Eurico: Der Presbyter
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Gesprochene Bilder ungeahnter Einprägsamkeit, eine Fülle von historischen Fakten, die uns diese Zeit glaubwürdig nahebringen, runden das Bild ab.
Alexandre Herculano
Alexandre Herculano (siehe auch die vielen Seiten in Wikipedia) , 1810-1877 ist der bedeutendste portugiesische Autor des 19. Jahrhunderts. Nach vielen Jahren des Brachliegens der portugiesischen Literatur, begann er eine neue Art der Literatur zu erschaffen. In Portugal selbst hatte er dafür keine Vorbilder; aber die Literatur in England (Walter Scott) mit seinen historischen Romanen und auch in Frankreich gaben ihm jedenfalls einen Anstoß in die neue Richtung, für die er dann - als Historiker aber auch als gebildeter, mehrsprachiger Mensch - eigenes Material zusammensuchte. Er wurde meines Wissens allerdings noch nie übersetzt, da seine Sprache im wörtlichen Sinne "gewaltig" ist, was für eine Übersetzung große Schwierigkeiten bereitet.
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Eurico - Alexandre Herculano
I.
DIE WESTGOTEN
Zu einem gewissen Zeitpunkt begann das gesamte gotische Geschlecht – nachdem die Zügel der Regierung entglitten waren - das Gemüt auf Laszivität und Hochmut hin auszurichten.
MÖNCH von SILOS, Chronicon, c.a.
Das Volk der Westgoten, Eroberer der hispanischen Ländereien, hatte sich vor mehr als einem Jahrhundert die ganze Halbinsel unterworfen. Keiner der germanischen Stämme, die nach der Aufteilung der Provinzen des Reiches der Cäsaren unter sich versucht hatten, ihre barbarische Blöße mit den zerfetzten aber prächtigen Gewändern zu umhüllen, hatte es wie die Goten verstanden, die Fragmente von Purpur und Gold zusammenzufügen, um sich wie ein zivilisiertes Volk zu präsentieren. Leovigildo hatte praktisch die allerletzten Soldaten der griechischen Kaiser aus Spanien vertrieben, hatte der Verwegenheit der Franken Einhalt geboten, die mit ihren Raubzügen die westgotischen Provinzen jenseits der Pyrenäen verheerten, hatte das monarchie-ähnliche Gebilde beendet, das die Sweben in Galizien errichtet hatten, und war in Toletum verschieden, nachdem er eine politische und zivile Gesetzgebung eingeführt und Frieden und öffentliche Ordnung in seinem weitläufigen Herrschaftsbereich begründet hatte, der sich von Meer zu Meer erstreckte und darüber hinaus, die Gebirge des Baskenlandes übersteigend, auch einen großen Teil der antiken Provinz Gallia Narbonnensis umfaßte.
Seit jener Zeit waren die Unterschiede zwischen den beiden Völkern, dem der Eroberer oder Goten und dem der Römer oder Besiegten, fast verschwunden, und die Menschen aus dem Norden hatten sich rechtlich gesehen mit denen des Südens zu einer einzigen Nation vermischt, zu deren Größe jene mit den rauhen Tugenden Germaniens und diese mit den Traditionen der romanischen Kultur und öffentlicher Ordnung beitrugen. Die Gesetze der Cäsaren, die die Besiegten leiteten, durchdrangen die schlichten und ungeschliffenen westgotischen Institutionen, und ein einheitliches, in lateinischer Sprache abgefaßtes Gesetzbuch, regelte bereits die allgemeinen Rechte und Pflichten, als der Arianismus, zu dem die Goten bei der Annahme des Evangeliums konvertiert waren, sich dem Katholizismus beugen mußte, zu dem die romanische Bevölkerung sich bekannte. Dieser Übertritt der Sieger zu dem Glauben der Bezwungenen stellte die Vervollständigung der sozialen Verschmelzung beider Völker her. Die Zivilisation jedoch, die die Derbheit der Barbaren abmilderte, war eine alte und verdorbene Zivilisation. Im Tausch für einiges Gute, das sie jenen einfachen Menschen brachte, bürdete sie ihnen das schlimmste aller Übel auf, die moralische Entartung. Das westgotische Königtum versuchte, dem Luxus des zugrunde gegangenen Imperiums nachzueifern, an dessen Stelle es getreten war. Toletum wollte das Spiegelbild von Rom oder von Konstantinopel sein. Diese Hauptursache, die Unterstützung fand durch viele andere, die großteils aus dem gleichen Ursprung herrührten, war auf dem Umweg über die moralische Auflösung auch der Keim für das politische Ende.
Umsonst haben viele talentierte Männer, die mit der höchsten Autorität ausgestattet waren, versucht, den Zerfall zu verhindern, den sie in der Zukunft voraussahen: umsonst hat der spanische Klerus – unzweifelhaft der erleuchteteste in ganz Europa in jener düsteren Zeit -, dessen Einfluß auf die öffentlichen Geschäfte größer war als der aller anderen Klassen zusammengenommen, mittels der strengen Gesetze der Konzile, die gleichzeitig auch echte politische Parlamente darstellten, versucht, die Nation vor dem Sturz in den Abgrund zu bewahren. Die Fäule hatte das Innerste des Baumes erreicht, und er mußte verdorren. Selbst der Klerus verfiel zuletzt der Korruption. Das Laster und die Degeneration waren nach dem Durchbruch der letzten Barriere frei im Umlauf.
Zu diesem Zeitpunkt bemächtigte sich der berühmte Roderico der Krone. Die Söhne seines Vorgängers, Vítiza, die Jünglinge Sisebuto und Ebas, haben sie ihm lange Zeit streitig gemacht; aber, soweit man es den nur vereinzelten historischen Denkmälern dieser finsteren Zeit entnehmen kann, haben sie zuletzt nachgegeben, nicht der Usurpierung, denn der gotische Thron war dem Gesetze nach nicht erblich, sondern dem Glück und dem Wagemut des ehrgeizigen Soldaten, der es ihnen gestattete, am Hofe selbst in Frieden zu leben, und sie mit militärischen Würden ausstattete. Daraus ergab sich für ihn, wenn man alten Historikern Glauben schenken mag, der letztendliche Zusammenbruch bei der Schlacht am Fluß Críssus oder Guadalete, bei der das gotische Reich ausgelöscht wurde.
Inmitten der Dekadenz der Goten erhielten sich einige dennoch die Charakterstrenge der Vorfahren aus Germanien. Von der römischen Zivilisation hatten sie nichts als die geistige Kultur und die erhabenen moralischen Leitsätze des Christentums angenommen. Die zivilen Tugenden und, vor allem, die Liebe zum Vaterland waren in den Goten entstanden, als sie gleich nach der Begründung ihrer Herrschaft in Hispanien die Vererbung des Besitzes von landwirtschaftlich genutzten Feldern vom Vater auf den Sohn einführten und eigene Haushalte, Gebetshäuser und Friedhöfe für die Ruhe und das Angedenken. In diesen Herzen, in denen Gefühle herrschten, die zugleich glühend und tiefgehend waren, weil sich in ihnen die natürliche Eigenart des Südens mit dem standfesten Charakter der Nordvölker vermischte, umhüllte die Lehre des Evangeliums diese Gefühle mit einer göttlichen Poesie, und die Zivilisation schmückte sie mit einem milden Ausdruck, der diese Poesie noch stärker hervortreten ließ. Aber am Ende des siebenten Jahrhunderts waren diejenigen schon sehr rar gesät, bei denen die Überlieferungen der römischen Kultur die edelmütigen Züge der germanischen Barbarei noch nicht bezwungen hatten, und bei denen das Christentum es noch vermochte, sie auf den eigentlichen Inhalt hören zu lassen, der inmitten der profanen Prachtentfaltung des Klerus und dem unvernünftigen Pomp des äußerlichen Kultes in Vergessenheit geriet. Ein langwährender Frieden mit den anderen Nationen hatte die anfängliche Energie der Goten zu Futter für interne Zwistigkeiten werden lassen, und der Bürgerkrieg hatte, indem er diese Energie verzehrte, an ihre Stelle die Gepflogenheit von feigem Verrat, armseligen Racheakten, infamen Intrigen und ehrgeizigen Schändlichkeiten gesetzt. Das von der Last der auferlegten Abgaben erdrückte Volk, das von den Kämpfen der Bürgerkriegsparteien zerrissen und den Leidenschaften der Mächtigen schutzlos ausgesetzt war, hatte die kriegerischen Tugenden seiner Ahnen vollständig vergessen. Die Gesetze von Vamba und die Anmerkungen von Ervigio beim zwölften Konzil von Toletum zeigen auf, wie tief in dieser Partei das Krebsgeschwür des moralischen Zerfalles in Hispanien bereits fortgeschritten war. Inmitten so vieler und so grausamer Plagen und Leiden bestand das kostspieligste und ärgerlichste unter ihnen für die verweichlichten Nachfahren der Soldaten von Teodorico, von Torismundo, von Teudes und von Leovigildo darin, die Waffen für die Verteidigung ebenjenes Vaterlandes aufzunehmen, das die westgotischen Helden erobert hatten, um es ihren Kindern zu hinterlassen; und die Mehrheit des Volkes zog die Ehrlosigkeit, die das Gesetz denen auferlegte, die sich weigerten, den heimatlichen Boden zu verteidigen, den ruhmreichen Gefahren der Kämpfe und dem beschwerlichen Kriegshandwerk vor.
So war, im Überblick, der politische und moralische Zustand Spaniens in dem Zeitabschnitt, in dem die Ereignisse stattfanden, über die wir nun berichten werden.
II.
DER PRESBYTER
Zur Würde des Priesteramtes erhoben…
die Liebe der Anderen veranschaulichte, wieviel Sanftmut, welche Nächstenliebe ihm innewohnten.
ÁLVARO VON CÓRDOVA, Leben des heiligen Eulógio, c.t.
Von der Einbuchtung der Anse, die sich im Westen von Calpe erstreckt, schaut Carteia, die Tochter der Phönizier, von weitem auf die schnellen Strömungen, die Europa von Afrika trennen. Einstmals eine üppige Stadt, waren ihre Werften, von denen jetzt nur noch geringfügige Spuren übriggeblieben waren, vor der römischen Eroberung berühmt gewesen; ihre Mauern, einst weitausladend und wuchtig, waren seit langem dem Verfall preisgegeben; ihre Bewohner, damals zahlreich und fleißig waren nun dünn gesät und abgestumpft. Die Revolutionen waren über sie hinweggegangen und die Eroberungen, alle Schicksalsschläge Iberiens während zwölf Jahrhunderten, und jeder einzelne Schicksalsschlag hat seinen Fußabdruck des Verfalls dort hinterlassen. Die wenigen Jahre des Glanzes der westgotischen Monarchie waren für die Stadt wie ein herrlicher Wintertag gewesen, an dem die Sonnenstrahlen am Antlitz der Erde abgleiten, ohne sie zu erwärmen, um danach wieder der Nacht Platz zu machen, die feucht und kalt ist wie alle, die ihr vorangegangen sind. Unter der Herrschaft von Vítiza und von Roderico ist das alte Carteia eine verfallende und ärmliche Ansiedlung, um die herum die Fragmente vergangenen Reichtums verstreut liegen und die, vielleicht, in ihrem Elend nur in der Erinnerung, die die Fetzen des jugendlichen Ornates in ihr hervorrufen, ein wenig Trost vor der Bitterkeit des nichts Gutes verheißenden Alters zu finden vermag.
Nicht doch! - Es bleibt ihr noch ein anderes: die Religion Christi.
Das Presbyterium, inmitten der Ansiedlung gelegen, war ein ärmliches Bauwerk, so wie alle noch bestehenden, von den Goten auf spanischem Boden errichteten Gebäude. Ohne Zement verfugte riesige Quader erheben sich zu Mauern; ein abgeplattetes Dach, von groben Eichenbalken durchwirkt, die dem schütteren Schilfgras unterlegt wurden, bedeckt den ganzen Bereich: sein dunkles und schmales Portal nimmt in gewisser Weise den geheimnisvollen Eingang der mittelalterlichen Kathedrale voraus: seine Fenster, durch die die Helligkeit beim Hineintreten ins Innere in ein trübseliges Dämmerlicht verwandelt wird, sind wie ein noch unschlüssiger und rudimentärer Prototyp der Spitzbogenfenster, die später die im vierzehnten Jahrhundert errichteten Tempel erhellen und durch die das Licht, durch Fensterscheiben in tausend Farben gebrochen, schwermütig auf die bleichen Bahnen der riesigen Wände geworfen wurde, auf denen es die Schatten der Säulen und der verzierten Bögen des Kirchenschiffes abbildete. Aber auch wenn sich das westgotische Presbyterium durch den Mangel an Helligkeit dem Typus christlicher Architektur annähert, zeigt es beim Übrigen, daß die groben Ideen des Kultes von Odin noch nicht zur Gänze in den Söhnen und Enkeln der Barbaren erloschen waren, die vor drei oder vier Jahrhunderten zum Glauben des Gekreuzigten bekehrt wurden.
Der Presbyter Eurico war der Hirte der armen Pfarrgemeinde von Carteia. Er war ein Abkömmling einer alten barbarischen Familie, Gardigg am Hofe Vítizas nachdem er thiudfath oder Anführer einer Tausendschaft des westgotischen Heeres gewesen war; seine leichtfertigen Jugendjahre hatte er inmitten der Freuden des prächtigen Toletum verlebt. Obwohl reich, mächtig und liebenswürdig hatte die Liebe die glitzernde Abfolge seines Glückes zerbrochen. Er hatte sich in Hermengarda, die Tochter Fávilas, des Herzogs von Kantabrien verliebt, die Schwester des mutigen und nachmalig berühmten Pelágio, aber seine Liebe war unglücklich gewesen. Der stolze Fávila hatte nicht geduldet, daß der weniger edle Gardigg das Ziel seiner Begierde so hoch gesteckt hatte. Nach tausend Beweisen einer unendlichen Liebe und einer glühenden Leidenschaft hatte der jugendliche Krieger alle seine Hoffnungen untergehen sehen. Eurico war einer dieser an erhabener Poesie reichen Seelen, denen die Welt eine maßlose Phantasie zuschreibt, weil es der Welt nicht gegeben ist, sie zu begreifen. Vom Unglück getroffen, verbrannte sein glühendes Herz die Fülle seines Seins als er aus den Liebesträumen aufschreckte, die ihn mitgerissen hatten. Die Undankbarkeit Hermengardas, die sich dem Willen ihres Vaters ohne erkennbaren Widerstand gebeugt hatte, und der beleidigende Hochmut des alten Fürsten warfen jene Seele zu Boden, die der Anblick des Todes nicht niederzuwerfen vermocht hätte. Die Melancholie, die ihn verzehrte und seine Kräfte aufrieb, ließ ihn in eine lange und gefährliche Krankheit verfallen, und als die Energie einer kraftvollen Natur ihn dennoch der Schwelle des Grabes entriß, einem widerspenstigen Engel gleich, konnten die schönen und reinen Züge seines edlen und männlichen Gesichts nur mit Mühe den Schleier schweigsamer Trauer durchdringen, der seine Stirn verfinsterte. Die Zeder verdorrte, vom Himmelsfeuer niedergeschmettert.
Eine jener moralischen Umwälzungen, die die großen Krisen im menschlichen Geist erzeugen, hat sich dann im jugendlichen Eurico vollzogen. Da er im lebendigen Glauben jener Zeiten erzogen und – weil ein Dichter – auf natürliche Weise religiös war, hatte er Zuflucht und Trost zu den Füßen Desjenigen gesucht, dessen Arme immer geöffnet sind, um den Unglücklichen zu empfangen, der in ihnen die allerletzte Zuflucht sucht. Nach dem Ende der Herrlichkeiten am Hofe fand der arme Gardigg den Tod seines Geistes, die Enttäuschung über die Welt. Würde er am Ende des schmalen Pfades des Kreuzes möglicherweise das innere Leben und die Seelenruhe finden? Dies war die Fragestellung, in der sich seine gesamte Zukunft zusammenfassen ließ, für die der Hirte der armen Pfarrei der alten Stadt am Calpe eine Antwort zu finden trachtete.
Nachdem er die verschiedenen Stufen des Priesteramtes durchlaufen hatte, bekam Eurico noch von Sisberto, dem Vorgänger von Opas an der Bischofskirche von Híspalis, die Aufgabe übertragen, jene kleine Herde der phönizischen Ansiedlung seelsorgerisch zu betreuen. Der jugendliche Presbyter hatte, nachdem er der Kathedrale einen Anteil seines Besitzes vermacht hatte, den er mitsamt des kampferprobten Schwertes seiner Vorfahren ererbt hatte, nur einen Teil seines Besitzes für sich zurückbehalten. Das war das Erbe der Elenden, von denen er wußte, daß es davon in der weitgehend abgeschiedenen und wirtschaftlich verfallenden Stadt Carteia eine nicht zu knapp bemessene Anzahl gab.
Die neue Existenz Euricos hatte seine funkelnde Wesensart zwar verändert aber nicht zerstört. Das größte der menschlichen Unglücke, die Einsamkeit des Geistes, hatte durch die Schwermut die stürmischen Leidenschaften des Jünglings gemildert und auf seinen Lippen das Lachen der Zufriedenheit ausgelöscht, aber es konnte im Herzen des Priesters weder die edelmütigen Impulse des Kriegers noch die Eingebungen des Dichters zunichte machen. Die Kirche hatte jene geheiligt, indem sie sie nach dem Evangelium formte, und diese feierlicher gestaltet, indem sie sie mit den erhabenen Bildern und Gefühlen aus den hochheiligen Seiten der Bibel speiste. Die Begeisterung und die Liebe waren in jenem Herzen, das gestorben zu sein schien, wieder auferstanden, wenn auch in veränderter Weise: die Begeisterung wurde zur Begeisterung für die Tugend, die Liebe zur Liebe für die Menschheit. Und die Hoffnung? Oh, die Hoffnung; diese wurde nicht wiedergeboren!
III.
DER DICHTER
Keiner von Euch möge es wagen, die zu Ehren Gottes verfaßten Hymnen zu tadeln.
KONZIL VON TOLEDO, IV, Cân. 13
Oft war des abends, wenn die Sonne die Bucht von Carteia überschritten hatte und sich nun feuerrot in Richtung auf Melária senkte, wobei sie die Gipfel des massigen Gebirgsstockes von Calpe mit den letzten Schimmern vergoldete, der Presbyter Eurico zu sehen, wie er von einem wallenden Umhang¹ umhüllt, seine Schritte entlang des Strandes den am Meeresufer aufgereihten Felsabhängen zuwandte. Die Hirten, die ihm begegneten, erzählten bei ihrer Rückkehr in die Dörfer, daß er sie nicht einmal wahrnahm, wenn sie an ihm vorbeigingen und ihn grüßten, daß seinen halbgeöffneten und zitternden Lippen ein Murmeln unartikulierter Wörter entströmte, ähnlich dem Raunen des Lufthauches durch das Laubwerk des Waldes. Diejenigen, die ihm bei seinen weitreichenden Abendspaziergängen auflauerten, sahen, wie er am Fuße des Calpe ankam, die Abhänge hinaufkletterte, zwischen den Felsbrocken verschwand und zuletzt, ganz weit entfernt, unbeweglich auf einem der von der Sommersonne verbrannten und von den Winterstürmen angenagten Gipfeln wieder auftauchte. Im Abenddämmerlicht waren die unter den Launen des Windes in einem unbeständigen Weiß schimmernden weiten Falten von Euricos Umhang das Zeichen, daß er dort war; und wenn der Mond zu den Höhen des Himmels stieg, hielt das helle Schimmern der wallenden Kleidung fast immer an, bis der Planet der Sehnsucht in den Wassern der Meeresenge eintauchte. Wenige Stunden später sahen die Bewohner Carteias, die vor dem Morgengrauen aufstanden um ihrer Landarbeit nachzugehen, wenn sie zum Presbyterium blickten durch die gefärbten Glasscheiben der einsam stehenden Behausung Euricos das verblassende Licht der Nachtlampe, das von der morgendlichen Helle überstrahlt wurde. Jeder einzelne wob nun seine eigene Erzählung, vom volkstümlichen Aberglauben angefacht: verbrecherische Künste, Umgang mit dem bösen Geist, Sühne für ein verabscheuungswürdiges Vorleben und sogar der Wahnsinn, alles hatte nacheinander dazu hergehalten, das geheimnisvolle Vorgehen des Presbyters zu erklären. Das einfache Volk von Carteia konnte dieses Ausnahmeleben nicht verstehen, weil es nicht begreifen konnte, daß der Verstand des Dichters in einer weitläufigeren Welt leben mußte als der, für die die Gesellschaft so kleinliche Begrenzungen gezogen hatte.
Aber Eurico war wie ein Schutzengel der Bedrückten. Niemals unterließ es seine wohltätige Hand, sich dorthin auszustrecken, wo die Not sich niedergelassen hatte; niemals verweigerten seine Augen Tränen, die sich den Tränen fremder Mißgeschicke beimengten. Leibeigener oder Freier, Freigelassener oder Beschützer, für ihn waren alle seine Kinder. Alle Standesunterschiede glichen sich aus, wo er erschien; denn als gemeinsamer Vater derjenigen, die die Vorsehung ihm anvertraut hatte, waren alle für ihn Brüder. Als Priester Christi, der durch die langen Stunden innerer Agonie belehrt wurde, hatte Eurico nachdem sein Herz durch den Hochmut der Menschen zermalmt wurde, zuletzt klar erkannt, daß das Christentum sich in einem Wort zusammenfassen ließ – Brüderlichkeit. Er wußte, daß das Evangelium ein Protest war, von Gott für die Jahrhunderte diktiert, gegen die hohlen Unterscheidungen gerichtet, die die Macht und der Stolz in dieser Welt aus Schmutz errichtet hatten, der Unterdrückung und des Blutes; er wußte, daß der einzige Adel der der Herzen und der Einsicht war, die sich zur Höhe des Himmels aufzurichten versucht, und daß diese wirkliche Überlegenheit äußerlich demütig und schlicht aussah. Nach und nach hatten die Strenge der Sitten des Pastors von Carteia und seine Wohltätigkeit, die so liebevoll und so entblößt von den Respektlosigkeiten war, die die heuchlerische Frömmigkeit der Glücklichen dieser Erde zu begleiten pflegen und die Elenden mit Bitterkeit erfüllen, diese Wohltätigkeit, die die Religion Nächstenliebe genannt hat, weil die Sprache der Menschen kein Wort kannte, das den Affekt, den das Opfer des Kalvarienberges der Erde enthüllt hatte, genau auszudrücken vermocht hätte, diese Wohltätigkeit, die die allgemeine Dankbarkeit mit echter Liebe erwiderte, allmählich den abscheulichen Verdacht entkräftet, den das außergewöhnliche Verhalten des Presbyters zu Beginn hervorgerufen hatte. Schließlich, an einem gewissen Sonntag, als der Küster bereits die Türen des Tempels geöffnet, und der Psalmist schon die morgendlichen Gesänge angestimmt hatte, und jener besorgt den Priester suchte, der die Stunde vergessen zu haben schien, zu der er die Hostie des Lammes opfern und das Volk segnen sollte, da fand er ihn neben seiner immer noch brennenden Lampe schlafend vor, den Arm aufgestützt auf einem von ungleichmäßigen Zeilen bedeckten Pergament. Bevor er Eurico weckte, ließ der Küster seine Augen über den Teil des Geschriebenen schweifen, den der Arm des Presbyters nicht verdeckte. Es handelte sich um einen neuen Hymnus, in der Art derer, die Isidoro, der berühmte Bischof von Híspalis, für die Feierlichkeiten der gotischen Kirche eingeführt hatte. Jetzt begriff der Küster das Geheimnis des unsteten Lebens des Pastors von Carteia und seine nächtlichen Wachen. Bald hatte es sich in der Ansiedlung und den benachbarten Orten verbreitet, daß Eurico der Urheber von einigen religiösen Gesängen war, die in die Gesangbüchern der Diozöse Eingang gefunden hatten und von denen ein Teil bald sogar an der Kathedrale von Híspalis angenommen wurde. Seine Eigenschaft als Dichter machte ihn noch achtbarer. Die Poesie, bei den Westgoten fast ausschließlich den Feierlichkeiten der Kirche gewidmet, heiligte die Kunst und steigerte die öffentliche Verehrung derjenigen, die sie ausübten. Der Name des Presbyters fing an in ganz Spanien als ein Nachfolger von Dracôncio, von Merobaude und von Orêncio genannt zu werden.
Von da an folgte keiner mehr seinen Schritten. Auf den Klippen des Calpe sitzend, über die Felder und Flure vagabundierend oder von den Wäldern des Landesinneren verborgen, man ließ ihn seinen Gedanken in Ruhe nachhängen. In der Betrachtungsweise der Menschenmenge galt er als von Gott inspiriert, fast schon als Prophet. Verwendete er denn nicht die Stunden, die ihm nach der Ausübung seines arbeitsamen Amtes verblieben, im Dienste des Herren? Waren diese Hymnen der Einsamkeit und der Nacht nicht dafür vorgesehen, sich am Fuße der Altäre wie ein Wohlgeruch zu verbreiten? Vollendete Eurico nicht seine priesterliche Aufgabe, indem er das Gebet mit den Harmonien des Himmels verschönte, die er in der Stille und Meditation studiert und in sich eingefangen hatte? Die jüngeren unter den zahlreichen Klerikern der benachbarten Pfarreien betrachteten ihn als den verehrungswürdigsten unter ihren Brüdern im Priesteramt, und die alten suchten auf seiner fast immer bedrückten und traurigen Stirn und in seinen kurzen aber gewandten Worten das Geheimnis der Inspiration und die Quelle des Wissens.
Wenn diejenigen, die ihn wie einen Auserwählten verehrten aber gewußt hätten, wie düster die Vorbestimmung des Dichters war, vielleicht hätte sich dann diese Art von Kult, mit dem sie ihn umgaben, in Erbarmen oder sogar in Schrecken verwandelt. Die so sanften Hymnen, so voller Salbung und Innerlichkeit, die die Psalmisten der Kathedralen von Spanien voller Begeisterung vortrugen, waren wie die ruhige Atmung des Schlafes bei Tagesanbruch, der dem Keuchen und Stöhnen während des nächtlichen Alptraumes nachfolgt. Selten – und nur für kurze Zeit – huschte ein Lächeln über die Wangen von Eurico; tief und unauslöschlich waren die Falten auf seiner Stirn. Im Lächeln klang der fromme, harmonische und heilige Hymnus dieser Seele nach, wenn sie sich – der Erde enthebend – in die Träume einer besseren Welt verirrte. Den Falten auf der Stirn des Presbyters, ähnlich den vor dem Nordwestwind herangepeitschten Wellen, entsprach jedoch ein düsterer Gesang von Zorn oder Mutlosigkeit, der in seinem Innersten tobte, wenn seine Phantasien wie ein verletzter Adler aus den Höhen der Sphären abstürzten und sich durch die Niederungen der Menschen wälzten. Solcher Art war der schmerzliche und finstere Gesang, der ihm in schlaflosen Nächten aus dem Herzen schwitzte, auf den Bergen oder im Walde, auf den Feldern oder in der beengten Kammer, und die er in Strömen von Verbitterung und Groll über Pergamente ausschüttete, die weder der Küster noch irgend jemand sonst jemals gesehen hatte. Diese Gedichte, in denen die Empörung und der Schmerz einer edelmütigen Seele aufzuckten, waren das Gethsemane des Dichters. Dennoch könnten sich die Tugendhaften dies nicht einmal vorstellen, da sie nicht begreifen könnten, wie sich bei einem ruhigen Gewissen und ausgeglichenen Leben ein Herz selbst verzehren kann; und die Bösartigen glaubten nicht, daß der Priester, der ganz allein in seine naiven Hoffnungen und sein Grübeln über Dinge jenseits des Grabes vertieft schien, sich um die Übel und Verbrechen sorgen mochte, die das sterbenskranke Reich der Westgoten zerfraßen; sie glaubten nicht, daß derjenige ein Wort des Zornes zur Verfluchung der Menschen übrig hätte, der die Vergebung und die Liebe predigte. Aus diesem Grunde verbarg der Dichter seine furchterregenden Eingebungen. Ungeheuerlich für die einen, Objekt der Verhöhnung für andere, in einer korrupten Gesellschaft, in der die Tugend selbstsüchtig und das Laster ungläubig waren, hätte ihm niemand zugehört, oder eher: es hätte ihn keiner verstanden.
Eurico war durch die Verzweiflung zur ruhigen Existenz des Priesteramtes gelangt und hatte anfangs eine sanfte Schwermut verspürt, die ihm die im Feuer des Unglücks versengte Seele abkühlte. Die Art von moralischer Betäubung, in die ihn ein rascher Übergang von Gewohnheiten und Gedanken gestürzt hatte, erschien ihm wie Friede und Ruhe. Die Wunde hatte sich an das Eisen in ihr gewöhnt, und Eurico wähnte sie geheilt. Als ein neues Gefühl sie erneut drückte, fühlte er erst, daß sie sich noch nicht geschlossen hatte und daß sie noch immer blutete, vielleicht sogar stärker als zuvor. Die nicht erwiderte Liebe zu einer Frau hatte sie geöffnet: die Liebe zum Vaterland, von den Ereignissen geweckt, die im von Bürgerkriegsparteien zerfetzten Spanien rasch aufeinander folgten, war das Werkzeug, das diese Wunde erneut aufbrechen ließ. Die frischen Schmerzen, die die alten neu aufleben ließen, begannen nach und nach die strengen Grundsätze des Christentums in ein Geißel- und Folterwerkzeug für jene Seele umzuwandeln, die gleichzeitig von der Welt abgestoßen und zu ihr hingezogen wurde, und die in den Augenblicken höchster Not, die mit dem Griffel des Schicksals in ihr Gewissen eingemeißelte grausame Verurteilung empfand: - nicht allen gewährt das Grab die Befriedung der Stürme des Geistes.
Die Szenen sozialer Auflösung, die in jener Zeit auf der Halbinsel stattfanden, waren angebracht, die heftigste Entrüstung in allen Gemütern hervorzurufen, die sich auch nur die geringste Spur der alten gotischen Eigenart bewahrt hätten. Seit Eurico das Amt des Gardigg mit dem Priesteramt getauscht hatte, hatten die Auswüchse des Hasses unter den Bürgern, der Ehrgeiz, die Verwegenheit krimineller Banden und der Verfall der Sitten unglaubliche Fortschritte gemacht. In der Einsamkeit des Calpe war der Widerhall des unglücklichen Todes von Vítiza, der gewaltsamen Thronbesteigung von Roderico und der Verschwörungen zu hören gewesen, die überall auszubrechen drohten, und die der neue Herrscher nur mit äußerster Mühe in Strömen von Blut zu ertränken vermochte. Ebas und Sisebuto, die Söhne Vítizas, Opas, ihr Onkel und Nachfolger Sisbertos auf dem Bischofsstuhl von Híspalis, und Juliano, Graf der spanischen Besitzungen an den Küsten Afrikas, auf der gegenüberliegenden Seite der Meerenge, waren die Rädelsführer der Aufrührer. Nur das Volk hatte sich noch etwas Tugendhaftigkeit bewahrt, die ähnlich wie eine durch ein zartes und verbrauchtes Tuch geschüttete Flüssigkeit, gänzlich aus den oberen Klassen versickert war. Weil es jedoch durch viele Arten der Gewalt niedergedrückt und unter den Füßen der sich bekämpfenden Großen zertreten wurde, hatte es zuletzt den Glauben an das Vaterland verloren und wurde gleichgültig und feige, bereit dazu, die gemeinschaftliche Existenz dem individuellen und häuslichen Frieden zu opfern. Die moralische Kraft der Nation war folglich verschwunden, und die materielle Macht war nur noch ein Gespenst; denn unter den mit Metallringen versehenen Lederwesten der Reiter und den Waffenröcken der Fußsoldaten des Heeres gab es nichts als vereiste Seelen, die sich im Feuer der heiligen Liebe zum Vaterland nicht zu erwärmen vermochten.
Mit dem tiefgehenden Einfühlungsvermögen des Dichters betrachtete der Presbyter dieses entsetzliche Schauspiel einer leichenhaften Nation und, weit entfernt von den verpesteten Ausdünstungen jener degenerierten Generation, schüttete er entweder in Strömen von Galle, von Ironie und Zorn die Bitterkeit aus, die ihm das Herz zum Überlaufen brachte, oder er schrieb – wenn er sich der Zeiten erinnerte, in denen er glücklich war, weil er noch Hoffnung hatte – tränenüberströmt die Lieder der Liebe und der Sehnsucht. Einige bis heute erhaltene Fragmente der gewaltigen Elegien des Presbyters lauteten folgendermaßen:
¹ Die „estringe" ist eine Abart der römischen Tunika, die von den Goten in Spanien verwendet wurde.
IV.
ERINNERUNGEN
Wo hat sich die alte Festigkeit nach der Schwächung versteckt?
Hl. Eulógio, Memorial dos Sant., L.° 3. °.
Presbyterium von Carteia. Um Mitternacht der Iden vom Dezember im Jahre 748 der Zeitrechnung.
1
Es war in einer dieser ereignisarmen Winternächte, in der der Widerschein
