Dan Shocker's LARRY BRENT 135: Madame La Roshs Marterhaus
Von Dan Shocker
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Über dieses E-Book
Die Kultserie LARRY BRENT jetzt als E-Book. Natürlich ungekürzt und unverfälscht – mit zeitlosem Grusel. Und vor allem: unglaublich spannend.
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Rezensionen für Dan Shocker's LARRY BRENT 135
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Buchvorschau
Dan Shocker's LARRY BRENT 135 - Dan Shocker
Digitale Originalausgabe
E-Books von Maritim – www.maritim-hoerspiele.de
Copyright © 2018 Maritim Verlag
»Maritim« ist eine eingetragene Wort-/Bild-Marke und Eigentum der Skyscore Media GmbH, Biberwier/Tirol, www.skyscore.media
Autor: Dan Shocker
Lizenziert von Grasmück, Altenstadt
Covergestaltung & E-Book-Erstellung: René Wagner
ISBN 978-3-96282-270-5
E-Book Distribution: XinXii
www.xinxii.com
logo_xinxiiIm Haus herrschte Totenstille. Die Atemzüge des Mannes im Gästezimmer waren kaum zu hören. Er schlief tief und fest. Der Schrei, der in der nächsten Sekunde die geradezu unheimliche Stille zerriß, war so laut, daß der Mann im Bett erschrak und sein Atem stockte. Was war geschehen?
Seine Augen funkelten, sein Gesicht war maskenhaft starr, und aus seiner Kehle drang unbewußt ein Stöhnen.
Der gestörte Gast warf die Decke zurück, schwang die Beine aus dem Bett und lief zur Tür... wollte zur Tür laufen! Doch die Ereignisse überstürzten sich. Ein heftiger Wind kam auf. Innerhalb des Raumes brauste es, daß es einem angst und bange wurde. Dabei blieben die Vorhänge am Fenster völlig unbewegt!
Der bleiche Gast taumelte, seine Knie begannen zu zittern, und er wußte nicht, was er tun sollte und wie ihm geschah.
Er stürzte und raffte sich wieder auf. Der heftige, pfeifende Wind fuhr über ihn hinweg und riß ihn mit sich.
Das waren keine Hände - es war nur das Gefühl vorhanden, daß etwas nach ihm griff. Unsichtbar hielt sich offensichtlich jemand hier auf, der ihn zu fangen beabsichtigte.
Aber das alles war ja Unsinn und widersprach jedem Naturgesetz und der Vernunft. Es gab keine Unsichtbaren!
Er flog gegen die Wand, und unsichtbare Hände hielten ihn fest! Oder - war es der heftige Wind, der ihn gegen die Wand preßte?
Aber wie konnte innerhalb eines Raumes ein solcher Sturm überhaupt entstehen?
Warum flog die Bettdecke nicht weg? Warum bewegten sich die Vorhänge nicht?
Träumte er das Ganze etwa nur?
Wahrscheinlich! Seine Phantasie ging mit ihm durch. Das kam wohl davon, daß so viele Gerüchte über dieses Haus im Umlauf waren.
Seitdem Barry La Rosh vor zehn Jahren hier starb, erzählte man sich einiges. Sein Tod sollte zum Beispiel unter recht merkwürdigen und nie ganz geklärten Umständen eingetreten sein. Barry La Rosh, der im Auftrag des Verteidigungsministeriums maßgeblich an der Entwicklung neuer und geheimer Waffen beteiligt gewesen war, war Wissenschaftler mit Leib und Seele gewesen. Es wurde von ihm gesagt, daß er mit Giften experimentierte und über Kenntnisse verfügte, die seiner Forschergeneration noch nicht bekannt waren.
Es gab Stimmen, die behaupteten, Barry La Rosh hätte offenbar in die Giftküche fremder Wesen geschaut. Er hätte angeblich in Gesprächen die Namen von Substanzen genannt, die keinem Menschen je bekannt geworden waren.
Seltsam, daß ihm das alles durch den Kopf ging! Was hatte dies nur mit diesen Alpträumen zu tun?
Warum wachte er denn nicht auf?
Wieder beherrschte ihn der Gedanke an den Toten... und an das Haus, in dem der Strom der Bekannten und Freunde nie versiegt war.
Barry La Rosh war bekannt dafür gewesen, daß er gern und oft Gäste in seinem Haus aufnahm. Er war ein Freund exklusiver Partys und Gesellschaften. Unmittelbar nach seinem Tod war die große Ruhe eingekehrt, aber dann schien es, als ob Elvira La Rosh die Lebensweise ihres Mannes fortsetzen wolle. Ein Jahr nach seinem Tod wurde die erste Party gegeben. Madame La Roshs Feste waren seitdem in aller Mund, und alles, was Rang und Namen hatte, verkehrte weiterhin hier in diesem Haus.
Kaum einer konnte es erwarten, eine Einladung in das Haus der La Roshs zu erhalten, um wenigstens mal dabei gewesen zu sein.
Von Fall zu Fall kamen auch einzelne Besucher, solche, die sich auf der Durchreise befanden und dem Haus einen Besuch abstatteten. Die gastfreundliche Madame La Rosh ließ keinen unbewirtet wieder gehen. Freunde und Bekannte übernachten wie eh und je im Gästetrakt. Nichts seit dem Tod Barry La Roshs schien sich seitdem hier verändert zu haben...
Nichts?
Edward Baesly konnte sich nicht daran erinnern, hier im Haus jemals Alpträume gehabt zu haben.
Er strengte sich an, die Verwirrung und Ratlosigkeit und vor allem auch die Angst abzuschütteln. Aber es gelang ihm nicht.
Das Grauen ließ ihn schreien - er schlug um sich und wollte die unsichtbaren Hände abwehren, deren Zugriff er immer wieder spürte.
Aber da gab es keinen Widerstand, nichts, das er hätte zurückschlagen können. Und er wollte sich aufrichten, um endlich auf den Beinen zu stehen. Doch auch das gelang ihm nicht mehr.
Die Wand hinter ihm wurde weich und glitschig wie ein mit Schlamm vollgesogener Schwamm. Und dieser Schwamm saugte auch ihn an.
Seine Schultern sanken ein, auch seine Hände, die er entsetzt nach hinten riß, um sich gegen die saugende Kraft zur Wehr zu setzen.
Sein Kopf schob sich ohne sein Dazutun in die weiche, blubbernde Wand. Der Wind brauste, peitschte und übertönte seinen gellenden Aufschrei, der erstickt wurde. Die Wand, die zu einem lebenden Organismus geworden war, pulsierte und schien zu atmen.
Edward Baesly verschwand völlig in dem grauen, weichen Mauerwerk!
*
Hätte jetzt jemand einen Blick in den Raum werfen können, er wäre entsetzt gewesen über das, was dort geschah.
Wie von unsichtbaren Händen wurden die Schranktüren geöffnet. Alles, was Edward Baesly persönlich gehörte, flog mit den Windböen durch die Luft und klatschte gegen die Wand. Kleidungsstücke, Zahnbürste, Rasierapparat und Waschutensilien folgten aus dem Bad und verschwanden ebenfalls in der schwammigen Wand.
Minutenlang herrschte wildes Chaos in dem Gästezimmer.
Dann legte sich der Wind. Schlagartig wurde es wieder still, so totenstill, wie es die ganze Zeit davor gewesen war.
Das Zimmer sah nun nicht mehr aus, als ob ein Blitz darin eingeschlagen hätte. Unsichtbare Hände schienen es
geordnet und gesäubert zu haben.
Die Stühle standen fein säuberlich an Ort und Stelle, das Bett war gemacht, der Schrank wieder verschlossen und sogar der Ascher, der mit Edward Baeslys Kippen angefüllt war, blinkte, und die Kippen waren mit dem Zahnputz- und Rasierzeug verschwunden.
Die Schuhe vor dem Bett fehlten, es gab kein einziges Kleidungsstück mehr in dem Schrank, der Koffer war verschwunden.
Das Zimmer machte jenen Eindruck, den ein Zimmer machte, das nicht benutzt wird.
Es gab nichts mehr, das an Edward Baesly erinnerte. Mit ihm waren alle persönlichen Dinge in der schwammigen Wand verschwunden, die jetzt nicht mehr schwammig war.
Alles war ganz normal.
Nichts schien vorgefallen zu sein.
*
Der Morgen begann mit strahlendem Sonnenschein.
Es war ein kühler, klarer Wintertag.
Der Himmel spannte sich wolkenlos über dem zehntausend Quadratmeter großen Anwesen der La Roshs.
Der Gebäudekomplex, der aus mehreren aneinandergefügten, bis zu zwei Stockwerken hohen Häusern bestand, lag fast in der Mitte des riesigen, mit altem Baumbestand versehenen Parks.
Schon bei Tagesanfang war der Gärtner auf den Beinen, der das große Gelände praktisch allein in Ordnung hielt. Gute Geräte und technische Hilfsmittel standen ihm zur Verfügung. Sonst hätte er es nicht geschafft.
Das La Rosh-Anwesen lag hinter einer drei Meter hohen Mauer, die wiederum von innen mit dichtem Buschwerk bestanden war, auf einer Anhöhe, etwa siebenhundert Meter von einer schmalen, asphaltierten Straße entfernt, die einen Verbindungsweg zwischen zwei etwa acht Meilen auseinander liegenden Ortschaften darstellte.
Meistens fiel denjenigen, die diese Straße fuhren, das abseitig gelegene Gebäude gar nicht mal auf.
Man mußte von hier unten aus schon sehr genau seitlich blicken, um die Häuser und Garagen hinter der Mauer und den nun entlaubten Büschen und Bäumen wahrzunehmen.
Eine Sicht direkt auf die Gebäude und das Anwesen war im Sommer praktisch unmöglich. Da standen die Büsche und Bäume voll im Laub und bildeten eine natürliche Mauer hinter der aus Steinen und Mörtel, und der Blick konnte diese grüne Wand unmöglich durchdringen.
Von der asphaltierten Straße aus führte ein zwei Meter breiter, unbefestigter Pfad auf einen Hügel, der hauptsächlich aus Wiesen und Obstbäumen bestand. Dieses Gelände gehörte mit zum Anwesen. Der ganze Hügel befand sich grundbuchrechtlich im Besitz der Familie La Rosh.
Wo der Pfad unten zur Straße mündete, steckte in dem weichen Boden ein angefaulter Pflock, auf den in Pfeilform ein Wegweiser genagelt war.
>La Rosh-Houses< stand in verwitterten Buchstaben darauf. Der Pfeil zeigte den Pfad hinauf.
Fremde, die hier vorbeikamen und zufällig den Pfeil sahen, verbanden den Namen La Rosh sofort mit großen Festen und Geld. Und beides stimmte. Die Klatschspalten in diversen Zeitschriften und Magazinen berichteten auch immer wieder davon. Das Thema war schier unerschöpflich.
Der gewundene Pfad stieß gegen ein großes, mit Eisen beschlagenes Gittertor, das die Höhe der Mauer hatte.
Wer hier ankam, mußte kräftig hupen oder die in das Mauerwerk eingelassene Sprechanlage benutzen.
Der Mann, der um diese frühe Morgenstunde in der klaren, kühlen Luft an der Mauer herumschlich, tat weder das eine noch das andere.
Er hatte erstens keinen Wagen dabei (den hatte er vorsichtshalber in zwei Meilen Entfernung hinter dem Hügel abgestellt), und zweitens kam es ihm nicht darauf an, auf sich aufmerksam zu machen.
Der Mann war groß und breitschultrig, hatte rötliches Haar und einen wilden, flammend roten Vollbart.
Mit aufmerksamen Blicken beobachtete der Fremde seine Umgebung. Nichts entging ihm.
Er nahm alles genau in sich auf, das Zwitschern der Vögel ebenso wie das leise, summende Geräusch des Elektromotors, das von dem Gerätewagen stammte, mit dem der Gärtner den breiten Hauptweg des La Rosh-Parks entlangfuhr.
Der Mann mit dem Vollbart blieb lauschend stehen und suchte sich dann einen Baum aus, der nur wenige Meter von der Mauer des Anwesens entfernt stand. Dessen zur Mauer reichende Äste waren abgeschnitten, damit niemand auf die Idee kam, vom Baum aus auf das Grundstück hinter der hohen Mauer zu klettern.
Trotz seines Gewichts und seines Körperumfangs bewegte sich der kräftige Mann mit erstaunlicher Leichtigkeit. An diesem durchtrainierten, muskulösen Körper gab es kein Gramm Fett.
Der Kletterer erreichte seinen luftigen Ort und hatte von hier aus einen vortrefflichen Blick in den Park.
Der war eher ein kleiner Wald. Dicht an dicht standen die Bäume. Zwischen den Stämmen gab es saubere, schmale Spazierwege, die zu alten steinernen Bänken und Tischen führten.
In der Nähe des Hauses überwogen Beete und Rasenflächen, die bis an die vier Stufen höher liegende große Terrasse anstießen, die ein auffallend schöner und romantischer Freisitz war.
Wo die Erde an die Terrasse stieß, reihte sich ein gewaltiger Rosenstrauch an den anderen. Keiner trug
