sobald ihr merkt, dass es nicht mehr geht, dass ihr Schwierigkeiten bekommt, kehrt ihr sofort wieder zurück, ohne jede Scham!«
Beruhigend antwortete ich ihm: »Ja, wir sind Mitte sechzig, aber ich habe gelesen, dass nicht wenig ältere Menschen den Weg bereits gegangen sind. Doch es ist lieb, dass du dich sorgst und danke für deine Anerkennung! Es macht mir Mut, zu wissen, dass ich jederzeit zurückkehren kann ohne ausgelacht und verspottet zu werden.«
Einige meiner Lieben lächelten mir ermutigend zu, andere machten eine besorgte Miene.
Erneut klingelte es – das musste Tilli sein! Euphorisch eilte ich zur Tür und öffnete ihr.
Sie kam regelrecht mit ihrem Mann hereingestürmt. »Glückwunsch, meine Liebe!«, rief sie freudig und begrüßte meine Familie.
Sie setzten sich an den Tisch und ich bot ihnen einen Kaffee an. Tilli lehnte höflich ab. »Hach, ich bin vor lauter Aufregung seit Stunden wach und seitdem trinke ich ununterbrochen Kaffee.«
»So, Mama!«, begann meine älteste Tochter, »es ist Zeit, dir dein Geschenk zu geben! Das ist von uns allen!«
Sie überreichte mir ein kleines, liebevoll verschnürtes Päckchen. Ich wickelte es aus und war überrascht: ein IPhone!
»Aber ich kann doch gar nicht damit umgehen«, entgegnete ich .
»Kein Problem!«, erwiderte mein Sohn, setzte sich neben mich und erklärte mir, wie man telefoniert und Nachrichten versendet.
»Siehst du, Mama? Es ist ganz einfach!«, beendete er die Einführung. »Und sobald ihr in der Herberge angekommen seid, schreibst du uns eine Nachricht, damit wir alle beruhigt sind.«
Ich fühlte mich noch ein wenig unsicher, was die Bedienung des Handys betraf, doch ich nickte. »In Ordnung, das mache ich! Vielen lieben Dank, dass ihr heute alle gekommen seid. Ich weiß es zu schätzen, dass ihr euch so um mich sorgt. Ich habe euch alle sehr lieb und wenn ich wiederkomme, könnt ihr stolz auf mich sein, denn ich wage es und erfülle mir meinen Traum!«
Durchströmt von Tatendrang und Euphorie, lächelte ich breit von einem Ohr zum anderen.
Nach dem gemütlichen Frühstück mit meinen Lieben brachten uns mein Sohn und meine Schwiegertochter zum Flughafen.
Dort angekommen, tranken wir noch ein kühles Getränk. Als sich mein Sohn und meine Schwiegertochter verabschiedeten, wäre ich ihnen am liebsten hinterhergelaufen. Plötzlich verließ mich doch der Mut! Zu gern hätte ich einen Rückzieher gemacht, wäre zurück nach Hause gefahren und hätte mich in meinen Lieblingssessel gesetzt, ein Buch gelesen und von fernen Abenteuern geträumt. Doch nun begann mein eigenes!
Ein Aufschrei Tillis riss mich aus meinen Gedanken. »Oh mein Gott!«, quietschte sie entsetzt, »der Reißverschluss meiner Hose ist gerissen! Da habe ich so viel Geld dafür hingelegt und dann passiert so etwas! Und ich bin noch nicht einmal in Spanien!«
Ich versuchte sie zu beruhigen. »Das ist kein Weltuntergang,
