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Steinschloss: Technik und Handhabung
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eBook142 Seiten48 Minuten

Steinschloss: Technik und Handhabung

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Über dieses E-Book

Inhaltlich ist dieses Buch eine Ergänzung des Buches "Mit Pulver und Blei - Schießen mit Vorderladerwaffen". Es richtet sich weniger an Historiker, sondern an die Schützen, die mehr über den Umgang und das Schießen mit Steinschlosswaffen wissen wollen. Gerade in den üblichen Kursen, die für die Erlangung des "Pulverscheins" notwendig sind, wird das Steinschloss bestenfalls kurz vorgestellt, Details zum Umgang mit Waffen dieser Zündungsart werden kaum vermittelt. Wer solche Kenntnisse sucht, wird hier fündig werden.
Fast 170 Jahre lang (von etwa 1660 bis etwa 1830, in einigen Regionen auch deutlich länger) wurden alle Waffen mit dem Steinschloss gezündet. Das galt für Scheibenbüchsen genauso wie für glattläufige Militärmusketen, gezogene militärische Jägerbüchsen und glattläufige oder gezogene Jagdwaffen.
Heute werden Steinschlosswaffen nur noch sportlich geschossen. Wenn man sportlich Höchstleistungen erbringen will, muss man seine Waffe, das Steinschloss und die Eigenheiten des Steinschlosses kennen und berücksichtigen. Was genau alles zu berücksichtigen ist, erfährt man in diesem Buch.
SpracheDeutsch
HerausgeberBooks on Demand
Erscheinungsdatum13. Okt. 2022
ISBN9783756866564
Steinschloss: Technik und Handhabung
Autor

Wolfgang Finze

Jahrgang 1949, Studium der Physik. Aktiver Vorderlader- und Zündnadelgewehr-Schütze, Verfasser zahlreicher Beiträge in der Zeitschrift "VISIER" und im VISIER-Special zu Waffentechnik, Waffengeschichte und zur Geschichte des Deutschen Schützenbundes. Vom Verband für Waffentechnik und Geschichte (VdW) bestellter Sachverständiger für Deutsche Ordonnanzwaffen und deutsche Sportwaffen bis 1945. Autor dreier Bücher über preußische Zündnadelgewehre: "Preußische Zündnadelgewehre in Deutschland 1861 - 1871 und die Aptierung nach Beck: Leitfaden für Sammler (224 Seiten, ISBN-13: 978-3744894135) "Preußische Zündnadelgewehre: Leitfaden für angehende Sammler und Schützen" (200 Seiten, ISBN-13: 978-3739201085) "Schießen mit preußischen Zündnadelgewehren: Tipps zur Handhabung, Pflege und zur Munition" (56 Seiten, ISBN-13: 978-3752812305 Herausgeber der "Edition historischer Texte zur Schießpraxis in deutschen Schützenvereinen der Zeit vor 1900". Bisher sind in dieser Edition erschienen: Kommentierte Neuauflagen des von Heinrich Kummer verfassten und 1862 erschienenen Buchs "Der praktische Büchsenschütze" (ISBN-13: 978-3848264292) und des von C.C. Beyer verfassten Buches und 1844 erschienenen Buches "Meine Erfahrungen bei dem Scheibenschießen: Eine praktische Anleitung für angehende Scheibenschützen". (ISBN-13: 978-3738622577)

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    Buchvorschau

    Steinschloss - Wolfgang Finze

    Meiner Frau gewidmet

    Inhalt

    Vorwort

    Einleitung

    Funktionsweise

    Äußere Bestandteile

    Innere Bestandteile

    Sicherungen

    Einflüsse auf Größe der Zündzeit

    Einflussfaktoren im Schloss

    Reibung

    Federn

    Form der Pfanne

    Material des Steins

    Stellung des Steins zur Pfanne

    Die Batterie

    Einflussfaktoren am Lauf

    Geometrie des Schlosses

    Basiswissen

    Geschosse

    Kaliber

    Pulver

    Ladungsgrößen

    Zündversager

    Laden beim sportlichen Schießen

    Abfüllen der Ladungen

    Einbringen des Pulvers

    Laden einer Büchse

    Pflaster

    Pflasterfett

    Zwischenmittel

    Ladevorgang

    Laden einer Muskete oder einer smooth rifle

    Laden einer Flinte

    Pulverpfanne füllen

    Schussbereit machen

    Jägerstecher

    Trainingsmöglichkeiten

    Schießen mit Steinschlosswaffen

    Nach dem Schuss

    Wischen nach jedem Schuss

    Zivile Waffen mit Steinschloss

    Pflastermaterial und Fett

    Kaliber

    Zündlochdurchmesser

    Das militärische Steinschloss

    Waffen mit glattem Lauf

    Laden glattläufiger Gewehre beim Militär

    Waffen mit gezogenem Lauf

    Pflaster und Pflasterfett

    Trefferleistung der Jägerbüchsen

    Anlagen

    Das Steinschloss und das Waffengesetz

    Steinschlosswaffen selbst bauen

    Das Steinschloss und der Schießsport

    Weltverband für Vorderladerschießen (MLAIC)

    Deutscher Schützenbund (DSB)

    Bund Deutscher Sportschützen (BDS)

    Feuersteine

    Angloamerikanisches Maßsystem

    Historische Längen- und Gewichtsmaße

    Literatur

    Vorwort

    Inhaltlich ist dieses Buch eine Ergänzung zum Buch „Mit Pulver und Blei – Schießen mit Vorderladerwaffen. Es richtet sich weniger an Historiker, sondern vor allem an die Schützen, die mehr über den Umgang und das Schießen mit Steinschlosswaffen wissen wollen. Gerade in den üblichen Kursen, die für die Erlangung des „Pulverscheins notwendig sind, wird das Steinschloss bestenfalls kurz vorgestellt, Details zum Umgang mit Waffen dieser Zündungsart werden kaum vermittelt. Wer solche Kenntnisse sucht, wird hier fündig werden.

    Das Buch wurde von einem Schützen für andere Schützen geschrieben. Es enthält keine umfassende Darstellung der geschichtlichen Entwicklung des Steinschlosses, aber eine Reihe wissenswerter und interessanter historischer Tatsachen rund um Steinschlosswaffen.

    Fast 170 Jahre lang (von etwa 1660 bis etwa 1830, in einigen Regionen auch deutlich länger), wurden Vorderlader fast¹ ausschließlich mit dem Steinschloss gezündet. Das galt für Scheibenbüchsen genauso wie für glattläufige Militärmusketen, gezogene militärische Jägerbüchsen und glattläufige oder gezogene Jagdwaffen. Alle diese Waffen, so unterschiedlich sie auch aussehen mögen, haben eines gemeinsam: Die Zündung.

    Nach dem Aufkommen der Perkussionszündung wurde das Steinschloss schnell von der Perkussionszündung verdrängt, beim Militär dauerte das allerdings länger als im zivilen Bereich. Auch in manchen ländlichen Gebieten der USA erfolgte der Übergang zur Perkussionszündung nur sehr langsam, denn Perkussionszündhütchen waren nicht immer und überall verfügbar, wogegen man sich Feuersteine im Notfall selbst herstellen konnte. Das ist auch heute wieder von Interesse. Zwar wird sich trotz massiv steigender Preise für Zündhütchen niemand nur Steinschlosswaffen kaufen, aber so mancher Schütze wird daran denken, mit einem vorhandenen, bisher aber eher zur Dekoration dienenden Steinschlossgewehr doch wieder zu schießen.

    Nach dem Übergang zu Hinterladern mit Metallpatronen galten Vorderlader, insbesondere solche mit Steinschloss, als veraltet. Ihre Zeit schien abgelaufen zu sein.

    Ein Irrtum, wie sich zeigte, denn schon ab den vierziger Jahren des vorigen Jahrhunderts gab es in den USA ein ständig steigendes Interesse an der eigenen Geschichte und am Schießen mit der typisch amerikanischen Steinschloss-Long-Rifle.

    Auch weil es kaum noch originale Steinschloss-Waffen im schussfähigen Zustand gibt, wird heute so gut wie ausschließlich mit Nachbauten historischer Waffen (Neo-Classikern) geschossen. Überwiegend werden dazu, in Italien industriell gefertigt, mehr oder weniger originalgetreue Nachbauten historischer Vorbilder verwendet. Diese Waffen treffen meist deutlich besser als angenommen. Daneben gab und gibt es, vor allem in den USA, eine Reihe Büchsenmacher, die heute noch in Einzelanfertigung hervorragende Steinschlosswaffen bauen, die ihren Vorbildern bis ins Detail gleichen. Sie schießen auch nicht schlechter als ihre über 200 Jahre alten Vorbilder, von denen sie oft erst auf den zweiten Blick zu unterscheiden sind.

    Abschließend noch ein notwendiger Hinweis: Der Autor übernimmt keinerlei Verantwortung für die Anwendung irgendwelcher im Buch vorgestellten Dinge oder Abläufe. Jeder Schütze ist für sein Handeln und seinen Schuss ausschließlich selbst verantwortlich.

    Teil 1

    Technik des

    Steinschlosses


    ¹ Bei den Scheibenschützen waren auch nach 1800 vereinzelt noch Radschlosswaffen wegen ihrer erschütterungsfreien Zündung im Gebrauch.

    Einleitung

    Auch wenn Steinschlosswaffen altertümlich aussehen, sind es doch Schusswaffen, für die die gleichen Sicherheitsbedingungen gelten wie für andere Schusswaffen.

    Die Waffe ist so lange als geladen zu betrachten, bis man sich selbst vom Gegenteil überzeugt hat. Bei mehrläufigen Waffen gilt das für jeden Lauf.

    Die Waffe darf, außer im Notwehrfall, nie auf Menschen gerichtet werden.

    Der Finger gehört nur dann an den Abzug, wenn tatsächlich geschossen werden soll.

    Das Steinschloss (auch als französisches Batterieschloss oder Feuerschloss bezeichnet) entstand in der ersten Hälfte

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