Meditation - Theorie und Praxis
Von Douglas M. Baker
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Über dieses E-Book
Meditation, Theorie und Praxis:
In einer Welt, in der die Suche nach dem Sinn und nach neuen Werten stark zunimmt, wird Meditation immer beliebter. Allerdings kapitulieren viele Interessierte nach den ersten erfolglosen Versuchen und verzichten damit auf ein spirituelles Werkzeug, das ihr Leben verändern könnte.
Vielleicht Hegt die größte Schwierigkeit des Anfängers darin, dass ihm nicht klar ist, was er eigentlich zu tun hat. Das Wesen der Meditation bleibt ihm verschlossen.
In diesem Buch über die Grundlagen der Meditation geht Douglas Baker solchen Fragen auf den Grund und erklärt ausführlich, worum es sich bei der Meditation handelt, worauf sie abzielt und mit welchen Methoden diese Ziele erreicht werden. Viele Abbildungen und Beispiele gestalten die Materie lebendig und praktisch.
Die Meditation ist ein komplexer Vorgang, der sich in verschiedene Stadien aufteilen lässt. Jeder Abschnitt ist verhältnismäßig leicht zu erlernen. Wer sich diesem Weg ernsthaft widmet, dem eröffnet sich eine Sprache, die es ihm erlaubt, mit der eigenen Seele Kontakt aufzunehmen.
Douglas M. Baker
Doug Baker is president of the True North Groups Institute and former senior vice president for Human Resources of American Express Financial Advisors.
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Buchvorschau
Meditation - Theorie und Praxis - Douglas M. Baker
INHALT
MEDITATION - Theorie und Praxis
TEIL I - DAS WESEN DER MEDITATION
DIE INNERE WELT DER SYMBOLE
Das Höhlengleichnis
DIE CHAKRAS
DER VERLAUF DES FEUERS
DAS KIEFERCHAKRA ALTA MAJOR
GEGENSTAND FÜR DIE MEDITATION
DAS AJNA- ODER BRAUENCHAKRA
Meditationsinhalte
Die göttliche Physiognomie
Das Einhorn und das Mädchen
MULADHARA, DAS CHAKRA AN DER WIRBELSÄULENBASIS
SAHASRARA, DAS KRONENCHAKRA
MEDITATIONSÜBUNG 1
MEDITATIONSÜBUNG 2
TEIL II - Meditationsarten
GRUPPENMEDITATION
DREIECKE DER WELT
PLANETARE MEDITATION
DIE NEUE VERANTWORTUNG DES MENSCHEN
VOLLMONDMEDITATION
Die Große Invokation
TEIL III - Stufen der Einzelmeditation
DAS PLATZNEHMEN
RÄUCHERWERK
AUGENÜBUNGEN
DAS SPIRITUELLE TAGEBUCH
DAS ZURÜCKZIEHEN DER SINNE
DREI ÜBUNGEN ZUR GEISTESKONTROLLE
1. Atemkontrolle
2. Wachsende Achtsamkeit
3. Analverschluss
KONZENTRATION
VISUALISIEREN
Übung
Gegenstände für die Meditation
DIE VIER ELEMENTE
Das Element Erde
MEDITATION ÜBER BERYLL
DAS ELEMENT WASSER
GÖTTLICHE ALCHEMIE
DAS ELEMENT LUFT
Stickstoff
Arteriosklerose
Sauerstoff
Prana
Die Vitalitätskügelchen
DAS ELEMENT FEUER
SONNE UND LOGOS
MEDITATIONSÜBUNG
TEIL IV – MEDITATIONSTECHNIKEN
Die Insel und die Lilie
Meditation und Heilung
Der See und das Boot
Meditation über ein Shakespeare-Sonett
Narziss und die Seele
Meditation über das höhere Selbst
Der Töpfer
TEIL V - DIE WIRKUNG DER MEDITATION
ERINNERUNG AN FRÜHERE LEBEN
ZEICHEN AUF DEM WEG
SCHWEIGEN
SEX UND ZÖLIBAT
DIE MORGENVERRICHTUNGEN DES SCHÜLERS
Das spirituelle Tagebuch
Der Sonnenaufgang
Dreiecke
Thema für die Vollmondmeditation
MEDITATION - THEORIE UND PRAXIS
ORIGINAL TITEL:
The Theory and Practice of Meditation
Von
Dr. Douglas M. Baker
© Copyright by Douglas Baker 1987
Little Elephant, High Road,
Essendon, Herts, AL9 6HR, England.
© Copyright der deutschen gedruckten Ausgabe 2002
Edizioni Crisalide. Via Campodivivo,
43 04020 Spigno Saturnia (LT) – Italien
ISBN 9788871839103
Aus dem Englischen übersetzt von Franchita Cattani
Grafische Gestaltung: Bruno Irmici, Dieter G. Gedeik
Diese elektronische Ausgabe ist die einzigste
erlaubte der gedruckten Form.
ISBN 9781625690524
© Copyright Dr. Douglas M. Baker 2011
Verlag Baker eBooks Publishing
Viele Audio-Vorträge und einige der Bilder und Grafiken hier verwendet, können Sie in höherer Auflösung kostenlos von unserer Website https://www.douglasbaker.org heruntergeladen.
Dieses Buch ist erhältlich unter der Bedingung, dass es nicht im Wege des Handels oder auf andere Weise, verliehen, weiterverkauft, vermietet oder in anderer Art verbreitet wird ohne des Herausgebers vorherige Zustimmung. Weiterhin, das es nicht in irgendeiner Form von Bindung oder Umschlag anders als dieses zirkuliert wird, und das ähnlichen Bedingung auf den nachfolgenden Käufer auferlegt werden.
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Dankbar allen Menschen guten Willens
in aller Welt gewidmet,
denn in ihnen erblüht die Meditation.
VORWORT
Die Meditation ist eine Kunst. Wie jede Kunst muss man sie einen längeren Zeitraum hindurch täglich üben. Nur Beständigkeit und Ausdauer führen zum Ziel. So begabt ein Kind für ein bestimmtes Musikinstrument sein mag, braucht es dennoch einen guten Lehrer, der ihm beispielsweise beim Klavierspiel die richtige Handhaltung zeigt und ihm vermittelt, dass die Kraft der Arme sich aus dem Rücken entfaltet, wodurch ein zu harter Aufschlag vermieden wird. Auch die besten Pianisten können keine perlende Tonleiter spielen, ohne sie immer wieder zu üben.
Es war mir vergönnt, solche Tonleitern von dem zu seiner Zeit größten Pianisten Careneo zu hören. Da ging mir auf, dass Tonleitern die Grundlage eines jeden guten Klavierspiels sind. Bei Streichinstrumenten ist der Bogen das Wichtigste. Der große Cellist Pablo Casals hatte einen Bogen, den er eigens dazu benutzte, seinen Schülern auf die Finger zu klopfen. Alle Bläser müssen zuerst richtig atmen lernen, bevor der Ton weich und satt klingt. Ebenso muss man in der Kunst der Meditation die richtige Körperhaltung erlernen, bevor man gute Ergebnisse erlangt.
Vor einigen Jahrzehnten war Meditation – jedenfalls im Westen – ein Wort, das höchstens im Flüsterton ausgesprochen wurde. Wer sich dieser Kunst hingegeben hatte, wurde als Sonderling eingestuft. Doch jetzt, wo das Wassermannzeitalter eindeutig begonnen hat, ist Meditation für Tausende zu einer Lebenshaltung geworden, und es ist faszinierend zu sehen, wie die Jugend diese Kunst in ihr Leben integriert. Für die Zukunft sind wir voller Hoffnung, da der Kontakt zum eigenen Inneren aufgenommen und verstanden worden ist. Der Mensch wird in neue Bewusstseinsdimensionen eintreten.
Die erstaunliche Tatsache ist, dass richtig ausgeführte Meditation direkt auf den Körper wirkt. Ich habe müde, niedergeschlagene und sorgenschwere Menschen gesehen, die von einem verständigen Lehrer in die Meditation eingeführt wurden und nach etwa zehn Minuten – ein Anfänger kann sich kaum länger konzentrieren – plötzlich leuchtende Augen hatten und sich körperlich erstaunlich fit fühlten.
Das Geheimnis dabei? Erstens zieht man sich von den Sinnen zurück, der emotionale Druck nimmt ab, der Körper entspannt sich vollständig und der Geist öffnet sich dem spirituellen Einfluss. Wenn der wunderbare Kontakt zur inneren Welt zustande kommt, überflutet der überpersönliche, transzendentale Geist – der Stille braucht, um gehört zu werden – Körper und Geist. Daher stammt die offensichtliche Erquickung. Meditation in der Gruppe, besonders mit jungen Menschen, ist eine gewaltige positive Erfahrung. Die Teilnehmer lernen die Stille lieben. Schon diese Tatsache ist wahrnehm- und nachweisbar. Sie versäumen keine Meditation, und wenn sie aus verschiedenen Gründen wegbleiben müssen, ist ihnen, als flögen sie mit nur einem Flügel. Inzwischen haben viele erkannt, wie wertvoll die Meditation an sich ist und dass sie ihr Leben ohne Unterstützung des Geistes nicht voll entfalten können. So werden Menschen des Neuen Zeitalters geboren, um den Weg zu erhellen und die Menschheit an den Fuß der geistigen Sonne zu führen.
Manchmal ist die spirituelle Energie in einer Gruppenmeditation so stark, dass manche einschlafen. Das ist natürlich nicht beabsichtigt, aber besser als nichts, weil der Geist im Schlaf häufig positive Eindrücke aufnimmt.
Die Meditation ist keine Zeit des Bittens. Viele täuschen sich in diesem Punkt. Es ist eine Zeit, in der wir Seele und Körper als Werkzeug anbieten, damit sie zum Wohl unserer Mitmenschen verwendet werden. Gleichzeitig öffnen wir uns der geistigen Welt, damit die Persönlichkeit – das kleine »Ich« – vom größeren Willen durchdrungen werde und seiner Kontrolle unterstehe.
Luia, Lady Forbes
(Schülerin von Alice Bailey,
Zeit ihres Lebens Lehrerin von
Meditationstechniken für Jung und Alt.)
England, am 1. Januar 1975
TEIL I - DAS WESEN DER MEDITATION
Vor nicht allzu langer Zeit suchte mich ein junger, erfolgreicher Geschäftsmann auf und erzählte mir, was er nach Einnahme von LSD erlebt hatte. Diese Erfahrungen glichen denen anderer weit gehend. Er hatte beispielsweise kurze Einblicke in neue Welten und war fasziniert von winzigen Details. Abschließend erwähnte er noch, er habe sich bei einer solchen Reise auf eine Pflanze konzentriert und ihr Wachstum beschleunigt. Ein Schössling sei über Nacht fast drei Zentimeter gewachsen. Zweifellos war das Tatsache. Der Mensch besitzt Kräfte, die das Leben der Pflanzen beeinflussen. Allerdings fiel mir bei diesem jungen Mann auf, dass er trotz seiner hervorragenden, erfolgreichen Karriere und der psychedelischen Erfahrungen völlig verloren schien und keine Ahnung hatte, in welche Richtung er gehen sollte. Er war unruhig, unsicher hinsichtlich seiner Zukunft und allgemein sehr verwirrt.
Mein Rat an ihn ließe sich wohl in einem Satz zusammenfassen: »Man kann einen Apfel nicht mit einer Lötlampe reifen lassen.« Weder seine Rastlosigkeit noch seine mangelnde Ausrichtung hätten bei täglicher Meditation eintreten können. Sein Potential hätte in viel kreativere Bahnen gelenkt werden können als Geld zu machen und Schösslinge rascher wachsen zu lassen.
Es ist für alle ein Glück, dass ein Junge im wahrsten Sinne des Wortes nicht über Nacht zum Mann wird. Genau diese Entwicklung steht jedem spirituell motivierten Menschen bevor. Der Mensch mag zwar auf einem winzigen Planeten in unserer unermesslichen Galaxie sehr versiert sein, doch auf spiritueller Ebene ist er erst ein Embryo. Heranwachsende werden manchmal sachte und liebevoll von umsichtigen Eltern an die »Fakten des Lebens« herangeführt, zum Teil brechen diese brutal und harsch über sie herein oder es braucht sehr viel Zeit, um diese zu begreifen. Auf die Tatsachen der Wahrheit können unsere älteren Brüder – die Meister – spirituell Suchende zwar hinweisen, erringen aber müssen diese sie durch bewusste Bemühung. Der Weg führt über die Meditation. »Es gibt keine höhere Religion als die Wahrheit«, und Wahrheit besteht aus den Tatsachen des spirituellen Lebens.
Die Alternative ist die lange, mühselige Reise endloser Wiedergeburten, in deren Verlauf ein Angehöriger eines primitiven Volkes die Wahrheit nur durch Ausprobieren erlangt, ein Durchschnittsmensch durch Auseinanderhalten von Richtig und Falsch und jemand auf dem spirituellen Weg erst durch Unterscheidung von Unwirklichem und Wirklichem. Astrologisch wird dies als Besteigen des fixen, veränderlichen und kardinalen Kreuzes und der anschließenden Kreuzigung darauf beschrieben,(1) mystisch als Öffnung der drei Lagen der Blütenblätter des egoischen Lotos, d. h. der Blütenblätter der Erkenntnis, der Liebe und des Opfers.(2)
1) Siehe Das Juwel in der Lotosblüte, im selben Verlag, 1999, S. 142 ff.
2) ebenda.
Meditation ist die innere Schau göttlicher Realitäten. Die Themen der Meditation sind Aspekte der Wahrheit. Wie Manly Palmer Hall in seinem überaus wertvollen Buch Self Unfoldment(3) festhält, gilt es, die Disziplin der Meditation und die meditative Lebensweise zu leben und nicht, sie angestrengt zu erzwingen.
3) Philosophical Research Society, Los Angeles 1983
Das Wachstum des spirituellen Embryos entspricht der Fähigkeit, sich zu disziplinieren.
Alle Disziplinen sind dazu da, nicht nur Wahrheit, Schönheit und Güte zu offenbaren, sondern diese zu einem Bestandteil des disziplinierten Lebens zu machen.
Es kann, aber muss kein einsamer Weg sein, wenn die Persönlichkeit zuerst abgerundet wird und die drei Hauptdisziplinen gleichzeitig geübt werden.
Alle spirituellen Disziplinen fallen aus einschlägigen, später eingehender erläuterten Gründen unter drei Kategorien:
Studium der klassischen Weisheitslehren
Dienst am Menschen
Meditation
Einsamkeit entsteht, wenn eine davon weggelassen wird oder die »Lötlampe« am Werk ist.
Die Wahrheit tritt erst zutage, wenn der Neophyt zur Ruhe gekommen ist und weder Anspannung noch Anstrengung mehr auftreten.
Alle intellektuellen Bemühungen, jegliche Persönlichkeitsreife, die Funken des Genies und schlummernden Kräfte, die in früheren Leben gewonnen wurden, gilt es mit der Essenz spirituellen Bewusstseins zu färben. Ohne diese sitzt der Betreffende als ungekrönter König auf seinem Thron, der Krone fehlen die Edelsteine, und diese sind ungeschliffen:
Außer des bloßen Verstandes besitzt jeder höhere Mensch ein wunderbares Etwas, das ohne Erklärung begreift, meist auch ohne die gemeinhin so genannte Bildung (obwohl ich es für das Ziel und den Gipfel jeder Bildung halte, die ihres Namens würdig ist), eine Intuition des absoluten Gleichgewichts in Zeit und Raum der gesamten Vielfalt, dieses Narrenfestes, dem unglaublichen Schein und der allgemeinen Unbeständigkeit, die wir Welt nennen; eine Seelensicht jenes göttlichen Hinweises und unsichtbaren Fadens, der das gesamte Gemenge aller Dinge, die gesamte Geschichte und Zeit und alle noch so trivialen oder bedeutenden Ereignisse führt wie ein Jäger seinen angeleinten Hund. Von einer solchen Seelensicht mit derart in das Zentrum gepflanzten Wurzel des Geistes erklärt der einfache Optimismus nur die Oberfläche.
Walt Whitman
In jedem Betätigungsfeld gibt es Menschen, die Zeugnis für die unglaublichen Kräfte ablegen, die mit dem Wachstum dieses intuitiven, spirituellen Bewusstseins einhergehen. Der von Blindheit geschlagene Milton schrieb dennoch Das verlorene Paradies mit einer Intuition, die er seine »Muse« nannte. Beethoven wurde taub, stellte jedoch fest, dass sein musikalisches Empfinden noch tiefer wurde.
Meditation entspricht in vielerlei Hinsicht dem Erlernen einer neuen Sprache oder Wissenschaft. Jeder Arzt wird Ihnen sagen, Medizin zu studieren sei wie das Erlernen einer neuen Sprache, nur dass die Worte Bezeichnungen sind, die allerdings genau verstanden werden müssen. Wenn Sie kein Arzt sind, brauchen Sie nur zuzuhören, wie Mediziner einen Fall besprechen, um zu begreifen, in welchem Maß ihr Fachsimpeln für Sie unverständlich ist. Meditation ist die Sprache, in der Naturreiche miteinander kommunizieren.
Der Mensch – wüsste er es bloß – spielt als Zwischenreich zwischen den höchsten und niedrigsten Reichen eine besondere Rolle. An die niedrigeren Reiche gibt er zweierlei weiter: Manas oder aktive Intelligenz einerseits und verschiedene Energien andererseits. Er wirkt als Mittler für das Tier-, Pflanzen- und Mineralreich, denen er diejenigen Kräfte und Intelligenz übermittelt, die alle Reiche zu jener wachsenden Vielfältigkeit, Komplexität und Perfektion anspornt, die wir allgemein unter den Begriff Evolution zusammenfassen.
Durch Erlernen der Gesetze von Chemie und Biologie kann er besser kommunizieren und seine Energie und Intelligenz wirksamer für die niederen Reiche einsetzen. Manchmal ist seine Kommunikation schädlich und negativ, dann erleidet die Evolution einen Rückschlag. Ängste und Unsicherheiten des Menschen, Grausamkeiten, Kriege und Unvernunft zeigen sich rasch in den niederen Reichen. Die heutige Umweltverschmutzung und die Vernichtung von Tierarten, etwa des nordamerikanischen Büffels, sind lediglich äußere Zeichen negativer Übertragungen des Menschen. Könnten wir die okkulte, verborgene Kraft in seinen negativen und positiven Übermittlungen sehen, bekämen wir wohl einen Schock. Seine grausamen Gedanken bahnen sich ihren Weg und dienen als Anleitung für die niedrigsten Lebensformen – Bakterien, Viren und dergleichen. Die großen Seuchen im Mittelalter waren nicht bloß das Ergebnis unzureichender Lebensbedingungen und mangelnder Hygiene, sondern vorwiegend eine Äußerung dieser negativen Kräfte, welche die großen Religionskriege der damaligen Zeit in Gang setzten. Man denke nur an die Arbeiten von Cleve Backster und seine Aufzeichnungen über die Wirkungen von menschlichen Gedanken und Gefühlen auf das Pflanzenleben, dann kennt man den Einfluss, den der Mensch und sein Reich auf das Leben – unter und in ihm – zum Guten oder zum Schlechten, bzw. okkult ausgedrückt, zur Evolution oder Involution ausübt.
Der Begriff okkult wird hier in der Bedeutung »verborgener Naturkräfte« verwendet. Man sollte nie vergessen, dass Meditation ein okkulter Vorgang ist. Bald wird die Wissenschaft sich den gesamten Bereich der Meditation aneignen, ihn analysieren, hervorheben, was messbar ist und sich des Übrigen entledigen, ohne zu ahnen, dass Meditation ihre wichtigsten Ergebnisse im Bereich des menschlichen Bewusstseins erzielt. Sie sind weder fassbar noch messbar oder weisen auf ein Resultat hin. »Ihr beurteilt Ergebnisse wie die ganze Welt« ruft nicht nur Thomas Becket vor seiner Ermordung durch die Schergen der zeitlichen Welt aus. Es ist die Antwort, die jeder, der die Früchte der Meditation geerntet hat, denen geben muss, die sich beklagen, sie kämen nicht voran. Wer meditieren lernt, besitzt noch nicht das Rüstzeug, die gewaltigen inneren Ergebnisse zu beurteilen, noch kann er den Wert des Prozesses erfassen, dessen Wirkungen manchmal erst Leben später zutage treten.
Meditation kann ohne Kenntnisse dieser okkulten Vorgänge durchgeführt werden, doch sollte jeder die Folgen seines Tuns kennen und die Verantwortung dafür übernehmen. Die Fähigkeit, in seinem eigenen Reich – wie auch für die niedrigeren – mehr Verantwortung zu übernehmen, zeigt die Beschleunigung des spirituellen Prozesses beim Einzelnen an. In der Meditation kann der Mensch Kontakt zum Kern eines jeden Organismus unter und über ihm herstellen und direkt kommunizieren. Er kann dem Kern eines Minerals, einer Pflanze, eines Tieres oder Menschen evolutionäre Kräfte und Energien übermitteln. Die so erzeugten Veränderungen sind permanent. Die Biologie der Zukunft wird entdecken, dass Genmutationen aller Reiche durch die Summe der menschlichen Einstellungen oder durch einzelne Meditierende beeinflusst werden. Wie sich der Autor in einem seiner früheren Werke zu unterstreichen bemühte, hat sich alles Leben auf diesem Planeten seit Anbeginn unter Anleitung und Mitwirkung der Monade entwickelt.(4)
4) Siehe Das Juwel in der Lotosblüte, a.a.O., S. 99 ff.
Von besonderer Bedeutung wird die Meditation für den Übenden, wenn es um den Kontakt zwischen dem Menschen und den höheren Reichen geht. Dabei sind dieselben Kräfte wirksam wie die oben erwähnten. Die höheren Reiche treten ebenfalls mit der Menschheit – einem niedrigeren Reich in der hierarchischen Ordnung – in Kommunikation und übermitteln ihr Energie. Das Ausmaß, in welchem der Mensch sich der Beziehungen zu höheren Lebensformen bewusst ist, befähigt ihn, Energien aufzunehmen und höherer Wesen gewahr zu sein. Auch diese befassen sich vorzugsweise mit den direkten Kontakt mit spirituell ausgerichteten Menschen, deren Kern (innerer Körper) für die Stimulierung höherer Energien zugänglich und durch ein höheres Bewusstsein beeindruckbar ist.
Die Meditation ist ein Vorgang, bei dem der Kanal, der den Menschen mit höheren Lebensordnungen verbindet, verankert und gestärkt wird. Alle Menschen besitzen diesen in der orientalischen Philosophie Antakarana genannten Kanal. Die Antakarana wurde vor etwa 19 Millionen Jahren eingesetzt, als der Tiermensch aufgrund einer Stimulierung der Hirnrinde durch die höheren Wesen zum Individuum wurde. Dieser Vorgang wird als Individualisierung bezeichnet. Der heutige Mensch kann einen entsprechenden Evolutionssprung durch Einsetzen der Antakarana vornehmen, die man als »Regenbogenbrücke« bezeichnet und über welche ihn diejenigen Entwicklungskräfte erreichen, die Sokrates Wahrheit, Schönheit und Güte nannte.
Die Kommunikation mit den höheren Reichen – höher im Hinblick auf Energie und Bewusstsein – ist Gegenstand der Meditation.
Bei unserer westlichen Lebensweise müssen wir darum kämpfen, Zeit und Gelegenheit zur Meditation aufzubringen. Wenn wir nun diese wertvolle halbe Stunde, die wir der Geschäftigkeit des Alltags abgerungen haben, fruchtlos vergeuden, weil wir nicht wissen, was wir eigentlich tun sollen, stellt sich bald Verzweiflung ein, und das Bedürfnis nach »geistigem Kontakt« ist vielleicht für den Rest des Leben dahin. Deswegen ist es so wichtig zu wissen, was Meditation ist und was wir damit erreichen wollen.
Alle Meditierenden, vom höchsten bis zum einfachsten, die über eine Wirkung ihrer Versenkung berichten, erwähnen als Gemeinsamkeit einen Zustrom von Energie. Was ist diese Energie?
Die in der Meditation wirksam werdende
