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Buchvorschau
Das Kind ohne Schatten - Heike Kiefer
Erstes Kapitel
Max
Es war einmal ein Junge, der hieß Max. Er war neun Jahre alt und hatte rote Haare und eine Menge Sommersprossen auf der Nase. In die Schule ging er ziemlich gerne, denn er hatte eine nette, lustige Lehrerin. Sie hieß Frau Meier, genauso wie Max mit Nachnamen hieß. Also noch mal: Der Junge hieß Max Meier. Deshalb war sein Geheimzeichen auch:
Zwei M, eins normal und eins auf dem Kopf geschrieben. Es sah so aus, als ob sich das stehende M in einem Spiegel spiegeln würde.
Dieses Geheimzeichen schrieb Max immer unter die Briefe an seine besten Freunde. Das waren Hans und Olaf und Lisa. Nur diese drei durften sein Geheimzeichen kennen. Max hatte noch eine kleine Schwester, die hieß Trulla. Also, Trulla hieß sie natürlich nicht in Wirklichkeit. So war nur ihr Spitzname, weil sie nämlich so gerne Kasperletheater spielte oder anguckte, und das fing immer an mit »Tri-tra-trullala, Kasperle ist wieder da«. Max hatte sein Schwesterchen Trulla genannt, und seitdem sagten alle Leute, auch die Eltern, nur noch Trulla zu ihr. Keiner wußte mehr, wie sie eigentlich richtig hieß. Aber das war ja auch egal.
Zweites Kapitel
Hitzefrei!
Es war gerade Sommer. So heiß war es, daß die Kinder in der Schule gar nicht mehr richtig denken konnten.
Max saß auf seinem Platz und guckte angespannt auf Frau Meiers Mund. Er sah, wie der sich bewegte, er hörte auch die Worte. Aber so sehr er sich auch anstrengte, er konnte den Sinn dieser Worte einfach nicht verstehen. Das kam nämlich daher, daß Max’ Gedanken wie von selbst immer wieder zu dem schönen kühlen See mitten im Wald wanderten. Dort würde er jetzt am liebsten, am allerliebsten sein! Hier in dem Klassenraum war die Luft stickig, und Max klebte fast mit seinen nackten Schenkeln am Stuhl fest. So schwitzte er.
Jetzt ins kühle Wasser steigen, erst mit den Zehen, dann mit den Beinen, immer weiter rein, bis zum Bauchnabel, bis zur Brust ...
»Ah«, sagte Max, weil dieser Gedanke so schön war.
»Was meinst du, Max?« fragte Frau Meier.
»Ach nichts«, sagte Max. Also jetzt will ich aber wirklich besser aufpassen, dachte er.
Aber schon nach kurzer Zeit waren seine Gedanken wieder beim See. Wo war er stehengeblieben? Ach ja, bei der Brust. Jetzt konnte er losschwimmen. Wie herrlich das klare Wasser an seinem Körper entlangkribbelte, wie es beim Schwimmen gluckste, wie kleine lustige Bläschen entstanden. Jetzt tauche ich auch mal den ganzen Kopf unter, stellte Max sich vor.
»Mmmm«, machte er, weil’s so schön erfrischend war.
»Na, Max, was ist denn los mit dir? Erst sagst du ›ah‹, dann ›mmm‹ ..., ißt du gerade was Leckeres?« fragte Frau Meier.
»Nein, ist schon gut«, sagte Max.
Die Lehrerin schüttelte verwundert den Kopf. Aber dann dachte sie bei sich: Vielleicht langweilt sich der Max. Ich glaube, heute kann ich den Kindern nicht viel beibringen. Bei dieser Hitze fällt mir gar nichts Lustiges ein ...
Max war natürlich schon wieder beim See. Jetzt schwamm er gemütlich immer weiter zur Mitte hin, in Richtung der geheimnisvollen Insel. Die war ganz schön weit draußen. Die Kinder durften höchstens bis zur Hälfte der Strecke schwimmen, weil danach dicht verflochtene Schlingpflanzen wuchsen. Das war sehr gefährlich. Wenn man dort hineingeriet, konnten sich die Schlingpflanzen wie Schlangen um die Arme und Beine wickeln, so daß man nicht mehr weiter konnte. Je mehr man zappelte, desto fester wurde man umschlungen. Noch nie hatte sich deshalb jemand getraut, zur Insel zu schwimmen. Sogar mit dem Boot hatte sich noch keiner hingetraut, weil sich die Schlingpflanzen auch um die Ruder wickelten.
Was war das bloß für eine Insel? Schon oft hatte Max stundenlang am Seeufer gesessen und rübergeguckt.
Wenn er bloß mal dort hin könnte!
Manchmal kam es ihm so vor, als wenn von der Insel wunderschöne Musik herübertönte, aber nur, wenn der Wind gerade zum Seeufer blies und nur, wenn auch alles andere ruhig war. An manchen Tagen war wirklich der Wald ganz still. Die Vögel sangen nicht, die Grillen zirpten nicht, nur das Laub in den Bäumen und das Schilf am Seeufer raschelten. Es war so, als wenn alle Tiere zuhören würden ... Aber vielleicht war die schöne Musik auch nur der Wind selber.
Wer weiß, vielleicht war auf der Insel ein Schatz vergraben? So ein richtiger mit Truhe und so. Das wär was, wenn er diesen Schatz finden würde! Dann würde er ... ja, was würde er damit wohl machen?
»Au ja!« rief Max plötzlich laut, weil ihm eine gute Idee einfiel.
»Also Max, jetzt mußt du uns aber wirklich sagen, was los ist! Erst sagst du ›ah‹, dann ›mmm‹, dann ›au ja‹ — was soll denn das bedeuten?« fragte Frau Meier.
»Mir ist so heiß, da habe ich leider nicht anders gekonnt und hab’ mir vorgestellt, ich würde im See schwimmen«, sagte Max.
»Ah!« — »Mmm!« — »Au ja«, riefen alle Kinder durcheinander. Einer schrie plötzlich los: »Wir wollen hitzefrei! Wir wollen hitzefrei!« Und alle Kinder schrien mit.
»Ich will eigentlich auch hitzefrei, gute Idee von euch«, sagte Frau Meier und ging zum Direktor. Da kamen gerade auch ein paar andere Lehrer. Alle sagten, bei ihnen würden die Kinder nur noch an Schwimmen und Eis essen denken.
Juhu, sie bekamen tatsächlich hitzefrei!
Drittes Kapitel
Die geheimnisvolle Insel
Max lief sogleich zum Geheimtreff. Das war eine uralte Eiche mit einer Bank darunter. Hier traf er sich immer mit seinen Freunden. Manchmal steckte man auch nur schnell einen Brief in eine kleine, versteckte Aushöhlung im Baumstamm. Das war ihr Geheimbriefkasten.
Als Max zum Baum kam, war niemand zu sehen, weder Hans noch Olaf noch Lisa. Sie waren wohl als erstes zur Eisbude gelaufen. Aber Max hatte kein Geld für ein Eis, außerdem wollte er so schnell wie möglich zum See.
Geschwind holte er einen Zettel aus dem Schulranzen und schrieb einen Brief:
