Kollektiv Junge Literatur Mannheim - Texte 2020
Von Anna Brilla, Kevin Dühr, Paula Franke und
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Kollektiv Junge Literatur Mannheim - Texte 2020 - Anna Brilla
Texte 2020
Kollektiv Junge Literatur Mannheim
Ruth Kornberger
Entengasse 3
69469 Weinheim
E-Mail: ruthkornberger@gmail.com
Redaktion: Cosima Stawenow
Copyright © 2020 Kollektiv Junge Literatur Mannheim
Alle Rechte vorbehalten.
ISBN: 9783752673760
Sophie Ockert
das tippeln von mäusen
deine haut sind federn
in meinen ohren
und das tippeln von mäusen
unter dem bett
und die sonne im schatten
und du
du
du
wie gerüche
aus fernen erinnerungen
das tippeln kommt
tief aus den träumen
und dann fühl ich mich
so leicht
leicht
leicht
in den weißen kissen aus federn
und denke
vielleicht liegt es an der gravitation
dass ich manchmal denke ich fliege
wenn ich schlafe
und an dir
David Zimmermann
Übergang
Aus der Ferne wusste ich dieses: Dunkel und Industrie. Sicher kein friedliches Idyll. Es zog mich an, die Nähe zum Schwarzen, das Direkte, die Straßenbahnen durch die Innenstadt. Aber ein Sumpf war es nicht. Eher ein See, nein, mit Bewegung, ein Fluss! Das Ufer mitunter nicht weit entfernt. Eine Stadt der Übergänge, sie selbst aber widerstandsfähig und unverhofft, mitunter, emotional. Eher ein Anker, der sich von selbst auswirft.
Den zweiten Kaffee gibt es nur vor neun, ich bin früh aufgestanden, um früh meinen ersten Kaffee zu trinken, um dann früh meinen zweiten Kaffee zu trinken, vor neun Uhr, dann schließt der Stand auf der Brücke. Der Rhein strömt darunter hinweg, es ist Hochwasserzeit, der Kaffee kostet 2,50€, schwarz und stark. Ich habe meine Kapuze übergezogen. Aus den Kopfhörern kommt schräge Musik, Jazz, laut, dissonant. Ich bin auf der Brücke im Tunnel, denke ich. Der Fluss wirft das unruhige Licht zurück.
Ein Schild sagt: Heute für Autos gesperrt. 2,50€, sagt der Verkäufer hinter seiner Ape. Ich weiß, ich bezahle, ich nehme die Kopfhörer ab und der Jazz verstummt. Der Fluss rauscht jetzt, aber leise, einzelne Schiffe fahren und steuern den Hafen an, als mich ein kraftvolles Glücksgefühl erwischt. Dann schlägt es neun. Ich schlage die Kapuze zurück.
Kevin Dühr
Heidelberg
»Das ist nun Heidelberg, und es ist wirklich schön dort im Frühling. Dann sind die Bäume schon grün, während überall sonst in Deutschland noch alles hässlich und grau ist.«
(Christian Kracht)
Da grüßt man sich freundlich, wenn man auf der Straße aneinander vorbeigeht. Die Menschen tragen ein Lächeln vor sich her, als würden sie sagen wollen: »Schön ist es bei uns, nicht wahr?«
Ja, selbst die Kinder sind ob Heidelbergs Schönheit ehrfürchtig und spielen wirklich nur von 10:00 bis 18:00 Uhr keine Ballspiele auf den Wiesen vor den Häusern.
Heidelbergs Schönheit ist so rein, dass die Hunde ihre eigene Notdurft nur zu gegebener Stunde und an den dafür vorgesehenen Orten verrichten. Nie geht etwas zu Bruch, keiner ist dem anderen jemals böse. Höchstens gibt man Ratschläge, gut gemeinte Ratschläge wie »Die sollen sich nicht so haben« oder »An Heidelberg können sich viele ein Beispiel nehmen.«
Und wenn dann doch mal einer aus Mannheim kommt und behauptet, Heidelberg wäre so schön ja auch wieder nicht, dann soll er sich doch gefälligst dahin zurückscheren wo er hergekommen ist.
Jakob Krieg
Mannheim
»An einem Ort wie Mannheim war er noch nie: Endlich mal eine Stadt
